Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 243 (13.5.1932)
- Date
- 1932-05-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Titl. llnivers fSU«t8bibUothek Wien.!• Preis 35 droschen f afergang 6 Freitag, den 1J* Mal 1932 Nr« «4* V,b.b. BEZUOSBEDINOUNOEN: Oesterreich monatlich S 1.50. vierteljährig S4.20 ganzjährig S16.-; Polen monatlich Zloty;2.-, vicrtelülhrig Zloty 6.-; Tschechoslowakei monatlich Kc 6.-, vierteljährig Kc 15.-; jngoslawlen monatlich Dinar 14.-, vierteljährig Dinar 40.-: Rumänien monatlich Lei 40.-, vierteljährig Lei 120.~; Oeatschl-md monatlich Mark I.-, vierteljährig Mark 3.-; Bttlearfen monatlich Lewa 40.-, ylerteljähri« Lewa 120.-; Italien monatlich Ltre 5.—. vierteljährig Lire 14.-; Schweiz und die übrigen Länder monatlich Schweizer Franca 1.50, vierteljährig Schweizer Francs 4.50 HERAUSGEBER ROBERT SjTRICKER Redaktion u. Verwaltung: Wien IX, Universitätssir. 6-5.2et. B-48-504— Ersdieint jeden Freitag R EVU E -I Wir verkanten und "VERLEIHEN Elektr. Lichtbäder „ Thermoph re n Farauikusapp. Oalvanisationsapp. Hochfrequenzapp. Solluxlampen Wrorunduslampen, ' Blaulichtreflektoren Langwellenstrahler Ultrarotlichtlampen näch'Dr. Baar '' Quarzlichtlampen Beitische „ heber „ bogen „ lehnen KÜhlapparate Luftk ssen Krücken Krückstöcke Zlmmerklosette Uehschulen Säuglinuswaagen zum wiegen Jaschkeu Wasserstrahl-Pumpen Fu SArmvund itz- Bndewannen Wisser klssen Haartrockner etc. BANDAGEN MI K OLASCH Bandagen aller Art, .Sanitätsartikel. Verbandstoffe, Gummi waren, Krampfadernstrümpfe, Senkfußeinlagen etc. Taborstraße 22 ,' Telephon R-47-1-85 Krankenkassen u. Anstalten verlargen SpezialOfferte Eine Wund t"rgeschiehte Von. David F risc h mann. : Wie eihe Wundergeschichte war das Leben dieses .Menschen. Mütter werden sie ihren Kindern erzählen an den Vorabenden, von Geschlecht zu Geschlecht wird sie überliefert werden. Wie plötzlich sein Kommen war, so plötzlich war sein Verlöschen. , 'So^wdreike* lösende!*- iX";: •'A^'"'"vr^~-«2<rwr rr^w?^ >s"r-v •< '< -l^'/^^^äv^"'''■*;„;';?J? t c ' Eine gute Fee stand an seiner Wiege. Und alle physischen und geistigen Gaben, die sie sonst Tausenden zusammen* gibt, gab sie diesem' Einzelnenj.^fuberäugen. Und Schönheit-der Gestalt, Süße des Wortes;.- Weichheit und Adel. /Kühnheit des Gedankens und Naivität eines Kindes, einen logischen Kopf und ein heldisches Herz.- Die Neigung zur Träumerei und ' den; starken Willen, große Dinge zu4un, solche, die ein anderer nicht tun kann. Sein LäcHeii gab sie ihm und seine Träne, die Fähig--, keif, zu herrschen imd zu siegen, und den starken Willen gab sie ihm und Gnade in den Augen der Alle im redaktionellen Teil befindlichen entgeltlichen Notizen s'nd durch ein beigefügtes £ bezeichnet Theodor Herzl Dem großen Fuhrer des judischen Volkes mächtigen Ueberirdischen. Und für die Augen der Menschen — mit allen physischen und geistigen Gaben hat sie ihn beschenkt. Und den Tod gab sie ihm — den Tod, der plötzlich kommt und ihn mit dem Zauber einer Wundergeschichte umweht, um , das Bild des^ Helden ganz und vollkommen zu gestalten. Denn sie sprach: Was sein Leben nicht bewirken konnte,' sein Tod wird es tun. &SllHt& \>wlli^t\v»Ai^«^Ä ffia..w»miBeBHBwWg TEL- B 24-5-20 Um Herzls frühes Tagebuch Was das Wünaer Institut erzählt — Direktor Reichenfelds Cieyenüberstellung , '; Rechtslage — Was wird geschehen? Die v J}ie v,iyeuc J^elt", veröffentlichte;.aus der:??eder .des Londoner Pbblizisten und Vertreters der „Jüdischen Tele- . graphenaöeiit'ur-• J^ep^ |<jei few i ch eine Reihe YOiyAjjk sät?eu^nef*rfön^^ tragisches Mäe:^üitf| Leser '.der ^äften^ \ in, den Ausf ührungenf des Amors Leftwich auch' von bis- ' her unbekannten' Tagebuchblättern Theodor Herzls! die Rede war. Die Nachricht;von der,: Auffindung solcher Tagebuchblätter erregte allenthalben beträchtliches Aufsehen und fand aus der „Neuen Welt" den,5,Weg in einen großen Teil der. Weltpresse, die hiezu allerlei Bemerkenswertes anfügte. Diese>Tagebuchblä4tter befinden sich,seit dem vergangenen;Herbst " im Besitz V des ' jüdisch-wissenschaft- Fr ühlin g s - S a i s o n BADEN Badeu. Trinkkuren gegen Gicht, Rheuma, Ischias und btoffwechselerkränkungen etc. Pensionspreis von S10.'— bis 25.— pro Tag Thermal - Strandbad ab 1. ■■ Mai in Betrieb / , ' Wassertemperatur 24° Celsius I liehen Instituts in Wilna, wovon bisher die groGe jüdische Oeffentlichkeit keine Kenntnis hatte. Erst durch einen Bericht eines, Mitarbeiters des Jüdisch-wissenschaftlichen Instituts, Salmen Reisen (New Yorkel* ,Jewish Morliing Journal",'10. April 1932), erfährt "man Näheres über das Schicksal' der genärinten -Herzlschen Tagebuchblätter. Salmen Reisen hätte in London ein Qespräch mit Joseph Leftwich über Hans Herzl, und darüber erzählt er: : "„Inmitten dieses- Gesprächs über seinen verstorbenen Freund (Hans Herzl) zog er aus der Schublade ein. Heftchen in schwarzem, hartem Einband mit der deutschen1 Aufschrift „Lesefrüchte!; 1882/1887". Das stammt aus Hans Herzls Nachlaß, den Joseph Leftwich verwaltet, und stellt nichts Geringeres dar als ein eigenhändiges, unveröffentlichtes, ■ ja. sogar unbekanntes Manuskript von Hans' grqßem Vater, dem Begründer und "Führer des politischen Zionismus Theodor Herzl, aus der Zeit, da er noch nicht Doktor war (er wurde es erst mitten drin) und vom Zionismus , noch nicht einmal träumte.- Ich halte.mich für nicht bet rech^igt^den Inhalt ,des kostbaren Manuskripts genauer. . 'anzugeben, will" nur 'sagen, daß7"für'die Biographie Theodor Herzls dieses Manuskript von ungeheurem, ja ■> seriiqtmhellem Wert ist. Das Büchelche.n,"das 80 Seiten' . in ^Seohzehntelformat,- dicht' beschrieben . mit Herzls Schriftzügen, die wie Perlen aneinandergereiht sind,' deutsch, enthält vor allem die Ansichten des jungen Herzl über die gelesenen Bücher; und: Tagebucheintragungen. Wir-lernen-hier Herzls Anschauungen; kennen, seine Zweifel, seine jungen, Leiden, bevor er seinen r.Weg gefunden hatte... Ich hielt, das seltene, Manuskript des Mannes, der eine der . stärksten Be: weguhgen unter den Juden geschaffen hat, in meinen Händen und konnte mich nicht beherrschen. Dieses Manuskript muß dem Jüdisch-wissenschaftlichen Institut gehören, gab ich Freund Joseph Leftwich zu verstehen. Und Leftwich, der ein ergebener Freund des Instituts ist, verstand das. Er wollte nur in das Testament Hans Herzls Einsicht nehmen.!. Nach ei» pro Tagen meldete Leftwich, daß gemäß dem Testament Hans Herzls (Leftwich bezieht sich nicht auf Hähs v .r Herzls Ve tz t e.s,.. sondern; vielleicht früheres, Testament. Anmerkung der Redaktion.) das T Manuskript seines Vaters verkauft werden njiußte, ■ damit . so ,te^e Schuld von' mehrefen zehn Pfünden< gedeckt werde,;mit denen ein^einyl^teroffizicr Hans ausgeholfen hatte... Als ich London verließ, führte ich in der Tasche ein großes Geheimnis mit, das noch nicht enthüllt werden darf: die Jugendaufzeichnungen von Dr. Theodor Herzl. Es scheint, daß Joseph Leftwich sich niqht mit dem Punkt im Testament Hans Herzls begnügte.fühd: er t fragte deshalb-darüber auch die einzige, noch lebende ' Tochter Herzls, Frau 'TrudeV Herzl-jNeuhmnn, an, •■■ »Schließlich gelangte an das1 Jüdisch-wissenschaftlicho . Institut Trudes Zustimmung zum Verkauf des5 Manuskripts, und die Exekutive dises Instituts sandteauf , die,,,beigegebene, Adresse ./die erste . Rate' der für das 'Herzl-Mahuskript;b'e^'dmm^eh'-'Sümme-'ein^ v Salmen Reisen erzählt nun, daß nun auch? die letzten drei Raten bezahlt wurden und so das^Manuskript in den rechtmäßigen Besitz des Instituts gelangt sei.; Er fährt fort: „In den zionistischen Kreisen Londons hatte, man schon früher von diesen Manuskriptblättern,v.erJahren und auch darüber, daß sie vom Jüdisch-wissenschaftlichen Institut erworben , wurden, und man begann auf Trude Herzl-Neumann einen Druck auszuüben,'daß sie das Manuskript zurückverlange. Sie versuchte'es-zwar zu tun, aber die Exekutive des 'Instituts konnte auf deren Standpunkt nicht eingehen. In dem Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, hat die Angelegenheit eine neue Wendung bekommen. Direktor R e i che n f e l d aus Wien"ließ wissen, daß das Notizheftdien Theodor Herzils hidit ganz unbe- . kannt, daß es ein Teil von Dr. Jlerzls literarischem ■ Nachlaß sei, daß als Nachlaßverwalter;vou Herzl selbst Prof. Leon Kellner und er, Redchenfeld, eingesetzt wurden, und daß nach Kellners Tod er, Reichenfeid, der einzige Nachlaßverwalter über das in Wien befindliche Herzl-Archiv sei. Das Notizheftchen, so meint Reichenfeid, habe wahrscheinlich Prof. Kellner Hans Herzl geborgt und dieser habe es nicht zurückgestellt. Hans Herzl war, sagt Reichenfeld, wahrscheinlich der Ansicht, daß alles, was vom Vater stamme, ihm gehöre. Die Exekutive des Jüdisch-wissenschaftlichen . Instituts hat von Direktor Reichenfeld noch keine offizielle Mitteilung erhalten und zur geschaffenen Lage noch nicht Stellung genommen. Sie wird zur gegebenen .. Zeit wahrscheinlich ein Kommunique über diesen Fall, der gewiß die jüdische Welt interessieren wird, veröffentlichen." So lautet die Darstellung Salmen Reisens^ des-Mitarbeiters des Jüdisch-wissenschaftlichen'1 Instituts in Wilna.*Die „Neue Welt" hat sich nun an Herrn Direktor ' M. R e i c h en f e 1 d gewendet,, um von ihm zu hören, wieweit sich die Darstellung-Reisens mit seinem eigenen Wissen um die Angelegenheit des Herzl-Manuskripts deckt und in welchem Stadium sich die Differenzen mit dem Wünaer Institut befinden. Herr Direktor Reichen- Alles lauft und kauft 6 Haforl-Hoien YvoeRBÜUGtTfe^K JP I WIPPLINCERSTPiO B«uer»-Ja ker S 0,80 *port Hemden S 4.05 Wienerwald u. Ha erlsenu e Juchtens24 bO Rucksäcke „Molmax" alle Urötten, Winajackeu tut H«MA* Damen u d Kinder, ailet la giößter Au«w«bi,