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Die neue Welt · 1932-04-15 · Heft 239 (15.4.1932) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 239 (15.4.1932)
Date
1932-04-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 239 DIE NEUE WEtt Seite f Preill und Saassmaknn gegründet worden. Besonderes Ansteigen verzeichnet die Dargah Alef. Zahl der Mitglieder in Letttand zirka 1200. — Die Vorbereitungen für die Manöver und jleii Jörn Habrith sind in vollem Gange. Frau Dr. Hoffniann hat die Sorge für den wirtschaftlichen Teil des Dethar-Sommerlagers und das KiuderiHternat übernommen. Die Neziwuth macht weitere Anstrengungen, um die finanzielle Seite des großen Unternehmens zu sichern. — Der Rosch Bethar V. Jabotinsky hat in einem besonderen Schreiben an Naziw M. Gold übei die Wichtigkeit der bevorstehenden Manöver gesprochen und drückte die Hoffnung aus, daß alle Betharim teilnehmen werden. Für die traditionelle Pessach- Geld Sammlung wird ein spezielles Propagandablatt über den Stand der Bethar Hachschara herausgegeben werden. — Eine größere Gruppe von über 2 0 Betharim nahm an der Makkabiade in Palästina teil. Polen: Eine Gruppe von zirka 50 Betharim ist zur Makkabiade nach Palästina gefahren. Littauen: Erschienen Nr. 5 der Zeitung „Habetbari", gewidmet dem 11. Adar. Vier Betharim sind aus Anlaß der Makkabiade nach Palästina gefahren. Die Chawerim Dilion (Kowno) und G. Gamsu (Memel) sind zu Vertretern des Bethar Littauens auf der Konferenz für. Totzereth Haaretz ernannt worden. Der Hagana- Tnstrukteur M. Grinstein besuchte Kenim und organisierte mit Erfolg die Hagana-Arbeit. Er wird jetzt einen Monat in Kowno weilen. Bukowina: Der Gründer des Bethar in Rumänien und erster Naziw Jakob Schieber (Czernowitz) ist nach Palästina, abgereist. Ein feierlicher Abschiedsabend wurde zii seinen Ehren organisiert. Die Grüße des Rosch Bethar und des. Schilton begleiten ihn auf seinem weiteren Wege. Im Bukowiner Galil ist die Arbeit, die seit einiger Zeit ruhte, wieder aufgenommen worden. Die Mifkada Glilith berief für den 3. April eine Kreispegischah. Zwei Betharim des Cernauter Ken Chust und Wender sind auf Hachschara nach Holland abgefahren. Bessa rabien: In Chisinau grandiose 11. Adar- Feier. Die Mifkada bereitet die Sommer-Hachschara und eine. Geldaktion vor. Aus diesem Anlaß erscheint eine zwei Seiten starke Beilage zur Kischinewer Zeitung „Unsere Zeit". Mifkada Glilith arbeitet an der Schaffung einer Bethar-Instruktorenschule. - Profest gegen die Vorgänge an der Jerusalemer Universität Studentische Massenversammlung in Riga Aus Riga wird der „Neuen Welt" geschrieben: Am 1. April fand in Riga eine Studentenversammlung zum Protest gegen die Verfolgungen der nationalen Studentenschaft an der Jerusalemer Universität statt. Alle studentischen Korporationen, vor allem die revisionistischen Studenten, der B rith Trum, p e 1 d o r, die zionistischen Studentinnen, die revisionistische Gruppe der Organsiation „Jordania" und die anderen Verbände nahmen an der Versammlung teil. Die Hauptredner L Rosenthal, D. Wahrhaftig, M. Weinberg, L. Zehnberg, Gurewitsch, Cheifetz, Leitmann .u. a. stellten fest, daß der Geist des Verzichts sich auf dem Skopus eingenistet habe und schuld an den gegenwärtigen Verhältnissen der Jerusalemer Universität sei. Die angenommenen' Resolutionen besagen im wesentlichen: Die jüdische nationale Studentenschaft protestiert aufs energischeste gegen die barbarische Unterdrückung des besten Teiles der jüdischen Studentenschaft und sagt ihr die aktivste Teilnahme.in ihrem akademischen Kampf zu. Die jüdische nationale Studentenschaft fordert, daß ein für allemal mit dem Brith-Schalom-Geist an der palästinensischen Universität Schluß gemacht werde. Alle wissen es, daß die in Geschmack und Qualität unübertroffenen orttktatsig-oilrenommiertan Schmidl-Mazzoth heuer besonders wohlschmeckend sind! Kostprobe genügt! Erzeugt unter streng orthodoxer Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Babaih — Die Mazzoth werden aus dem feinsten Mehl erzeugt! Seit vielen Jahren genießen die „Schmidl*Ma*2o!h" das beste anderen bevorzugt 1 Verlangen Sie die neue, besonder» schmackhafte Renommee und werden vor allen SPEZIAL-MARKE „N. B.usSAVfUULl Zentrale: N. Brodetzki, it.ieop«idra«e43 Tel. A-41-9-32 A-46-1-90 A-60-2-63 In allen besseren Geschäften erhältlich! IIIMIM IIIIIIIII mmm iiiiiiiiiiiiiiiiiiin Palästina in arabische und jüdische Kantone einzuteilen, und der Resolutionsantrag der Revisionisten gegen die Einbeziehung Palästinas in eine großarabische Föderation. Beide wurden durch die Linken zu Fall gebracht. Den Bemühungen der Linken ist es zu danken, daß an Stelle dieser klaren Resolutionen verschwommene angenommen wurden. Die revisionistischen Anträge betreffend die Tel-Awiwer Polizei und die hebräische Universität wurden unter Anwendung „technischer Methoden" von der Tagesordnung weggebracht. In ätlen «intchlägig»»» O«- tchsHen «VhäUlich. B«im Schuhmadher fachmännisch belästigt- Z«nif»lv»»k»yli B»no« -lP«lm«. Wh VI. in «täweirsaet! Pälä$iin«e Zu dem Berichte über die fetzte Tagung der Jüdischen Nationalversammlung in Palästina, welche sich u. a. mit den Fragen der .Einberufung einer jüdisch-arabischen Round-Table-Konfer e n z und der Einteilung Palästinas in jüdische und arabische Kantone befaßte, erhält die „Neue Welt" von einem Mitgliede der Nationalversammlung folgende aufklärende Feststellung: Die Resolution der Z i o ri i s t e n - R e vi s i o u is t e n gegen die Round-Table-Konferenz, wurde bereits im Permanenzausschuß abgelehnt. Die sozialdemokratische Linke, die stärkste Gruppe der Nationalversammlung, drohte mit der Einbringung einer eigenen Resolution zugunsten der Round-Tahle-Konferenz. Des gleiche Schicksal erfuhren die Resolutionen der „Allgemeinen Zionisten"' gegen jeden Versuch; ECKSTEIN'S IIIIIIIIIIIIIHIilllllllllllllllllliililiiliiiui' .....; FAMILIEN- PENSION Restauration, KalleeHaus / Täglich 5-Uhr-Tee SEMMERING SaSK&KSSS"" Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer mit Pension S 12.- aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm¬ und Kaliwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-24 heatev, Kiinff un illi!lll!liiiliiilillliilllllii['LiSea'«iiMr Gastspiel Paul Baratow Jüdische Künstlerspiele Die Komödie „In j e d e m Ha u s" von Seh. Gorin, die als letzte Novität unter der Regie Jakob S c h i g orins in den „Jüdischen Künstlerspielen" in Szene ging, bringt das Eltern- und Kindermotiv im bürgerlichen Rahmen auf die Bühne: Die Kinder, die sich dem Machtbereich des dem älteren Generationssystem angehörenden Valers entziehen und selbsttätig werden wollen, um schließlich zu scheitern und sich wieder unter die Obhut des erfahrenen. Vaters stellen. An mehreren Figuren wird dieses Schicksal abgewandelt, an den Söhnen Jack (M. Preifi), Harry (B. Sigall) und der Tochter Gladis (O. S c h 1 i f k o w i t s). Diesem Trio, das in der Assimilation zu versinken drollt, steht das Elternpaar vom alten Schlag Chane (Lea. Weintrau b - G r a f) und Salomon Halperin (Paul Barai o w) gegenüber. Die flott gespielte Komödie bewies aufs neue die aufsteigende Entwicklung des unter Baratow geschulten Ensembles, dem die Anerkennung des Publikums treu blieb. —Id. « Auf Grund des großen Erfplges verbleibt die Komödie „In jede m H a u s" von Gorin mit Dr. Paul Baratow a. G. in der Hauptrolle bis auf weiteres auf dem Spielplan, Für die Pessach-Feiertage wird ein neues Lustspiel in spezieller Bearbeitung für die „Jüdischen Künstlerspiele" vorbereitet. In den Hauptrollen sind neben Dr. Baratow die Damen Gr a f, M e i s e 1 s, S c h 1 i f k o w i t s c h und die Herren Lehrer, Preiß, Schigorim, Sigall, Weiß mann und Z e 1niker beschäftigt. — Kartenvorbestellungen . an der Kassa des Theaters Reklam, II., Praterstraße 34, telephonische Reservierungen R-40-0-94. v Konzert H. S. Urstein. Unter der pianistischen Leitung Prof. Meilers und der Mitwirkung der vorzüglichen Koloratursängerin Grete Rosenfeld absolvierte der palästinensische Bariton H. S. Urstein im Musikvereinssaal ein Programm, dessen Spannweite allein schon großes Können erfordert. Händeis „Dank sei dir", Lieder von Josef Marx, Verdi-Opernarien, neuere englische Lieder und vor allem moderne hebräische Gesänge wurden von Urstein mit durchgebildeter Stimme und feinstem Stilgefühl ge- OlKÖtUIIlHUUC .JT1CIÖC. YUlS,lCHUll't;. zu günstigen Bedingungen" yer- '. an Herrn Ä. BracTavvski,s TL, ' bracht. Es war Ullsteins erstes öffentliches Auftreten. Die Freiheit und Unbefangenheit seines Vortrages erwarb ihm sogleich die Sympathien des zahlreich erschienenen Publikums, das ihn mit reichem Applaus belohnte und eine Reihe von Zugaben erzwang. Ursteins Erfolg war durchschlagend. r. Tanzabend Susi Mirjam. Im großen Saal der Wie.ner Urania absolvierte Susi Mirjam, das einstige Wunderkind, ein Tanzprogramm, das in seiner musikalischen Spannweite allein schon Ungewöhnliches erforderte.' Der Weg von Mozart bis Prokofjeff . umreißt zugleich die Ausdrucksskala der jungen Künstlerin und ihr Bestreben, das Vielfältigste ihrem tänzerischen Bereich zu gewinnen. Susi Mirjams Formwille ist zwar hinlänglich ausgebildet, meidet aber scharfe Konturen und .gibt sich mehr pastellartig getönten Gebilden hin, deren äußere Schönheit sehr viel vom Kostümlichen bezieht. Das banale Wort von der Anmut der Bewegung bekommt bei ihr ursprünglichen Klang. Eine aparte Erscheinung schon heute aufdem Tanzpodium, trägt Susi Mirjam . alle Elemente reicher Entwicklungsmöglichkeiten in sich. Jede ihrer Tanz?., dichtungen fand Beifall und Verständnis, gerä4ezU stürmische Begeisterung die originelle ' Tanüsuit'e „Jügeridlektüre", sprühend im Grundeinfall. Arn Klavier ' die virtuose Pianistin Utja Braun-Pjatig p r s k y, die, am stürmischen Erfolg des Abends vor fast ausverkauftem Haus teilnehmen konnte. o. r. * Das Gastspiel Leopold Jungwirth in der Jüdischen , Bühne, IL, TaborsträBe 12 (Hotel Stefanie). Samstag, den 16. d., gelangt die Komödie „Der g r o ß e;'J'üd e" zur Erstaufführung Sonntag, 24,4. Vhr,.. große Kindervorstellung. Zur Aufführung gelangt ,!,König der Geige". Kinder zahlen 60 Groschen und; erhalten ein schönes Geschenk, Sonntag abends. -j49 Uhr „De r g,o K< dene S chidac h". Volkstümliche . Preise. Vorstellungen werden an Vereine geben. Aufragen' sind' an Taborstraße 12, zu richten.. Zeitschrift' „Palästina", Herausgeber und Redakteur (i. E.) Adolf Böhm. Soeben erschien Nr. 3/4. ,Dr. Alfred Bonne schreibt üben „Die,Konzessionen für d;ie Pipeline Mossul-Haifa". Er gibt die Vorgeschichte und kritisiert die großen Rechte, welche Palästina ohne Befragen der Vertreter1 der Bevölkerung der Qelgesellschaft eingeräumt hat. — Dr. A. Granovsky. schreibt über. „Bodenreserve und Regierungspolitik". Er legt die Erschwerungen dar, welche durch die Handhabung der letzten Pächterschutzverordnung seitens der Administration bei Haltung von Reserveböden .eingetreten sind. Anläßlich der .kürzlich stattgehabten Arbeiterinnenkonfer'enz schreibt M. Nemirofsky, Tel-Awiw, über „D i e arbeitende jüdische F r;au". Er gibt reichliches statistisches Material — iS.. Goldberg, Tel-Awiw, schreibt über „Die i Möglichkeiten der Kapitalanlage". Diese ist in Palästina in allen Wirtschaftszweigen sehr aussichtsreich. —Julius Berger schreibt über „A b s a t zpropaganda und Alb s a t z f ö r d e r u n g". -Er zeigt, wie Palästina sich modernisiert und die Importe.ure, die Waren besten Geschmacks einführen, große Chancen haben. — Dr. G Rosen gibt, wie alljährliqh, eine Uebersicht über „Die Ergebnisse der Viehvers i c h e r u n g" für 1930/31. — „Die Reform der Agrarsteuern" behandelt ein redaktioneller Artikel. — „Nachrichten und Daten" sowie „Bücherbesprechungen" beschließen das Heft, dem ein „Vogelschauibild von Palästina" beigelegt ist. Jahresbezügsgebühr: Für. Oesterreich S: 12, Ausland Dollar 2. Ad* ministration und Verlag: Josef Hajeks Nachf., Wien, XVII., Ka'lvarienberggasse 32. Ein historisches Judenstück im Wiener Burgtheater In der kommenden Woche gelaugt am Burgtheater die Komödie ..Disraeli" zur Erstaufführung. Als Autoren zeichnen die Schriftstellerin' Ltiise Maria Mayer und Dr. Artur R u n d t. der bekannte Publizist, der sich durch eine. Reihe von Essays und durch seine 'Reisebücher über Palästina und Amerika in der literarischen Welt einen Namen gemacht hat. Im Mittelpunkt djs Stückes steht der Jude Benjamin Disraeli, dessen abenteuerliche Karriere in fünf, Bildern, beginnend mit dem Jahre 1830 und endend mit Disraeli als englischen Premier Lord Beaconsfield 1878, abrollt. Seine sichtbaren Qegenspieler sind Lionel Rothschild und Lord Derby, seine unsichtbaren Fürst Bismarck und Qladstone. Das Bühnenwerk berührt Im Kampf politischer und ethischer Anschauungen auch das Judcnprohlem der liberalen Knoche und stellt den Widerstreit, rassischer Empfindungen In sachlich-dichterischer Weise zur Diskussion. Die Titelrolle wird der jüdische Schauspieler Ernst Deutsch aus Berlin darstellen, die Regie wurde dem in Hamburg wirkenden Regisseur M a r I 6 anvertraut. Der Aufführung des ..Disraeli" sieht man mit gesoanntem Interesse entgegen, — Den Vertrieb des Werkes hat" der Verlag Max Pfeffer (Wien) übernommen. Aufruf der Histadruth Iwrith Im Juni 1931 hat die hebräische Weltkonferenz in Berlin die; Sohaffung einer Weltuniou der Hebräer (Brith Iwrith Olamifh) proklamiert. Diese.m Weltverbande fällt die Aufgabe zu, sämtliche auf dem Gebiete der hebräischen Kultur tätigen Organisationen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen zu gemeinsamen planmäßigen Aktionen zu vereinigen. In erster Reihe soll das Augenmerk der Förderung der he-

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