Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 238 (8.4.1932)
- Date
- 1932-04-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 23Ö 1 Es gibt nureinen Weg, meine Herren! Sie müssen durch richtigen Einkauf sparen! . , w*r zeiS£n Ihnen den Weg, wie Sie sich doch neue, gute, moderne und schöne Kleidung mit einem geringen Aufwand an Mitteln (beschaffen können: Schiffmann, das „Warenhaus der Sparsamen", seit jeher führend in zeitgemäßer Warenverbilligung, bringt jetzt auch Herrenkleider jeder Art, jedem Geschmack und Verwendungszweck entsprechend, in verläßlich guter Qualität, ideal in Schnitt und Paßform, zu wirklich sensationell kleinen Preisen. Glauben Sie uns nicht aufa Wort — sehen Sie sich ohne Kaufzwang unser reichassortiertes Lager in Sport- und Modeanzügen, FrühjaSrs-Ueberröcken, Ulstern, Knickerbockern, Trenchcoats sowie in moderner Wäsche, Hüten, Schuhen usw. an . ,. Sie werden von den äußerst niedrig kalkulierten Preisen begeistert sednl Einige Preisbeispiele: Knickerbocker, aus modernen Sportstoffen S 16.90, 12.90 Sport-Kombinntion, zweiteilig (Sakko u. br.Hose) S 39. 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Heinrich Schalek, Wien, I., Wollzeile 11. zur Förderung jüdischer Musik seine Propagandatätigkeit verdichtet Bisher hat der Verein iu selbstloser Weise in jeder Saison mehrere Konzerte veranstaltet, in denen Kompositionen von Engel, Krein, Achron, Miliner, Weprik, Brandmann, Woltfsohn Stuteohewsky u. a. zu Gehör gebracht würden. Der künstlerische Erfolg dieser Konzerte war durchschlagend. Um die. jüdische OeffentJichkeit Wiens zu erfassen, berief der Verein eine Koniferen^ der Delegierten aller jüdischen Vereine und Organisationen ein, die am Samstag, den 2. d., in dem Saale der „Bnei- Brith"-Loige abgeholten wurde. Der Vorsitzende des Vereines, Prof.,Max Graf, zog in seinen Begrüßuugsworten eine Parallele zwischen der Entwicklung der Jüdischen Musik und jener der anderen Nationen. Prof. Juliusz Wolfsobn arbeitete in einem auagezeichneten Referat das Spezifische dieser jüdischen Entwicklung heraus, erwähnte Idelsohn und Prof. Graf als Theoretiker und Historiker der jüdischen Musik und zeigte schließlich, indem er von dem Bestehen der jüdischen Verlage J ihm eh und Juwal und von den an vielen Orten entstehenden verwandten Vereinen zur Förderung jüdischer Musik Bericht gab, daß die Anerkennung der jüdischen Musik sichere Fortschritte mache. Dir. W i nt er eröffnete Jiierauif die Debatte, an der Prof. Ehrlich,. Dr. Zipser (Nord-Ost), Prof. Herz (Blind eninstitut), Dr. Körner (Kultusgemeinde) u. a. teilnahmen. Die Versammlung nabm folgende Resolutionen an: „Die hier anwesenden Vertreter der jüdischen Vereine Wiens anerkennen die Notwendigkeit der Förderung jüdischer Musik. Sie erklären fich bereit, bei allfälligen Veranstaltungen ihrer Vereine 6ioh mit der Pragrammkommission _ des Vereines zur Forderung' jüdischer Musik in Verbindung zu setzen und von ihr Vorschläge zur Gestaltung insbesondere des musikalischen Teiles entgegenzunehmen und diese Programme nach Möglichkeit durchzfuühren. Weiters beschließen die hier anwesenden Delegierten, sich dafür einsetzen zu wollen, daß ihre Vereinigungen als solche dem Verein zur Förderung jüdischer Musik als Mitglieder beitreten." Dr. J. Gertrud-Kraus-Jehuda Ehrenkranz. Als tänzerischliterarische Sondervorstellung findet Mitte des Monats April, eine Chassidische Matinee statt, für die als Ausführende die Tänzerin Gertrud Kraus und der Rezitator Jehuda Ehrenkranz gewonnen wurden. Zur Darbietung gelangen ostjüdische Tänze nach Volksmotiven und neuer hebräischer Musik (Engel, Wolfsohn, Stutschewsky u. a.) sowie Legenden von J. H. Perez und Szenen von Schalom Alejchem, Tunkeler u. a. Der Kartenvorverkauf an der Kasse der Jüdischen Künstlerspi e le (Theater Reklame), IL, Praterstraße 34, hat bereits begonnen. Jüdische Künstlerspiele (Theater Reklame), Wien, IL, Praterstraße 34, Telephon R-40-0-94. Nach dem großen Erfolge der Aufführung der Strindbergschen Tragödie „D e r Va 't e r" gelangt ab Freitag, den 8. April, die vieraktige Komödie von Gorin „Es kommt in jedem ' Hause vor" zur Aufführung. Dr. Paul Baratoff spielt die Hauptrolle. Baratoff, der in diesem Stück .zum Unterschied zu den letztens gespielten keine düster-dramatische Rolle hat, wird zweifellos wie sonst das Publikum mit seiner großen Kunst zu fesseln verstehen. Mitwirkend das gesamte, bereits bewährte Ensemble. Kartenvorverkauf an der Tageskasse. Telephonische Reservierungen unter R-40-0-94. Volkstümliche Preise. Jüdisches Künstlerkabarett „Kaftan". Der große Erfolg, der dem „Kaftan" in Berlin beschdeden war, veranlaßte den Gründer und Direktor M. Sakaschansky, seine Kleinkunstbühne auch anderen jüdischen Zentren vorzuführen. Wien, seit einem Vieteljahrbundert Sitz zalilreicher jüdischer Bühnen, Herberge für viele Talente, die als Sänger oder Schau^ spieler von hier ihren Weg angetreten haben, ist dazu prädestiniert, ' jüdischem Volkslied- und Literaturgut Verständnis entgegenzubringen. Und sogar die Idee zum „Kaftan" ist in Wien entstanden. Was Sakaschansky mit seinen Mitarbeitern bot, war ein t-heatermäßig gestalteter Querschnitt durch Lied, Legende, Humor des jüdischen Volkes. Im Mittelpunkt aller Abende stand Sakasohanskv selbst als Conferencier, Sänger, Darsteller, und konnte das versprochene Berliner Kaftan- Ensemble ersetzen. Wien bekam fünf genußreiche Nachtvorstellungen vorgesetzt. Jüdische Bühne, IL, Tabors-traße 12 (Hotel Stephanie). Die Wohltäfcigkeitsvorstellung der Hausierer, „K ö n i g der Liebe", die für Samstag, den 9. d., im Theatersaal Astor angesetzt war, findet am gleichen Tag nicht im Astor-, sondern im Stephanie-Saal, IL, Taborstraße 12, statt. Sonntag, 10. d., %4 Uhr: „D erStraßen sänge r". Einheitspreis S 1.10, für Kinder 60 Groschen. Abends gelangt die Komödie „Wie die Marne asoj die Tochter" zur Aufführung. Volkstümliche Preise. Vorstellungen an Vereine werden zu günstigen Bedingungen vergeben. Anfragen sind an A. Braclawski, IL, Taborstraße1 12, zu richten. Tanzabend Susi Mirjam. Montag, 11. April, VaS Uhr abend?, im großen Saal der Urania. Neues Programm ernster Tänze, heiterer Zyklus „Jugendlektüre". Am Klavier Utja Braun-Piatigorsky. Konzert Urstein. Wie bereits gemeldet, findet Sonntag, den 10. April, halb 8 Uhr, das Konzert des palästinensischen Baritons H. S. Urstein dm Kleinen MusiHvereinssaal statt. Auf dem Programm 6tehen Operijarien und Lieder in hebräischer, deutscher, italienischer und englischer Sprache. Goethe-Vortrag, Schriftsteller Dr. S. Rosenrauch hält am 12. April um 8 Uhr abends im Festsaal des Hotels Continental, Wien, IL, Praterstraße 7, einen Goethe-Vortrag (Rezitationen). Mitwirkend; Prof, Josef Zimhler (Violine). Eintrittskarten 1 bis 3 S an der Abendkasse, Jüdifdie Sport* und miiiiiiiHi Turnbewegung Hakoahs Kampf um die Erstklas§igkeif Hakoah holte sich Sonntag gegen Rapid eine 2 :8-Niederlage und bleibt auch weiterhin auf dem letzten Platz der Tabelle. Durch den Sieg des F. A. C. über W. A. C. hat sich die Situation der Blau-Weißen noch mehr verschlechtert, da die Krieauer Mannschaft noch immer mehr distanziert wird. Kommenden Sonntag wird es sich im Spiel gegen den Wiener Sportklub entscheiden, ob Hakoah auch-nicht die letzte Chance aus der Hand geben wird. Trotz der katastrophalen Niederlage gegen Rapid sind die Aussichten der Blau-Weißen gegen die Dornbacher nicht schlecht. Der Sieg Rapids war in diesem Ausmaße nicht ganz verdient. Bei der Hakoah, die sich redlich abrackerte, scheiterten alle Bemühungen an dem unproduktiven Spiel der Stürmer. Auch gegen Rapid waren alle Aktionen auf Eisenhofer, den einzigen gefährlichen Angreifer, der auch beide Tore erzielte, zugeschnitten. Der Ersatzverteidiger .Stroß Ii hat:'.viel zu" wenig Routine, und Feldmann wurde durch eine Verletzung stark gehandikapt. Hakoah spielte i% folgender Aufstellung: Löwy; Stroß II, Fellne'r; Heß, Stroß I, Platschek; Mausner, Grühwald, Eisenhofer, Donnenfeld, Fischer. . * Glänzender Erfolg der Hakoah- Reserven. Im Gegensatz zu der ersten Mannschaft schreitet der Hakoah-Nachwuchs von Sieg zu Sieg. Im letzten Spiel gelang es ihr, die Rapid-Reserve, die in der Meisterschaft führt, 3:1 zu schlagen, und sie hat nun gute Aussichten, Meister zu werden. Brith Trurnpeldor—Zion. revisionist. Jugend 2 :0 Samstag, den 2. April, fand am Hakoah- Platz ein Fußballmatch zwischen dem Brith" Trumpeldor und der Zion.-rev. Jugend statt. Obwohl die Z. R. J. die besseren Einzelspieler in ihren Reihen hatte und in der ersten Halbzeit überlegen war, konnte der B. Trumpeldor durch aufopferndes und uneigennütziges Spiel seiner Leute, das Match gewinnen. Die erste Halbzeit, in der die Verteidigung und Halfreihe des B. Trumpeldor alle Anstürme der Z. R. J. bravourös abgewehrt hatten, endete torlos. In der» zweiten Halbzeit fand sich der Sturm desB. Trumpeldor immer besser zusammen, während die Z. R. J.-Mannschaft etwas zurückfiel. Und nun erzielte Lebenschuß für den B. Trumpeldor in der 10. und 22. Minute zwei Treffer. Die Z. R. J. vergab beim Stande von 1 :0 einen Elfmeterball. Hervorzuheben wären bei der Z. R. J. der Stürmer Ginsberg sowie Kerzner als Verteidiger, während sich bei B. Trumpeldor Belf, Deligdisch, Lebenschuß und der Tormann auszeichneten. — Die Manschaften spielten in folgender Aufstellung: Z. R. J.: Thiemann; Schächter, Kerzner; Wolf, Birnbaum I, Kupferberg; Hellmann, Heliczer, Ginsberg, Königstein, Birnbaum II. Betar: Schwalbendorf; Sternberg, Scheinmann; Meiler, Belf, Deligdisch; Isu, Katz, Lebenschuß, Gruber, Körner. Schiedsrichter: Kolb. Objektivus. Max Scheuer, der langjährige Sektionsleiter des Sportklubs Hakoah, hat seine Stelle niedergelegt. Vorläufig wird der Trainer Dietrich die Agenden der Sektionsleitung übernehmen. Schöner Erfolg Makkabis in der Meisterschaft. Der Sp. Cl. Makkabi, der in der zweiten Klasse C aussichtsreicher Anwärter auf die Meisterschaft ist, spielte gegen die führenden Landstraßer Amateure 1:1 unentschieden. Die Blau-Weißen befanden sich in glänzender Verfassung und hätten bei mehr Glück beide Punkte gewinnen können. Den einzigen Treffer erzielte Lutz. Großes internationales Turnier im Stadion Der F C. Hakoah veranstaltet am 15. und 16. Mai im Stadion ein großes internationales Turnier, an dem nebst Hakoah, Hungaria (Budapest), ein italienischer Spitzenverein und ein Wiener Ligaklub teilnehmen werden. Hakoah wird diese Spiele bereits mit einer bestreiten. Zusamenbruch der New Yorker Hakoah. Wir haben bereits vor einiger Zeit über den Zusammenbruch der New Yorker Hakoah berichtet. Einige Spieler dieses Vereines, und zwar die ehemaligen Mitglieder der Wiener Hakoah Häusler, Wortmann II und Guttmann, kommen nach Wien zurück und dürften wieder bei dar Hakoah spielen. Häusler ist bereits in Wien eingetroffen und wird die Hakoah bei ihren Auslandsspielen verstärken. . , Wiener jüdischer Turnverein Makkabi IX. Samstag, den 9. April, im Hotel Continental Akademie mit anschließendem Tanz. Beginn 20 Uhr. Der Wehruf der SdaimdlsMazzotfa Ob diese Berühmtheit ihre Berechtigung besitzt, davon kann nur der Augenschein überzeugen. Deshalb haben wir auch heuer wieder . die bekannte Schmidl- Mazzothfabrik in Floridsdorf besucht. Herrn Nathan Brodetzkis Unternehmen, das er seit mehr als 30 Jahren mit rühriger Umsicht führt, setzt bei jeder Besichtigung neuerlich in Staunen. Man bewundert, den Produktionsprozeß, wie aus dem in einer separaten Kammer aufbewahrten Mehl durch. Beimengung des den rituellen Bestimmungen entsprechenden Wassers der Teig entsteht, " der in einer amerikanischen Maschine geknetet wird. Auf einer großen Maschine wird der plattgedrückte Teig den gewünschten Formen entsprechend geschnitten und wandert in die gewaltige Heizanlage, wo in kürzester Zeit die fertige Mazze erscheint und in den geräumigen Versandraum kommt, um in alle Welt verschickt zu werden. Und wie die Schmidl-Mazzes heuer schmecken! Nicht nur die gewöhnlichen Mazzes, die in Wahrheit außergewöhnliche sind, auch die bekannte Spezialmarke „N. B." das ist ein Hochgenuß, wie auch der Grieß und die Farve 1 der Schmidl-Fabrik diesmal besonders gut geraten sind. Mazzofh für Feinschmecker Die Tatsache, daß die Strum-Mazzoth als bestes österreichisches Erzeugnis gelten, bricht sich immer mehr Bahn und die Popularität dieser Marke ist im steten Wachsen begriffen. Den Grund kann man leicht begreifen, wenn man die bekannte Mazzoth-Bäckerei „H. Strum" in der Rotensterngasse aufsucht. In den sechs großen Räumen des Hauses Nr. 11, die der Ma?zoth-Erzeugung bülW pH mstw Für die Feiertage . bVTWfi pN mstfj' PALÄSTINA-PRODUKTE Pal&tttna-Massoth Karme •Weine jalla»Orangen Jatfa*Qrap« Profi« Schem«n»01iven-Oal Chederah-Honig PallUtlna-Cognac Sch«men-Toll«tt«teifQ Alle sonstigen Sorten Mazzoth und Mazzoth-Grleß sowie sämtliche Spezereiwaren und Sliwowitz riDO "WD Uefert zu sehr billigen Preisen direkt ins Haus CAMIJB1 U AI DP DM Wien II, Förstergasse 6 WAIVIUliL nMI»f^bl\nl T.lophon Nummer A.46-4-12