Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 232 (26.2.1932)
- Date
- 1932-02-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 232 DIE NEÜE WELf Seife f der schweren Ungunst Oer Zeit unsere Bemilliunfrcn, allen Hemmungen nun Trotz, fortsetzen. Der alte Vorst.md wurde wiedergewählt, es wurden die Herren Dr. P r c ii B und R o s e n b a 11 m in den Vorstand kooptiert. Hamburg: ( Gleich zu gleich. Typisch für die Zustünde im deutschen Zionismus waren die Vorfälle, die sich bot der letzten Rede unseres Freundes L 1 c h t h e 1 m in Hamburg ereigneten. Trou aller Widerstände hatte sich in wenigen Monaten die revisionistische Ortsgruppe in Haniburg gut entwickelt und trat am 14. d. M. mit einem von ihr veranstalteten Vortrag Lichtheims Uber .Die Schicksalsstunde des Zionismus" zum ersten Male ■in die Jüdische Oeffentlichkeit. nachdem man es natürlich abgelehnt hatte, ihr im Rahmen der Z. V. diu Plattform für eine Auseinandersetzung mit anderen Richtungen «u geben. In Parenthese sei bemerkt, «JaR kommunistische A u f k I ä r n n g s v o r t r ä g e im Rahmen tier z'ciiKtischen Ortsgruppe mehrfach veranstaltet werden. Obwohl es sich um einen Vortrag haUelte, zu dem die Z. V. sowie eine Reihe von Einzelpersönlichkeiten eingeladen waren, erschien eine grüticre Anzahl jüdischer und auch nichtjüdischer Kommunisten, die von vornherein ihre Absicht, die Versammluri* /ii sprengen, kundtaten. Würdig unterstützt wurden sie dabei von den P o a 1 e - Z i u n. insbesondere von deren Führer, einem' Dr. Costa. »Jer sich und seine Getreuen von dun Kommunisten zunächst einmal mit roten Bündchen schmücken ließ, um auf diese Welse schon äußerlich die Gemeinsamkeit zwischen sich und seinen kommunistischen Onnössen zu dokumentieren. Uchtkeim. von Beifall begrüGt. aeiohnete fn »einer klaren und rHiigen Art. die auf die anständigen Elemente In der Versammlung ihren Eindruck nicht verfehlte, ein treffendes Bild der heutigen Situation '!fls Zionismus. Ausgehend von einer Kritik der bisherigen Tätigkeit öder?ies.ser Untätigkeit des Wcizmnnnlsmus und seiner Verfechter, wies er Tim' die Notwendigkeit einer Neuorientierung der zionistischen Politik hin. Insbesondere umriß er den . revisionistischen Standpunkt in der Frage der Verständigung mit den Arabern und des K o I o n i s a t i o u s r e g I m e s. dns noch heute als grundsätzlich richtig ■/ii betrachten sei, wenngleich seiner Durchführung wegen der schwierigen Nluatlon des englischen Imperialismus Im Augenblick Schwierigkeiten «•«fgegen.sk-heii. Die vorgesehene Diskussion konnte zunächst nicht stattfinden, da der kommunistische Mob. sekundiert von Dr. Costa und seinen Freunden, zu dem eln/.isen Argument griff, das Leute dieses Schlugos kennen: Ocbrüll und Terrorisleruug des politischen (Keilers. Besonders traurig war die Haltung eines Teiles der all* wo nie inen Z i o n i s t e n. Während die Mitglieder anderer Jüdischer ('nippen h. B. M i s r a c h I und 0 s t i Ii d i s c h e Vereinigung) ihrer Entrüstung Uber das unerhörte Treiben des roten Mobs deutlich Ausdruck «aben. hüllten sich die offiziellen und offiziösen Vertreter der Meint kcstraUe in eine wohlwollende Neutralität. Was brauchten sie sich den Argumenten der Revisionisten auszusetzen, die giwiU schwierige Aufgabe einer Widerlegung besorgten Ihnen iadie Jünger Moskaus! Das Lokal niulJIc geräumt werden, und nur dem Eingreifen der Polizei ist es zuzuschreiben/ daß sich die berechtigte Entrüstung des anständigen Teiles der Versammlung nicht in Tätlichkeiten gegen die roteu Rüpeleien entlud. Zum Schlu« versuchten Elemente, die mau iniolge einer merkwürdigen Begriiisverwirning .immer noch als /Artisten bezeichnet, durch Anstimmen der ..Internationale" die Berechtigung dieser Bezeichnung zu demonstrieren. Diesen Störungsvorsiiclieii /.um Trotz wurde die Versammlung uach Entfernung der Kommunisten in ei neman deren Lokal zu Ende geführt, in der dort abgehaltenen Debatte folgten die üblichen blassen und akademischen Ausführungen uligemeiner ZiOnislcii, dürun innere Schwäche und Haltlosigkeit selbst den' nichtrevisionistischen Zuhörern so klar wurde, daß Lichtheims Schlußwort, in dem or mühelos die' längst bekannten Scheinargumente unserer Üegner widerlegte, starken Beiiall und Zustimmung fand. So trugen sich auch zahlreiche Interessenten in unsere Listen ein. k ' Im übrigen vvar.es bezeichnend für das Niveau und den'->- sagen wir — Mut des Herrn Dr. Costa und seiner Genössen, daß sie zwar vorher durch provokatorisches Geschrei nach einer ihnen auch ohnedies zugebilligten Di skussion gestört hatten, es aber vorzogen, zu schweigen, als man ihnen Gelegenheit gab. sich mit geistigen Waffen auseinanderzusetzen. Us ist natürlich verständlich, daß Losta oder Dr. Stiebe! — um einen anderen dieser Hamburger ..Prominentun" zu nennen' — zwar ihre halbwüchsige und kritiklose Gefolgschaft mit den bekannten marxistischen . Schlagworten füttern können, aber bei einer Auseinandersetzung, die sich auf geistigem Gebiet vollzieht, nichts zu beslelfen tiaben.' Der Abend war ein Erfolg für den in Hamburg noch jungen Revisionismus In zweierlei Hinsicht. Einmal zeigte'er auch den uns bis jetzt noch indifferent-Oegenüberst'eh'eliden; daß sich die Fronten scheiden und daß es gilt, im Rahmen des Revisionismus die heute noch lebendigen zionistischen Kräfte einer vermorschten Organisation gegenüberzustellen, deren Weg an diesem Abend deutlich genug erkennbar wurde. Hoffen wir. daß auch manchen anständigen Gegner des Revisionismus vor dieser Gesellschaft, die uns mit den ihr eigenen Waffen bekämpfte. Ekel ergriff. Das andere positive Resultnt aber ist. daß jeden von uns Hamburger R'e v is i p n I s 1e n der unerschütterliche Wille beseelt, "die Fahne des Her zisch je n Zionismus hochzuhalten und sie vorzutragen gegen die Mächte der Lauheit, der Stumpfheit und des Schmutzes. Weder Schikanen noch Beschimpfungen, weder: offener Terror noch versteckte Diffamierung worden uns abhalten, unseren Weg zu geheri! Frankfurt am Main. Am 27. Februar, abends sVj Uhr. spricht im revisionistischen Heim, Seilerstraße 33. Part.. Herr cand. med. Elias C.h'w e i d a n s k i. über das Thema ..Barditschewsky. und Tscherniebowsky.. die Wegbereiter des Revisionismus". — Die nächste Veranstaltung wird am 5. Mürz stattfinden. Diese wird ■ eine große T r u mp e ( d o r - Q e d e n Ic f e I e r sein, deren Abhaltung^ort und genaues Programm wir In der nächsten Nummer der ..Neuen W e 11" ankündigen werden. — in' den nächsten Tagen wird in Frankfurt eine revisionistische Frauc.ii- und Mädchen gruppe gegründet werden. Königsberg I. P. Im Rahmen einer Veranstaltung der hiesigen Allgemeinen Z i o n i s t-i s c h e n Ortsgruppe sprach Herr Max L a a s e r Ober das Thema ..W a s ist gut am Revisionismus?". Obwohl der Redner, wie er selbst behauptete, kein Revisionist ist, so äußerte er doch im Verlauf seines Vortrages Ansichten, die wir Revisionisten ohnewelters akzeptleren können. Das Referat rief eine Beunruhigung bei den Allgemeinen und Linken hervor. In , der nachfolgenden. lebhaften Diskussion prallten die Meinungen der Diskussionsredner stark aufeinander. Unter anderem sprachen auch drei Revisionisten, die sämtlich betonten, daß man die Forderung nach der Majorität in Palästina und nach dem Judenstaat nicht fallen lassen dürfe, wann man nicht den Zionismus aufgeben will. In die Trägheit des konservativen ostpreußischen Zionismus ist eine Bresche geschlagen worden. Der lebendige Oeist des Revisionismus beginnt-sich endlich auch hier bemerkbar zu machen._____________ Einweihung der Bv!::r-Sc!iule (Cheder Bethari) in Berlin. Sonntag, den -\ -i.. fand die Einweihungsfeier der Betar-Schule .-!:iU. Die große Aula der Friedrich-Werderschen Oberrealschule in der Weinmeisterstraße war von mehreren hundert Personen überfüllt, als der Betar-Chor durch das Lied „Techesakna" die Feier eröffnete. Worte der Begrüßung an die Erschienenen sprach der Mefaked na-Ken, Ref. Hans E g e r, der die mühevolle Arbeit des Betar um die Schaffung seiner Schule darlegte. Der Lehrer und geistige Vater der Schule, Mittelschullehrer Markovits, sprach hebäisch und deutsch über den eigentlichen Werdegang und über die Aufgaben der Betar-Schule, die die heranwachsende Generation die alten, traditionellen und nationalen Schöpfungen des jüdischen Volkes lehren will, wie sie im alten Cheder gelehrt wurden, und sie in neuer pädagogischer Form und den Erziehungstendenzen des Brith Trumpeldor entsprechend zu V o 11 j u d e n zu erziehen. Hierauf führte die erste Klasse der Betar-Schule in Form eines Sprechchors das von dem Betari Sally Markovits verfaßte „Dem Andenken TrumpeldorsM vor. Tiefgreifende Szenen führten das Leben Josef Trumpeldors von seiner zartesten Kindheit bis zum lt. Adar 1920 vor Augen, welches die jungen Betarim mit großer Gewandtheit und Verständnis vorführten. Es folgten nunmehr die Begrüßungen. Namens des Tel-Chat-Fonds sprach Herr Dir. B eldlo w sky, der auf den wesentlichen Zusammenhang der Tel-Chaj-Fonds-Idee und der des Brith Trumpeldor hinwies. Herr. Direktor Georg Kareski wies in einer längeren Ansprache, ausgehend von der immensen Not, in der sich das jüdische Volk heute befindet, auf die Notwendigkeit der Wehrhaftigkeit. In einer Zeit, wo die Berliner Gemeinde eine zionistische Position und Schöpfung nach der anderen abbaut, müssen wir für jede abgebaute Institution aus eigener Kraft eine andere aufbauen. In diesem Sinne begrüßte er die Schule des Brith Trumpeldor. Namens der revisionistischen Organisation sprach Herr Richard Licht heim, der auf die Sendung hinwies, die der Jugend zustehen muß, wenn wir den Judenstaat in Palästina erfüllt sehen wollen: die Erziehung zur Wehrhaftigkeit muß Hand in Hand mit der geistigen Erziehung vor sich gehen. Dr. Oskar Rabinowicz begrüßte den Cheder, welchen wir, wie Herzl aus dem Worte Jude, zu einem Begriffe des Stolzes und der Würde machen wollen. Er wies auf das Wertvolle hin das wir aus dem alten Cheder übernehmen müssen. Daß am Tage der Schuleinweihung die Trumpeldor- Gedenkfeiet* abgehalten wird, ist das Symbol der Synthese von Geist und Tat, in der sich die Betar- Ideologie abspiegelt. Namens der Moaza ivrit begrüßte Herr Abraham Heller in einer hebräischen Ansprache die Schule und namens der Kadimah im K. J. V. Herr Ernst Moses. Es folgten wieder Aufführungen von Schülern der Betar-Schule, die überaus wirkungsvoll waren. Zur Schlußansprache ergriff Ref. Hans Eger das Wort, der auf die Hindernisse hinwies, die der Betar überwinden mußte, um heute mit einer fertigen Tatsache vor die jüdische Oeffentlichkeit hintreten zu können. Die Opfer, die jeder einzelne Betari darbrachte, haben die Schaffung der Schule ermöglicht Die „Hatikwa" beendete die würdige Feier. — r. Brith Trumpeldor Vom Shilton-Büro in Paria Beschlösse: Auf Bitte des Neziw Aron Propes wurde ihm ein längerer Urlaub von seinem Posten als Neziw Bethar in Polen gewährt. Für die Zeit seiner Abwesenheit wird, die Neziwuth ein zeitweiliger Vertreter führen. Von der Bestimmung eines Neziw für Polen wurde bis auf weiteres Abstand genommen und wird Aron Propes die Aufsicht über die Arbeit in Polen weiter betbehalten. Der Shiltön hat beschlossen, für Ende Juli, vor der revisionistischen Weltk.onferenz, eine Tagung des Neziw imrates einzuberufen. Die Tagesordnung wird demnächst festgesetzt werden. Information: In Bessarabien ist die laufende Nummer des Pressebulletins erschienen; sie enthält eine Serie von Artikeln Jäbotinskys über aktuelle Bethar- und politische Sujets. Aus der „Chronik" ist zu ersehen, daß in Bessarabien vier neue Ken an im gegründet Wörden sind (Jediniec, Tarutina, Käuchani und Skleni). Aus dem Bericht über die Lage in den 18 Ortsgruppen Bessarabicns ist zu ersehen, daß in einem großen Teil der Ortsgruppen die Arbeit zufriedenstellend, im übrigen Teil uiiKeniis;i>nd geführt wird. Auch Schwierigkeiten seiterts rler Reg ierungs organe hemmen hie und da 'die Arbeit.. Die Arbeit in Chisinau hat sich bedeutend verbessert und ist normalisiert. Ein Fonds für die HachscharaHaganatit und ein Kurs für Instruk.to.rcn ist ins Leben gerufen worden. Hervorzuheben ist die glänzend organisierte Wehrsportarbeit in Tighina. Eine Feuersbrunst im Lokal des Bethar in Balzi vernichtete dasselbe; die Wiederherstellung hat viel Geld gekostet. Die Mifkada Glilith in Altrumänien hat eine Enquete zwecks Feststellung der genauen Zahl der Chawerim und ihrer Erfolge auf dem Gebiete der Bethar-Arbeit veranstaltet. Die Werbewoche für die Bethar-Zeitschrift „Tel-Chaj" in der C. S. R. ist mit EVfölg durchgeführt worden. Es hat sich erwiesen, daß die Auflage von 400 Exemplaren vergriffen ist. Die zweite Nummer wird in viel höherer Auflage herausgebracht werden. Die zweite Nummer des „Tel-Chaj". wird mit der systematischen Propaganda für den Fonds Tel-Chaj in der C. S. R. beginnen. Diese Woche hat die Neziwuth in Bratislava an die Mefakdim der neugeschaffenen Gelilim in der C. S. R. die Arbeitsinstruktionen versandt. Aus. dem Bericht für Jähner der C. S. R. zitieren wir wie folgt: Seit der Konferenz zu Weihnachten ist bei den '■ Knanim ein großer Arbeitselan' zu verzeichnen. Erfreulich ist, daß die Konferenz vielen das gegenseitige Verständnis zwischen Neziwuth und Ortsgruppen Mefakdim beigebracht hat. Drei Betharim der Ortsgruppe Hemel haben einen Fußmarsch zur Makkabiade h ach Palästina unternommen. Auf dem Wege wer den. sie die Bethar-Gruppen besuchen. An der bulgarischen K.-K.-L.-K o n f erenz haben sich zwei Betharim beteiligt, darunter der Naziw Reuwen Franko, aus dem Bericht des K. K. L. geht die enorme Beteiligung des dortigen Bethar an der K.-K.-L.-Arbeit hervor. — Ueber die Ende Jänner stattgefundene Bethar-Konferenz des Freistaates Dan zig berichtet der Naziw Elijahu Gl es er: Die Konferenz zeichnete sich durch erfreulich hohes Niveau, Ernsf, Sachlichkeit und Begeisterung aus. Die Beschlüsse behandeln die Fragen der' D i s z i p l i n, H e b r ä i s i erung, Wehrsport und Führerausbildung. In einer speziellen Resolution werden die Palästinenser Betharim ob ihres.'B o y k o 11 kam pf e s gegen die Politik der Palästina-Administration herzlichst begrüßt. — Die Arbeit in Belgien zeitigt erfreuliche Resultate. Der Bethar in Antwerpen und Brüssel nahm einen großen Aufschwung, in Brüssel arbeiten dort lebende polnische Betharim mit. Presse: In Regat, Galati, ist die Nummer 2 der Beth'ar-Zettschrift „Itonenu" erschienen. Aus dem Inhalt:, Fünf Jahre Welt-Bethar, Tozereth. Haarez von L. Czeskis, Wehrsportbeilage, Artikel über Palästina- Geographie, Bethar-Cnronik usw. Palästina und die Meistbegünstigungsklausel des britischen Imperiums Wie dje Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, steht es in diesem Augenblick ,.n o c h nicht fest, ob die Meistbegünstigung sklausel des British Empire bei Durchführung des neuen Zollplans auch auf Palästina Anwendung finden wird. Die Angelegenheit befindet sich noch im Stadium der Erwägung. Als der Schatzkanzler Neville Charaberlain am vergangenen ii»nit.»-t;i-t"'M.< -i«""».....N.iiuiniMiiiiiuMtiiuiiimtmimimimiHtmimnmiMiiiimiiiimiit.tii........t.iiiiiiittiniitiniiniitit IIUUllMIIMHUaUUllHlill SIEGM. KORNMEHL QROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: IX.. Beregne 19. Te', A.|7..WB, A-16-V-34 L * e t e r an ii i Heilanstalten Abteilungen ffttr ■^■Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Kabbinats der Isr. Kultusgemeinde Wien Autozusteilung koatenlo» IX. 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S 1.— Nudelwalker ...........S l.~ Grofle Auswahl — billigste Preise (Samstaq geschlossen) Donnerstag im Unterhaus den Meistbegünstigungsplan erläuterte, erklärte er wörtlich: „Wir schlagen vor, daß alle Produkte aus allen Kolonien, Protektoratsländern und Mandatsterritorien entweder von den allgemeinen Zöllen oder von den Zuschlagszöllen vollkommen befreit werden sollen." In dieser Beziehung ist die Position Palästinas, das unter der Mandatsklaßse „AM figuriert, hinsichtlich der Wirkung der in verschiedenen Verträgen der Regierung des British Empire enthaltenen Meistbegünstigungsklausel schwierig festzulegen; die Regierung ist sich noch nicht darüber klar, ob die Reichs* Meistbegünstigung auch auf Palästina ausgedehnt werden kann. * Eine bevorzugte Behandlung britischer Waren in Palästina widerspricht dem Sinne des Palastinamandats! Am 22. Februar Tagung der Assefatli Haniwcharim Die Auasefath Haniwchajfim (Jüdische Nationalversammlung dn Palästina) tritt am 22. Februar zu einer Session zusammen. Wie es heißt, werden die Revisionisten, die während der Tagung der Assefath im vergangenen Jahre diese verlassen hatten, an der neuen Session teilnehmen. . .. . ... .; .. L7r. Chaim Weizmann soll Professor an der Hebralsehen Universität in Jerusalem werden Wie diie Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, befassen sich Londoner Freunde Dr. Weizmanns mit dem Plan, einen Fonds für Errichtung eines Lehrstuhls für landwirtschaftliche Chemie an der Hehräischen Universität in Jerusalem zu schaffen. Dieser Lehrstuhl soll Dr. Weizmann angeboten werden. Wie es heißt, soll Dr. Weizmann vor seiner Abreise nach Südafrika, wo er gegenwärtig die Aktion des Keren Hajessod leitet, selbst den Wunsch nach Errichtung eines solchen Lehrstuhls dn Jerusalem geäußert und dabei seine Bereitschaft erklärt haben, eine ihm angetragene Professur für landwirtschaftliche Chemie anzunehmen Für Einrichtung eines Laboratoriums und eines Vortragssaales im Zusammenhang mit dem Lehrstuhl sind im ganzen 1500 Pfund erforderlich. Auf dem XI. Zioraistenkongreß i. J. 1913 setzte Weizmann den Beschluß durch, die Arbeiten für die Errichtung einer hebräischen Universität in Jerusalem sofort in Angriff zu nehmen. Er ist der Anreger und tätigste Mitschöpfer der Universität in Jerusalem, die er auch selbst eröffnet hatte. T heaier, Kunfi und illlllllllllllllllllllllllllllllli Li t e r a tur Jüdische, Künstlerspiele „Theater Reklame44, Wien, -!!., Praterstraße 34. Gastspiel Dr. Paul Baratow-Ben Zwi Trotz 4es andauernden Interesses für Tollers Nachkriegsdrama „Ifinkemann" hat die' Direktion unter Leitung des, Herrn Jacques Singer ab Freitag, den 26. Februar 1932, die Aufführung des, in Amerika über ein Jahr en suite gespielten Schauspieles „D e r A btrünnige" (Moschke Chaser) von D. Berkowics angesetzt. Der Verfasser führt uns den vom Judentum, Abgefallenen vor, der seinem Sohn die beste Erziehung angedeihen lassen und ihn — unbeschadet der Religionswahl —r zum braven Menschen machen will. Dieser gerät jedoch?.uf Abwege, inszeniert sogar einen Pogrom gegen die Juden, um zuletzt seinen Sohn und sich selbst zu vernichten. Die Hauptrolle wird von Paul Bäratow dargestellt., Mitwirkend das gesamte Ensemble sowie als Gast der von der Wilnaer Truppe bekannte Charakterschauspieler J. S c h i g o r i n. „Der Abtrünnige" verbleibt vorläufig auf dem Spielplan. Vorverkaufskarten an der Tages- und Abendkasse, telephonische Reservierungen R-40-0-94. Sarah Osnath Halevy. Die palästinensische Kunst" lerin, deren zwei Matineen im Josefstädter Theater den stärksten Eindruck hinterließen, hat sich in Fortsetzung