Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 230 (12.2.1932)
- Date
- 1932-02-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WEIT Nr. 230 •«««»»^.«iimmm.iit.ifflwHmnremiiliminunmiii SIEGM. KORNMEHL GftOSSFlMSCHHAUIftll Zentral»: IX., Bcrgga««« 19. Tel. A.17T3»9V tt. A-16-9-34 Lieferant < ii r Heilanstalten Abteilungen für ^;«rtalich unter Aufsicht des Ehrwürdigen Kabbinats der Isr. Kultusgemeinde Wien Autosuitelluna ko»t«nlo» IX.. Bcrggais« IS / XVIII., W&hrlngantr. 97 g jnUlin'iliMinttimmrtm %mn»^>^'"»Mmii»tiitt>mrmiim)riiinirroumim«ni»iirim»mfmiwuii! s Der Keren Hajessod an der Arbeit Die diesjährige Winteraktion des Keren« Hajessod wurde, wie das Direktorium des Keren Hajessod mitteilt, fast in allen Ländern in regulärer Weise eröffnet. In den V er ein igten Staat en hat die Kampagne bekanntlich erst letztens eingesetzt, die Aktion in Südafrika beginnt unter Führung von Dr. Weizmann dieser Tage. Das Direktorium des Keren Hajessod teilt mit, daß es im Dezember 1931 Pf. St. 21.6 4 7 gegen Pf. St. 18.351 im November und Pf. St. 1 6.205 im Oktober erhalten hat. Die Eingänge für diese Zeitperiode sind erheblich besser als im letzten Jahre und etwas geringer als vor zwei Jahren. Die Berichte, welche das Direktorium aus allen Ländern erhält, geben ein deutliches Bild von den Schwierigkeiten, lassen aber auch erkennen, daß trotzdem die Arbeit mit großer Energie fortgeführt wird. Man kann mit Genugtuung feststellen, daß die Wirtschaftskrise den normalen Gang der Keren-Hajessod-Arbeit nicht gehindert' hat. Trotz der schwierigen Verhältnisse konnte dem Oesterreichischen Keren Hajessod in letzter Zeit eine beträchtliche Anzahl neuer Freunde und Förderer gewonnen werden. Das Büro ist fortgesetzt bemüht, die zionistischen Gruppen und Einzelpersonen zur Mitarbeit zu aktivieren. Es ist zu hoffen, daß diese Bemühungen nicht erfolglos bUtben werden. Das Präsidum des Oesterfeichischen Keren Hajessod hat feststellen müssen, daß die Opferbereitschaft mancher Zionisten zu wünschen übrig ltäßt. Hier Besserung zu schaffen, ist mit eine Aufgabe der Einzelorganisationen und es ist zu erwarten, daß sich diese in entsprechender Weise mit dieser Frage befassen werden. Theater/ Kunft und iilllllillllllllililllllllllllllllLiteratur . r ■ Iwei hebräische Schriftsteller in Wien Elieser Steinmann Von Rabb. Dr. A. Kaminka Nachdem Bialik uns verlassen ^rlat, weilt sein Antagonist,- der hebräische Schriftseller Elieser Stein mann aus Tel-Awiw, als Gast , in Wien. Es erscheinen nämlich in Palästina, außer den hebräischen Tageszeitungen, zwei literarische Wochenschriften. Die eine, „Mosnajim" (Die,Waage), herausgegeben vom Verein hebräischer Autoren, steht unter Bialiks Einfluß; die andere, „Ketuwim" (Schriften), hat Steinmann zum Herausgeber. Sie nimmt für sich in Anspruch, den freien Gedanken zu vertraten q'nd übt in der Regel schärfste Kritik,an den Anschauungen der offiziellen Kreise. Steinmann ist ein sehr geistvoller Essayist, 4er sich auch als Romanschriftsteller versucht hat. Seine Stärke liegt in tiefschürfenden gesthichtsphilosophischen und literarkritischen Betrachtungen, die er in seiner, eigenen Zeitschrift, im „Haolam", wie. auch in selbständigen Werken veröffentlicht hat und in denen er oft als ■ unerschrockener Wahrheitssucher gegen herrschende Meinungen auftritt.; Geboren 1890 in Podolien als Sohn eines Rabbiners, hat -.Steinmann ursprünglich eine Jeschiwa in Kischinew besucht" und sich ein umfassendes Wissen im rabbinischen Schrifttum erworben, dem er Anhänglichkeit und Verehrung; auch später bewahrt hat, nachdem die mondäne europäische Unterhaltungsliteratur ihn in ihren Bann gezogen jiatte und Autoren wie Strindberg für ihn Vorbilder wurden.. . Auch Steinmann sucht Freunde und Förderer für seine Wochenschrift. Es scheint, daß unsere arme Diaspora, die „Gäluth", selbst dort, wo sie wirtschaftlich am schwächsten ist, wie im notleidenden Wien, und selbst in sorgenvollen Tagen wie den unserigen noch immer die große Hoffnung auch der literarischen iKrejse Palästinas'bildet und,'nach dem Versiegen der Hilfsquellen in Amerika, aus dien europäischen Ländern um so dringender die unerläßliche S tü t z u n g der in ihrer Existenz bedrohten Bücherverlagsanstalten und Zeitschriften erwartet wird. Dies mit vollem Recht. Denn an der Möglichkeit, in den großen jüdischen Gemeinden, Wien voran, das Interesse für das Hebräische zu erwecken und dadurch* einen natürlichen Kreis von innerlich beteiligten Kennern und Förderern des heuen geistigen Schaffens hervorzurufen, fehlt es sicherlich nicht. Man kann nicht für jeden literarischen Kreis in'Palästina gesonderte Unterstützungen suchen und eine eigene Propaganda entfalten (es müßte dies gerechterweise, dann auch etwa für die notleidenden Lehrer und die vom Zusammenbruch bedrohten hebräischen Schulen geschehen). Wohl aber könnten der mächtige Appell Bialiks und der jetzt auf ihn folgende Ruf Steinmapns vereinigt, den Erfolg haben, daß bei uns eine Stelle systematischer und planmäßiger Förderung der alt- und neuhebräischen Literatur ins Leben gerufen werde. Dr. A. K. A. Schlonsky A. Schlonsky ist heute der Repräsentant der neuen juo^hebräischen Dichtung in .Palästina. Zu Krylof (Poltawa)7 im Jahre 1900'geboren, wanderte er nach dem Kriege .nach Palästina,; wo er Mitredakteur der „Ketu-; wim"(i5l;. Seine erste Gedifhtesaramlung „Pawai'' drückt Sehnsucht, Schmerz und Sorgen, die Leiden, des jüdischen Volkes aus. Seine zweite' Gedichtesammlung' „Bagalgal" ist eine'Sammlung von Betrachtungen über die neuen Juden Palästinas in lyrischer . und ' satirischer : Form., Ferner erschienen von ihm die,Gedjchtesammlung „Leabba ul imma" und „Beele hajamim". Jüngst veröffentlichte Schlonsky eine Liederserie unter dem Titel „K a r c h i e Y\ ^nibm pK nsin Jaffa-Orangen, Qrape Fruit, Kar mel-Weine, Kognak, Schemen-Olivenöl, Chedera-Honig liefert m billigen Preisen direkt ins Haus Samuel Halpern HWPvti in der das Leben der Großstadt und die Einsamkeit des Menschen geschildert wird. Die beiden Schriftsteller, Steinmann und Schlonsky, werden in Wien eine Reihe von Vorträgen halten._■ Hinkemann prolongiert. In den Jüd. Künstlerspielen, II., Pratcrstraße 34, verbleibt Ernst Tollers Nachkfiegsdrama „Hinkemann", mit Paul Baratow-Ben Zwi in der Hauptrolle, wegen des überaus großen Erfolges, weiter auf dem Spielplan bis Montag, den 15. d. M. (Dienstag und Donnerstag „Eikale Masik", Mittwoch „Der Fremde"). Kartenausgabe an der Tageskassa. Tel. Bestellungen R-40-0-94. Matinee Sarah Osnath Halevy Wie wir bereits mitgeteilt haben, findet die Wiederholung der Matinee Sarah Osnath Halevy Sonntag, den 14. d. M., halb 12 Uhr Vormittags, im Theater in der Josefstadt mit teilweise neuem Programm statt. Wiener Jüdischer Gesangverein. Wir laden alle Freunde unseres Vereines für den 13. Februar um 20 Uhr abends in den Festsaal des Cafes „Altes Rathaus", Wien, I., Wipplingerstraße 26, herzlichst ein. Wir veranstalten einen Fami 1 i e n ab e n d, der mit verschiedenen lustigen und musikalischen Vorträgen ausgefüllt sein wird. 1 üdifdie Sport« und iiiiiiiiiiiii Turnbewegung Guter Start zur Frühjalirsmeistcrschaft Hakoah nimmt Wacker einen Punkt ab Hakoahs Start zur . Frü'hjahrsmeisterschaift fiel vielversprechend aus. Die jüdische Mannschaft spielte gegen Wacker 1 :1 unentschieden, wobei sie längere Zeit mit 1 :0 in Führung lag. Nach dem Spielverlauf hätte Haikoah einen Sieg verdient, doch hatte Hakoah das Pech, daß Eisenhaffer gleich nach der Pause verletzt wurde und dann auf dem linken Flügel iiiur als Statist mitwirken konnte. Wenn Hakoali noch mit einigen solchen Spielen aufwartet,' braucht man eich tun ihren Verbleib iu der ersten Liga keine Sorge zu machen. Bei Hakoah lieferte das Verteidigungstrio, besonders aber Feld mann, ein hervorragendes Spiel. In der Deckung ragten Heß' und P I a ls!c h e k hervor, die die berühmten internationalen Gegner Horvath und Zischek sicher halten konnten. Ini^Ängriff war Kisenhoffer der beste Mann, nebst ihm stach Weißkopf hervor. Bei G r ü n w a 1 d und Donncnfeld war eine merkliche* Formverbesser-nng au konstatieren. Hakoah stellte folgende Mannschaft: Löwy; Amster, Feldmann; Heß, Stro-hß, Plaisohek; Weißkopf, Mausner,' EäsenJioffer, Grünwald, Donnenfeld. - Die Hakoah-Reserve siegte gegen Wacker- Reserve 1 :0. Generalversammlung des Sportklubs Hakoali Die Generalversammlung des Sportklubs Hakoali nahm einen ruhigen "Verlauf. Bedauerlicherweise mußt« die Tatsache festgestellt werden, daß infolge der traurigen wirtschaftlichen Lage zahlreiche Mitglieder sich abgemeldet hnben. Um dieser Erscheinung zu begegnen, wäre es angezeigt, im Frühjahr einige M i t gj 1! i e d c r w e r b e w o c h e n zu veranstalten, um Anhänger zu gewinnen. Aus den Ausführungen der einzelnen Sektionsleiter konnte man mit Genugtuung die großen Fortschritte der einzelnen Sektionen erkennen, besonders aber die der Schwimmer und Leichtathleten. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Präsident: Dezsö Herbst: geschäftsführender Vizepräsident: Dr. Hugo Benedikt; Vizepräsidenten: Robert Glücksmann, Rudolf Böhmer, Max S c h i f f m a n n; Kassier: Leo E i s n e r; Schriftführer: Julius R o;s 04» f el d; Leitungsmitglieder: Dr. Paul Stern, Dr. Josef S t e r n, Dr. Josef Menkes, Med.-Rat Dr. Julius Neufeld, Fritz Klempner, Max Roth, Ingenieur Richard Wasservogel, Hans U11 m a n n, Hugo K o h n, Ingenieur Georg F a r k a s, Rudolf Klüger, Dr. Alois Heller, Jakob K u I k a. Jüdischer Sport- und Schützenverein „Menorah", IX., Nußdorferstraße 16. Auskünfte und Anmeldungen in den Amtsstunden: Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Jene ordentlichen Mitglieder, die sich noch nicht im neuen Heim gemeldet haben, mögen dies im eigenen Interesse ehestens nachholen. — Studentenkorps „Haganah". Anmeldungen Montag, Mittwoch 20 bis 22 Uhr, Nußdorferstraße 16. Hasmonea vor einem schweren Meisteisehaffskumpf Hasmcmea absolvierte kommenden Sonntag das erste Frühjahnsmeistersohaftsßpiel gegen den zweiten in .der Tabelle Libertae., Libertas verfügt übe* eine äußerst tüchtige Mannschaft, die auch schon mehrere erstklassige Vereine zur Strecke brachte. Im Herbst wurde Hasmonea mit 14 :0 abgefertigt und auch diesmal wird der jüdische Verein eine empfindliche Niederlage kaum verhindern können. Beteiligung der „Hakoah" bei der Makkabia. Für die im Frühjahr in Palästina vor sich gehende Makkabia ist in Hakoah-Kreisen großes Interesse vorhanden. Außer Pension .Austria* Kinderheim OLQA KADI8CH) JI§ermav0rstraBe 18 - Telephon Nr. 14t Für Dauer- und Erholungsaufenthalt Jeder Unterricht im Hause, auch Nachhilfe für öffentl. Schulen besuchende Kinder. Pädagogisch einwandfreie Leitung durch staatlich geprüfte Lehrern. Ers-klassige Verköatigung. Mütterliche Pflege. Mäßige Preiset der kompletten Ringermannschaft werden die Spitzen-Sportler der Schwimmer und der Leichtathleten der „Hakoah" teilnehmen, wenn gewisse finanzielle Schwierigkeiten überwunden werden können. Festabend. Am 14. Februar 1932 findet im Dianabad ein einzig dastehendes Schwimm-, Sport- und Tanzfest statt, bei: welchem sich auch zahlreiche Sportler der „Hakoah" aktiv beteiligen werden. Das Interesse für diese Veranstaltung ist ein sehr reges. Der Vorverkauf der Karten findet an den Kassen des Dianabades statt. Verei'nsnadiridifeiv Zionistische Bezirkssektion 1VIV — Frauengruppc. Mittwoch, den 17. d. M.. halb 'J Uhr abends, findet im Zlrenu-Heim. V., Wiedner Hauptstraße 130 (Eingang Rampcrstorifergasse). eine gemeinsame Vortragsveranstaltung statt. Referenten: Frau Dr. Martha Hof mann über: „Die Stellung der jüdischen Frau" und Herr Dr. Chaim Tartakower: „Das Jubiläum des Jüdischen Nationalfonds'. Gäste willkommen. Makkabl-Hazalr-Brlth-Zlrenu. Akademie. Samstag, den 20. Februar 1932. 8 Uhr abends. Hotel „Post". I.. Fleischmarkt 24. S 2__. 1.50. 1__. Jugendliche —.50. Zelre MIsrachl — Brith Hnnoar Hamlsrachi. 11., Praterstraße 11. Samstag, den 13. d., präzise 8 Uhr abends, findet in unserem Heim ein Diskussionsabend statt. Einleitende Worte: Ah. Koppel Blum. Erscheinen aller Ah. Pflicht! Gäste willkommen. — Samstag, den 6. d., fand in unserem Festsaal ein Vortrag Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Q. Mehre r statt. Der vorzügliche Vortrag, der den Einfluß der Bibel und des jüdischen Schrifttums auf die Entwicklung de.r religiösen nationalen Idee zum Gegenstand hatte, fand bei der zahlreichen Zuhörerschaft starken Beifall. jüdisches Waisenhaus in Baden. Wir beabsichtigen, am Mittwoch, den 17, d.. im Lokale II.. Czerninplatz 4, eine Gründungsversammlung der ehemaligen Zöglinge des jüdischen Waisenhauses B a d* e u bei Wien abzuhalten, und fordern alle hiefür in Betracht Kommenden auf, präzise 8 Uhr abends in obigem Lokal zu erscheinen. Das Komitee. Zionistische Bezlrksselctlon Favoriten — Jüdischer Turnverein Makkabl. Sektion X. Donnerstag, den 25. Februar 1932. ounkt 8 Uhr abends, im großen und kleinen Gartensaal des Arbeiterhelms. X.. Laxenburgerstvaße 8—10. Akademie mit Tanz unter Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte. Einfrift S 2.—. Karten bei allen Ausschußmitgliedern und im Turnverein erhältlich. Gäste herzlich willkommen. V. Z. H. ..Theodor Herzl". Wien, IL. Krummbaumgasse 10. Wegen des Delcgiertcntagcs der „Judäa" entfällt Samstag, den 13. d..- unser Seminarabend. Verband Radikaler Zionisten. Mittwoch. 17. Februar, halb 9 Uhr abends, im Cafe ..Produktenbörse". IL. Taborstraße 10. U n t e r b a 1tungsabend mit reichhaltigem Programm. „Einheit." Die XVIIL. ordentliche Generalversammlung der ..Einheit". Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehullcu. Wien. IL, Malzgassc 12. findet am Sonntag, den s14. Februar, um halb 10 Uhr vormittags im I. Stock der Vereinsloka,.väten (Mittelstandsspeiscsüle) statt. Histadruth ivrHh.1 IL, Praterstraße 13. Samstag, den 13. Februar* pünktlich 8 Uhr abends, im Saale der zionistischen Bezirkssektiou. I!.. Praterstraße 13, Cb. -J. - Breuer -Abend. Redner: S. Auerbach. Verband zionistischer Hoclischülerinnen. IX.. Türkenstraße 9. Die 8. ordentliche Generalversammlung findet Mittwoch, den 17. d.. um 8 Uhr abends in der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler statt. Tagesordnung: 1. Bericht des abtretenden Ausschusses: 2. Diskussion; 3. Absolutorium; 4. Neuwahlen. Erscheinen aller Mitglieder und A. 11. unbedingte Pflicht. Zionistische Jugendgemelnschaft „Brith-Herzl4*. Wien. XX.. Jagerstraße 30. Wochenprogramm: Samstag, den 13. Februar, halb 8 Uhr abends: Voitrag des Chawers A. Katz aus Palästina über: ..Das Wesen des Chaluziuth". Vorher: Sichoth der Kwuzoth ..Dror" (5 Uhr), „Achwah" (6 Uhr). ..Tikwah" (halb 7 Uhr). Zusammenkunft der Kindergruppc. Sonntag. 8 Uhr früh. Wanderung ab Schwedenplatz. 7 Uhr abends: Heimabend. Montag: 8 Uhr Hebräisch für Anfänger. Dienstag und Mittwoch: Sichotli Donnerstag, halb 8 Uhr: Ffihrerkurs. halb 9 Uhr: Chug lwri. Voranzeige: Am Donnerstag, den 25. Februar, hält Herr Dr. I. W a 1 d m a n n in unserem Heim einen Vortrag über ..Sozialismus und Kommunismus". Zion. Sektion VIHilX gemeinsam mit der Wizo. Sonntag, den 14. Februar 1932. S Uhr abends, im Festsaale des Oeslerr. Handelsmuseums. IX.. Berggasse 16. ..Gesprochene Zeitung", erste Nummer mit folgendem Inhalt: Dr. Desider Friedmann: Nationale Weltanschauung. Dr. David Rothblum: Feuilleton über Ch. N- Bialik. Qisela Blauer: Die moderne jüdische Frauenbewegung- Dr. Isidor Klaber: Probleme der jüdischen Fürsorge, Sabine Hirschhorn: Frauenarbeit in Erez Israel. Blanka Federn-Lipschütz: Theater, Kunst. Literatur und Annoncen. Dr. Alfred Löwy: Redaktion und humoristische Ecke. — Mittwoch, den 17. Februar 1932. veranstaltet die zion. Sektion VIII/IX eine Theatervoriilhrung in den Jüdischen Künstlerspielen IL, Praterstraße 34. mit Dr. Paul Baratoff (Ben-Zwi)._ Aus der Fslmwelt Eine Zeppelinkatastrophe auf offenem Meer mit ZR III Unter den vielen Sensationen, die der große Fliegerfilm „Helden der L u f t" zeigt, steht an erster Stelle die Lnftschiffkatastrophe eines Riesenzeppelins beim Ozeanflug. Die Szenen der Panik, das Auseinanderbersten des in Flammen aufgehenden Rumpfes, der Absturz ins Meer und schließlich die Rettung der Besatzung sind Bilder, wie man sie bisher noch nicht gesehen hat. Die Luftschiffkatastrophe ist dem Unglück des amerikanischen Schiffes „Shenandoah" wahrheitsgetreu nachgeschaffen worden. Für die Aufnahmen bis zum Sturz wurde ein Schiff dieses Typs verwendet, während für die späteren Aufnahmen das in Deutschland, erbaute und an Amerika abgelieferte Zeppelinluftschiff ZR III benützt wurde. „Helden der Luft" erscheint am 12. d. im Burg-, Schweden-Kino und Saschapalast. Die Gestalien und Darsteller des »York«« Films Die Titelrolle, den unsterblichen Nationalhelden, dessen kühne Tat das Schicksal Europas bestimmte, spielt Werner K r a u ß, der hier sein Tonfilmdebüt besteht. Durch Krauß wird man zum Zeugen des großen seelischen Kampfes eines verantwortungsvollen Volksführers, in dem die Gefühle der Pflicht und Treue zum König den Gefühlen der Vaterlandsliebe widerstreiten. Rudolf Forster als König Friedrich Wilhelm III. ist in seiner treffsicheren Charakterisierung ein würdiger Gegenspieler zu Werner Krauß. In erschütternder, Weise läßt er die Tragik des Königs fühlbar werden, die grauenhafte innere Zerrissenheit erkennen. Rudolf Forsters Königsgestalt ist eine, durchgeistigte Charakterstudje. Grete Mosheim verkörpert die ebenso schwere wie dankbare Rolle der Tochter Yorks, ein echtes Soidatenkind. Hans Rehmann spielt einen draufgängerischen jungen Offizier, der seinem FUhrer York mit