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Die neue Welt · 1931-12-25 · Heft 223 (25.12.1931) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 223 (25.12.1931)
Date
1931-12-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 221 schrieben war. Ihr ist es auch zuzuschreiben, daß ein enger Kontakt zwischen diesen Gruppen und den Askee nasim hergestellt wurde, und heute arbeiten beide ein« trächtig für den Zionismus. Es kamen auch andere Re* Präsentanten der Zionistischen Organisation, der Direktoi C. Jaff e, Dr. Mossinsohn und Dr. A. S. Juris, ins Land, die die Bewegung wachhielten. Es gibt heute zio» nistische Organisationen im ganzen Land und die Ein künfte des Keren Hajessod in Brasilien betrugen bisher ungefähr 25.000 Dollar jährlich. Empört über die Massaker in Palästina im Sommer 1929 versammelten sich mehr als 5000 Juden, Sephardim und Askenasim, zu einem Protestzug durch die Strafen Rio de Janeiros, der von den auswar* tigen Vertretungen zu den größeren Redaktionen und schließlich zum britischen Konsulat ging. Der Außen* minister Dr. Octavio Mangabeira empfing eine Dele* gation und drückte ihr den Abscheu vor den Massakern aus. Die Herausgeber der Zeitungen sprachen von den Balkons ihrer Redaktionen zur Menge und verdammten in bewegten Worten die gewalttätigen Ueberfälle in Palästina. Der britische Generalkonsul aber erschien nicht, wiewohl die Demonstration in voller Ruhe vor sich ging und keine Anzeichen von Ausschrei« tungen vorhanden waren. Die Presse lobte die Disziplin der Demonstranten, die stumm und gesenkten Hauptes dahinschritten. Als der Zug das Zentrum der Stadt erreicht hatte, schlössen die westeuropäischen Juden aus Frankreich, England und Holland ihre Läden und Büros und reihten sich den Demonstranten ein. Zur gleichen Zeit wurden die Geschäfte und Arbeitsstätten der Juden in den entferntesten Städten geschlossen, die in telegraphischer Verbindung mit der jüdischen Demon« stration in Rio de Janeiro standen. Die Demonstranten selbst hinwiederum hatten per Kabel eine Verbindung mit London hergestellt. Der erste Hilfsfonds, der von den brasilianischen Juden für die palästinensischen Opfer geschickt wurde, betrug 1000 Pfund. Die Fondssammlung für die Keren Hajessod liegt in den Händen eines In« genieurs Akiba Etting er. Er ist der erste Delegierte der Zionistischen Weltorganisation, der die entferntesten nördlichen Provinzen besuchte, wo sephardische Juden, Abkömmlinge der ursprünglichen Siedler, wohnen. Er berichtet, daß diese Juden, die nie zuvor mit dem Welt« Judentum in Berührung waren, großes Interesse für die zionistischen Ideale zeigen. Um die zionistische Bewegung herum konzentrieren sich die meisten brasilianischsjüdischen Organisationen, deren Zahl mehr als hundert beträgt, davon mehr als fünfzig in Rio de Janeiro. Diese ermöglichen die Samm* lung von 25.000 Dollar für den Keren Hajessod und ansehnliche Summen für das jüdische Hilfswerk in Ost« europa. Die Organisationen werden zum großen Teil von den bessarabischen Juden kontrolliert, die durch Solidaritätsgefühl und intensives Interesse an den jüdi« sehen Problemen in Palästina und in der Diaspora aus« gezeichnet sind, im starken Gegensatz zu den p o 1 n i« sehen Juden. Das religiöse Leben, das muß eingestanden werden, liegt darnieder. Obwohl es in Rio de Janeiro sechs Synagogen gibt, so haben sie doch auf die Majorität der jüdischen Bevölkerung keinen Einfluß, die fast zur Gänze die jüdischsreligiösen Bräuche und Gesetze i g n o r i e r e n. In der Provinz wird die religiöse Uebung noch mehr vernachlässigt. Kaum einer hält den Sabbat und am Jörn Kippur sind nur wenige größere Geschäftshäuser geschlossen. Vor einigen Jahren sandte die Ica einen Rabbiner nach Brasilien, der mit außerordent* lichera Eifer versuchte, die jüdische Gemeinschaft zur Einhaltung der religiösen Bräuche zu bewegen. Die all* gemeine Gleichgültigkeit aber ließ keine Früchte auf* kommen. Nichtsdestoweniger ist Brasilien das Heim eines beginnenden jüdischen Kulturlebens geworden. Die bra« silianische Bevölkerung ist glücklicherweise den ver* schiedenen volkhaften Strömungen im Lande gastlich gesinnt, und der Entwicklung sind neue schöpferische Kräfte gegeben. Theater, Kunff und ml» Ben ZwuBaratow in Wien Zum Gastspiel in den „Jüdischen Künstlerspielen" Noch unvergessen sind die Tage, da Dr. Paul B a r a t o w, als namhafter russischer Schauspieler nach Wien gekommen, sein Herz der jüdischen Kunst öffnete und jüdischer Schauspieler wurde: Nicht in Glanz und Wohlleben, sondern hart ringend um Anerkennung und Existenz. Paul Baratows erste Schritte auf dem jüdischen Theater fielen init der Gründung der Freien Jüdischen Volksbühne (Leitung Isaak Deutsch) zusammen, und wenn damals diese junge, von Ehrgeiz und Kunst* enthusiasmus besessene Bühne selbst die Fernststehenden in ihren Bann zwang und der jiddisoh'dramatischen Literatur die Wege ebnen half, so ist diese Wirkung in erster Linie Ben Zwi«Baratow zu zu* schreiben, dessen große Gestaltungskraft Abende tiefster Erschütterung schuf. Pinskis „E i s i k S c h e f t e 1" insbesondere gab der jungen Bühne und dem jungen jiddischen Schauspieler Ben Zwi die erste Resonanz« möglichkeit. Von da ab begannen beide, Theater und Ben Zwi, ihren künstlerischen Radius zu erweitern. Ben ZwUBaratow wurde «in „Star" der jüdischen Bühne. In den letzten Jahren bis 1928 spielte Ben Zwi in Morris Schwarz" Künstlertheater in New York: jüdische und Weltliteratur. Später sah man ihn in Berlin, wo er eine Zeitlang auf der deutschen Bühne wirkte. Nun ttc Bm Zwi wWd«ur tu i+ionm Uf blingtvkind, zur jüditebsn Bühne, zurückgekehrt. Mit großer Genugtuung hat das jüdische Wien die Nachricht von seinem Wiener Gast« spiel aufgenommen. Die große Zahl der Freunde und Ver« ehrer seiner einzigartigen Kunst wird Gelegenheit haben, ihn von Freitag, den 25. ab, in den „Jüdischen Künstlerspielen" (Theater Reklame, II., Prater« Straße 34) zu sehen. Als Antrittsrolle hat Ben Zwi Jakob Gordins „Fremden", eine seiner großartigsten Gestalten, fewählt. Geplant sind ferner Aufführungen von Ern3t 'ollers „Hinkemann" und August Strindbergs „Vater". Gesellschaftsabend für das ChajessGymnasium. Samstag, den 19. d. M., fand der diesjährige Gesellschafts« abend für das Chajes»Gymnasium statt. Die Veranstaltung wurde von Frau Bauer eröffnet, die mit Genugtuung fest« stellte, daß sich diesmal ausschließlich jüdische Künstler in den Dienst der Sache gestellt hatten. Als erster spielte Joachim Skutschewsky, begleitet von Robert Spitz. Er spielte eigene Kompositionen und solche von Achron und Bloch. Man kennt diesen ausgezeichneten Künstler bereits und fühlt sich immer von neuem reich beschenkt durch seine Kunst. Prof. W o 1 f s o h n, der feine Pianist, dessen Hände weich und liebevoll die Tasten stets nur zu streicheln scheinen, erzählte diesmal musikalische Märchen. Vor dem Hörer erstand das Fest der Lichter, umsprangen die schlimmen Buben ihren Lehrer. Aber auch eine Erstaufführung spendete Prof. Wolfsohn: „Mirjams Schlaflied", Text von Richard Beer*Hofmann. Gesungen wurde dieses Lied von Prof. Max Klein, dessen warmer, schöner Bariton demselben die gebührende Wirkung verschaffte. Prof. Klein sang noch zwei weitere Lieder von Engel und S. Krein. Margarete Bach, die weit über die Grenzen hinaus bekannte Rezitatorin, fand ein aufmerksames, dankbares Publikum, das ihrem schönen, klangvollen Organ, ihrem beseelten Vortrage stürmischen Beifall spendete. Den Schluß bildete die dank ihrer prachtvollen Stimme rasch bekannt gewordene Konzertsängerin Maria Winkler«Fialko. Sie brachte diesmal zwei Linder, Kompositionen von unserem Israel Brandmann, Texte von Bialik. Frau Winkler« Fialko zog alle Register ihres herrlichen Organs auf und bewies wieder, daß sie die Sängerin großen Stils ist, be« rufen, auf dem Gebiet des Oratoriumsgesanges ihr Ziel zu erreichen. Es war ein Abend erlesener jüdischer Kunst, jüdi* scher Künstler, und es wäre zu wünschen, daß öfter solche Abende veranstaltet würden, die uns schenken, was wir leider entbehren müssen: echte jüdische Kunst mit jüdi* sehen Künstlern. Eugenie Kreitler. Jüdische Bühne, IL, Praterstraße 60. Freitag, den 25. Dezember, die Komödie „Vin Kasrilewsky bis N e w - Y o r k", Erstaufführung. Das Stück wird Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. d. wiederholt. Das Programm der Nachmittagsvorstellungen lautet: Freitag: „Schulamis", Samstag: „Amerikaner Cowboy s", Sonntag: „Schabes Kojdesch". Volkstümliche Preise. Vorstellungen an Vereine werden zu günstigen Bedingungen vergeben. Anfragen sind an Herrn Brachanski, IL, Praterstraße 60, Cafe Astor, zu richten. Neues Jüdisches Theater, IL, Taborstraße 12. Wochenprogramm: 25. Dezember „Duwidl", halb 4 Ubr „Der Mames Geliebter"; 26. d „Duwidr, halb 4 Uhr „Schokoladenkönig"; 27. d. „Duwidl", halb 4 Uhr „Joschke Chwat"; 28. d. .„Duwidr mit Sevilla Pastor in der Titelrolle. Beginn täglich halb 9Uhr. Jüdischer Frauenbund, IX., Severingasse 6/5. Diens* tag, 29. Dezember, Sondervorstellung „Der Fremd e" mit Ben ZwisBaratow in den „Jüdischen Künstlerspielen" (IL, Praterstraße 34), zugunsten der Kinder* und Greisen* Aktion. Karten bei den Vorstandsmitgliedern, in der Buchhandlung Rath, IL, Taborstraße 20a, und an der Abendkassa. Vorverkauf zu ermäßigten Preisen. Trügerische Lösungen. Von Dr. Philipp Menczel, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. Der Mann, der im Mittelpunkt des politischen und journalistischen Lebens im alten Oesterreich stand, der den Krieg in allen Phasen als Geisel in Rußland und als diplomatischer Missionär in verschiedenen Staaten — aktiv mitmaohte, hat hier ein Bekenntnis* und Erlebnisbuch geschrieben, das einen Ueberblick über die gewaltigen Geschehnisse bildet, von einer Klarheit, wie sie wohl bei keinem anderen Buche zu finden ist. Ein Mann, der das Leben im alten Oester« reich mit seinen zehn Nationen studiert hat und kannte, wie selten einer, bringt Licht in Vorgänge, die bisher rätselhaft geblieben sind. Dabei ist die Schilderung nie pedantisch, professorenhaft, immer warm und lebendig. Der Verfasser schaut aber nicht nur nach rückwärts, er blickt in die Zukunft. Wer Interesse für das alte Oester« reich und die Zukunft der Nachfolgestaaten hat, muß dieses Buch lesen. Es bietet insbesondere dem jüdischen Publikum, welchem Dr. Menczel von seinem Wirken als jüdischer und zionistischer Politiker bekannt ist, un« gemein viel „Palästina14, Zeitschrift für den Aufbau Palästinas. Nr. 10/11, die kürzlich (64 Seiten stark) erschienen ist, enthält eine Studie von Ing. M. Hecker, Jerusalem, dem früheren Direktor des Technikums in Haifa, über „Die Aussichten der Erbauung der Bahn Haif a —B agdad". — H. Frumkin, Tel-Awiw, bespricht den „Bericht der britischen Regierung an den Völkerbund'\ In eingehender Darstellung weist er nach, daß die Regierung ihr gutes Budget nur der Aufbauarbeit der Juden verdanke, hingegen bei ihren Aufwendungen diese mehr als stiefmütterlich behandle. — Jakob Singer, Wien, gibt eine Uebersicht über „Organisation, Arbeitsbedingung, Lohn und Lebensverhältnisse der jüdischen Arbeiter Palästinas'*. Julius B e r g e r, Berlin, spricht über die „M ö g 1 i c hkeiten der Planwirtschaft". Er zeigt, daß der von Theorien unbeschwerte Ostjude, der nicht mit großen Erwartungen und Ansprüchen ins Land gekommen ist, in Privatindaistrie und Handel ganz gut abgeschnitten hat, daß in diesen Zweigen noch Erwerbsmöglichkeiten vorliegen, ebenso im Orangenbau und in anderen Fächern. Den künftigen „Hafen von Haifa" zeigt eine Kartenskizze in sehr anschaulicher Weise. — In der Rundschau" spricht Dr. Robert Weltsch über „J ewish Agency". Er schildert eingehend die neue politische Situation. — a. b—e, Jerusalem, spricht über Wirtschaft". Er zeigt, wie sich Palästina inmitten einer Weltkrise gut gehalten hat. — Eine Fülle „Nachrichten und Daten' (15 Seiten), sowie „Bücherbesprechungen" beschließen das Heft. — Jahresbezugspreis für Oesterreich 12 Schilling, Ausland 2 Dollar. — Verlag Josef Hajeks Nicht., Wien, XVIL, Kalvarienbcrggasse 32. ■ üdifdie Sport* und Turnbewegung Hakoah vor schweren Aufgaben Gegen Rapid, Nemzeti und Slovnn. Hakoah hat in den Weihnachtsfeiertagen hintereinander drei schwere Spiele zu absolvieren. Die Blau- Weißen nehmen, wie wir bereits berichtet haben, an dem internationalen Turnier des Sp. Cl. Rapid in Hütteid orf teil und bestreiten gleich am ersten Tag, am 25. Dezember, den Hauptkampf gegen Rapid. Die Kämpfe zwischen diesen beiden Vereinen verliefen immer sehr interessant und gerade gegen die Hütteldorfer laufen die Krieauer gewöhnlich zu Hochform auf. Rapid befindet sich gerade jetzt in glänzender Verfassung und sein 10:2-Sieg über Admira zeigt, daß die jüdische Maifnschaft vor einer kaum lösbaren Aufgabe ßtehen wird. Einen Tag später tritt Hakoah gegen den Budapester erstklassigen Ligaverein Nemzeti an. Die Budapester ßind im Mitteltreffen placiert und stellen eine flinke und technisch gut ausgebildete Mannschaft ins Feld. Am 27. kämpft Hakoah gegen Slovan. Die Krieauer haben innerhalb kurzer Zeit bereits zweimal gegen Slovan gespielt, und zwar in der Meisterschaft 1:0 gewonnen und im Goldpokalspiel 0 :2 verloren. _ Hakoah schlägt die Polizei Sp. Vg. 6:1. In einem ziemlich anregend verlaufenen Freundschaftsspiel gelang es Hakoah, die tüchtige, spielstarke Mannschaft der Polizei Sp. Vg. überlegen abzufertigen. Obwohl bei den Siegern Eisenhofer, Feldmann und Mausner fehlten, lieferte die Mannschaft ein prächtiges Spiel. Die Tore erzielten Mermelstein (2), Buchhalter (3) und Fischer. Fischer hat in diesem Kampf zum letzten Male für die Blau-Weißen mitgewirkt und scheidet im Einvernehmen mit der Leitung aus. Ehrung der Hakoah-Schwimmer. Die Schwimmsektion der Hakoah zählt zu den erfolgreichsten Abteilungen des jüdischen Vereines und hat zur Popularisierung ihres Sportzweiges viel beigetragen. Aus Anlaß der großen Erfolge hielt der Schwimmklub Hakoah für seine Schwimmer und Schwimmerinnen eine kleine Feier ab. Dr. Heller erwähnte in seiner Ansprache die Erfolge der Hakoah in den letzten Jahren, die vielen Siege Hedy B i e n e n f e 1 d s, die 25 Meisterschaften Fritzi L ö w y s, die Meisterschaft Hansi B r a tm a n n s, das 25malige internationale Teamwirken K1 e i n s und F1 e s c h s im Wasserball, die Meisterschaft Steins. Alle wurden mit Ehrengeschenken bedacht. Die Erfolge und Bedeutung der Hakoah-Schwimmer wurden auch vom Präsidenten des Hauptverbandes für Körpersport Kommerzialrat Dr. Schmidt, vom Präsidenten des Oesterreichißchen Schwimm Verbandes Direktor Weinberger und von Dr, Benedikt gewürdigt. Skikurse für jüdische Hochschüler. Die Judäa veranstaltet vom 3. bis 10. Jänner in Seebach-Turnau (Obersteiermark) einen Skikurs. Anmeldungen beim jüdischen Hochschulausschuß von 1 bis 5 Uhr, XL, Zimmermannplatz 8. Hasmonea trägt daß rückständige Herbstmeisterschaftsspiel gegen Viktoria 21 am 10. Jänner aus. Die Frühjahrstermine Hasmoneas. Hasmonea eröffnet die Frühjahrsmeisterschaft am 21. Februar mit einem Spiel gegen Viktoria 21. Die weiteren Termine lauten: 28. Februar: Ostmark, 6. März: Donau, 13. März: Cridceter. 3. April: Gersthof, 10. April: D.A.C, 17. April: Bewegung 20, 24. April: Libertas, 8. Mai: Neubau, 29. Mai: Vorwärts 06, 5. Juni: Weiße Elf und 12. Juni: Simmering. Gründung eines revisionistischen Mittelschülerblindes Donnerstag, den 17. Dezember, fand im Heim, II., Untere Augartenstraße 38, eine Versammlung von Mittel* Schülern statt, wobei mehrere Referate über das revisionistische Programm und über die Not« wendigkeit der W e h r h a f t m a c h u n g der zionisti* sehen Mittelschüler gehalten wurden. Trotz Störungsver* suchen seitens nichtrevisionistischer Teilnehmer wurde die Versammlung zu Ende geführt. Anschließend an die Versammlung leitete Josef Frankel die konstituierende Sitzung des neuzugründenden Mittelschüler« bundes ein. Alle Anwesenden erklärten ihren Beitritt und betonten die Notwendigkeit einer revisionistl« sehen Mittelschülerorganisation für Oesterreich. Zum Präsidenten wurde O. Grub er gewählt. Beitritts« erklärungen sind im Sekretariat der Union der Zionisten« Revisionisten, IL, Untere Aügartenstraße 38, erhältlich. Vereinsnadiriditen Vereintem« der zionistisch-demokratischen Jn««d. n Untere AugartenstraBe 38. Wochenprogramm: Samstag: 5 Uhr. Sicnotn der Klnderkwuzoth: 6 Uhr. Oneg Schabbafh: 8 Uhr. "»"veriamm]™*' Referent: Qh. Goldstein. Ober Chalnzluth1. Sonate: Halb 8 Uhr abends Fuhrerkurs. Montau: 8 Uhr. Slchah1 da' *W» Dror. Dienstag: Hebrälsch-Kurse. Mittwoch: 3 Uhr. Sichpth der Klnderkwuzoth: 7 Uhr. Sichah der Kwuzab ..Haglbor"; halb 9 Uhr. Vortrag In der Union. Donerstae: Hebräisch-Kurse. Revisionistischer .TuKendklub. II.. Untere AugartenstraBe 38. Dienstag, den 29. d.. Plenarversammlung mit anschließendem Re'erat Dienstag, den 5. Jäuner. Referat Cb. Moll Uber Probleme des Aufhaues. Donnerstag, den 7. Jänner. Referat Dr. David Bukspann: Die Jocend Im Revisionismus. Alle Mitglieder werden aufgefordert. Sewells pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen! Trollen des österreichischen B'rlt Trumpeldor. Vom 24. bis 27. d. M. findet das diesjährige Treffen des österreichischen Betar unter Beteiligung der Provlnzgruonen und einer Gruppe des ungarischen Betar statt. Programm: Donnerstag, den 24.. 7 Uhr abends. Im Festsaal des Betarheims. Wien. II.. Untere Augartensrtafle 38. Jörn Berit. Freitag, den 25.. vormittags. Skiwettkämofe; nachmittags Führung durch die Stadt: abends Oneg Schabat. Samstag, den 2., vormittags. Syn« agogenbesuch: abends Führertagung. Sonntag, den 27., vormittags. 5W« waldlauf: nachmittags 5 Uhr. Neschef und Messiba Hlstadruth Iwrith. Samstag, den 26. d.. pünktlich 8 Uhr abends. Im Saale der ..S t a n I e 1 a u e r". II.. Praterstraße 11-13. Vortrag des Herrn Rab. Dr. Z. Taubes über: ..Mechkar hahalacha whaasadan b'lamenu." Samstag, den 2. Jflnner 1932. eröffnet Herr Dr. S. Horowlt* das Seminar für Literatur mit einem Vortrage über: ..B'ilschnw scbel Jaar l'Hazar. M'urah b'sifruthenu". Verein lür Jüdische Geschichte und Literatur in Wien. II.. Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 28. Dezember 1931. im Klubsaale der ..Hakoah". I.. Wfesingerstraße 11 (Cafe Atlashof. eigener Eingang. Souterrain). Vortrag des Rabbiner Dr. M. G. M e h r e r : ..Die Predigt in alter und neuer Zeit.' Beginn halb 8 Uh rubends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Verband radikaler Zionisten. Mittwoch, den 30. Dezember 1931. Gendenkfeier für Leo P1 n s k e r. Ort: Cafe Produktenbörse, halb 9 Uhr. Z. A. V. Bar Kochba. Wien. Samstag, den 26. d., entfällt der Konvent Jüdischer Annestelltenverband „Emunah", Wien. Sonntag, den 27. d. M.. veranstaltet der Tanzkurs der „Emunah" eine Tanz-Perfektion Im Institut Erclsteln. I.. Werdertorgasse 7. Mitwirkend eine erstklassige Jazz (fünf Mann). Beginn 5 Uhr nachmittags. Gäste willkommen. Regle- Beitrag inkl. Cnrderobe S l,W. )

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