Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 5 (1931)
- Issue
- Heft 223 (25.12.1931)
- Date
- 1931-12-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Titl. Universitätsbibliothek Wien, I. PreiS 35 GrOSCheil MnqtmQ I Pteiiaq, den «S* Dezember 1931 Nr« 881 V. t>. b. R E V U E BBZUQSBBDINOUNOEN: Oesterreich Tschechoslowakei monatlich Kc Lei 40.-, vierteljährig Lei 120, Lewa 120.—; Itaifen monatlich Jlhrig Schweizer Francs 4.50 HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER Redaktion u. Verwaltung: Wien IX, UmversHätsstr. o"-*, 7el. B^8-504 — Erseheint jeden Freitag Zur Tragödie in der Familie HerzI <sete3> BANDAGEN ALLER ART. OummistrUmpte,Üum milose Krampfadernstriimpfe, Oummiwaran, Gummischuhe, Watte, Verbandstoffe, orthopädische Bauchbinden, Umstandsbinden, Mieder nach Operation, Schlüpfer, Busenhalter, Bruchbänder mit u. ohne Feder,Mieder,/Vlonatsbinden,Bahywaagen,Plattfuß einlagen. Alle Artikel?ur Gesundheit««. Kranken- und Kinderpflege. Heiüiuttappaiate, elektrische Heizkissen, Inhalationsapparate, Faradisa- 4tionsapparate, Solluxlampen, Höhensonnen, elektrische Kocher. Gummiwärtnef aschen, S Zimmerklosette, Bidets,' uftkissen,Thermo meter, ßettehnen Krücken u. Krückstöcke, „ rhermölith"-, Kamelhaar-Arm . Union- Pu's-, l;eib-, Rücken-, Knieu. Fuß- Mitglleder Wäimer, Katzenfelle, KrankenfahrtO Prox nt Stühle, Rettun^skasien, Asbest-Ofen- Rabatt schirme, „Ceilu" - Türschoner etc. BANDAGEN-M I K O LA S C H TASORSTR. 22 Telephon K-47-1-85 Zum lÖ.Todestag (22.Dez.1931) biete ich die Werke von Josef Popper-Linkeus zu tief herabgesetzten Preisen an: PHANTASIEN EINES REALISTEN 17. -bis 31. Äüftäee. Großoktav. 378' Seiten.' ""' Halbleinen, früher S 16.20, letzt S 4.60. Die „Phantasien eines Realisten" haben unter allen Werken Popper- Lynkfn' die aröBte Verbreitung -gefunden. DAS RECHT ZU LEBEN UND DIE PFLICHT ZU STERBEN 4. Asflaxe. GröBokiav. 141 Seiten. Brosen.. Iraker S MO. letzt S 3.40. Halbleinen, früher S 7.20, letat S 4.80.^ In dieser ProKrammschrift Popper-Lynkeus' sind alle Ideen ent- . halten, die die Grundlage jfOr . das Lebenswerk des aroBen Philo« ' sioohen bilden sollten. DIE ALLGEMEINE NAHRPFLICHT als Lösung der sozialen Frage 2. Alltage. GroBoktav. 396 Seiten. Leinen, früher S 18.—. letzt nur S 4.50.. Dies Buch ist ein Fnndamentalwerk der Weltliteratur, aui das man noch in Jahrhunderten wird zurückkommen müssen. KRIEG, WEHRPFLICHT UND STAATSVERFASSUNG GroBoktav. 380 Seiten. Broschiert, früher S 8r-, letzt S 4.80. Dieses letzte Buch des zroQen Sozlalbhllosophen ist die Krönung seiner Lebensarbeit für das Wohl und die Sicherheit des Individuums. PHILOSOPHIE DES STRAFRECHTS Broschiert, früher S 3.-, letzt S 1.50. Halbleinen, früher S 4.50. letzt S 2.50. Popper-Lvnkeus begnügt sich nicht mit der Kritik der bestehenden Strafrechtspflege. sondern baut uns eine neue Strafgesetzgebung auf. die mit dem Maximum der Sicherheit der Gesellschaft ein gleichzeitiges Minimum der den Uebeltatern zuzufügenden Uebel vereinigt. VOLTAIRE 11. bis 13. Tausend. GroBoktav. 317 Seiten. Broschiert, früher S 12.—. letzt S 4.80, Leinen, früher 9 15. letzt S 6.50. Das Werk Popper-Lynkeus' über Voltaire Ist eine „Rettung" dieses groBen, vielfach verkannten Mannes. FÜRST BISMARCK UND DER ANTISEMITISMUS 2. Auflage. Großoktav. 15-1 Seiten, -~- Broschlert. früher S 5.40. letzt S 3.40. Halbleinen, früher S 7.20. ' letzt S 4.50. ~ Popper-Lynkeus hält Gericht über"dje kulturfeindlichen, ökonomischen und politischen Grundlagen des Antisemitismus. Punkt für Punkt weist er die Unnahbarkeit aller Angriffe gegen die Juden nach. Dieses Werk des groBen Menschenfreundes Popper-Lynkeus Ist gerade heute besonders geeignet;' Frieden und Versöhnung zu stiften. ÜBER RELIGION GroBoktav. .229 Seiten. Broschiert, früher S 7.20. letzt S 3.40, Gebunden, früher S 9.—, letzt S 4.80. Popper-Lynkeus räumt mit allen Vorurteilen, mit allem Aberglauben auf. der die Menschen in ein Netz von Heuchelei und Lüge verstrickt und sie : daran hindert, mit ungeteilter Kraft einer neuen Zukunft entgegenzugehen. „Die doppelte Enttäuschung, die heute die Welt vom Kapitalismus und vom Kommunismus erlebt, wird , die führenden Geister der Menschheit zwingen, nach neuen Gesellschaftssystemen Ausschau zu halten. Dann wird der Augenblick kommen, der auch den Forderungen Popper-Lynkeus* Weltgeltung bringen wird. Dann wird die Zukunft Popper-Lynkeus für all das entschädigen, was die Vergangeuhelt ihm versagt bat." . . . Coudenhove-Kalergl. an beziehen: durch Buchhandlung R. LÖWIT, Wien I, Woilacile 6-8 BEILAGE (Seife 6) FÜR DEUTSCHLAND ■*> ■■ .___________ Popper*Lynkeu§ Zum zehnten Todeslage 0Bij'^iii$g^ Hunger 2^runde'\.gelitt-cg6n^t>'s urn dlei; N i'c^h]t;sjvr;ü r d ig k e i't eines ganzen? Gesellschaftszustandes zu beweisen." Auf "* diesen"" Satz' 'gründete Pöpper*Lynkeus seine Lehre von: der .„allgemeinen' Nährpflicht", eine Heilslehre im vollsten Sinne des Wortes. Er ist in die tiefsten Tiefen dersogenannten „Gesellschaftswissenschaft" ge« stiegen, hat alle „Systeme" durchdringend studiert, hat sie als richtig erkannt, und verworfen und ist zum e i n* zeinen Menschen zurückgegangen. Die Existenz des Individuums ist das Heiligste 1 Und heilig ist eine Erkenntnis: „Solange es vor* kommt, daß. auch nur ein einziger Mensch hungert oder in seiner Lebenshaltung nicht-gesichert ist, solange taugt die ganze Gesellschaftsordnung nichts." Mit dem/Rechte auf Nahrung, Kleidung und Woh* nung kommt jeder Mensch aus dem Mutterleibe und es bleibt sein Recht bis ans Ende. Eine Gesellschaft, welche dieses Recht aller ihrer Mitglieder nicht befriedigen will und kann, bleibt tierisoh*primitiv und SILBERSeHUSSELN SILBERKANNEN NEUE FORMEN AUS EIGENER WERKSTATT ENTWÜRFE BERÜHMTER KÜNSTLER OESTERREIGHE"R JUWELIERE UND SILBERSCHMIEDE I, WIPP LI NG ERST RASSE Nr. 29 barbarisch, trotz schöner Künste, technischer Errungen« schatten, sozialistischer Experimente und Parteien, Klas* sensolidarität und Morallehren. Vor dem Angesichte eines hungernden Menschen wird all das zum wider* wärtigen Zerrbild. Die Anklage eines hungernden Kindes, Weibes, Mannes, macht sie zu Nichtswürdigen, die großen Künstler, Techniker. Gelehrten, Volksführer. Nicht gegen Menschen, gegen Hunger und N»t muß eine „Armee" aufgestellt'werden. Die Nährarmee! Jeder ist dienstpflichtig. Jeder Staatsburger muß einige Jahre in der Nährarmee arbeiten, um das notwendige Minimum an Nahrung, Kleidung und Wohnung für alle zu schaffen. Dann r ist er aller Pflicht ledig, kann leben und arbeiten, wie er will/ als wirklich freier Merisbh. Denn winklich frei ist der Mensch, den keine Nährurigs* sorge drückt, keine Nahrungssorge um sich, seine Änge* hörigen und alle Menschenbrüder. Von links her und von rechts her sind Kräfte am Werke, die Weltkrise zu lösen. Kommunismus und Faschismus. Was ist ihr Sinn? Wieder Vergewaltigung, wieder Hunger, wieder abscheuliche „Klassenmoral". Ihre ganze Weisheit beruht auf kläglicher Umkehrung des Uebels. Wer gestern Herrscher war, soll heute Knecht sein, der Satte von gestern soll morgen Darbender sein. Aber wieder soll es Knechte und Hungrige geben. Den Menschen versorgen? Nein! Die Klasse, das System muß triumphieren. Ein Weg von alter Qual zu neuer. Nur der Weg zum Menschen, zum einzelnen Mensohen kann zum Heile führen. Popper*Lynkeus weist diesen Weg und die Menschen werden ihn gehen.., Robert Stricker. Hinaus mit den HerzkZionistenf Hinaus mit den Judenstaatlern! Kampfansage der Exekutive der zionistischen Weif Organisation an die Union der ZfonislenaRevsfonisfen Die Exekutive der zionistischen Organisation hat von London aus eine Erklärung veröffentlicht, welche organisatorische Maßnahmen gegen den Weltverband (Union) der Zionisten*Re vi» s i o n i s t e n ankündigt. Den Zionisten«Revisiönisten wird zum Vorwurf gemacht, daß auf der vor einigen Wochen in Calais abgehaltenen Leitungssitzung der Union Be* Schlüsse gefaßt wurden, welche die Einheit und Gd schlossenheit der Zionistischen Welt« Organisation und ihre Disziplin bedrohen. Die Erklärung spricht aus, daß der Kampf der ZionisteruRevU sionisten gegen die Exekutive nach dem 17. Kongreß in einen Kampf gegen die zionistische Organi» sation ausgeartet ist, stellt ferner fest, daß die Beschlüsse von Calais ohne Fühlungnahme mit der Leitung der zionistischen Organisation gefaßt wur* den. Die Erklärung schließt mit der Ankündigung, daß die Exekutive dem Aktionskomitee entsprechende Vorschläge unterbreiten wird, um die Einheit und Unversehrt« heit der zionistischen Organisation zu schützen. Das Begleitschreiben, mit welchem die Erklärung der Oeffent« Alle im redaktionellen Teil befindlichen entgelt« liehen Notisen sind durch «in beigefügt«« £ H*s*kba«4 lichkeit übergeben wurde, ist vom Mitglied der Exekutive Herrn Berl Locker gezeichnet Was ist geschehen? Der Verlauf des 17. Zionisten* kongresses, der im Sommer 1931 in Basel stattfand, hatte in den Kreisen der Zionisten^Revisionisten tiefste Erregung ausgelöst. Der Kongreß ging über die Resolution, welche die Herzische Idee vom Judenstaat als Ziel des Zionismus zum Inhalt hatte, zur Taget* Ordnung über. Wohl hatte der Kongreß die Kraft auf« gebracht, den Träger der unseligen zionistischen Verzicht* Politik, Professor Weizmann, der schließlich zur Preisgabe der Forderung auf Bildung einer jüdischen Majo* rität in Palästina gekommen ist, von der Präsidenten* stelle zu entfernen. Wohl hatte die Majorität des Kon* gresses eine Resolution vorbereitet, in welcher die Bildung einer jüdischen Majorität in Palästina als Ziel der zionistischen Aufbauarbeit festgelegt wurde. Aber ein tendenziöses, an den Ghettoinstinkt appellieren* des, mit Pogromen drohendes Alarmtelegramm genügte, die Zurückziehung dieser Resolution zu bewirken. Der Kongreß mußte erkennen, daß die von Professor Weizmann und seinen engeren Genossen erkämpfte Er* Weiterung der Jewish Agency durch Nichtzio* nisten, die Unterstellung des Zionismus unter rüchuio*