Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 5 (1931)
- Issue
- Heft 219 (27.11.1931)
- Date
- 1931-11-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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tti? Titl Vniver^bihlioihek Wien, f. Preis 35 Groschen »*■•■■• s freit** tat «7* November 1*31 Nr« 219 V.b.b. R E V U E Kl «a-, vierteljährig Lei, I20.-SNüetit«cnl ad L«wa 120,-; If»llert monatlich LWI.-. vlertelilhrle llhrlg SchWilref Francs 4J50 HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER RedaktionVerwa/toiffr; Z- T».8die in d„ FanWIfc H««l (Seile 3) »♦ Brandstifter" von J£ Jabotinsky (Seite 2i ' i ' YnWlifii ' ' ' I ■ ...^ i.iWiifi..... , i , .!!........■■'■'!■; - 1 '"" Bei rheumatisdien Schmerzen aller Arf haben sich Togal-Tabletten ganz hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei veralteten Leiden, bei denen kein anderes Mittel half. Ein Versuch überzeugt! — In allen Apotheken. — Preis S 2.40. Die Volkszählung in Palästina Zweifelhafte Teilresnltate . Von der in ganz Palästina am vergangenen Mittwoch begonnenen Volkszählung liegen bereits einige Teilresnltate vor. Beachtenswert ist zunächst die Tat' sache, daß nach den bisher veröffentlichten Ziffern in Palästina heute 1,035.154 Seelen leben, was'gegenüber der letzten Zählung vom Jahre 1922 (757.182) einen Bevölkerungszuwachs von 35 Prozent ausmacht. Die Bevölkerung der rein jüdischen Stadt Te 1 - A w i w beträgt 46.062. Wenn man die Volkszählung vom Jahre 1922 betrachtet, so gab es damals 590.890 Mo hammedaner, 83.794 Juden, 73.024 Christen und andere kleine Bevölkerungsgruppen. Die Gesamtbeyölkerung J e r u- /»al'e m s betrug 62.578 Seelen, darunter 33.971 J u d e n, 14.699 C b p| s t e ti; und 13.4t J -^ji^t^^^i^m eji; ,V:^pa?afe'''^if'i(epä für5 T e 1J-;"Ä!'W i~^fr.^viÄrdiiB^i"--''^ä.^hijälW -?nicli~t angegeben, da es zu Jaffa gezählt wurde, das eine Bevölkerung von 47.709 Seelen (Tel-Awiw inbegriffen) besaß, und zwar 20.699 Moham medaner, 20.152 Juden und 6850 Christen. Den stärksten Zuwachs an Juden hatte damals Jaffa zu verzeichnen, das sich infolge des starken Anwachsens von Tel-Awiw verdoppelte. Bekanntlich hat dierevisionistischeOrganisation die jüdische Bevölkerung Erez Israels aufgefordert, die Volkszählung zu boykottieren und hiefür die unseren Lesern bekannten politischen Gründe angeführt. Trotz des Aufrufs des Waad Lenmi . und des Oberrabbinats, der in. letzter Stunde die jüdische Bevölkerung zur Teilnahme nochmals aufrief, verweigerten dennoch unzählige Juden ihre Registrierung. Es kam zu zahlreichen Zwischenfällen und zu Verhaftungen, nachdem schon vorher die Palästina-Administration die revisionistische Antizählungspropaganda durch Inhaftierung von Revisionistenführern zu unterdrücken versucht hätte. In T e 1 - A w i w wehrten sich ganze Straßenviertel gegen die Registrierung. Viele Zählbeamte wurden aus den Häusern gewiesen. FÜR DEUTSCHLAND ■ (Seite!*) ■; ^^^v::'.:|^ . . ' tikern aller Parteiriohtungö^.^ hestebfende Vereinigung hat es bereits einmal gegöbM| Dafür, daß diese Vereinigung wenig tat und schj||fllicb. einschlief, sind in erster Linie tfie. seiner zeitiger Zionistische Exekutive und Prof. Weizmart^' verantwortlich. Professor Weidmann zog es vor, seine^, ganze Energje für die Gewinnung reicher Assirailatt^nsjudeh,. und Petitionen an die Regierung herzugebej.. ••Für.;' d'ie . direkte Beeinflussung der englischen Nliiah durch ihre berufenen Vertreter hatte er keinen Sinj^'■Es ist'.-zu hoffen^ daß der derzeitig« Präsident S p k o |^ w . . die große poetische Bedeutung einer; rsolohen p|^zionistisohen Vereinigung richtig einschätzen und die Beziehungen zü;ihr sorgsam ( pflegen und aü^u^'^^ird;^.''^;:;.'i':<rt*-**1 \V^V'?*,!':'?' BANDAüEM ALLER ART,Oumml»trUmpta,üummilose Krampfadernstrümp e, oummlwaran, Gummischuhe, Watte, Verbandstoffe, orthopädische Bauchbinden, Umst indsbinden, Mieder nach Operation, Schlüpfer, Busenhalter, Bruchbänder mit u. ohne Fe er.Mieder, Monatsbinden öa*vwaasen,Plattiuß Einlagen AUe'Artikel?ur fienundheits». «rankenurtd Kinderpflege. Heioiunappaia^e, deKtrische HeizKi -sen, fiihalationsapparate, Faradisa-' tionsapparate, Sollux'anpen, Höhensonnen, Ie ektnscne Kochet.' Gümmiwärmef aschen, Zimmerklosette, rfidets, uftkissen,Tnetm6 meter, Bettehnen Krücken u. Kttickstöc'fe, „ rhermolith"-, Kamelhaar-Aim-, Union- Pn s-, Leib-," Rücken-t, Kh'eu. Fuft- M tglledei* Wä mer, ■ Katzencelle, Krankenfahr- 10 Proz nt siü t'e, Retrunttskas en, Asbesi-Ofen- Rabatt schirme, „Ce luM - Türschoner etc BAN OAQEN.M I K O L A S C H tA80RSTR. 22 " T Talenhon R-47-1-9& I :&r m'ÄVI yV'M** \h. ' Jü m,. mm >m •Viioj/Bö* Proteste — Wo sind die jüdischen Professoren t — Was lun die jüdischen.Studenten f— Was tun die von Juden gestützten politischen Parteien? An der Wiener Universität -halte» antisemiti-' sehe Studentenverbände,, bakenkreuzlerische. und katholische, in Uniform und mit Abzeichen Wache. Von den akademischen Behörden ermächtigt. Auf eine längere Periode, des Hinausprügelns jüdischer Studenten isteine Periode der Belästigung und Schikanierung gefolgt. Jüdische Studenten müssen sich vor den' Knüppelhelden . „legitimieren" , und werden während und naej^ der „Amtshandlung" verhöhnt, beschimpft. Das ist ein Zustand, der die jüdischen. Studenten so demütigt und deprimiert, daß sie es vielfach vorziehen; die Universität, zu ( meiden. Eine 'Andauer dieses Zustandes würde die j tatsächliche Ausschaltung der Juden von den Hochschulen bedeuten, den» eiri Studium unter solchen I Umständen kann einem ji|ngen Menschen ' nicht | zugemutet werden. Daß junge Menschen, unter! solche Bedingungen gestellt, ausreichendes Wissen _ { erwerben, ist wenig wahrscheinlich. Daß ihr Unter Berücksichtigung schon dieser Tatsachen J Charakter verdorben und ihr^Mut gebrochen wird allein ist das Resultat der jetzt vorgenommenen Zählung I ist gewiß. Was tut die jüdische Gesellschaft Wiens mit höchster Skepsis aufzunehmen. Dazu kommt noch j dagegen? Die Wiener Kultusgemeinde hat proteder von keiner Seite bestrittene Umstand, daB schon seit 5 stiert, vor der Oeffentlichkeit und vor der östervielen Monaten über die ungeschützten und unko ntr o 11 ier ten . p a 1 ü,st i nensischen1 Gre nz e n, aus Transjordanien und dem Süden, Scharen von Arabern und anderen mohammedanischen Elementen vorübergehend ins Land hineingekommen sind, die jetzt, in der britischen Statistik als palästinensische „Einwohner" aufscheinen werden. Wie man. sieht, bedarf das eigentümliche Problem dieser Volkszählung noch gründlicher Aufklärung. Eine Aktion engli§Aer Paria« mentarier für den Zionismus ° Wie,aus London gemeldet wird, sind die Mit« glieder des englischen Parlaments ..zu einer Konferenz geladen, welche am 26. November stattfindet. DJe Einladung ist von Austin Chamberlnin (kons.), Churchili, (k^ns.), Lands,bury (Lab.) and James R b t s c h, i I d (Hb.) gezeichnet Als Zweck der Kon. ferenz wird d,ie Bildung einer parlamentarischen V er einig u n g zum Schutze und zur Förderung des Aufbaues des Jüdischen Nationalheims in Palästina bezeichnet. * Eine solche, aus hervorragenden englischen Poli- AU« im redaktionellen Teil befindlichen entgclt» Mthan Notiwn c*od durch ein beigefügte» fi btzticbjMt, schaft und protestiert. Wenn aber ein .Jude eine Lehrkanzel bekommt, darin tut die Judenschaft freudig und stolz. Wo stecken denn diese Herren, an d-er'en Schicksal die Juderischaft so innigen Artteil nimmt, wo. stecken sie, wenn der Pöbel' gegen diese jüdische Gesellschaft und gegen i ,h i; e j ü d isc h en H ö r e r losgeht? Bei Festen und Jubilä^en machen sie sich:.breit. Wenn es stürmisch wird,.ist auch nicht eine Spur von ihnen zu sehen. Auf der Aula, in Versammlungen sind sie nicht zu finden. Sonst sehen sie sich gerne, oft , allzugerno, in i Zeitungen abgedruckt, jetzt hüllen sie sich\in Schweigen'. ' Sie ' ducken sich in irgendeinem Winkel. Man macht den deutschen Professoren zum Vorwurf;, daß sie die deutschnationalen Studenten in ihrem-Treiben unterstützen. Gewiß, sie begehen durch diese Förderung ein Verbrechen. Aber eine« ist.festzustellen: Der deutsche Lehrer steht beim deutschen Studenten. Wo stehen die j.tidxschen Lehrer, die Herren jüdischen P r o f e s s or enund Dozenten? Beim jüdischen S tud en te n nicht! reichischen Regierung. Auch eine Prot es Versammlung ist abgehalten'worden, von einer zionistischen Gruppe veranstaltet. Es wurden Stimmen laut, daß diese Art des Proteste« nutzlos und überflüssig ist: Das ist an sich nicht richtig. Ein Verzicht auf öffentliche Demonstration ist unmöglich. Aber wahr i«t, daß alle die Protestreden und Protestresolutionen wirkungslos sind, -wenn sie periodische Einzelerscheinungen bleiben und nfcht mit der nationalen Organisation der jüdischen'Jugend und der jüdit sehen Bürgerschaft zu politischer, gesellschaftlicher-und physischer Selb^wehr verbunden sind. ' * Wo»in d die judischen Prof e«6oren? Wenn die Ernennung eines Juden oder Juden- * galt, antisemitischer Brutalität die Spitze zu bieten, stämmlingis! zum; akademischen Lehrer verzögert | Und ,es half, 'trotzdem' die Uebermacht größer war oder verhindert wird, trauert die jüdische Gesellt I iW heute. Wenn man heute zur Entschuldigung Zu Beginn der Unruhen an der Universität konnte man ein Häuflein von zirka fünfzig jungen Juden beobachten, das sich wacker , gegen die Uebermacht der Hakenkreuzler wehrte, geschlagen wurde, aber Achtung einflößte. Das war die jüdischnationale, studentische Selbstwehrgruppe. Von Tausenden jüdischer Studenten, hatten sage und schreibe an die. fünfzig dem Rufe zur Selbstwehr Folge geleistet. Kein Wunder, daß das wackere Häuflein sein Unternehmen als aussichtlos aufgegeben hat,- mit Bitterkeit im Herzen gewichen, ist Als in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der Zionismus die jüdische Jugend entflammte, da fehlte kein jüdischer Student, wenn es Verband 0emoHrati»cher ZionUUm - Union der Zioni«ten«»evUlon iten Am 6. Dezember, Vt9 Uhr abends, im Verbandsheim, II , Untere Augartenstraße : 8 Gr oße M akk a b ä c r fei er Festredner: Aboeor4neter Dr« Julius Reisx (Bratislava) Miiglied des iscbechos'owakischen Parlaments Mitwirkende: Oberlcantor <QertOR Mar 9 u II et / Qikir Tillir mmmmssssmmssamMimsmm^ Rlnhe'tlicber Pe^febeltrag S 1.«*