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Die neue Welt · 1931-11-20 · Heft 218 (20.11.1931) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 218 (20.11.1931)
Date
1931-11-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Telegramm Gr ey s an den r useis ch eu B o tsc traft er dm Jaihre 1916, in dem von der Uebernahme der inneren Verwaltung Palästinas durch die Juden die . Rede ist; einen Aiissproidi L1 o y d Georges in einer Kabineitssitzu>ng — übrigens von Dr. Weiizmaam seihst mitgeteilt —, in ,dem die Absidrt Englands, einen Judenstaat au errichten, erklärt wird. Wir erinnern itmmer wieder au diese Dinge, weil unsere Gegner der Welt beibringen wollen, England habe den Judenstaat n i e versprochen, und weil es .das, Ende der Bewegung: wäre, w eam d,i c Ju d e n da r a n irre würden, was Z i o n i s nvu. s' i s t. Denn: wenn. selbst alle Hoffmung auf rasche Erreiduirag. unseres Zieles schwindet und unsere Situation ungünstig ist, müssen, wir diesen Gedanken da uns seihst liegen und uns sagen: unsere Zeit wird kommen. Das ärgste ist der innere Verzicht. Wenn wir den Zielgodaiiken ausgeben, wozui da am der ganze Zionismus? Nur mm cdnige Juden im Orient aaiizaisiedeln, um dort ein neues Ghetto zu schaff eu, um etwas zu machen, was wir in Warschau oder Berlin viel billiger haben könnten? Nein! Eines muß für uns klar sein: Wienn es mns nidit gelingt, eine Millionens.ie.dJun.g zu sdiaffen, so ist der Zionismus sinnlos geworden, denn Zionismus ißt und bleibt die territoriale Lösung der Judenifrage. Deshalb sprechen wir von einer jüdischen Mehrheit in Palästina. Umd das' ist kein Extremismus, sondern unser midistes, immiitteiTibäres Ziel. . . (Wir bringen den zweiten Teil dieses hochinteressanten Referats und den abschließenden Versammlunigsberddit in der nächsten Nummer der „Neuen Welt".) Aus Frankfurt a* ML Die revisionistische Ortsgruppe beschloß am 4 November einstimmig, aus der Z. V. f. D. und Frankfurter, Z. V. auszutreten. Die im zionistische Haltung der Z. V. f. D. machte eine weitere Zusammenarbeit unmöglich. Die Frankfurter^. Revisionistische Organisation wird jetzt alle Kräfte freibekommen, die im Kampfe in der F. Z. V. absorbiert wurden, und wird sie für den Kampf um'den.Zionismus einsetzen. Um nicht durch den Ballast von nicht vollwertigen Mitgliedern in der Arbeit aufgehalten zu werden, wurde beschlossen, alle Mitglieder die nicht hundertprozentig dem revisionistischen Programm treu sind, auszuschließen. In diesem Winter wird die Hauptarbeit dem Kampfe gegen die Assimilation — die rote, bürgerliche und agudistische — gewidmet. Der Zionismus kann nur als revolutionäre Bewegung, die dauernd für ihre Ideale kämpft, groß werden. Der heutige Niedergang des Zionismus beruht auf der Verspießbiirgerlichung seiner Träger. Die Aufgabe des Revisionismus muß es sein, den Zionismus wieder zu revolutionieren. Es wird ferner eine weitverzweigte Kleinarbeit zur Bearbeitung einzelner Menschen für den Revisionismus eingeleitet. Ab Dezember wird jede Woche eine öffentliche Veranstaltungstattfinden, teils große Kundgebungen, teils Vorträge auf allen jüdischen Gebieten. Namhafte zionistische Führer und Wissenschaftler haben sich bereits zur Verfügung gestellt. Die beiden revisionistischen Jugendbünde ,Brit Trumpeldor" und „Herzliah", die zu de» größten jüdischen Jugendvereinen in Frankfurt zählen, haben es. sich zur Aufgabe gemacht, die Zahl ihrer Mitglieder bis Pessach zu verdoppeln und eine rege Agitation Für Tozeret Haarez, K. K. L. und den Tel-Chaj- Fonds durchzuführen. Interessenten, die an der von Dr. P. Arnsberg geleiteten Arbeitsgemeinschaft über das Wesen des Revisionismus teilnehmen wollen, werden auch auf diesem Wege gebeten, sich an folgende Adresse zu wenden: Dr. P. Arnsberg, W o 1 f g a n gstrafie 3 4, * Die am 1. November 1951 abgehaltene, von allen Mitgliedern besuchte Generalversammlung der Z e i r e- Misrachi-Revisionisten hat einstiramig beschlossen, den Namen des Bundes in „Revisionist i s c h e Jugendgruppe H e r z 1 i a h" zu ändern. Der Vorstand, bestehend aus den Gg. D z i alowski, Karpf und A. Deutsch wurde einstimmig wiedergewählt. Mit Befriedigung wurde von der Aus- Zeichnung der Gruppe durch' das K. K. L.-Büro für die b e s t e K. K. L*-A r b e i t Kenntnis genommen. Folgendes Programm wurde, für den Winter aufgestellt: Sonntag:. Fahrten der einzelnen Abteilungen: Sonntag, 8*/* Uhr: Die Gruppen im Zionismus (Ö. Dzialowski);. Montag, 8V2 Uhr: Führerkursus (Frankensteinerstraße Nr. l/IL); Dienstag, SVj Uhr: Zionistisches Abc (J. Karpf); Mittwoch, 8Va Uhr: Das revisionistische Programm (Referent H. Kaufmann); Dounerstag, 87s Uhr: Hebräisch; Freitag, 814 Uhr: Vorträge mit Diskussion; Sabbat, 4 Uhr: Aktuelles; Sabbat, 8V2 Uhr: Gemütliches Beisammensein. Die Veranstaltungen finden im Heim, Z e i 1 4 7/1, statt. Gäst ebei allen Zsuainmcnkünften willkommen! _ J. K. Leipzig. Die revisionistische Ortsgruppe eröffnet ihre Winterarbeit mit einem Vortrag von Dr. R a b i n 0w i c z, welcher voraussichtlich Ende November stattfinden wird. Bei dieser Gelegenheit wird auch durch Veranstaltung eines Teeabends Fühlung mit anderen zionistischen Kreisen gesucht werden. Anfangs Dezember wird Oberbaurat Stricker in einer größeren Versammlung sprechen, dann Herr R. Lichtheiiu. — Trotz größter Erschwerungen, ja sogar tätliche r B ed rohungen seitens anderer Jugend verbände, wurde mit der Errichtung einer B r i t T r u m p e 1 d o r - Jugendgruppe b e g o n n c n, die sich aussichtsreich entwickelt. — Die weiteren Bemühungen der revisionistischen Ortsgruppe gelten der Schaffung von neuen revisionistischen Zellen und Ortsgruppen in der weiteren Umgebung von Leipzig, insbesondere in den Städten C h e m n i t z, M a g d e b u r g und E r f u v t. Revisionistischer Stammtisch, Berlin. Die Revisios nisten Berlins treffen sich jeden Dienstag.ab 8 Uhr abends im Cafe Teich o w (1. Etage), Hardenbergstraße, direkt am Bahnhof Zoo. Auch die von auswärts in Berlin eintreffenden Revisionisten werden auf diese Einrichtung aufmerksam gemacht. T heater, Kunff und iiliillliiliiiililllillillilllll! Li t er a tur Jüdische Bühne. II., Praterstiaße 60. Freitag, den 20. d. gelangt das Lebensbild „Wiener Mädel" zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag, den 31. d., wiederholt. Sonntag, halb 4 Uhr: Nachmittagsvorstellung. Zur Axiffüihirun-g gelamgt die Komödie „Zigeuner p r i n z". Kinderbeschenkung. Täglich Einheitspreise von 1 und 2 Schilling. Gastspiel M. Siegler. Im Neuen Jüdischen Theater (Hotel Stefanie, 11., Taborstraße 12, Telephon R-44-501) beginnt das bekanute jüdische Ensemble M. Siegler mit den jugendlichen Stars Sevilla Pa'stor und Erna Siegler sein diesjähriges Gastspiel Freitag, den 20, November. Zur Erstaufführung gelangt das Volksstück mit Musik „Das schwarze Mädel". Karte» im Vorverkauf im Restaurant Operer, Hotel Stefanie und an der Abendkassa. Beginn der Vorstellungen täglich %9 Uhr. Jüdische Künstlerspiele, Theater Reklame, Wien, IL, Praterstraße 34, Tel. R-40-0-94. Ab Freitag, den 20. November, „S i m c h e 1 e", Komödie in drei Akten, mit Gisa Heiden, S. Prisament und M. Zelniker in den Hauptrollen. — Sonntag, nachmittags 5,30 Uhr, Vorstellung zum Einheitspreis von S 1.10, Kinder 50 Groscheu. Für Kinder diverse Ueberraschungen. Mitwirkende: A. Lehrer als Gast sowie die Damen Weintraub, Graf, Meiseis und Weißberg und die Herren Sigal, Schnatmann, Weizmann u. Der Komödiant heißt das neugegründete jüdische Revue-Theater, welches am Sonntag, den_ 22. d., sein Gastspiel im Saale des Cafe" Donaupark, XX., Gausplatz, beginnt. Als Gäste treten auf Ida W. Zwilling und M. Weitz. Vorstellungen finden jeden Freitag, Samstag und Sonntag statt. iidildhe Sport« und iliiiilillllll Turnbeweguii» Hakoahs Heffbslmeistevsdialis§ai§on abgeschlossen Im letzten Spiel der Herbstmeisterschaft holte sich die Hakoah gegen A u s t r i a eine empfindliche 1 :6-Niederlage. Obwohl die Krieauer wieder den Fehler begingen, die in letzter Zeit gut bewährte Aufstellung der Mannschaft umzuändern, steht noch fest, daß die Austrianer bedeutend besser waren und ihr Sieg, wenn auch nicht in diesem Ausmaße, vollauf verdient war. Im Sturm der St. Veiter stand der Internationale S i n d c 1 a r, dem die Hintermannschaft der Blau- Weißen nicht gewachsen war. Ueberies war Lowy äußerst nervös und ließ auch einige haltbare Bälle passieren. In der Deckung gefielen Hoß und PI ätsch ek, während sich Mausner auf diesem Posten nicht bewährt. Der Angriff, den man in immer wechselnder Aufstellung spielen läßt, ist noch immer das Schmerzenskind des jüdischen Vereines. Der einzige Mann welcher unermüdlich aiibeitete, Bälle verteilte und den Angriff immer nach vorne riß, war E i s e n h o f f e r. Mermelstein, Donnenfeld waren schwach und von den beiden Flügelstürmern sah man ebenfalls keine besonderen Leistungen. — Gleich nach Beginn bietet sich der Hakoah eine glänzende Chance, die aber von Mermelstein nicht ausgenützt wird. Einen Fehler Löwys nützt Spechtl zum ersten Treffer aus. Bis zur Pause schießt Austria drei weitere Goals, während sich die Hakoah- Stürmer vor dem gegnerischen Tor als vollkommen schußunfähig erweisen. Nach der Pause finden die Blau-Weißen, die einige Umstellungen vornehmen, mehrere günstige Schußgelegeuheiten, die aber wieder der Nervosität Mermelsteins und Donnenfelds zum Opfer fallen. Mausner geht im Sturm vor, Donnenfeld wird zurückgezogen und Heß tauscht mit Platschek den Platz. Aber alle diese Maßnahmen bleiben "wirkungslos. Einen Freistoß aus 40 Meter Entfernung läßt Löwy passieren und aus einem Fehler Löwys entsteht auch der sechste Tiefer. Den einzigen Treffer der Hakoah schoß Feldmann aus einem Elfer. - Hakoah stellte folgende Mannschaft: Löwy; Amster. Feldmann; Heß, Platschek, Mausner; Grünfeld, Mermelstein, Eisenhoffer, Donnenfeld, Fischer. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, mit dem Trainer der Hakoah Dietrich zu sprechen. Trotz der empfindlich-■! Niederlage gegen Ausiria ist Dietrich mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Er weist darauf hin, dal? Austria ein vorzügliches Spiel lieferte, dem auch ein anderer Gegner nicht standgehalten hätte. Er hofft, daß die Blau-Weißen bis zum Frühjahr bedeutend stärker sein und sich die Erstklassigkeit erhalten werden. Akademische Sektion der „Hakoah". W< A. C. komb.—Hakoah-Akademiker 5:3. Der spielstarke iW, A. C. (Amateure)» der fünf Reservespieler der ProFi«

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