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Die neue Welt · 1931-10-30 · Heft 215 (30.10.1931) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 215 (30.10.1931)
Date
1931-10-30
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 2t$ }<OXsZSXl MANTF i MMM II B. f/iVj Astrachan-PIUschmantel S^ffi^Ss Engl. Reinwoll-Tweed-Mäntel sPoru»sson, , in schönen Modefarben...........S 39.50, Schwarze Frauen-Mäntel, at]S Tuc», Velours oder Ottoman, ganz gefüttert und watteliert, t- 59.50, Elegante Tuch-Mäntel, reifhpeiwerbri%%eso\ Der Mode-Diagonal-Mantel, «m echtem bisamkragen, «anz auf Seide......... S 125.—, Reinwoll-Tweed-Kleider, mit breitem uckgürtcl und aparter Garnitur, alle Größen . . nur S 29, 29. 49, 79, 98. 19, . nkoöSJ ^N^i^ä \^^d<^täiatl Nutria-Lamm-Mäntel, ganze Feile s 197.-, 149.— Moire-Fchlen-Mäntel, Äe,?Äu^ 159.— Feh-Kid-Mäntel, ganz gefüttert* ganzeFe,,I 189— Seal-Electric-Mäntel, fSS^SSt'i 198.- 1n — mu.&.i ersikl. Ktirschner- Echte Bisam-Mäntel, arbeit, ganz ptme quiert, watteliert u. Crfipe-de-Chlne gefüttert. S K. Seiden-Crepe-Mongolkleider nur s 29.50 mit Volants und Fichu-Garnitur, modernste Fasson Anläßlich der Anwesenheit des amerikanischen Koni« ponisten Fi'cdrick Jacobi wird das Konzert mit dem Streichquartett des Komponisten eröffnet. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums teilt, da ihr irrtümliche Gerüchte bekannt geworden sind, hiedurch mit, daß die von ihr heraus* gegebene „M onatsschrift für Geschichte und Wissenschaft de s Judentums" nach wie vor regelmäßig erscheint. Die Monatsschrift, die mit dem Dezemberheft ihren 75. Jahrgang beendet, wird vom Jänner 1932 an sogar in einer gefälligeren Ausstattung, vor allem in weniger kompressem Druck, herausgegeben werden. Der Herstellungspreis wird dadurch nicht erhöht, sondern verbilligt. Wenn, ihre Mitglieder ihr treu bleiben, und der Zuwachs an Mitgliedern sich in dem gewohnten Umfang hält, hofft die Gesellschaft, ihre Leistungen wie bisher aufrechterhalten zu können. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt die Geschäftsstelle . der Gesellschaft: Berlin*Schöneberg 1, Belzigerstraße 46, II, 2. entgegen. Verein für jüdische Geschichte und. Literatur in Wien, II., Ferdinandsstfaße 23/8. Montag, den 2. Noveni* her, im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Prof. Dr. Samuel Kr aivß: „Die; jüdisch.e Wissenschaft auf dem Leidener Orieatalistenkongreß (1931)". Beginn . halb 8 . Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Hilda Dulitzkaja wieder in Wien. Auf Ersuchen der Künstlerin teilen wir der Oeffentlichkeit mit, daß Hilda Dulitzkaja nach langjähriger Abwesenheit dauernd in Wien bleibt und den jüdischen Vereinen für sämtliche Veranstaltungen zur Verfügung sieht. Adresse: Wien, VII., Stuckgasse 13, Telephon R*40*9*37. 00 Wir erhalten die nachstehende Zuschrift, die sich mit der Not des jüdischen Künstlers be* schäftigt: „In einer Zeit, da man schwer um seine Wirtschaft« liehe Existenz kämpft, da eine furchtbare Krise die ganze Welt beherrscht, hat kaum jemand Lust, sich mit der Not der j ü d i s c h e n K ü n s 11 e r zu beschäftigen, die ganz besonders hart getroffen sind. Die bevorstehende Saison steht für den jüdischen Vortragskünstler und Sänger unter Festsaal 220 Sitzplätze Vortragssaal zirka 150 Sitzplätze für Veranstaltungen, Versammlungen, Vor~ träge, Konzerte, Konferenzen etc. BeratungszimmGf gegen mäßiges Entgelt zu vergeben Auskünfte: Verbandsheim II.» Unter« Augartenelr.38 außerordentlich traurigen Auspizien. Aber da ich glaube, daß wir nicht das Recht haben, achtlos an dieser Er* scheinung vorüberzugehen, will ich einige Worte hiezu sagen. Im bevorstehenden Winter wird schwerlich die Mög* lichkeit einer großen repräsentativen Veranstaltung vor* handen sein und so werden wir wahrscheinlich von der Beschämung bewahrt bleiben;*1>ei einem groß aufgemachten „hebräischen Abend" nichtjüdische Künstler, arrivierte Namen mit hohem Bemühen und nicht minder hohem Honorar Hebräisch und Jiddisch singen oder Werke jüdi* scher Musik dirigiert zu hqren. Die Aufnahme seitens des Publikums ist bekannt: Das erste" Konzert bis an den Rand voll, das zweite schön halbleer. Nach der ersten Enttäuschung besann sich das Publikum auf den Sinn eines jüdischen Konzertes, in welchem es eben die Inter* pretation jüdischer Werke durch den. im-, jüdischen Geist erzogenen ,ünd mit ihm verwoberieri jüdischen Künstler erwartet- —• und. vielleicht gerade durch den noch nicht arrivierten, .unbekannten, der>jseme Aufgabe gewiß ehren* voll bestariden hätte. Die verschiedenen Veranstalter glauben es beson* ders schlau anzustellen, wenn sie, die Meister, einen ihrer Schüler placieren, indes der arme Teufel von einem jüdi* sehen Künstler, wenn er nicht aus der Schule eines „an* erkannten Meisters" stammt, ganz einfach durch die Finger sieht, ganz abgesehen davon, daß er um einen kärglichen Verdienst kommt, von dem er übrigens selbst verschämt schweigt. Zuerst ist er gut genug, ohne Honorar da und dort bei kleineren internen Vcreihsvcranstaltungen aufzutreten, dann aber wird er, der so oft selbstlos mit* gewirkt hat, als nicht genug attraktionsfähig beiseite ge* schoben und an seine Stelle ein nichtjüdischer „Star" gegen hohes Honorar gesetzt. Und, um solche zu sehen, be* suchen wir schließlich keine zionistische Ver* anstaltung. Vielleicht bedenken diesen Umstand diejenigen, die jetzt im Begriff sind, Abende jüdischer Kunst zu arran* gieren. Pia Klein. Jüdifdie Sport« und iiiiilliliiili Turnbewegung Unverdient hohe Niederlage der Hakoah Die Hakoah ist heuer von argem Pech verfolgt. In sieben Spielen nur einen einzigen Punkt zu erringen, das ist dem jüdischen Verein bisher' noch nie passiert. Wenn man bedenkt, daß gerade dieser eine Punkt gegen einen der stärksten Ligaklubs, Vicnna, erzielt wurde, so ist es der beste Beweis, daß die Mannschaft nicht so schlecht ist, wie ihre Placierung lautet. Gegen A d m i r a mußte die Hakoah ohne die verletzten Spieler Feldmann und Stroß antreten. Außerdem mußte Grünfeld, der bereits eine Hälfte des Reservespiels erledigt hatte, im letzten Moment herangezogen werden. Die Hakoah unterlag 0:5 — ein Resultat, das eigentlich einen Klassenunterschied ausdrückt. Aber gerade das ist nicht der Fall. Die Blau=Weißen leisteten nicht nur hef* tigen Widerstand, sondern konnten oft genug das Spiel in die gegnerische Hälfte tragen. Die Stürmer schössen sogar sehr fleißig, doch gelang es dem Admira»Tormann, alle Schüsse abzuwehren. Drucke r, der die Stelle Feldmanns einnahm, versagte auf diesem Posten. Mindestens drei Goals sind auf die Hilflosigkeit der Hintermannschaft zurückzuführen. Löwy trifft aber an der empfindlichen Niederlage kein Verschulden. In der Deckung gefiel Platschek und Heß,'während Breit* feld infolge, einer Verletzung stark gehandikapt war. Im Angriff überraschte Eisen hofer als Mittelstürmer. Mausner spielte zu egoistisch, Ehrlich kam gegen die körperlich überlegenen Gegner nicht auf. Während des Spieles hatten die Stürmer zahlreiche günstige Tor* chancen, die aber linausgenützt blieben. Hakoah trat in folgender Aufstellung an: Löwy; Amstcr, Drucker; Breitfeld, Platschek, Heß; Ehrlich, Grünfeld, Eisenhof er, Matisner, Fischer. Im Rcservespiel siegte Admira ebenfalls, und zwar 3:0. Kommenden Sonntag spielt Hakoah auf dem Tschechischen Herz-Platz gegen den alten Rivalen S1 o« •van, der mit drei Punkten den vorletzten Platz in der Tabelle einnimmt. Hakoah wird, um den Anschluß nicht an die anderen Klubs zu verlieren, alles daransetzen müssen, erfolgreich zu bleiben. Die akademische .Sektion Hakoah, die bekanntlich zwei 'komplette Fußballmannschaften besitzt, sucht zur Komplettierung einer spielstarken dritten Mannschaft nur wirklich gut spielende Akademiker. Anmeldungen jeden Montag und Freitag zwischen V23 und 1h6 Uhr beim Training auf dem Hakoah-Platz (Krieau). — Hakoah «Akademiker. Mittwoch, den 4. November, 8 Uhr abends, findet die Generalver» s a m m hing der Hakoah-Akademiker im Klub* heim Cafe Atlashof, I., Wiesingerstraße 11, statt. Zutritt nur gegen schriftliche Einladung der Sektionsleitung. „Hasmonea" spielt Sonntag, den 1. Novera* b e r, um 10 U h r vormittags auf dem „Straßen* b a h n e r * P 1 a t z" (B*, Bk*, 3er, 5er und V*Wagen, End* Station). Meisterschaft gegen „Weiße Elf". Vor* her die Reserven. Hasmonea, die vorige Woche in der. Meisterschaft spielfrei war, trug Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen die Döblinger Fortuna aus und siegte 6:4. Die Gegner stellten eine starke Mannschaft und führten bis Seitenwechsel 4:2. Bei den Siegern wirkte der Exhakoahner Fried, mit, der sich gut einführte. K e s 11 e r nnd Reich haben sehr gut gespielt. Die Tore erzielten Wochen-Kalender Oktober 1931 wn 3"<nn Cheschwan 5692 30 Freitag Sabbateingang 4.35 31 Samstag 20-D Sabbatausgang 5.35 nna rwm tsen »kti lNov. Sonntag 21-*o 2 Montag 22-33 3 Dienstag 23-» 4 Mittwoch 24-n3 5 Donnerstag 25-nD

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