Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 5 (1931)
- Issue
- Heft 211 (2.10.1931)
- Date
- 1931-10-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. m ECKSTEINE FAMILIEN-PENSION Restauration, Kaffeehaut / Täglich S-Uhr-Tee SEMMERING SStfKttKffi!?»«* Mäßige Preise, vorzügliche Kiiche, Zimmer mit Pension S 12.— aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm¬ und Kaltwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-24 münzen hamstern, herrscht. Dies hat zunächst zur Folge, daß die Preise für Nahrungsmittel und andere Bedarfsartikel um 10 Prozent gestiegen sind. Die Großhändler zögern, Handelsgeschäfte auf Dauer zu tätigen. Bis 1927 war die palästinensische Währung (kis ägyptische Pfund, das einen Wert von etwa 21 Schil* Iing hat. Im.April 1924 ernannte die Palästina-Regierung eine Kommission zur Beratung über die Schaffung einer eigenen Palästina» Währung. Grund hiefür war, daß Palästina jährlich eine große Geldsumme dadurch verlor, daß die Zinsen für die in Palästina umlaufenden Noten der Nationalibank von Aegypten, nicht aber der Palästdna-Verwaltung zugute kamen. In einer offiziellen Verlautbarung lueß es, daß die Palästina- Währung durch Schaffung eines Zusammenhangs mit der britischen Währung volle Stabilität erlangen solle. I» einheimischen Wirtschaftekreisen wurde die Angleichung der lokalen Währung an die britische Währung kritisiert. Die Jaffaer jüdische Handelskammer lenkte in einem Beschluß die Aufmerksamkeit des High Commlsßioner darauf, „daß das Pfund eine zu hohe Geldeinheit für Palästina ist"; es wurde um die Einführung einer geringeren Währungseinheit ersucht. Ungeachtet dieser Opposition wurde die a«ef dem Pfund basierende Währung am 1. November 192? durch eine Kabinettsorder eingeführt. Es wurde in London ein Palestine Currency Board vom Kolonienminister gegründet, der die Lieferung der Stücke der Palästina-Währung vorzunehmen und deren Umlauf zu kontrollieren, auch sonst die Währungsinleressen Palästinas wahrzunehmen hat. Die Palästina-Währungs-Order sieht für die Pfund' Goldmünze eine Standard-Gpldraenge von 123,27447 Gran vor. Die früher in Palästina in Umlauf gewesene ägyptische Währung ist seit Ende März 1928 Kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Für den judisdhen Studenten Mensa academica judaica. Der Küchenbetrieb der Mensa academica judaica, IX., Zimmermannplatz 8, wird Montag, den 5. Oktober d. J., um 12 Uhr mittags, wieder eröffnet. Nachhilfeunterricht für Mittelschüler. Hofmeister, Hauslehrer für Nachhilfeunterricht in allen Mittelschultypen, mit Kenntnissen fremder Sprachen, vermittelt prompt und unentgeltlich der Jüdische Hoch« schulausschuß, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, Tele* phon As25*2?28. Telephonischer Anruf oder Postkarte genügt. ^_ Großes Zioni§tflsdie$ Meeting Zur Eröffnung des zionistischen Arbeits jahres findet Dienstag, den 6. Oktober, 8 Uhr abends im Hotel Continental, II., Taborstraße 4, ein großes Meeting statt, welches von den zionistischen Verbänden (Allgemeine Zionisten, Verband demokratischer Zionisten, Zionistische Frauenorganisation „Wizo", Hitachduth, Misrachi, Poale Zion, Radikaler Verband) gemeinschaftlich veranstaltet ward. ' Dr.sKrüger*Heim, Internat für jüdische Mädchen. Zweijährige Fachschule für Frauengewerbe. Rituelle Koch* kurse. (Beginn 15. Oktober.) IL, Malzgasse 7. Tele» phon As48*0*77. „Von der kommenden Olympiade." Zu unserem uuter dem genannten Titel erschienen Bericht in der Nr. 210 werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß der Makkabi-Weltverband seit über einem Jahr von der Zionistischen Exekutive subventioniert wird. Gymnastikschule Gertrud Kraus. Die Einschreibungen in die Kurse der Tanzkünstlerin Gertrud Kraus; VI., Mariahilferstraße 53, Tel. B-22-1-75, haben bereits (begonnen. Jüdische Vereine und Gruppen erhalten geschlossene Kurse bei ermäßigten Preisen. Unsere geschätzten Leser werden auf die jüdische Buchhandlung Hermann Tuchner (siehe Inserat) besonders aufmerksam, gemacht, wo für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher, auch antiquarisch, zu ermäßigten Preisen erhältlich sind. Leihbibliothek eröffnet. 10 Groschen täglich. Keine Nebengehühren. Für Anfragen Telephon R-41-4-20. E Beamtin ntlerSl»tle^tin(Jiiriini findet Kost und Quartier in gut bürgerlichem Haus gegen mal iges Honorar. Telephon-Mitbenutzung, Zuschr. unter »Praterviertel«4 an die Expedition. ■ Hebräischen Unterricht H an Anfänger und Fortgeschrittene erteilt bekannter, H erstklassiger Pädagoge gegen mäßiges Honorar. H Zuschriften erbeten an D. Weinstein für Siegel, ■ II., Stuwerstraße 50/14. Theater/ Kunf4 und Hilllillllllillllllllllllllllliii Li t c f a-t u r* Prof. Julius Wolfsohn hat in der Sommerzeit einige neue Werke vollendet. Vor allem einen Album für die jüdische Jugend, der in zwei Bünden zwanzig Charakterstücke für kleine Kinder enthält. Dieses Werk wird mit einem erläuternden Vortrag bei einer Veranstaltung nur für Kinder von sechs bis zwölf Jahren in der nächsten Zeit aufgeführt. Ferner schrieb er zwei Violiurr-tiickc. betitelt „An der Wiege" und „Vertraute Klänge" — durchwegs im Tropstil und \olkston gehalten. Schließlich vertonte er auf persönliche Empfohlung des Dichters das berühmte Gedicht „Schlaffl'icd für Mirjam" von Richard Beer-Hofm a n n. Auch diese Kompositionen werden heuer aufgeführt. Jüdische Bühne, IL, Praterstraße 60. Freitag, den 2. Oktober, die dreiaktige Komödie „M i n k e o f B r o a d* way", In der Titelrolle Rachel Rosenfeld. Das Stück bleibt bis 8. Oktober auf dem Spielplan. Beginn %9 Uhr. Volkstümliche Preise. Volkstümliches Konzert. Wie nicht anders zu erwarten, fand der bekannte jüdische Tenor J. Segal- Rosenbach als Interpret jüdischer und hebräischer Lieder am jüngsten volkstümlichen Abend viel Beifall. Auf dem Programm standen u. a. Kompositionen von Milner, Jassinowski, Roskin, Golub, J. Engel und Kipnis. Prof. J. Zimbler, der vorzügliche Geiger, wurde finden Vortrag moderner jüdischer Kompositionen (Achron. Bloch, Brown, Engel) mit reichem Dank belohnt. Die uianistisehc Besrleitiinsr besorgte der talentvolle Kapellmeister Rudolf Beck. Es war ein gelungener Abend, für den dem Veranstalter Segal-Rosenbach Anerkennung gebührt. Jüdisches Symphonie-Orchester in Amerika. In Boston wurde ein Jüdisches Symphonie-Orchester in voller Besetzung gegründet. Es ist dies die einzige derartige Institution in Amerika. Der Gründer ist der von seiner Wiener .Tätigkeit her bekannte Prof. S. B r a sslavsky, der als Dirigent für das Orchester berufen wurde. J&diCdfee Sport* umd iiniiiiiiui Turnbeweguifitg* Von der Hakoali Gegen F. A. C. 0 :1 verloren Nach dem guten Abschneiden in der zweiten Liga hätte man erwartet, daß die HakoahsMannschaft sich auch in der Oberliga behaupten wird. Wenn das bisher nicht geschah, so liegen die Ursachen darin, daß man. mit der Mannschaft viel zu viel Experimente macht. Man zog Verstärkungen aus Amerika heran, was dem Gefüge der BlauAVeißen nicht sehr gut tat. Der ehemalige Hertha* Spieler Ditrich wurde als Trainer verpflichtet; ob er ge* rade der richtige Mann für diesen Zweck ist, wird sich in kurzer Zeit erweisen. Die Mannschaft hat noch keinen einzigen Punkt erobern können und steht unter ziemlich trüben Auspizien auf dem letzten Platz in der Tabelle. Wenn die bisherige Unproduktivität der Hakoah*Stürmer andauert, ist auch kaum abzusehen, welchem unmittelbaren oder weiter entfernten Tabellennachbar Hakoah Punkte abjagen könnte. Dabei ist die Mannschaft gar nicht so schlecht, wie ihre Placierung vermuten ließe, und selbst die Stürmer sind ganz tüchtige Fußballer, denen nur ein guter Führer fehlt. Im Lager der Hakoah braucht man aber nicht die Hoffnung aufzugeben. Man muß bedenken, daß die große Hakoah durch die seinerzeitige Massenabwanderung von Spielern aufgehört hat zu bestehen und daß eine neue Hakoah gebaut werden muß. Dazu gehört Zeit und Ge* duld. Ein Sieg würde genügen, auf daß die Mannschaft das Vertrauen zu sich wieder gewinnt. Daß das Spiel gegen F. A. C., in dem Hakoah 0:1 unterlag, die Ans hänger in Verzweiflung brachte, ist kein Wunder. Die Blau*Weißen waren ihrem Gegner glatt überlegen und es schien schon, als ob Hakoah wenigstens einen Punkt an sich reißen würde, als es knapp vor Schluß dem F. A. C. gelang, durch einen Treffer siegreich zu bleiben. Schuld* tragend an dem Mißerfolg war der Angriff, dessen Stürmer sich in unnütze Dribbeleien einließen. Mit so vielen Torchancen, wie sie Grünwald und Mausner ver* gaben, hätte man fast ein halbes Dutzend Spiele gewinnen können. Am besten konnte noch der Verteidiger F e 1 d* mann entsprechen, der die meisten Angriffe der Gegner zurückschlug. Hakoah trat in folgender Aufstellung an: Oppenheim; Amster, Feldmann; Heß, Drucker, Platschek; Grünfeld, Grünwald, Mermelstein, Mausner, Eisenhoffer. Hakoahs nächster Punktekampf Kommenden Sonntag bestreitet Hakoah den vor* verlegten Punktekampf gegen Sportklub. Die Dorn* baqher befinden sich trotz schlechter Placierung . in der Tabelle in glänzender Verfassung und sind für jeden Verein ein schwer zu bezwingender Gegner. Aber gerade gegen Sportklub hat sich Hakoah immer gut gehalten und es ist zu hoffen, daß es den BlauAVeißen gelingen wird, wenigstens einen Punkt zu erringen. Die Grazer Hakoah siegte in der Meisterschaft gegen Südbahn 6:0. In einem HandbalUFreundschaftsspiel siegte Hakoah über .die erst* klassige Vienna 7:5. Die Damen unterlagen in der Meister* schaft gegen die Vjenna*Damen 0:5. Löwy bei Hakoah. Um die Mannschaft zu ver* stärken, hat die Hakoah den bekannten Tormann des Budapester Vereines, Vivo Löwy, verpflichtet, Er hat bereits bei der Hakoah trainiert und sehr gut gefallen* Verband demokratischer Zionisten, Gr.VI-VIH Sonntag, den 4. Oktober 1931 um 7 Ubr abends im Cafe Helenenhof, VII, Siebensterngasse 42-44 Simcfoath-Thora- Feier mit reichhaltigem Programm Gäste willkommen! Regiebeitrag 30 Groschen Außerdem wird Hakoah in den nächsten Tagen einen bc* kannten Verteidiger verpflichten. In der HockeysMelsterschaft siegte Hakoah gegen Arminen 3:0. Die Tore erzielten Kohn, Lehrfeld, Uhlmann. Im Reservespiel blieb Hakoah 5:0 erfolgreich. Die Damen unterlagen gegen W. A. C. 3:0. Schwimmklub Hakoah. Für das am 31. Oktober und 1. November 1951 um 8 Uhr im Dianabad stattfindende Internationale Schwimmfest hat der Schwimmklub II a k o a h die Wettbewerbe bereits ausgeschrieben. Die Veranstaltung findet nach den Regeln und mit Genehmigung des V. Oe. S. statt. Ort der Austragung: Dianabad, Wien, II. (Sporthalle). Badcverhültnissc sind bekannt. Falls Vorkämpfc notwendig sind, werden diese durch das offizielle Organ des V. Oe. S. („Sport-Tagblatt") rechtzeitig bekanntgegeben. Ncnngekl per Kopf und Bcwerb: 50 g, Reugeld S I. Nennungsschluß: Freitag, den 23, Oktober, 12 Uhr mittags. Nennungen sind zu richten an-: Sehwimmklub Hakoah, Wien, L, Wiäsiugcrstraßo 11. Auf dem Kuvert ist der Vermerk: „Nennungen zum Schwimmfest" anzuführen. Eröffnung der Meldungen und Auslosung der Startplätze: Freitag, d?n 23. Oktober, 21 Uhr abends, im Klubheim der Hakoah. iL Wiesingerstraße II. Hasmonea und Mai<kabi. In der zweiten Liga gelang es Hasmon e a, den Bezwinger Simmerings 2:1 abzu* fertigen. Die jüdische Mannschaft war ihrem Gegner glatt überlegen und hätte bei mehr Glück ein vielbesseres Ergebnis erzielen können. Bei den Siegern wirkte zum erstenmal der Ex*Hakoah*Verteidiger B e r s o n mit gutem Erfolg mit. Zusammen mit Feldmar gab er ein erst* klassiges Backpaar ab. Die Deckung unterstützt© wirk*, sam den Angriff, im Sturm fehlte zwar Kestler, trotzdem wurde gut kombiniert. Die Tore erzielten Naumann und B 1 e i b e r g. Durch diesen Erfolg hat Hasmonea in der Tabelle Gersthof und Frem überholt. Hasmonea stellte folgende Mannschaft: Kohn; Feldmar, Berson; Strohss, Rotter, Sternbach; Arm, Bleiberg, Neumann, Posauner, Reich. — Makkabi kämpfte gegen Westmark 2:2 unentschieden. Beide Tore erzielte Lutz. Hasmonea spielt Sonntag, den 4. Oktober, um 344 Uhr nachmittags gegen Vorwärts 06 auf dessen Platz in Favoriten. Verband demokratischer Zionisten. Die Vortragsreihe der heurigen Saison wird Mittwoch, am 7. Oktober, durch den hervorragenden Kenner der jüdischen Geschichte Herrn Rabbiner Dr. Armand Kaminka mit einem Referat über „Abbee Gregoire", den Vorkämpfer der Rechte der Juden in der französischen Revolution, eröffnet. Der 100. Todestag Abbee Cregoires wurde in diesem Jahre gefeiert. Der Vortrag findet im Vcrhands-heim, II. Untere Augartenstraße 38, um halb 9 Uhr abends statt. Regiebeitrag 20 Groschen. Verband zionistischer Mittelschüler. Die nächste Zusammenkunft der Lagerteilnehmer findet Samstag, den 4. Oktober, um 8 Uhr abends im Heim, IL, Krummbaumgasse 8, statt. Anläßlich Simchat-Thora heiteres Programm. Revisionistischer Jugendklub. Nächste Zusammenkunft Donnerstag, den 8. d. M., um 8 Uhr im Heim, IL Untere Augartenstraße 38. Verband zionistischer Hochschülerinnen. Mittwoch, den 7. Oktober 1. J., findet der erste postferdale Konvent statt. Alle Bundesschwesteroa werden ersucht, pünktlich um 8 Uhr abends im. Heim, IX., Türkenstraße 9, zu erscheinen. Zionistische Jugendgemeinsdiaft „Brith Herzl" Provisorisches Heim im separierten Räume der Votksbliothek „Zion", Wien, IL, Kleine Mohrengasse 3a. Wochenprogramm: Samstag, 3. Oktober, halb 4 Uhr nachm.: Mädchensichah. Sonntag (Sirachath Thora), viertel 5 Uhr nachm.: Siohah der Kwuzah Beth. 7 Uhr abends:' Plenarversammlunig. Anschließend interner Heimaibend. Montag, 8 Uhr aibends: Siohah der Kwuzah Beth. Dienstag, halb 8 Uhr abends: Zusammenkunft im Heime. Liederabend. Chorproben. Mittwoch, 8 Uhr abends: Sichah der Kwuzah Alef (Achwah). Donnerstag, 8 Uhr abends: Chorabend. Gäste herzlich willkommen! Histrndruth iwrith, II., Kl. Mohrengasse 3. Sonntag, den 4. Oktober, 8 Uhr abends, findet die ordentl, Generalversammlung der Histadruth mit nachstehender Tagesordnung statt: 1. Referat „B a t n u a h Haiwrifh": Prof. Jona Gelernter. 2. Rechenschaftsbericht: Seil, KamiL 3. Diskussion. 4. Wahl einer neuen Leitung. Mahnondes-Institut, Praterstraße 11, Das Winter« aemester beginnt am 5, Oktober« Die Vorträge sind vor»