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Die neue Welt · 1931-09-18 · Heft 209 (18.9.1931) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 209 (18.9.1931)
Date
1931-09-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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ftr. W DJB NEÜE WELT Seftf ff Da gibt es kein Zögern! Bei diesen Schiff mann-Preisen müssen Sie kaufen! Wachst^ mm, Re#t* per Meter,99 GHRC|M| KunstWr-Vorhinge, dreiteilig, reich tamburiert, S 8.90, 4.50, S Fenster-Stores mit Motiren, Klöppel-Einsatz »ml Spitzen.......... . S 8.90, 6.90, 8 3*80 3?o .Unser Schlagers. flohnlff" dcr QuajU§te£uJbqden}>elt»g „UcUUlU 200 breit, II. Wahl, pro Ar S Echtes Kork-Linoleum, neue Muster, 200 breit, pro m* .............. S 2.w 520 0.40 Gobelin-Ueberwürte, mehrfarbig. S 24.90, 1930, S Doppel-Bettdecken, in Batist und Etamin, gestickt, mit Motiven, Klöppel-Einsätzen und <f «fl'M Spitzen..........S 29.50, 17.90, Sil Tischteppiche, Größe 200/300, Schafwolle und t Boucle, mehrfarbig......S 79.—, S ## Velour-Teppich«« Größe 200/300 . . . S 89.—, S 79' Montag, 21. September (Jon>Kippur), ganztägig geschlQsisen! jS^n^LT^S stina wärmsbüö Dank. Die Kunst, an neb, kennt keine Grenjten religiöser oder politischer Natnf. Ander» ahc ■ die Künstler, die unter sich durch religiöse und heimatliche Fäden gebunden sind, Ich habe mich zwar stets als Deutscher gefühlt, nicht weniger aber hatte ich das Gefühl meiner Zugehörigkeit zum Judentum. Ich ©mPfinde es darum als eine große Ehre, daß 'mir. die palästinensischen Künstler durch Sie als ihrem Vorsitzenden die Liebe zu meinem künstlerischen Schaffen übermittelt haben. Aus Anlaß meines Geburtstages hat mir der berühmte deutsche Schriftsteller Herbert Eulenberg s«in Bnch über Palästina, das eine begeisterte Würdigung der zionistischen Aufbauarbeit enthält, zugesandt. Diese Würdigung verdient, besonders vermerkt zu werden, da der Verfasser ein Katholik ist. Obwohl ich nicht Zionist bin — ich gehöre einer früheren Generation an — gilt mein großes Interesse den erhabenen Zielen des Zionismus. Mit dem Wunsche für weitere Entwicklung und Gedeihen und mit Dank zeichne ich ergebenst Max Liebermann." Eine Stunde jüdischer Musik. Die Beograder Radiostation veranstaltet Samstag, den 19. September, 9,50 Uhr abends, eine Stunde jüdischer Musik, ausgeführt von Arnold Grußmann, Oberkantor in Belgrad, und Violinvirtuosen Vladimir Slatina. Eine Publikation des Völkerbundes Wie wir bereits berichtet haben, hat das Völker* bundsekretariat in Genf eine Broschüre unter dem Titel „Der Völkerbund, seine Aufgabe und Organisation" auf Anregung des Vertreters der pol* nischen Regierung beim Völkerbund auch in Jiddisch und Hebräisch erscheinen lassen. Diese Publikation jst für die Lehrerschaft in den einzelnen Ländern bestimmt. Das Genfer Sekretariat übersandte der „Neuen Welt" Exemplare des erwähnten Buches in jiddischer und hebräischer Sprache, das im wesentlichen folgende Ab* schnitte enthält: 1. Der Völkerbundpakt; 2. Organisation und Tätigkeit des Völkerbundes (Mitglieder, Allgemeine Ubersicht, Politische Organe, Plenarversammlung, Rat), AdministrativsOrgan, Ständiger Rat; 3. Hilfsorganisation; 4. Minderheitenschutz; 5. Freistaat Danzig; 6. Autonome Organisationen; 7. Internationale Arbeits* konferenz; 8. Koordinierung der Arbeit. Bekanntlich hat bereits im Jahre 1926 der Völker« bundrat beschlossen, ein Expertenkomitee mit dem Auf* trag zu betrauen, die heranwachsende JugepcJ mit den Zielen des Völkerbundes bekannt zu machen. Diese Aufgabe ist jetzt verwirklicht worden. Durch die Herausgabe der Völkerbundschrift werden die Lehrer in den Gebieten der jüdischen Massensiedlungen die Möglichkeit haben, der jüdischen Jugend die Ziele des Völkerbundes, das die Arbeit der M a n d a t s m ä c h t e kontrolliert, vor Augen zu führen und in diesem. Sinne auch mit dem Verhältnis1 des-jüdischen Palästina zum Mandatar England vertraut zu machen. „Von der Holbein-Bibel zur Amsterdamer Hag^ gadah'S heißt der sehr lehrreiche Aufsatz den Habel Wisch nitzer in dem soeben erschienenen Heft (1er Monatsschrift für Geschichte und Wiss eu* schaft des Judentums veröffentlicht, Sie zeigt, daß die Uebereinstimm'ungen älterer Haggadahbilder iiiit H o l b ein s Bildern zur Bibel auf die Benutzung christlicher Mittelquellen zurückgehen, Im gleichen Hefte gibt A. Tartakower eine höchst lehrreiche Uebersicht über das jüdische Schulwesen in P o 1 e d, welche leibhaft veranschaulicht, wie schwere Opfer die verschiedenen Riehtungen ■ des polnischen Judentums 'bringen, am die J/ugend in ihrem Sinn W erziehen, Auch ein Aufsatz des GreifswaWer Alttestamentlers §chIit% über Ausgrabungen in Palästina ward weite Kreise fesseln. Dem Aufsätze der Frau Wischnitzer sind Bildbeilagen hinzugefügt, Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft mv Förderung 4er Wissenschaft des, Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von M. 10.-^- an die Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7050) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgeführt sind. Sir Thomas Hall Caine und die Juden. Der soeben in London verstorbene berühmte englische Romanschriftsteller und Gelehrte zeigte sjch stets an jüdischen Fragen interessiert. Nach den Judenpogromen in Rußland im Jahre 1891 führte er auf Ersuchen des Russisch'- Jüdischen Komitees an Ort und Stelle in Rußland eine eingehende Untersuchung der Judenverfolgungen unter dem Zarenregiroe durch und veröffentlichte hierüber eine Reihe Artikel jn den Londoner "Tinjes". Hall Caine verfolgte aueh die zionistische Bewegung mit Sympathie. Er besuchte dreimal Palästina und äußerte bei jeder dieser Gelegenheiten seine Bewunderung für die jüdischen Leistungen in diesem Laud& Iii viele seiner Schriften spielen jüdische Fragen hinein, so in 'The Marwnan" des das. Leben dm russischen. Jude» mit zum Thema hat. "The Manxman* variiert die Geschichte von. David und Uriah, 'The Eternal City** ijie van Sajnjpn Vnd Dalileb, "Tue Bondmpn" die fon Jftteb und Esau. _ Unsere gesehätzten Leser werden auf die fud&che Buobhandlung Hermann Tuohner (siehe Jnsexat) besonders aufmerksam gemacht, wo für alle Lehranstalten eämtHche Sehulhücher, aueh antiquajrteeh, »u ermäöijrten Preisen erhältlich sind, Lejh&ihliothek eröffnet, 10 Qroschen täglich. Keine Neberigeibtthren. Für Anfragen Telephon R«41-4'30, .6 .niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiitiiiiiiHm. Das Neueste In der Pädagogik »tffiffower« voa 1. Hersberg Bir das Erlernen des Hebräisch-Lesens und -Schreibens und der Anfangsbegriffe der hebräischen Sprich« im S8 Lektionen I)ni*bö§t« uatieaaUreligiöse Unterrichtsbuch überall erhältlich wtiMmitHttiuiiniutHiuiiiiiuiitiiiuuitiiHiMiiuiuimfiwi' Jüdifdie Sport* und iiililiiiiiil Turnbewegung. Unser jüdisdier Sdiwimmklub Hakoah! Bis vor wenigen Jahren hat man uns Juden vorgeworfen, wir seien feig, schlaff und körperlich untüchtig, fu kaum zwanzig Jahren — die jüdische 'Sportbewegung ißt nicht viel älter, als die jüdische Jugend von heute — gelang es, alle diese Vorhalte und Vorwürfe zusclianden.zu machen. Auf allen Gebieten des Sports haben Juden gewaltige Erfolge zu erzielen vermocht und so dazu beigetragen, daß dieses durch zwei Jahrtausende.getretene und geknechtete Volk der Juden wieder Ansehen und Achtung genießt, nicht nur dort, wo geistige Kräfte entscheiden, sondern auch überall, wo Muskelkraft ge wertet wird! t Aus J u d e n j u n g e.n enger Gassen sind junge Juden geworden,: auf die nicht nur d^s ganze Judenvolk, sondern auchdie gesamte Sportwelt mit §tolz und Bewunderung emporblickt■!'„ So wie die Juden auf dem Gebiete der Wissenschaft perzentuell mehr geleistet haben, als irgend ein a-nderes Volk der Erde ^— der starke Anteil der J,uden in der Liste der Nobelpreisträger beweist dies (den Nobelpreis ist bekanntlich die höchste wissensDliaftlibhe Ehrung, welche die Weit besitzt) —, so haben sie auch auf sportlichem Gebiete perzentuell 'viel mehr Weltrekorde und Höchstleistungen erreicht als die anderen auf Ihre Kraft so stolzen Völker, die Arier nicht ausgenommen. Wer keimt nicht die Namen B r e i t h a r t, des stärksten Mannes der letzten Jahrzehnte; wem sind die Boxweltmeister Ted Kid Lewis, Nat Gold st ein, Benno Leonard, Teddy Hebr ews und Itzie Schwarz fremd, wer hat noch nicht gehört vom olympischen Sieger im 100-MeteivLaufen Abrahams und wer wüßte nichts vom, Sehwimmweltrekord vo« Blitz? Wjr (körten diese Namenslistefortsetzen '-— doch wozu? Nicht die Höchstleistungen allein sind es, die uns mit Stolz erfüllen, sondern ebenso der Umstand, daß der jüdische Sport ,heute die gesamte jüdische Jugend erfaßt bat. Massensport im : besten Sinne des Wortes treiben wir heute, ein M u sk el j ud en t u m wachst heran, das unsere Väter und Großväter nie gekannt harben — wohl aiber unsere Ahnen, die Helden waren, Menschen voll Geist und Kraft, größer als die Ahnenanderer Völker — die alten Griechen vielleicht ausgenommen. Wien hat durch Dr. Theodor He r zl der jüdischen Welt den Stolz wiedergegeben, de* ihr verlorenzugehen drohte in der antisemitisch durchseuchten Zeit, in welcher wir leben. Und Wien hat ihr auch zuepst gezeigt, daß jüdische Kraft noch nioht gebrochen ist undi erst mal geweckt, Großes und Größtes zu leisten vermag. Per stärkste Jüdische Sportverein ~rdie Hakoah ^> befindet sich In Wien and hier ißt er auch zugleich dar Gräfte ScAwTfcmrnsportverein dar Stadt und des Staates! Leidet fliehen aber noch allzu viele jüdische Schwimmer Jn den Reihen nioWjüdischer Vereine und all^u?iele •uBerhalb,jederQr#ani*atian,Diese weiten Kreise >n% erfaseen, nie einzugliedern in unseren Verein, ißt 2wf*k und Ziel unseres heutigen jugwidgojiwimmfestes. Jüdische Schwimmer Wieine! Wir rufen euch auf, uns in unserem Bsetreben tatkräftigst zu unterstützen! Hallet Umeoliau unter euron Bekannten, Verwandten und klärt sie "darüber auf, wa» unßer Streben ist! Sivri Mmen, daß 6ie in unsere ReihftP gehören, weil sie Jr « n sind, die nur unter dhresgleiohen freie, au1 «md vollwertige Menschen werde» kounen. M die .sich'nicht vor jedem arJaehgin Bui>eu drückt»u und von ihm beleidigen \oasm wölke, nu.r wt'tt §i« dem ältere» KuUurvqWie der Erde, .^md Jttfft|?.9Hf* ,«WM>#?% flad.. . Wer nicht nur geistig, sondera auch körperlieh *iGh ef^Mohtiffy}. s»ilh wer «übt wMt)ehftn& .ssp-uljM' ^pdrüokt bleiben mag, der wähle den Weg, den ihm Zeitgeist und Blut als den einzig gangbaren offen lassen: Er bekenne sich zu uns. zum jüdischen Volke, zum jiidtfichen Sport! Wendet euch ab von den Drückebergern, den Feigen und den Ueberliinfern und schließt unsere Reihen! Jeder jüdische Schwimmer in Wien gehört in de n S c h w i m m k ] u b H a k o a h! * T r a in in gsab e,n <| e inj Di a nahad e: Dienstag von halb 7 bis halb 9, Donnerstag von 7 bis haJjb 9. Mitgliedsbeiträge, die zum freien;Eintritt in unsere Trainingsahende berpohtigen; Zöglinge und Akademiker S 1.— monatlich. Vollmitglieder (über 18 Jahre) S 2.— monatlich, Jugendliche S J.— monatlich. Die FufibwlI-Meist^rschaft der jüdische» Vereine Nach einer kurzen Unterbrechung wird kommenden Sonntag wieder die Meisterschaft in allen KUngse" fortgesetzt. Hakoah spielt im Rahmen einer Doppelveranstaltung kommenden Sonntag auf dem W. A. C.¬ Platze gegen W. A. C. Der Begegnung zwischen den Blau-Weißen und der MitrQpa'CuptMannschaft wird begreiflicherweise von den? großen Lager der Krieauer gespannt entgegengesehen. W. A. C. hat am Donnerstag noch den zweiten Kampf in Prag gegen Sparta zu bestehen und wird schwer zu .kämpfen haben, um gut abzuschneiden. Dieser Umstand kann Hakoah zugute kommen, da sie am Sonntag gegen eine Mannschaft zu spielen haben wird, der eine gansse Serie (schwerer Kämpfe in den Knochen liegt. Die jüdische Mannschaft wird in geänderter Aufstellung antreten und'Kaf Aussichten, dem Zweiten iiii der Tabelle wenigstens einen Punkt abzugewinnen. In der -zweiten Liga spielt Ha s m p n e a gegen Bewegung XX, Gelingt e§ den Stürmern,' halbwegs zusammenzubleiben, dann dürfte Hasmonea d.ie brüten Punkte erobern. In der zweiten Klaaee C (spielt Makkahi gegen den «mt-klaes'igen Sp, Ch Strebersdorf. Der Sp. Cl. Makkabi errang im letzten Meisterschaftsspiel einen sensationellen Sl«f über dte Polizei Sp, V|, und hat auch diesmal Auegi&hten, eieffreich zu bleiben. Der tüchtige §ektionsleiter {ntrator hat die MannißhaK reorganisiert und durch den Beitritt folgender Spieler bedeutend verstärkt; Blaustein (3urgtheater), Diokmaun (Frankfurter sozkdi#tifl<jhe M'Hteleohttler), Riegler (W. F. C.). Außerdem wt iw^wtlhrte Stürmer Luiz zu aeioem Stamniveireiu »urückgekehrt, Der Leichtathlet Blödy begeistert 50,000 Zuschauer. Vor dem Fußballündgrkampf Oesterreich gegen Deutschland wurde e4» LdchtßÜlIettklönderkampf Oesterreich gegen Süddetittiehland aufgetragen, Auf d#r Saite Oefiterreiehfi nehmen die Hakoabuar.jB 1 öd y und Kl« i n teil, die durch ihre hervorragende Leistung viel m m guten Ajbjchaciden pesterrejghs beitrugen. Eine Glauzleastung vol|jwflchte; Blody im J900rMet©r-Lauf, d«r diese Strecke in Minuten zurücklegte und alle Angriffe der berühmten deutschen AtUeten vom Beginn an abwies, In der olympischen Staffel startete Klein, der durch seinen ßchöoen Stil besondere auffiel. Berühmte Sportsteute bei der Makkpbiah. Für die im Frühjahr 195g iiiTel'Awiivf stattftodeöd« eirete Jüdische Olympiade ward^u bereit« in vielen Lftodern Vorbereitungen getroffen. Der Makkabi.Weltverband will alle jüdischen Sportler heranziehen und w#d daher aueh Jenen jüdischen Sportlern Gelegenheit gehen, mitzuwirken, die keinem dem Makkabi-Kreis angehörenden Verein unterstehen, Dadurch wird di» Olympiade in Wörtlicher Hinsicht ItatkWiaiige* hw^a, Ma-n gedenkt, die vorztigliclienLeJehtothleteiiaiwUafttr«! Gerö, Forae/, Madarati/, weiter« Sage! (Tscheekoftoweket), Cohen (Knslaod) und die weltberühmten Tennisspieler Laconte, Pres» und Heoht einzuladen. Dai Fi8b«lltoriiiev soll istn Teil in Europa abgewickelt werdeu, mrr die Endkämpfe in Palästina selbst. Bereits im Oktober soH ia Berlni der

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