Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 5 (1931)
- Issue
- Heft 186 (10.4.1931)
- Date
- 1931-04-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 186 des verdorbenen Lord Melchett wird von Kurt Zielenziger gewürdigt. Prof. Max Eisler gibt Betrachtungen über das gegenwärtige jüdische Kunstleben (Bauen und Wohnen, Vom Kunsthandwerk, Von der Plastik, Von der Malerei), Anselm Bing bringt eine Studie über jüdische Vokal- und Instrumentalmusik des jüdischen Altertums. Will P1 e fi berichtet anläßlich der Berliner Ausstellung „Kult und Form" über neuzeitliche J'üdische Kültgeräte. Eine Würdigung der Arbeiten des falers und Architekten Fritz Groß liefert Georg Merkel. Das reiche Illustrationsmaterial enthält u. a. Zeichnungen ton Regine Mundlak, Fritz Groß, Anna Ticho, und Arje Reznik. Eine Umschau und eine Bibliographie schließen das interessante Doppelheft ab. ' Ein hebräisches Ballett in New York. Der Begründer und langjährige Leiter der „Habima", Nahum Zern ach, der bekanntlich seinerzeit aus dem Ensemble der ,„Habima*' mit einer Reihe anderer Mitglieder nach Abschluß des New Yorker Gastspiels ausschied, machte zahlreiche Versuche zur Gründung eines hebräischen Theaters in Amerika, die bis jetzt fehlschlugen. Wie aus New York berichtet wird, hat er gemeinsam mit seinem Bruder E. Zemach, der ein eigenartiger jüdischer Tanzkünstler ist, ein jüdisches Ballett gegründet, das bereits 15 Mitglieder zählt. Das- Ballett •.■will-;spezifisch jüdische Tänzkunst pflegen und die alten chassidischen Bewegungsformen erneuern. Hebräische Spredidiörc. die J. Schillinger zum Autor haben, sollen das Hebräische dieser Tanzkunst mit Einbeziehung der jüdisdien Folklore und der modernen Tanzformen sichtbar werden lassen. Ein jüdischer Roman in tschechischer Sprache. \Vom jüdisch-tschechischen Dichter Franz Gottlieb -'(Prag) ist speben t ein Roman, „2 i t o t J i r i h o K a'nana", imi Aventinum Verlag, Prag, erschienen. Franz Gottlieb, der sich als Lyriker einen Namen gemacht hat, schildert in seinem Roman das Leben eines jungen Juden, der. aus dem jüdisdien Milieu hinaustritt und in der fremden Umwelt scheitert. Des Zionisten Gottlieb Roman dürfte das erste Buch sein, das in tschechischer Sprache einen solchen Vorwurf behandelt. J udifdhe Sport« und iiliiiiiiini Turnbewegung. Ein Sieg Hakoahs in der Meisterschaft. Gegen Frem 4:0. Zum Punktekampf gegen Frem fanden sich 600 Zuschauer ein. Gerade in diesem Spiel bekam man von dem Nachwuchs der Blau-Weißen gute Leistungen zu sehen. Obwohl es die Mannschaft mit einem ambitionierten Gegner zu tun hatte, konnte sie einen glatten Sieg erringen. Der Tormann Oppenheim wurde vor keine besonderen Aufgaben gestellt. In der Verteidigung ragte Berson hervor. Die Deckung arbeitete ausgezeichnet. Sehr gut gefiel .Lieber mann. Im Angriff zeigte Katz, daß er sich noch immer in Form befindet und das längere Pausieren ihm keinesfalls geschadet hat. Der von 'Hasmonea übernommene Mittelstürmer Neumann war ein umsichtiger Lenker. Auch die anderen drei Stürmer, spielten besser als sonst. Bereits in der zweiten Minute ist Heß nach einer schönen Vorlage Neumanns erfolgreich. Zwei Minuten später vergibt Mausner einen Elfmeter. Auch nach der Pause sind die Krieauer glatt überlegen. Die Frem-Leute kämpfen zeitweise sehr unfair, so daß der Schiedsrichter sich gezwungen sah, zwei Leute auszuschließen. Die weiteren zwei, Treffer brachten Mausner und Donnefeld zustande. Haikoah spielte in folgender Aufstellung: Oppenheim; Amster, Berson; Liebermann, Strohß, Platschek; Katz, Heß, Neumann, Mausner, Donnefeld. Stattder Hakoali fährt ein Wiener Arbeiterteam nach Palästina. Wir erhalten folgende Zuschrift: Wiederholt wurde darauf hingewiesen, daß der jüdische nationale Sport in Auflösung begriffen ist. Trotz der Warnungen von allen Seiten hat weder die Zionistische Organisation noch der Makkabi-Weltv.erband etwas unternommen, um Abhilfe zu schaffen. Man hat sich gegen Tatsachen blind gestellt, man hat alles:Vertuscht, nun sind die Folgen da. In Palästina, wo noch vor einigen Jahren das nationale Moment die dortigen Sportvereine beherrschte und die Wiener Hakoali, als nationaler Klub, gefeiert wurde, hat heu^e die sozialdemokratische Welle, die nirgends Widerstand gefunden hat, fast alles erfaßt. Während früher die Hakoah eingeladen wurde, um in Palästina Spiele auszutragen, wird diesmal ein Wiener Arbeiterteam dort gastieren, und zwar am 8, Mai iniTel-Awiw, 12. in Jerusalem und 16. Mai \n Haifa, Vor einigen Tagen traf ein Vertreter Palästinas in Wien ein, uind was er in den Arbeiterkreisen, zu sagen hatte, war, daßin Erez Jisrael kein nationaler, sondern nur ein Arbeitersport besteht. Nicht weniger als achtzig jüdische Sportler aus Palästina haben bisher ihre Nennung für die im Zeichen des Klassenkampfes stattfindende Arbeiterolympiade, die im Juli in Wien stattfindet, abgegeben. Vom nationalen jüdischen Sport hört man nichts. Ein trauriges Anzeichen für den Niedergang des politischen Zionismus, der alle Juden einigen will. Hasmonea spielt Sonntag, den 12. d. M„ uro 10 Uhr vormittags gegen Rapid-Oberlaa auf dein Elektra - P1 atz (Endstation A-, Ak- Wagen). Die Hasmonea, die durch die letzten schlechten Resultate ziemlich aus dem Meisterschaftsrennen gekommen ist, wird sich nun sehr anstrengen müssen, um aus diesem Kampfe siegreich hervorzugehen. Vorher spielen die beiderseitigen Reserven in der Meisterschaft. Hasmonea- Jugend verlor ihr letztes Meisterschaftsspiel gegen Hac-Nordstern 2;0, Von nun ab findet jeden Dienstag ab 4* Uhr das Xi a i n in gaufdem E lektra-Platz statt. Fr ei t a g, Zattfettbe Statten jammern flagenb unb attflogenb: ,,$d) l&aoe ittdjts attjuäieljen!" . . . btefec SWanfel . . . einfad; unmöglich . . . $u marm . . . fdjäbtg . . . unmobent ... unb ber $ut . . . unb bei3 ßleib.M! 2UI biefem $ammet ift a&er fo leidjt obju^elfcn — ©ie aljnen e§ faum, tote leidet. SBo&er ba§ ©elb nehmen für all baS $iele, ba§ man braucht, meinen (Sie? Ue&er* jeugett <3h> ftch babpn . . . es reid)t . . . toemt <3te bte fabelhaft billigen Steife ber legten Sage unfereS Serien* berfaufeS. . . jum $auf auänü&en. flicht mir Die Same bon Seit... &udj 6te tonnen unb foHett ©etoentoäfdje tragen, fo fein, fo,;hjeich,unb fdjmiegfam . . . benn fte foftet nidjt me&Y als ba§ '.©etoe&e aus Seinen . . . ntdjt roat)r, ©ie ftaunen?! 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Die Musik stammt von Friedrich Ho Händler, dem musikalischen Schöpfer des „Blauen Engel". Das Apollo bringt vor dem Film wie immer ein reichhaltiges Beiprogramm. Versicherungen zugunsten des Jüdischen Nationalfonds (Keren Knjemeth). Die Versicherungsabteilung des Keren Kajemeth hat .eine Aktion, eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage; Im Erlebensfalle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben der Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdisdien Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Verzinsung 65 Promille zu seiner freien Verfügung. Anträge für diese Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth übernehmen die Versidierungsabteilung des Keren Kajemeth und unser Gg. Herr David Nebenzahl, Leiter der City-Filiale der Lebensversicherungsgesellschaft „Phönix", I., Bäckerstraße 9. den 10. d. M., Spielerversammlung um halb 9 Uhr im Klubheim, Theatercafe, II., Praterstraße 33. Die Hakoah-Hockeymannschaft in Budapest siegreich. Hakoah gastierte Sonntag und Montag in Budapest und konnte beide Spiele gegen den dortigen Hockeyklub gewinnen. Am ersten Tag blieben die Wiener 3:2 erfolgreich, wobei K. Uhlmann, H. Ulilmann und Weiß die Tore erzielten. Am Montag siegte Hakoah 2:1, die Treffer brachten Nossig und Weiß zustande. — Die Hakoah-Rp'^rvR Turniersieger. Das einzige Rundspiel iu Wien wurde zwischen Reserven erstklassiger vereine durchgeführt, wobei Hakoah durch die Spiele über V. f. B. 2:0 und Arminen 1:0 als Sieger hervorging. Die Grazer Hakoah nahm an einem Rundspiel teil. Am ersten Tag unterlagen die Blaü-Weißen gegen den Würzburger Sp. Cl. 2:3 und am zweiten Tag lieferten sie dem Grazer A. C. ein unentschiedenes 1 :1-Spiel. Spiele der jüdischen Amateurvereine. In der ersten Klasse spielt kommenden Sonntag Hasmonea gegen Rapid Oberlaa. Die Spiele zwischen diesen beiden Vereinen wurden bisher sehr erbittert durchgeführt. Durch einen Erfolg würde sich Hasmonea die Position in der Tabelle bedeutend verbessern. Makk&bi spielt gegen Strebersdorf. Aus der Filmwelt* Clärenore Stinnes» Reise-Tonfilm. Clärenore Stinnes, die Tochter des bekannten Finanzmannes, ist von einer zweijährigen Expedition •heimgekehrt, die sie in einem deutschen Kraftwagen in Begleitung des schwedischen Kameramannes Carl Axel Söderströw unternommen hat. Die Fahrt führte von Deutschland über den Balkan nach Kleinasien, via Persien nach Sowjetrußlaad, Sibirien, über die Mongolei, China nach Japan. Dann über den Stillen Qzegn nach Südamerika, zurück nach Nordamerika, Los Angeles, Chikago, New .YorjL : zurück nach Europa; Paris, Berlin. Eine außerordeplieh reiche Ausbeute an Bild' und Filnimaterial wurd^llieimgebrächt. Eine Aufwahl des Interessantesten gelangt im Rahmen des Ton« fijms „Im Auto durch zlve i Welten", zu dem Clärenore Stinnes im Tonfilm den begleitenden Von tr^yg; hält, ajn JO. ds. im K r u|.« r - Ki n o zur - Alleinr ■aÄbruag. " ••.•■ . -■ %U- ■ ...V.., .. Vereensnadiriditem Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend. Samstag, 4 Uhr, Zusammenkunft der Kindergruppe; 6 Uhr, Sichoth der Kwuzoth „Dror", „Dmai", „Reuth"; 8 Uhr, Plenarvereammlun^. Sonntag, 8 Uhr früh, Wanderung; 7 Uhr abends, tührerkurs; 8 Uhr, Führersicliah. Montag, Hebräischkurse; halb 9 Uhr, Mitgliedervensammlung des Verbandes, Erscheinen Pflicht. Dienstag, 8 Uhr, Sichoth der Kwuzoth „Bagibor", „Hatchijah", „Deborab". Mittwoch, halb 8 Uhr, Sichoth der Kwuzoth „Dmai" und „Dror"; halb 9 Uhr, Vortrag dm Verband. Donnerstag abends, Hebräischkurse. Brith Trumpeldor. Für den am 29. ds. stattfindenden Vortrag von Wladimir Jabotinsky. sind nur wenige restliche Stehpktzkarten ä S i.~ ausschließlich für Mitglieder des Jugendverbandes allabendlich in unserem Zentralheim, II., Untere' AUgartenstraße 38, in der Zeil von 7 bis 9 Uhr erhältlich. Z. A. V. „Bar Kochba", Wien, II., Untere Augartenstraße 38. Samstag, den 11. April 1. I, findet unser B. C. mit wichtiger Tagesordnung statt. Erscheinen Pflicht. Beginn halb 9 Uhr. Histadrnth Iwrith, IL, Kleine Mohrengasse 3. Die „Weida Iwrith", die Montag, den 6. April, geschlossen wurde, wählte, nachdem noch der abtretenden Leitung das Absolutorium ausgesprochen wurde, eine neue Leitung, die aus den Chawerim: Prof. Gelernter, Drechsler, Kami 1, Schräger, Gutenstein und K a h n e r besteht. Die neue Leitung beginnt energisch mit der Reorganisierung und Reaktivierung der Histadruth. Sämtliche Jugendorganisationen werden zur Mitarbeit herangezogen. Der hebräische Lesesaal wird schon im Laufe der nächsten Woche eröffnet. Die Seminare werden erweitert und neue Arbeitsgemeinschaften für hebräische Literatur, Geschichte usw. gegründet. — Samstag, den 11. April, 8 Uhr: Referat mit anschließender Diskussion über die neuen Ziele und Arbeitsmethoden der Histadruth. Sämtliche Mitglieder werden dringendst 'ersucht, unbedingt zu erscheinen. — „Mosnaini" und „Ketubim" sind, wie gewöhnlich, in den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Interessenten für die palästinensische Tagespresse werden ersucht, sich an die „Histadruth Iwrith" zu wenden. Jüd.sAkadem. Techniker« Verband. Wien, IX., Liechtensteinstraße 30. Samstag, den 18. April um 10 Uhr vormittags Exkursion zur „Miag". Gäste sind will* kommen. Anmeldung im Verband, IX., Liechtenstein« straße 30, ist unbedingt notwendig, da Eintrittskarten er* forderlich sind. Kosice (Kaschau). In der letzten Woche des Monats Mai wird in Ko§ice ein Sommerbasar zugunsten des Jüdischen Nationalfonds veranstaltet, bei welcher Gelegenheit eine große Warenschau stattfinden wird. Es wird auf die große Reklame- und Propagandawirkung dieses Basars im Osten der tschechoslowakischen Republik aufmerksam gemacht. Amtliche Verlautbarungen der Ifrael« Kultu§gemeinde Wien« Israelitische Kultusgemeinde Wien. Am Samstag, den Ii. April d. J., findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. An die Freunde und Leser des Blattes! Wenn Sie Her Ansiebt sind, daß die »Nesse Weif* ein empfehlenswertes Blatt ist, geben Sie uns freundlichst die Adressen von Freunden nnd Bekannten an. Wir werden denselben die „Neue WeltM durch mehrere Wochen zur Probe gratis zukommen lassen. Wenn wir uns bei der Werbung auf Sie berufen dürfen, bitte dies ausdrücklich zu bemerken. Ans der Zusendung erwachsen weder Ihnen noch den Empfängern irgend welche Verpflichtungen. Die Verwaltung1 der „Neuen WeHfi,