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Die neue Welt · 1931-01-02 · Heft 172 (2.1.1931) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
5 (1931)
Issue
Heft 172 (2.1.1931)
Date
1931-01-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seife 8 tw DIE NEUE WELT Nr. i?2 „Ich verteidige durchaus nicht diese grausame Sitte. Vergesset aber eine Sache nicht: es ist vielleicht nicht unmenschlicher, ein neugeborenes Kind zu töten, als ein Kind zu töten, ehe es geboren wird — und d«9 ist in solchem Fall Brauch bei euch." Nachdem er geendigt hatte und ihm eine halbe Stunde lang allerlei Fragen durcheinander gestellt wur» den, wandte sich der Colonel an ihn: „Und was Ist Eure Beziehung zu alkoholischen Getränken? Ich meine nicht die Beziehung Eures Stammes, sondern Eure eigene, be* sonders nach einem so langen Vortrag?" — „Sir", ant* wortete Lobanola, „in dieser Beziehung bin ich ein echter Schottländer und ich sehne mich schon lang nach einem Gläschen Whisky." 'X Er blieb bei uns in Rafa. Der Colonel machte ihn zum Korporal in unserer Bataillonsbibliothek, und etlichemal sah ich ihn gebückt über einer hebräischen Fibel sitzen. „Wie sind Ihre Fortschritte in Hebräisch?" fragte ich. „Sehr langsam, Sir. Ich bin nicht mehr so jung und leider trage ich in mir das Laster meines Geburts« landes — in unserem Klima hat man keine Geduld zu schwerer Arbeit . < " Das wiederholte er mir noch ein andermal. In einem anderen Zusammenhang. Damals sprach man in unseren Kreisen viel von der Möglichkeit, Juden im Jordantal anzusiedeln: Wasser ist dort zur Genüge vorhanden, der Boden ist nicht schlecht, nur die Hitze, die schreckliche Hitze, die wir erduldet haben in jenen höllischen sechs Wochen des Kriegsendes « , , „Wie meinen Sie, Korporal Lobanola", fragte ich ihn einmal, „würden Ihre Landsleute imstande sein, sich in solch einem Klima, wie es dort herrscht, anzu* siedeln?:.'' : , , ■ „Das Klima, Sir," antwortete er, „ist nicht so arg, bei uns ist es um vieles heißer. Aber ich glaube nicht, daß meine Landsleute als Kolonisationsmaterial in Be* tracht kommen können. Vergessen Sie nicht: es ist ein Volk, das zweitausend Jahre keinen Tropfen Arbeit ge* schmeckt hat. Ein Haus baut man bei uns in einer Stunde aus ein paar Bündeln Bambusstöcken. Und für die Mahl» zeit reißt man ein paar Kokosnüsse ab und melkt eine Ziege. Arbeiter werden aus uns niemals werden. Ich habe mich selbst schon mit dem Gedanken beschäftigt, meine Landsleute nach Erez Israel hinüberzu» führen, aber leider läßt sich das nicht ausführen." Noch mehrere .Gespräche hatte ich, mit ihm; ich erinnere mich zwar , nicht mehr des Gegenstandes, aber des Eindrucks: immer die gleich intelligenten und durch* dachten Antworten. Im Bataillon aber war er nicht be* liebt. Ich bemerkte, daß er ständig allein saß. Und schließlich verschwand er aus Rafa. Allerlei dunkle Rede« reien horte ich über die Ursache seines Verschwindens, aber da ich sie nicht erforschen konnte, hielt ich sie für Legenden. Ich habe erfahren, daß er in Colonel Mar* golins Bataillon ebenfalls kein Glück hatte und man ihn nach Kantara zur Demobilisierung geschickt hat. Aber allzu rasch hat man ihn nicht von der Uniform befreit. Einige Monate später war ich selbst in Kantara und sah dort eine „Affiche", das heißt einen Text mit weißer Kreide auf einem schwarzen Brett: „Heute abends wird Korporal Lobanola seinen vierten Vortrag über Zentral« Westafrika halten." In Jerusalem, kurz nachher, traf ich einen Freund, einen jüdischen Arzt, einen der Hadassah*Aerzte. Als er von mir über Lobanola hörte, lachte er auf: „Er ist ein Jude, wie ich ein Toter bin. Und West» afrika hat er seinem Leben nicht gesehen. Er hat euch alle zum Narren gehalten. Lobanola ist ein gewöhnlicher amerikanischer „Nigger". Einer jener unzähligen schwar* zen Badchonim, die in den unzähligen „Music*Halls" von Amerika auftreten. Ich selbst sah ihn in einer Music*Hall irgendwo in Saint*Louis und half ihm heraus aus einer Mißverständnisaffäre mit der Polizei, ohne daß er davon Erwähnung tat, er halte sich für einen Juden." Und daran hielt ich mich, bis ich dieser Tage sein Buch las. 3. Lobanola magsein, was er wi|L aber sein Buch ist eines der stärksten, wirkungsvollste, die ich in den letzten Jahren zu lesen Gelegenheit hatte. Es besteht aus drei Elementen: Beschreibungen von Westafrika, das (darauf besteht er steif und fest) seine Heimat ist, seiner eigenen Lebensgeschichte (und er besteht darauf, daß es die-Lebensgeschichte eines Juden ist) und seiner Bezie* hung zur zivilisierten „weißen" Welt. Alle, drei Elemente sind mit wirklicher Meisterschaft herausgearbeitet. Die hauptsächlichste Kunst besteht in der Naivität, in der wahrhaft wilden Nacktheit und Primitivität, mit welcher er seine Erlebnisse erzählt und seine Ansichten ausdrückt. Ich kenne einige Schriften intelligenter ameri* kanischer Neger«Schriftsteller, Sie schreiben anders, Sie schreiben „besser" als Lobanola, in dem Sinne, daß sie schreiben wie Weiße — korrekt und zivilisiert. Ihre Be* ziehung zu Gut und Böse ist dieselbe wie bei Dreiser oder bei Sinclair Louis. Sie protestieren gegen den Rassenegoismus der „weißen" Welt, aber ihre ethischen uad geistigen Wertbegriffe sind dieselben wie bei den „Weißen". Lobanola schreibt anders. Gleichwie er mit uner* schütterlicher Offenheit von einer ganz prosaischen Un* gesetzlichkeit erzählt, die ihn (nicht e i n.m a 1) ins Ge« Ä<*' * >»* vft* jÖS« Jf>- ät* ^Sjl •'1 A'U V wahrsam gebracht hat, mer-Kt man soror-t, daß sfetne ganae Sensation Im 2. Bezirk Die Neueröffnung det Filiale II, Praterstrafte 38 der streng orth. Seichwarenfabrik Petyan & Co. erregte durch ihre einzig dastehende Ausstattung das größte Aufsehen. Die bekannt vorzügliche Qualität und unerreicht billigen Preise werden jeden Gast zur ständigen Kunde machen. ethische Einstellung eine andere, ganz und gar urnatür* liehe ist und daß er seine Einstellung für genau so gc* recht hält wie die unsrige, vielleicht gar noch gerechter. Das, was er von den Gebräuchen seines Landes erzählt, ob von den jüdischen oder fetischistischen, ist entweder ein vollwertiges, reiches Geschenk für die Wissenschaft der Ethnographie und Fq.lklore — oder ein geniales Meisterwerk gewaltiger Phantasie, und dazu einer stark gebildeten Phantasie. All das zu erfinden, einfach aus einer Music*Hall*Erfahrung, ist unmöglich. Ich bin kein Spe* zialist und kann nicht sagen, ob seine Schilderungen vom Fetischkult, von den Heiratsbräuchen, vom alltäglichen Leben im „Busch" in ZcntralAVestafrika überzeugend klingen oder nicht. Aber jeder intelligente Leser muß zutiefst fühlen, daß das ein Mensch geschrieben hat, der fleißig Bücher über diesen Gegenstand gelesen oder alles mit eigenen Augen gesehen* hat. Seine eigene Biographic macht denselben Ein* druck, den nämlich, daß nur ein sehr talentierter Roman* cier eine so unendlich tragische Geschichte erfinden und' sie in derart gelungener Form erzählen kann — es sei denn, sie sei wirklich erlebt. Ein Punkt: Wenn er von dem Glasgower Bürger spricht, in dessen Haus er nicht wie ein Diener, sondern wie ein eigenes Kind aufwuchs, bezeichnet er ihn nicht anders als „Der Herr" („My master"); und des Glasgowers Sohn, mit dem er als Kind gespielt, und später Europa bereist hat, nennt er ebenfalls „D er junge H e rr". Es ist wirklich schwer 'Zu verstehen:- im allgemeiner*' ist Lobanolas Stimmung eine bittere Protcststinimung gegen die zivilisierten Völker; aber gleichzeitig hält"'"er sich in seinem Innern für minderwertig. Aber sobald er von „weißen" Menschen spricht, die^mit' ihjtn : menschlich umgegangen sind, fällt ihm durchaus nicht ein, sich ihnen gleichzu* stellen. Amerikanische Neger*Schriftsteller, stolze Rassen« nationalisten schreiben von ihrem Standpunkt aus ganz anders. . Ein merkwürdiges Buch, eines der besten, die ich letztens gelesen habe. Und das Bitterste: da schlägt sich auf unserer Welt eine einsame Seele herum, weggerissen von ihrer Geburtsgemeinschaft und nicht eingebürgert in irgend einem Winkel unserer^ Gemeinschaft; schlägt sich herum wie ein Verfemter, bettelt um einen Tropfen Herzenswärmc und Heimischkeit und findet — das, zum Beispiel, was er bei uns im Bataillon gefunden hat. Tra* gisch genug ist das, ob ihr wollt oder nicht, wenn sich auf der Welt ein. Mensch findet, der sich für einen Juden ausgeben will (ausgerechnet solch einen süßen Lebens* weg sich ausgesucht) — und gerade da stößt man ihn zurück. Ist Lobanola ein Jude? Existiert wirklich jener Volksstamm in Dahomeh, drei Tagmärsche von Timbuktu, den die fetischistischen Eingeborenen „Das seltsame Volk" nennen und der sich selbst für Kinder Israels hält? Ich weiß es nicht. Lobanola besteht darauf, zumal er auch erzählt, daß er auf Grund seiner bitteren Er* fahrungen bei uns im Freiwilligenkorps sich taufen ließ und Katholik wurde, und gerade in Jerusalem, wohin er sich auf kurze Zeit nach der Demobilisierung zurück* gezogen habe. Mag es so sein oder nicht. Jedenfalls kann ich mich nicht zurückhalten zu fragen: Und wenn ja? Stellt euch vor: den stillen Schmerz in solch einer pri« mitiven Seele, wenn er wirklich ein Jude war, und doch ... Manchmal haßt man die Welt, zum Beispiel nach der Lektüre eines solchen Buches. Zum XV1L Zioni§fen* kongteß* 1, Das Kongreßbüro. Das Büro des XVII. Zionistcn» korigresses hat seine Tätigkeit in Karlsbad bereits aufgenommen. Es amtiert im „Schützenhaus" (Zimmer Nr. 115, I. Stock), in dem auch der Kongreß tagen wird. Die Adresse lautet: K a r 1 s b a d, Postfach, Tschecho* slowakische Republik; Telegramm*Adresse: Congrezion, Karlsbad; Mosse*Code; Telephon 1200; Bankkonto: Böhmische Unionbank,- Filiale Karlsbad. 2. Publikationen des Kongreßbüros. Anläßlich des Kongresses werden, wie schon in früheren Jahren, folgende Publikationen erscheinen: a) Berich teder Exekutive (zum Bezugspreise von tseb. K 20), des K e r e n H a j e s s o d (tsch, K 20) und des K e r e n Kajemeth (tsch. K 20), in hebräischer, deutscher oder englischer Sprache, b) während des Kongresses und der Tagung des Councils dev „Jewish Agency for Palestine" täglich die Kongreß»Zeitung als das. offizielle Organ des Kongresse« in deutscher Sprache, in 12 Nummern und mit einer Bilderbeilage, die als 13. Folge nach dem Kongresse zur Expedition gelangt (Ausland tsch. K 26, Inland tsch. K 23), c) nach dem Kongresse das stenographische Pro* tokoll beider Tagungen in deutscher Sprache (tsch. K 50). Generalabonnement. Wer die obengenannten drei Publi« kationen auf einmal bestellt, zahlt für dieses General* abonnement die ermäßigte Summe von bloß tsch. K 120 (statt tsch. K 136); und erhält ata erste Lieferung die Bc* richte an den Kongreß in der offiziellen Kongrcßmappc. Bestellungen auf einzelne Publikationen oder auf General* abonnements sind so bald als möglich an das Kongreß* büro zu richten. Der entfallende Betrag ist gleichzeitig an die Böhmische Unionbank, Filiale Karlsbad, für Rechnung des Kongreßbüros einzuzahlen. 3. Gastkarten. Sämtliche Sitzungen des Kongresses finden im „Schützenhaus" statt. Die Bestellungen auf Gastkarten sind an die zionistischen Landes*, bzw. SonderverbäivJe jenes Landes, in dem der Besteller wohnt, zu richten. Im vorhinein werden nur Permanen/* karten abgegeben. Die Preise der Permanenzkarten sind wie folgt festgesetzt: Kategorie I tsch. K 500, Kate* gorie II. tsch. K 300, Kategorie III tsch. K 150, Kategorie IV. tsch. K 80. Stehplätze werden nur als Tageskarten an jedem Kongreßtagc im „Schützenhaus" abgegeben. Bestellungen auf Permanenzkarten sind so bald als möglich, spätestens aber bis zum 15. Jänner 1931 an die Landes*, bzw. Sonderverbände zu richten, welche sie nach* her gesammelt an das Kongreßbüro weiterzuleben haben, Es können nur solche Bestellungen berücksichtigt werden, für die der Betrag auf dem Wege über die Landes* und Sonderverbände beim Kongreßbüro erlegt wird. 4. Quartierbestellungen. Das Kongreßbüro wird den Kongreßteilnehmern auf Wunsch Quartiere vorher be< sorgen. Nähere Mitteilungen über die Art der Bestellung werden folgen. 5. In der folgenden Woche wird das Kon« greßbüro weitere Mitteilungen, insbesondere über Pässe und Visa, veröffentlichen. * Aus der Wahlinstruktion für die Wahl von Delegierten des österreichischen Landesschekelverbandes. l; Jedes Mitglied der Zionistischen Weltorganisa* tion, welches durch die österreichische Landesschekcl* kommission den Schekeli für das Jahr 5691 ordnungsgemäß und rechtzeitig abgeführt hat, erreicht mit erreichtem 18. Lebensjahr das aktive, mit erreichtem 2 4. Lebensjahr das passive Wahlrecht zum Kongreß. Das passive Wahlrecht ist außerdem noch an den Nach* weis der Erfüllung der Verpflichtung gegenüber dem Keren Hajessod gebunden. § 2. Der Zionistische Landesverband für Oester* reich, die österreichischen Landesverbände der Föderaj tionen Misrachi, Poale Zion und Hitachduth bilden einen Wahlkreis. Die Wahlen finden auf Grund des proportioneilen Listenwahlsystems in der für die Wahl zum Vorstand der Wiener Israelitischen Kultus* gemeinde geltenden Art statt. § 4. Die Wahlen finden Montag, den 2. Februar 1931, in der Zeit von 17 bis 22 Uhr statt. Für die Provinzorte können andere Wahltermine über motiviertes Einschreiten der Ortswahlkommission von der H. W. K. bewilligt werden. § 5. Die 'Wahl vor schlüge sind bis zum 19. Jänner 1931, 7 Uhr abends, beim Vorsitzenden der H. W. K., Herrn Dr. Artur Immerglück, Wien, 1., Helferstorferstr. 9, einzureichen.lurid, ..gleichzeitig schrift* liehe Erklärungen der in dem Wahlvorschlag genannten Kandidaten vorzulegen, daß diese bereit sind, eine auf Grund dieses Wahlvorschlagcs erfolgende Wahl anzu* nehmen. Für jeden Kandidaten kann ein Ersatzdelegierter angeführt werden, der an Stelle des Delegierten tritt, falls dieser ausscheidet. Werden Ersatzbewerber nicht nament» lieh angeführt, so gelten die in der eingereichten Liste angeführten Bewerber, die nicht zu Delegierten gewählt wurden, als Ersatzbewerber. § 6. Der Wahlvorschlag muß von mindestens 100 Wahlberechtigten, die ihre Vor* und Zu* namen, Beruf und Adresse deutlich anzugeben haben, unterzeichnet werden. Kein Wahlberechtigter darf mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Hat er mehrere unterschrieben, so ist seine Unterschrift auf allen Wahlvorschlägcn zu streichen. Als Bevollmäch* tigter der Liste gilt, wer eigens dafür nominiert ist, bzw. der auf dem Wahlvorschlag an erster Stelle genannte Kandidat. § 7. Rechtzeitig eingegangene Wahlvorschläge werden von der H. W. K. mit der angeführten Gruppen* bezeichnung, sonst mit dem Namen des an erster Stelle stehenden Kandidaten bezeichnet. Mehrere Wahlvorschläge können in der Weise miteinander verbunden werden, daß sie anderen Wahlvorschlägen gegenüber als einheitlicher WahLvorschlag zu behandeln sind (L i s t e n k o p p e 1 u n g). Die Verbindung der Wahlvorschläge muß der H. W. %. von den Vertretern der betreffenden Wahlvorschläge spätestens bis zum 2 6. Jänner 1931 schriftlich be* kanntgegeben werden. § 8. Die Wahl findet auf Grund von Wählerlisten statt, welche von der H. W. K. angelegt werden. In diese werden sämtliche Schekelzahler, die für das Jahr 5691 ihren Schekel bei der Landesschekelkommission frist* gerecht entrichtet haben und das aktive Wahlrecht be* sitzen, aufgenommen. Diese Wählerlisten werden im Büro der H. W. K. und an weiteren von der H. W. K. zu bestimmenden Stellen in der Zeit vom 21. Jänner bis 28. Jänner 1931 zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt werden. Innerhalb dieser Frist können von Wahlberechtigten Proteste gegen die Aufnahme oder Nichtaufnahme von Wählern bei der H. W. K. er* hoben werden. Die Schekelzahler, deren Schekalim nach* träglich, und zwar nicht später als zehn Tage nach dem Stichtage, bei der Landesschekelkommission eingezahlt worden sind, werden in einer nachträglichen Liste den Ortswahlleitungen bekanntgegeben werden und dürfen ihr Wahlrecht ausüben. § 9. Die Wahl ist direkt und geheim. Jeder Wähler muß p e r s ö n l i c h in dem nach seiner Adresse für ihn zuständigen Wahllokal erscheinen. Er nennt der Wahl* kommission seinen Namen und seine Adresse, gibt seinen Stimmzettel in das ihm vom Wahlleiter eigenhändige Wahlkuvert, überreicht sodann dieses dem Wahlleiter, der es in die Wahlurne wirft. Die Wahlkommissionen haben iiur solche Wähler zur Abstimmung zuzulassen, die in der Wählerliste enthalten sind und ihre Identität mit e i n e ni P e r s o n a 1 d o k u m e n t (Geburtsschein, Heimatschein, Trauungsschein, Reisepaß oder sonstiger Legitimation "mit Lichtbild — Meldezettel allein genügt nicht) auszu* weisen vermögen. Bestehen Zweifel darüber, ob ' ein Wähler das 18. Lebensjahr vollendet hat, ist die Wahlkommission berechtigt, die Zulassung zin- \Vahl von der Vorlegung eines Dokument, atys dejn das Alter des Wählers hervorgeht, abhängig zu machen. Jl

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