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Die neue Welt · 1930-09-05 · Heft 155 (5.9.1930) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 155 (5.9.1930)
Date
1930-09-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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' Seite 8___ gegen die Ernennung Caferatas zum Leiter der Polizei einer rein jüdischen Stadt zu protestieren und die Annullierung der Ernennungsorder zu fordern. Auf eine Anfrage der Jüdischen TelegraphemAgentur beim Hauptquartier der palästinensischen Polizei wurde eine Auskunft über die erfolgte Erennung nicht gegeben, die Nachricht über die Ernennung aber nichtbestritten. Caferata war Leiter der Hebron*Polizei zur Zeit der Judenmassakers im August 1929. Er war es, der vor den Massakers, als die wegen der ungehemmten Mord« a g i t a t i o n unter den Arabern besorgt gewordenen Hebroner Juden eine Verbindung mit der Jerusalemer Regierung herzustellen versuchten, um diese um Schutz zu bitten, eine solche Verbindung verhindert und die Hebroner Juden vertröstet hat, daß kein Grund zu Besorgnis besteht. Dieses sein Verhalten hat die Empörung der gesamten palästinensischen Juden« heit hervorgerufen. Während der Unruhen freilich soll er sich persönlich mit der Waffe in der Hand den arabischen Exzedenten entgegengestellt und dabei einen Räuber niedergeschossen haben. „Fakstin" gegen Keitiridge. Jerusalem, 30. August. (J. T. A.) Die arabische Zeitung „F a 1 a s t i n" greift die Regierung an, weil sie es zugelassen habe, daß Morris Kentridge, ein jüdisches Mitglied der Arbeiterfraktionimsüdafrikanl« sehen Parlament, nach Palästina gekommen sei, um auf eigene Faust Untersuchungen über die politische Lage anzustellen. Diese Untersuchungen seien durchaus über« flüssig, nachdem zahlreiche Kommissionen mit dieser Auf« gäbe betraut worden waren. Nach seinem Eintreffen in Jerusalem gewährte Morris Kentridge der Jüdischen Telegraphen*Agentur ein Interview. Kentridge erzählte von dem ihm gegenüber zum Ausdruck gebrachten Wunsch britischer Regierungskreise nach mehr Freundschaft und Zutrauen seitens der Juden. Die Juden in Palästina sagen ihm aber, daß einer Erneue« rung der Freundschaft sichtbare Zeichen der Zusammen* arbeit und Hilfsbereitschaft vorangehen müssen. Er sprach seine Bewunderung über die jüdischen Leistungen in Palästina aus, besonders über den unerwarteten Erfolg der Juden als manuelle Arbeiter. Er beabsichtigt, bis Mitte September im Lande zu bleiben, und will die Gelegenheit wahrnehmen, um mit Regierungs* kreisen und den jüdischen und arabischen Führern zusam» menzutreffen. Im südafrikanischen Judentum gebe es ein starkes Interesse für Palästina und viele dort beabsich* tigten, nach Paläst in azu kommen und im Lande Kapital zu investieren, wenn nur die politischen Bedingungen günstig werden. Flachsanbau in Palästina. In der Juni-Nummer der Mitteilungen der landwirtschaftlichen Versuchsstation der Palästina-Exekutive berichtet Herr S. Zemach über die Entwicklung des Flachsanbaues iu Palästina im Jahre 1929. Es wurden 5000 Dunam bestellt. Die durchschniitiiehe Ernte betrug im Jordantal 120 Kilogramm pro Dunaan. im Emek Jesreel 84 Kilogramm per Dunam. Die Fkchskörner der örtlichen Ernte übersteigen mit ihrem Fettgehalt um 2 bis 4 Prozent die Saat, die aus dem Auslande importiert wurde. Im Jahre 5690 wurde bereits die lokale Saat verwendet. Der Imperial Board in London hat die Mustersendungen untersucht und die Flächskörner aus Palästina besser gefunden als diejenigen aus Argentinien. Es bestehen daher gute Absatzmöglichkeiten für palästinensischen Flachs in London. Die Fabrik „Schemen" hat die gesämte Flachsernte des Jahres 5689 für 17 Pfund per Tonne aufgekauft und wird auch die gesamte Ernte des Jahres 5690 übernehmen. Mit dem Steigen der Anbaufläche wird auch die Exportfrage aktuell werden. Zur Förderung der Seidenraupenzucht in Palästina. ' Wie verlautet, spricht Sir John Hope Simpson in Reihen Vorschlägen für die Verbesserung der Wirtschaft des Felladien auch über die Förderung der Seidenraupenzucht im Laude durch Pflanzung von Maulbeeren und Pflege der Seidenraupen. Sir John ist von,seiner Tätigkeit auf dem Gebiet der Ansiedlung der Flüchtlinge in Griechenland als Anhänger dieses Wirtschaftszweiges bekannt. In dem Bericht der Palästina-Regierung für das Jahr 1929 wird in dem Abschnitt über Erziehung von den Bemühungen der Regierung gesprochen, diesen Wirtschaftszweig durch die Schulen zu popularisieren. Es heißt dort, daß die Regierung eine Spinnmaschine für Seidenfäden gekauft hat. Auch in jüdischen Kreisen, sowohl unter Landwirten als auch in den Schulen, zeigt sich Interesse für diesen Wirtschaftszweig, Die Kwuza „Mischma r H a emek" hat in diesem Jahre 3000 Maulbeerbäume zur Futtergewiunung für Seidenraupen angelegt. Eisherstellung in Palästina. Wie der „B u s t a n i" berichtet, gab es vor dem Kriege in Palästina zwei Eisfabriken, jetzt beträgt die Zahl der Fabriken 27,1 darunter solche, die als Nebenanlagen für andere Fabriken, wie die Grand Mouline, die Spirtfabrik etc., arbeiten, und selbständige Fabriken für Eisherstellung. Von den Fabriken sind 35 kleinere und 4 größere. Die Kraft aller Maschinen in allen diesen Fabriken übersteigt 1100 Pferdekräfte mit einer Prodnktionsmöglichkeit von 185 Tonnen Eis ner Tag. Das in die Fabriken investierte Kapital betrügt 90.000 Pfund. Nach den Orten verteilen sich die ___DIE NEUE WEIT_ Fabriken wie folgt: 7 befinden sich in Tel-Awiw und Jaffa, 6 in Jerusalem, 4 in Haifa, 3 in Petach Tikwa und die restlichen in Tiberias, Rischon Lezion, ______ Nr. 1?5 ' Gaza, Tulkerem und Ramleh. Safed bringt für seine Zwecke Schnee vom Hermon-Gebirge. Di« Eispreise sind in den letzten Jahren sehr gesunken. Die Japaner und die verlorenen Stämme Israels. Von Dt. Jenichiro Oyabe (Tokio)* Japan von Göttern gegründet? Unser Leben in der Gegenwart mit allen seinen sozialen Errungenschaften ist begründet auf den Verdiensten und Taten unserer Vorfahren. So müssen wir ihnen mit voller Ergebenheit lungegeben 6ein.. Aus solchen schönen Instinkten heraus bewundert das japanische Volk seine Vorfahren. Aber fast die meisten haben vergessen, woher ihre Vorfahren kamen, obwohl es ausgezeichnete Traditionen gibt, von Generationen getragen, mehr als 3000 Jahre alt. Sie besagen, daß die Gründer Japans aus Tagama Ga Hara kamen, aber niemand weiß, wo dieses Tagama Ga Hara zu suchen ist. Gegen das Jahr 70 v. Chr. adoptierte Japan chinesische Buchstaben für den AHgemeingebrauch. Für das japanische Wort Tagama benützten die Gelehrten jener Zeit chinesische Buchstaben. Die chinesische Bedeutung ist „Im Himmel droben", was in keinerlei Beziehung zur japanischen Tradition steht, wenn auch die Uebersetzung des Buchstaben mit Tagama klentisch ist. Der chinesische Buchstabe für Hara bedeutet Fläche, und sein Schriftbild hat ebenfalls keine Verbindung mit der alten japanischen Tradition. Nach vielen Genera- .tionen wurden die chinesischen Buchstaben naturalisiert bis zur unserer heutigen eigenen Form. Gelehrte späterer Zeit interpretieren Tagama Ga Hara gemäß den chinesischen Schriftzeidien „Eine Fläche im Himmeidroben". Und in der Tat, das ist die Quelle eines großen historischen Fehlers, der sich durch alle Generationen in Japan bis auf heute zieht. Man nahm an, daß Tagama Ga Hara im Himmel und nicht auf Erden zu suchen ist und daß die Gründer Japans vom Himmel niedergestiegene Götter gewesen seien. Koyiki, das älteste japanische Geschichtsbuch, schildert die Entstehung der Erde folgendermaßen: Am Anfang waren Himmel und Erde ein Ohaos und fließendes Oel, von dem ein Teil sich zur Erde, der andere eidi zum Himmel gestaltete. Mitten ins neue Land stiegen Götter vom Himmel herab. Das war der Glaube der Nation, und selbst moderne Gelehrte nennen dieses Zeitalter das Zeitalter der Götter. Unser religiöser Glaube des Polytheismus kommt von dieser irreführenden Idee. Die Nachkommen der Hebräer. Unter so verwirrenden Vorstellungen der Geschichte Japans erscheint mein Buch „D e r U r s p r -u/h g Japans und derjapaner" und stellt fest, daß die Gründer Japans aus Westasien kommen und daß sie Nachkommen der Hebräer sind, von gleichem Schlag wie die gegenwärtige jüdische Rasse. Die prähistorische!* Einwohner Japans waren die Ainu, Nachkommen Esaus, des Bruders Jakobs. Darob wird man wahrsdieinlich erstaunt und verwundert sein. Aber die Argumente, die ich bringe, sind solilagend. Ich setze auseinander, daß Tagama ein Ortsname auf Erden ist und nicht, wie man glaubt, im Hirn in c 1. Es fpbt einen Distrikt iii Mesopotamien, der Toga rmah heißt, für Zeit der großen Sintflut machte Noahs Arohe in dieser Gegend, am Ararat, halt. Hara war eine alte Stadt in Togarma/h und wurde oft als Haran bezeichnet. Es war die, Heimat Abrahams, bis er nach Kanaan auswanderte. So liegt also viel Wahrheit in der japanischen Ueberlieferung; daß „die Vorfahren aus Tagama Ga Hara kamen" oder aus Hara in Togarma; Die hebräischen Schriften beschreiben dies so: „So ging Abraham, jvie der Herr zu ihm gesprochen hatte. Und Abraham war 75 Jahre alt, als er aus Haran auswanderte." (Genesis 12. 4.) Dies beweist, daß der große Vorfahre der hebräischen Hasse vom Lande Haran oder Hara im Distrikt Togarma in Mesopotamien aorsgewamdert ist. Die Stämme Manasse und Gad. Wir besitzen aber noch einen anderen Weg der Interpretation von Hara. Es gibt einen Ort Hara in Assyrien, wo die Mitglieder der Stämme Gad und R e u b e n und der Stumm Manasse als Gefangene lebten. Die vom Stamme Gad und der Stamm Manasse : Hohen nach dem Osten. Da« Buch der Chronik schreibt: „Und er (König von Assyrien) schleppte sie fort,-sogar die von Reuben und die von Gad und den halben Stamm Manasse, und brachte sie nach Halah und Habor und Hara," (L Chron. 5. 25.) Hier finden wir den Ort Hajah und Hara genannt. Nippon kommt vom hebärischen „ZephonV Unter den verlorengegangenen Zehn Stämmen Israels gelangten Gad und Manasse bis zum fernen Osten und erriditeten das große Reich der ausgehenden Sonne. Sie nannten es „Nippon", was wahrscheinlich von Zephon kommt, dem eigentlichen Namen von Gads erstem Sohn. Die Existenz dieses Namens-taucht in den hebräischen Schriften folgendermaßen auf; „Die Söhne von Gad nadi ihren Familien, von Zephon die Zephoniten, von Haggi die Haggiten." (Mos. 26. 15.) Hier finden wir den Namen Zephon. Und dieser Name ist wahrscheinlich Nippon im Althebräischen. Wir finden auch den Namen Haggi als den der Familie Gad. E* ist sonderbar, festzustellen, daß es in Japan einen Distrikt in der Provinz Yamaguchi gibt, der Haggi heißt. Der Distrikt ist berühmt und verzeichnet als die Geburtastäte hervoRragender Persönlichkeiten, des General N o g i, des Fürsten 11 o und vieler anderer, die alle aus Hagigi stammen. Es war alter Brauch bei den Hebräern, einem neuen Heim oder Land den Namen ihrer Söhne oder Vorfahren zu geben. Die hebräischen Schriften sagen darüber aus: „Er baute eine Stadt nach dem Namen seines Sohnes Enoch." (Genesis 4. 17.) Noahs Enkel Togarmah lebte am Südabhang des Ararat in Mesopotamien. So wurde der Ort nach seinem Namen Togarmah genannt. „Und die Söhne von Gomer, Asohkenas und Riphath und Togarmah." (Genesis 10. 3.) „Abraham lobte im Lande genannt Eber, nach seinem Großvater Eber benannt." (Genesis 11. 14.) Der Name Iwri (Hebräer) soll ein korrupiertes Eber sein. Haran war ein Bruder Abrahams. „Und Terah lebte 70 Jahre und zeugete Nahor und Haran." (Genesis 11. 26.) Barans Land bekam seinen Namen. „Ur der Chaldäer, damit sie hingehen in das Land Kanaan, und sie kamen nach Haran und wohnten dort." (Genesis 11. 31.) Jakob, der große Vorfahre Israels, rang mit dem Engel und ging siegreich hervor. Dann änderte er seinen Namen auf Israel. Sein Volk und dessen Herrschaftsgebiet wurden Israel genannt. Aus» alldem komme ich zum Schluß, daß der Name Japan oder Nippon vom hebräischen Zephon kommt. Wie herrlich ist der Name Israel! „Dein Name soll nicht mehr Jakob heißen. Denn du hast mit Gott gerungen und mit Menschen und bist siegreich geblieben." (Genesis 32. 2.) Man kaun stolz sein, der Nachkomme Israels zu sein. Denn es ist ein Siegervolk. Gott hat es ihm verheißen mit diesen Worten: „Deun ich habe ihn erkannt, daß er; über seine Kinder gebiete bis ans Ende und über sein Haus nach ihm, und sie mögen einhalten: den Weg des Herrn zu tun Recht und Gerechtigkeit." (Genesis 18. 19.) Man denke daran, daß diese Verheißung sich erfüllte ini Reiche Japans. Japan ist heute eine der fünf größten Mäditc der Weit. Die Taube mit dem Olivenzweig. ' Auf dem Wege in die assyrische Gefangenschaft flohen einige Auserwählte des Volkes Israel nach dem Osten mit zwei heiligen Tafeln. Das Buch der Chronik erzählt:. „Es waren nur zwei Tafeln von jenen, die Moses auf dem Horeb geschrieben hatte." (IL Chronik 5. 10.) Das beweist/daß z-wei heilige Tafeln mit weggetragen wurden. Ich schließe aus meinen Studien, daß es die beiden Stämme Gad und Ma nasse waren. Sie erreichten den Fernen Osten und errichteten ihr ideales Königreich der T he o k r a t i e. Um all diese Fragen zu klären, habe ich mehr als 100 Belege aus den hebräischen Schriften sowohl als auch ä«us F,K o y i k i'\ dem ältesten und heiligsten historischen Ruch Japans, und aus alten Büchern der Japaner und der Hebräer. Von den 100 will idi einen anführen. Das Buch Genesis besdireibt ausführlidi die Sintflut zur Zeit Noaihs. E« war ein großes Ereignis in der Geschichte der hebräischen Rasse. Ich weiß nicht, ob beim jüdischen Volk eine historisdic Gedenkzeit hiefür begangen wird oder nicht. Aber in Japan wird dessen alljährlidi gedacht, seit der grauen Vorzeit bis auf heute, obwohl die Ueberlieferung von der großen Flut velorengegangen ist. Nichtsdestoweniger wird der 17. Juli eines jeden Jahres als ein Nationalfeiertag in ganz Japan begangen. Japanische Geschichtsschreiber, Gelehrte und auch Priester wissen nicht, warum «ie den 17. Juli oder den siebenten Monat, den siebzehnten Tag des Monats als Nationalfeiertag begehen. Aber die hebräischen Schriften weisen entschieden darauf hin. „Und die Arche rastete im siebenten Monat, am siebzehnten Tag des Monats auf den Bergen des Ararat." (Genesis 8. 4.) Am großen Festtag in Japan wird eine Arche oder ein heiliger Wagen herausgeführt. Auf dem Dach ruht «in goldener Vogel mit grilnen Olivenzweigen im Mund. Aber kein Mensch weiß, warum der Vogel einen grünen Olivenzweig im Schnabel tr#gt. Auch das finden wir in den hebräischen Schriften. „Und die Taube kam zu ihm (Noah) zur Abendzeit und siehe, sie hatte einen frischgepflückten Olivenzweig im Sohnabel. So wüßt« Noah, daß die Wasser zurückgetreten waren von der Erde." (Genesis 8. 11.) Wer kann leugoieu augesichte dieser Tatsachen, daß die Japaner keine Verbindung rojit den v«r« loreuen Stämmen Israels haben? , '

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