Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 133 (4.4.1930)
- Date
- 1930-04-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preis 35 Groschen Bk V«b« feig Ii irä BEZUGSBEDINGUNGEN Oesterreich monatlich S 1.50, vierteljährig S 4.20, ganzjährig S 16.—; Polen monatlich Zloty 2.—. vierteljährig Zloty 6.— . Tschechoslowakei monatlich Kc. 6.—, vierteljährig Kc 15 —, Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.—; Rumänien monatlich Lei 40.- vierteljahrig Lei 120.—. REVUE BEZUGSBEDINGUNGEN Deutschland monatlich Mark l.— vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 40.—, vierteljährig Lewa 1.20. Italien monatlich Lire 5.—, vierteljährig Lire 14.— Schweis und die übrigen Länder monatlich Schwe<2et Francs 1.50. vierteljahrig Schweizer Francs 4.50. HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER Redaktion und Verwaltung: Wien, IX., Universitätsstraße 6—8 Telephon: A25-2-82 — Erscheint jeden Freitag Jahrgang 4 Freitag, den 4. April 1930 Nr. 133 Beim 0djmerjett ♦ ♦ ♦ Sogol Soblcttcn! $oga!<$abIetttn ftnb unübertroffen *ur 8et&mj)rung rheumatischer, gichtischer und nervöser Schmerzen, Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten« Soflal fdjeibtt bie$arrnäure aus unb gebt bofjer birett jur SBurgel bti Hebel« 1 9Scnn Xattfenbe ton Sterben bieje« Littel üerorbtten, fönnen oud> Sie es öertrauenSooa.faufen. fragen ©te Sfjten Qr&t!-3n ollen Slpotrjefen. $rei« S 2.40. ö 83/84 KURORT BADEN bei Wien. Winterkurqrt, radioaktive Schwefelbäder gegen Gicht, Rheumatismus, Neuralgien. Trinkkuren mit ausgezeichnetem Erfolg gegen Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, der Gallenwege, der Niere und Blase. Alle Im redaktionellen Teil befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beijrefüetes E bezeichnet. Der Bericht der Untersuchungskommission* Voll Unrichtigkeit und ungünstig für das jüdische Aufbau werk. — Niederträchtige Angriffe der Araber. — Die Schuld des Mufti nicht erwiesen. — Gouverneur Luke trägt keine Schuld. — Die Araber fürchten, unter jüdische Herrschaft zu geraten. — Eine besitzlose Araberklasse hat sich gebildet! — Vorläufige Drosselung der Einwanderung und Einstellung von Bodenkauf. — Unzureichende Garnison. — Polizei unzuverlässig. — Kommissionsmitglied Snell protestiert gegen den Bericht zugunsten der Juden. WiiT .:ta';n®ein -den aus London eiragdflngt.en Auszug a>us dem Berichteder Komtriissiion, w«klrre z-iir Untersuchung der A u gu s t u ji t<u ti e n eiing.eseitet worden war. Der'Beniciht, auf den näher eiwzaiigeihen nötig sein wird, is-t;—• wievon •arns bereits voraus ««nieilidet wurde — ittir die• Jüdische Säühc ungü<nstig/Er ist von Miß wollen •diiikfciert, ynä '-von Wddeins-prßeften^ndÜtiw^^brfMrften. Ob .u.nd..wie wedt peTsöiiilicihe Voreingon€iinitr»eniheLt mitgespddt hat, ist schwer'■•fe®feiisit'eJi!ien, alber nqüit"v'ölflfl*®er KIa.rlri«ii,t e»rgiifot steh, d a ßia&diie Ta k tiik d>e;r Araber gesiegt ba' t; daß siöri die' T«'ktJkder ilo m;i sii ä eben Leitung als seh w ä c h d i c ih umd u n k H u g erwiesen und «licht bewährt ihat. Die Araiber (halbem gesagt, w a s s4 e woii e n, und sind zur Ofifensfive öbergegan©en. Die zionisiisdhe Leitung, welche( das vom schwersten Unreoht betroffene Volk' zu -sobützem toa-tte, n'®t niioht Redit tfordeirnd än dem Scihiraniken" getreten, (ba-t ddipicana^istiert,':ihat -sioh i.n die VerteMiiigU'hig diräwgen;Iiais-s;e»n von Mördern, wird Hetizern, und hat auch die Vcrt eiddigUiiigBiSiteiil'U msr «iijoht im behaupten verstanden. _ ' Londo.n, 31. März. Der heute'VeröiifenüIdcJitc Bericht' der von der engiMsciben Regie-mhig eingesetzten U >n t e r s u c!h ü m g s k o im im d s s i o n über die Un>ruihien im Pailästtoa steldt fest, daß dde Unruhen aim 23. August du.rch einen Angriff der Arab er - auf Jude« edngedeü'tet wurden, für den 'keine Entschuldigung festeus teilen ist. 'Insbesondere is t die Behaup tung u nzutr efirend, wonach dde Araber durch vorausgegangene' Mordtat«« der Juden gereizt worden «eiem. Die Uinrudien waren nd cib t vorbereitet. Uinruihen sind nicht gJeicbzedtig ftn alflen Teilten Pailiästihas erfolgt, sondern, sie verbreiteten sech von der Hauptstadt dangsatti fori Lani'fc einer Anza.hll von Tagen nach den Außenbezirken. Die Unruhen bestanden in niederträchtigen Angriffen der Araber auf die Juden sowie der nutzlosen Zerstörung Jüdischen Eigentums. Eine Ausrottung der jüdischem Gemedimde in Hebron ist nur mit kinapper Not verteidert worden. In einige n w eudg em Fä'lll e« hab en di e Jud en die Araber angegriffen und arabisches Eigentum zerstört. Diese unientschu-lidibaTen AngrdiSfie waren durchwegs Reipressadden der Juden in den Gege-nden, in den«n die Araber bereits An®rdtfe mi die Juden verübt hatten. Die Unruhen waren keine Revolte gegen die engllcbe Regierung In Palästina* Der Bericht beschiäftigt sich dann <m{ zdondstisclhen Besch wer dem und steilH fest, daß der Beweis nicht geliefert ist. wonach der Muftd von Jerusalem die Unruh e n an«« z ei ißtt habe, um sdch i-n seiuer StöHumg zu behaupten. Die Qriga.ndsationen, die der Mufti geschaffen habe zum Scibu.tZ'e. dter' Heiüiigen Stätten, seien nicht daizu /beis.tiii^^ , \ Dem. Mnftif falle aber; wie allen Personen, dde aufreizend auf die öffentliche Meinung gewirkt hätten, ein Teil der Verantwortung für" die Ereignisse In Palästina zu. Die Neuerungen der Moihamimedameir in der Nähe der Kilageimaui&r seien te 11« dazu bestimmt gewesen, die Juden Nur diese Schwedenk finge macht Rasieren zum Vergnügen Die führende schwedische Weltmarke zu ärgerm, teite dienten sie dem Zweck, 'mohammedanische Eigemtumisrechte am der Mauer und ihrer Umgebung geltemd zu machen. Dem Mufti gebühre kein größerer Teil der Schuld als einigen jüdischen Autoritäten. Der Beweis sei nicht geiiöfert, daß der Muiftii dde Mohammedaner aufgefordert habe, sich am 2*3. August in Jerusalem eimzufinden. Verbiin'dumgen zwischen dem Muifti und Agitatoren sind.gleichfalls nicht nachgewiesen worden. Nachdem die Uraruihen ausgebrochen sind, hat der Muifti mi't der Regierung zusiaiwmein gewirkt, um dde Ordnung wieder herzusiteiüen. Dde arabische Exekutive in Palästina hat gleichfalls keinerlei Vorbereitungen fürdas Hervorrufen von Unruhen getroffen. Einige MütgUeder der Exekutive hahen zweifellos sich am der Propaganda unter der umgefoiddeten Bevölkerung beteiiliigt. Dem Muf>td und• der. airalbischen Exe-, kutWe faMe.zur Last, daß sie dn der Woche vor den- Unruhen nichts getan haben, um durch edne öffentidche Erkdärumg - zugunsten von Ruhe und Ordnung SteMumgzu nehmen. Der Bericht stellt dann fest, daß der stellvertretende Gouverneur Luke nicht fahrlässig gehandelt habe, (Fortsetzung auf Seite 2.) S Sampteg, am 5. April, um %9 Uhr, im S Saale Hotel Continental, 1I„ Taborstraße James Arthur Balfour und das indische Volk Referent: Dr. Abr. SOfine Oer Kampf Min Irez Israel Nach dem Berichte derUntersughungskommission Referent: Oberbaurat Robert Stricker Regiebeitrag 30 Groseben /4uc& tc£ Mctufe tycufpveib/en 'nutr </^F'-ih. St c. Jissiansky-Schuhe ÄÄr VII. KAISERSTR, 46 {im sto«) Vittorio Weinberg» Mit dem Namen Vittorio W e i n b e r g verknüpft sich in der internationalen Musikwelt ein repräsentativer Sänger, ein Künstler außerordentlichen Formats. /^Is Mitglied der Mai lander Sca Iä mit jenem Rühm, ausgezeichnet, der jedem Angehörigen dieses einzigartigen Operninstituts zukommt, betritt der-kaum 30jäh<> rige Sänger die europäische Arena. In seiner kurzen Biographie ist schon ein Teil seines Wesens eingeschlossen. Als jüngster Sohn eines Rabbiners in Szedlec in Polen geboren, genießt der junge Wolf (so heißt der Knabe) eine streng religiöse Erziehung, wandert mit seinen Eltern vor dem Kriege nach Erez Israel aus und wird dort einem Terapeldirigenten" in die Lehre gegeben. Der talentierte Junge geht nach Italien, wo er unter den größten Entbehrun* gen weiterstudiert und sich einer wandernden' Operntruppe anschließt. Puccini hört ihn singen und be* hält ihn in den Augen. Sein Name erhält Klang. Wolf Weinberg tritt in großen Konzerten auf, unternimmt eine Tournee nach Amerika, von wo er plötzlich zur Eröff» nungsvorstellung der kgl. Oper in Rom von Mussolini eingeladen wird. Und schließlich besiegelt ein Engage* ment an die Mailänder Scala — er ist der einzige Nichtitaliener an dieser Oper —■ seinen Triumph. Nun geht sein Ruf durch die Welt. Der große Künstler Weinberg zeigt aber auch alle Tugenden eines großen Charakters/ Nicht einen Tropfen seiner nationalen, seiner z i o n i s t i s c h e n Ge« sinnung hat er seiner Karriere1 geopfert. Als ' stolzer Jude hat er sich überall bewährt. Seine Sehnsucht gilt Erez Israel, wo er ein Grundstück erworben> hat, um sich später dort niederzulassen. Sonntag, den 6. April, trifft Vittorio Weinberg in Wi e n 'ein, Montag, den 7. April, .. singt er im"; Radio, Mittwoch-den 9. tritt er im G r o ß,e n M u s i k v,e r e i n ss a a l auf,' Hierauf begibt er sich auf eine Konzerttournee nach Polen, wo sich bereits ein Festkomitee zu.seinem Empfang gebildet hat.