Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 129 (7.3.1930)
- Date
- 1930-03-07
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 12 DIE NEUE WEIT Nr. 129 GRABSTEINE FRIEDLÄNDER & DEUTSCH Wien, /. Be*n SeHentletiengtute 2, Telephon V-28-1-28 XI., Zenitalfriedhof, neb. d. /. Ter, Telephon U-78-9-8S Kinderwagen fomilnfaehtten b!t nimfelnttsit flenra trisugtKoifei»arerilrii«stiia M. ENQEIBERG, XX., Wallantteinplats * (Eingang Bauerlegasse 1) Filiale: XX., Kloslerneuburgerstraße 91 Telephon A4I-406 und A-47-4-97 Kataloge gratis RADIO in eleganter Kofferform für Radio und Schallplatten, spielt Uberall ohne Antenne, ohne Erde, sowie alle modernen Netzempfänger, Radio*Apparata mit Auslandsempfang. Radio-Bestandteile, Kredit bis 20 Monate, bei 1Ö«/. Anzahlung u. \% Zinsen per Monat. 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Ii S 6.- bei der Wiener Messe-Aktiengesellschaft, Wien, VII., Messe* platzt —•Eintrittskarten (zum einmaligen Besuch der Rotunde oder des Messepalastes und der. Neuen Burg) ä S 2.50 bei den Kassenschaltern der Messehflusei1. Luxua«Apparate mit u. ohne Trichter^ Seban« platten v.S 2.-, die neuesteh Schlager in größtei Auswahl, erhalten Sie für S 2.30 Wochenraten, sowie Mandolinen, Gitarren, HärrHonikas, Lauten, Violinen, Zithern, Blasinstrumente." t Musikhaus SCHLES|6Efr^.ffiygB BEI BESTELLUNGEN BITTE SICH AUF •DIE NEUE WELT1 ZU;- BERUFEN I Gittlftfitttg von ®olb, Silber, Platin bei 0. IL 6if)eib, 90tete. I. 3fr**} ätHtf'ftat 49, , ßenttoK: VI., ©UBttoert&drferftrafte 8$ Sprächbuch gratis betitelt: „Die psychotechnlsch« Spraohmethode" (431. Auflage). Es wird an Hand von Be spielen gezeigt, wie der Vokabelschatz einftr fremden Sprache ohne Auawendig* lernen erworben und das Studium der Grammatik durch Pajcho-Auto«. matlslarung ersetzt werden kann Wer eormetl und mühelos in voll* endeter Geifiufl|fkelt Englisch, FranzSslsoh usw. meistern möchte.. erhSIt das aktuelle und'lehrreiche Buch umsonst und portofrei übersandt vom: Verlag für zeitgemäSe Sprachmethodik. München E 38; Bavarlarlnp 10. Es genügt Angabe von Adresse ü. der Sprache, für die man sich in erster Linie interessiert NÄHMASCHINEN FAHRRÄDER 1930 S20.— m_ona11Ich ohnelngabcl IX. ueciitensteiiistriifie Nr. 27 Tal. A 16-3.64 und A 16-S>63 1!^. Wfediler HnuptstruSe Ifr.8 Tai. A 30.0-36 ' SPORT- UND TOURISTENARTIKEL Verband zionistischer Mittelschüler, Sektion li, tfatere Augartenstraße 35. Samstag, den 8.. Märzy J^8 rUhr .s- „Tr ump eId or «Pe.i.er". Unser. W0Qhen.pr0granama.y0e bisher. ■ . . . ■.).'•' r Zionistische Bezirkssektion IV/V. Dienstag den 11 tyäiz spricht Herr Dr: .-Salomo •: Raopaport über „D i eE n t s t e h u n d e r jüdische n F'a m i 1 i,e n;ri a m e nt\. Beginn 8- Uhr' abends.:.- , Misrachi-Zentrale Wien, Ii., Praterstraße 11. Die Misrachi- Zentrale' htifc/hr ihrer letzjten Sitzung beschlossen, heuer' eine Pessa.chakti'on 'durchzuführen und werden alle Mitfcllede."V.. und Gesinnungsgenossen gebeten, uns in dieser Aktion zu ■ unterstützen. Die Aktion steht unter Leitung unseres Herrn' Osias K n;'ol h; Spenden können .entweder' direßt- In Unserem Büro (II.. Praterstraße' 11. Tel. R-45-6-25) erlegt' oder durch . die Post 'überwiesen : werden. ' (Postsparkassa-Konto 'Nr. B-39i426)." »• - ':•! ' vv\ . , . Mlsrachi-JugeadzentraJe Wien, II.. PraterstraBe.il. Wochen- Urogramm: Montag und,Mittwoch: Talmudkurs; Leiter Herr G. Auste;r- 1 i't'z. Dienstag und Donnerstag: Hebräisch; Leiter Ghawer D." Singet. Mittwoch: Tnach und Mischnaloth. Freitag: Homiletischer Vortrag über den Wochenabschnitt; Vortragender: Herr Rabb.-Dr.'M. Wunderin a n n. Beginn sämtlicher Kurse 8. Uhr abends. Zelre Mlsrachl Wien, 11., PraterstraDe 11. .Samstag den'8. d. um 8 Uhr abends. Vortrag des Schriftstellers Herrn Daniel P e r s k i, New York, im Saale der M. J. Z. Thema: ,,Die religiöse Strömung im amerikanischen Judentum". * r ■ Purlmleier der. Mlsrachi-Jugendzentrale. Sonntag den 16. d„ nräzise -8 Uhr abends, findet in, unserem Festsaale eine große Purimfeier mit überaus, reichhaltigem Programm statt. Kleiner Regiebeitrag. Brlth Noar Mlsrachl II. Schabbath ', halb 4-Uhr na'cHniittags, Sichoth der Kwuzoth „Machneh Jehudah". ..Sc. Ch. Landau". •.'.Hechäiil". Montag den 10. d.. 8 Uhr abends. Sichah-Klajith. Erscheinen Pflicht! Jüdlsch-akadömlsche Verbindung „Jordanla". Der vorige Woche siattgefundene G. C. hat folgende Chargen , für das LXIH. Semester gewählt:"' med. Jacob' R 0 s e n f e 1 d X, com. Erich Fuchs XX. com. Samuel K 1 e i n' FX.XXX. Jn das Pj'ä'gidium 'des. Alten-Herren- Verbandes wurden die Herren Dr. Wolf S o hv m'e r, Dr.: Kurt O f f e nli.e rg er.. Dr., Leopold Frucht gewühlt. Histadruth Iwrith. Samstag den 8. März, 8 Uhr abends, im Saale der Bibliothek „Zion", Kleine Mohrengasse 3, spricht Ing. W erin.'er aus Erez Israel Uber „Häawodah haniaasith wlharuchnith l'er.ez Israel". Histadruth Iwrith, Ii. Kleine Mohrengasse 3. Samstag den 8. März' um 8 Uhr abends Disküsslonsabend: ..al' mehuto weechuto schel Dewarenu". Teilnehmer:. G ß l eir.n t e r. P e r s k i. Auer« b a c h. D r e c'h 1 e r. Samstag um 6 Uhr Mjscbnah Pr- ,N. G o I ds t e i n; .7 .Uhr, Dikdukv Prof. A.cW i e s e ri, - Diehebraischb:;Monatst •schrilt 'der Histadruth „D e w a r e n ii" Nummer 1 ist' erschienen. . Jüdisch-akademischer Juristenverein, Sonntag den 9. März-FUhiuuk durch'-die. W,i e n'e r. L a n d e s - H e i I* u n d P f l'e g e a n s,t a 11 a m S t;e i n h 0 f. Treffpunkt 9.15 Uhr. Bellöria. Haltestelle Wasen 46, oder 10 Uhr vor dem Haupteingang in die Ansta.lt. — Wif werden auch weiterhin wie bisher unsere beliebten .Gesellschaftsabende (Jazzkapelle' und heitere Vorträge) Jeden Donnerstag im Cafe'Altes Rathaus (Rosensaal). Wien. I.. Wjpplingerstraße 24-26, abhalten. ..Gaste f wilU .kommen! . .->. . : .Jüdisches?en»rümrder Sozialen ' Hilfs.gemeinschatt,^;II.. Untere Augartenstraße"35: Montag und Mittwoch 'von?7 bis 8;-Ubr , Hebräisch, für Fortgeschrittene I. von 8 bis" 9 Uhr.' für, Anfänger;,>von -9 bis 10 Uhr 'rlür Fortgeschrittene1 Ii. teitunr^Herr HaberrHellrier. Montag und Mittwoch von 7 bis 8 Uhr Englisch für Fortgeschrittene. ' von 8 bis 9 Uhr für Anfänger. Leitung Frl. Haber. Monta«..und, Donnerstag von halb "8 bis- 9 Uhr abends Schwedisches Turnen für Frauen" und Mftdchen (ohne - Geräte). Leitung Ing. Patlaschenko. Anmeldungen 'tttr diese Kurse täglich von 5 bis - 8 Uhr abends im Sekretariat. II., Untere Augartenstraße 35. Zionistische Sektion XX. Samstag, den S. März 1930, viertel 8 Uhr: abends, im Lokale XX.. Jägerstrafje 30, Versammlung. Ueber die wirtschaftlichen Möglichkelten, Entwicklung der Landwirtschaft. Industrie und Gewerbe sprechen Dr. Nahum' Blauer und Ing. Josef Laszkowitz. HasQbomer Hadatl. IL. Praterstraße 7U. Schabbath. 4 Uhr .nach«: ihlttaxs. 2 u »an m e n k u n f t a I l'e r" S c b 0 m r im! Verbsud zionistischer Mittelschüler Beiirkssektion AUergrund. Samstag den 8. Marz findet in > unserem Heime. Wien, IX., Türken. <tra8e 9, unsere Monatsvcrsammluns und : Besprechung der Akademie Statt. Beginn 6 Uhr. Elnlünrlg« Besltddesfeler der Sektion IX des V. Z. M. Die Be«ir)«utktlön IX des V. Z. M. veranstaltet-am 15. Marz im gfoBen Saale "des lödlscbenUVereinsheimes. Wien. YJU..' Bennopjate 'la, «P fp' 8 Uhr abends 'eine einjährige Bpstandesleier. - Bs^'wirkea^ f**: ojH Jfllss Schwarz, Samuel A. Schwager, Makkabl IX usw. Copyright 1^ by „fe Neue Welt", Wien.;^ ••iWtft- Ä »''s- •ü»' lMl9WflPiHfP* Nachfiruc.k verboten, h'! Rpman vpn Schalöm Alechetn. : ' ^' - Ins Deutsche urje^r^en;vön P. ^öJse0^M. ' C$ -^ol^j-Äb. ^^^rl||i^e^ra|ty^wo :eV?wohnt,; dieser 'kleine^Finger, und marsch zu ihrn'nach Hause. Ich'- klopf an die T/ür,, hör ich?(VOh drinnen eine Stimme—seine Stimme selbst, ich hab;tf8i^ erkannt. „Sieh nur hin, wer klopft dort? Wenn_ «j^$f^hWr Dicke^-V,8ag, daß ich nicht zu Hause bin.' Diese^^rte', chachacha, .wie du mich da schwimmen sieJ^t;:Wie^ich; diese Grc^chichte hör, denk ich mir: Eh, .willst 'fuj^gihöii'.-Hängen JNraus,' wird's dir teuer zu steheji kp^^^] 'C^i;:-^., So ' er^jibh,!;'-]^^^^^^'' weiter''.und., denkt,! sich schon aus demv:',Köj$^ne: 1 ganze Intrige.' mit einem Skandal, zweiySltanb'a^^ und. hält seinen jungen Fr^uhd.^|der Hand und,, ereifert sich' ürjd spritzt Funken ^nd 'l^ei^t, wie es seine Art ist, mit lautem Gelächter' «hd'.jdi|:!e'i|aein. Schwur: „Chachacha, ich soll so aller Menschen-i'^yteä ■ 'hahehl" ... Aus Höflichkeit tut Ra?alfescp so, als wynderte er akh sehrv Iii .^irklich^^t .^er^hat. er' von der ganzen Geschichte' nicht mehr /als den Schluß gehört: .chachaclia,' ich soll so aller MehscTien Gutes haben! Rafalescp hat währenddessen etwas ganz. ajnderes im Sinn. Der Narpe Grischa Stellmach bohrt ihm im Hirn. Wie doch! Das ist?: doch der Grischa,: 3teUniach,; Resls Bräutigam . . , Ist dem so, dann ist er auf dem richtigen Weg ... Jetzt bleibt .nur noch eines: mit diesem Grischa SteHmach bekannt werden. ,. , •. . _ •_ . 9, Kapitel. .. Sie fahren nach Amerika. ' : Die granzende Kombination mit den drei jüdischen Theatern in London, die der geniale Kombinator Nissl Schwalb auskombiniert hatte, gelang nicht ] ganz. ' Nicht nur nicht drei jüdische Theater, 'wie Nissl Schwalb sie geplant hatte, sondern nicht einmal das eine Stückchen PaviMomTheater ging zum besten. Das Lon» doner Publikum lief zwar .wie zu einem Wunder, den berühmten Leo Rafalescp aus Bukarest und die berühmte Pr,intadonna Schwalb aus Buenos Aires zu sehen. Das Theater war auch wirklich vollgestopft von oben bis unten, daß kein Apfel bStterjeni Boden fallen k^niieof:.Dw; ga^ze Fehler bestand aber darin, daß das Publikum das gleiche war wie sotut^DiiK ..gleiche Wbite>bjij^'-^in|t seinen Einwohnern, dieselben schwangeren Frauen mit denselben Säuglingen, /die die Bühne mit' ihrem: ,'Weitieh uberschreien, dieselberii. jungen^, Burschen - und.. Mädeis.erdtiB einander < mit Pomerartzenschalen bewerfen und so laut reden und so gevne5'Mch'eii''ünd'r,sich so-heimischif^näli^r benelimeh, däßr das. Theater;el\er;;~ man ^unterscheide wohl — dem Synagogenhof eines kleinen;, '^tädtc^irja.' §n einem warm.en tM«rWg;In) der' Pause gleichsieht als einem Theater. Die Juden von der West*Seite, die Londoner jüdische Aristokratie mit/Lord Rothschild .än.,der Spitze, auf die Nissl ^Schwalb , eigentlich, setztev'wie; auf h vier ^As, Sjteckten nicht einmal -die > Nase hinein ins »Whiteshapek Theater, wie sie^bierbisfie'r';nicht hineingesteckt haben und Äicht "hineinstecken^ werden, \bjs der Messias, erscheint; £her. wkd ein eng^pjjer ^orthodoxer. Raw!sich; wegtaufen und ein moderner. Reformrabbi beten erlernen, als daß ein Londoner Jude voh ' der' Westside 1 irisVWhiteishapel h|nuntersteigt zu dert. SclVnörrern .iri ein. jüdisches Theater, wo 'Juden ''jia^isc1^'"re4ent. jüdisqh spiejen, jüdisch singan und auf Jüdisch tanzen.;;; ' . .; . Mit einem' Wörty: das Geschäft ging nicht zum besten. Den ganzen;-Jetten $atim na.bm.. d|e ,lSVander< trüppe Holzman, Sphwalb!"et Comp.,ab und;es blieb nichts für 4eii Unterhalt der eigenen Schauspieler. Der Kapitalist, der Christ Mr. -Ha,^jbjkins,; hielt schon " fast^ beim letzten Päckchen der Pfüpd Sterling*Summe, ,die er dafür ausgeworfen hatte, und war entschlossen; mitten in der Saison abzubrechen, : r Versteht sich,, daß' das unsern' Kombinator , Nissl Schwalb sehr ärgerte?' Wenn einer kein J(id}ist, dann ist er kein Jud! Er willf;nic|ft Schwätbs. Theorje. verstehen, daß je größer'; der ^opf rüm so größer' die/ K^ppe und je größer "der Töprumrso-größer das Feuerl'5 )'?' 'Schwalb behauptete-fest, daß man. n^cht kleinmütig zu werden brauche und nicht steckenbleiben dürfe.' Im Gegenteil, man müQ;; dast;Theater größer si§\iven. Größer, breiter und schöner. .Man muß Adler aus Amerika herein* zitieren. Man muß eine' Tournee durch ganz , England machen.' Man darf ^ht mit Geld sparen. Er bewies mathematisch mit zwei mal1 zwei, daß jedes Pfund Ster* Hng, die Mr. Hatchkins ,je;tzt ins Theater einlegt, ihm mit der Zeit drei Pfund, .zehn Pfund, zwanzig Pfund, ohne Zahl Pfund hereinbringen ^werde. , i(Fprise^wifoJ*t{> s PMMMMMMM**«**^^ Eigentamer, Verleger, Herausgeber und verantwortlicher .Redakteur Oberbaurat Rpbert Stricker. *-r Drucker«!« und' ¥erlaga*A,*G, Ignai Stetttmann, beide Wies. IX« Uqlversitätaatraße 6—8.