Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 128 (28.2.1930)
- Date
- 1930-02-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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▼J*» ■zr Seife W DIE NEUE WELT Nr. 128 gegen alles unterdrückt, was die Ungerechtigkeit antisemi« tischer Lehren aufzudecken geeignet wäre. Ein besonders typischer Fall in dieser Richtung hat sich erst vor kurzem an der Universität in Liege (Lüttich, Belgien) zuge» tragen. Der Professor für Nationalökonomie an dieser Hochschule widmete eine ganze Vorlesung den wirt« schaftliehen und politischen Lehren Henri Fords, die in der ganzen Welt Nachahmung gefunden hätten. Es sei hierbei, bemerkte der Professor, von be« sonderer Wichtigkeit, daß der bedeutendste Industrielle der Gegenwart, Henri F o r d, den Mut und die Zeit auf« gebracht habe, neben seinen volkswirtschaftlichen Theo* rien und Reformen auch seine volle Aufmerksam« keit der Judenfrage zu widmen, und die Ergebnisse seiner Untersuchungen, die zwangsläufig zum An* tisemitismus führen mußten, mit großen Geld« opfern publizistisch verbreitete und auf diese Weise der richtigen Einschätzung des Judentums wertvolles Material zur Verfügung stellte. Dieser Ausfall des Professors für Nationalökonomie an der Universität von Liege hat unter den anwesenden jüdischen Hörern, von denen eine Anzahl Opfer des An« tisemitismus in ihren Heimatländern sind, begreif« licherweise große Entrüstung hervorgerufen. Ein jüdischer Hörer richtete an den Professor noch während der Vor« lesung die Frage, ob ihm bekannt sei, daß Ford seinen Antisemitismus öffentlich widerrufen, seine Stellungnahme gegen das Judentum als schweren Irrtum bezeichnet und seine sämtlichen Verleger beauf* tragt habe, alle mit seinem Namen in Verbindung ste» henden Publikationen aus dem Verkehr zu ziehen. Henri Ford, führte ein anderer jüdischer Student aus, habe öffentlich erklärt, daß er sämtliche an antisemitische Zen» traisteilen früher geleisteten Subventionen und finanziellen Unterstützungen eingestellt hat. Der Professor mußte, auf solche Weise in die Enge getrieben, vor seinen Hörern zugeben oder wenigstens behaupten, daß ihm von dem Gesinnungsumschwung Fords bisher nichts bekannt ge« worden sei. Als die jüdischen Hörer , dem Professor vor« warfen, daß er durch diese unwissenschaftliche Art sich der Verbreitung historischer Unwahrheiten schuldig machte, ersuchte der Professor schließlich seine jüdischen Hörer, ihm das gesamte Material zu dieser Frage zu be* schaffen. Hierauf wandten sich die jüdischen Studenten an der Lieger Hochschule an den Amerikanisch*jüdischen Kongreß um die Beistellung des in Betracht kommenden Materials und der Amerikanisch*jüdische Kongreß hat sich unverzüglich mit dem in Betracht kommenden Hochschul* lehrer in Verbindung gesetzt.. Die jüdischen Studenten von Liege sind nun entschlossen, ihren einseitig orientier* ten Hochschullehrer auf Grund des ihm nunmehr zurVer« fügung gestellten Datenmaterials zu einem öffentlichen W.i d e r r u f seiner antisemitischen Behauptungen im Rah* men einer Vorlesung zu zwingen. Frau Regine Sitzmarin gestorben. Am 25. Februar wurde Frau Regine Sitzmann geb. Königstein, zu Grabe getragen. Mit ihr verliert unser Freund Leopold-Sitzmann eine treue Lebensgefährtin, mit der ihn innigste Liebe verbarid.' Derri alten, erprobten Kämpfer für die zionistische Sache, dem ergebenen Mit« arbeiter Theodor Herzls, wenden sich anläßlich des Trauerfalles die Sympathien aller zu. Wir drücken ihm unser herzlichstes. Beileid aus. Frau Adele Herz gestorben. %' Einer der treuesten Mitarbeiter. der jüdischen Sache, unser J/reund Herr Jüda Herz, ist von einem schweren Schlage getroffen-worden; An seinem 45. Hochzeitstage wurde ihm .seine Gattin Frau Adele Herz durch den Tod entrissen. Die Verstorbene war die eifrigste Helferin bei den guten Werken ihres Mannes. Ihr Hingang ist ein .schwerer Verlust für viele Hilfsbedürftige. Wir drücken der Familie unser herzlichstes Beileid aus. Danksagung. . Da ich außerstande bin, den vielen Freunden, welche mir in meinem Schmerze über den Tod meiner treuen Frau Adele Trost spendeten, persönlich meinen Dank auszudrücken, tue ich es an dieser Stelle. Juda Herz, II., Große Pfarrgasse Ii. Austritte aus dem Judentum. Bär Alolsia, geb. 8. I. 1899 Wien, ledig, M'I., Scbnirchgasse 8. — Gold Rosa, geb. 7. XH. 1897 Wien, ledig, II., Obere Donaustraße 9. — Fiirnberg Martha,,geb. 6. XI. 1904 Wien, ledig, VI., Gumpendorferstraßo 76. — Hirsch Elisabeth, geb. 15. V. 1905 Wien, ledig, IL, Glockengasse .29. — Leist Rosa, geb. 15. IV. 1904 Wien, ledig, V. Sohönbrunnerstraße 64. — Katz Margarete «eh Engel, geb. 1. VIII. 1899 Budapest, verh., XII., Kobingergasse 14, — Dr. Katz Leopold, geb. 15. XI. 1889 UJfahi, verh., selbe Adresse. — SUberberg Josef, geb. 19. XI. 1885 Odessa, venh,, VI., Stunwrgasse 48. — SUberberg Alexander, geb. 24. II. 1923 Wien, ledig:, selbe Adresse. — Kaff Leopold, geb. 6. IM. 1888 Brünn, ledig, VI., Linke Wienzeile 12. — Jaeger Hans, geb. 10. X. 1894 Wien, ledig, IX., Garnisongasse 7. — Bauer Johanna, geb.17. XII. im Wien, ledig, X., KnöMgasse 25. — Roth Lucia, geb. 16. III. 1906 Wien, ledig, IX., Laklerergassc 4. - Wodltscbks Paul, geb. 15. XI. 1902 Wien, ledig, IX., Nußdorfersrraße 3. — Fischet Julie, geb. 28. VII. 1900 Wien, ledig, XU., Wolfganggasse 26. — Drab Jakob, geb. 21. X. 1907 Wien, ledig, XVM., Parhamerplatz 6. — Frankfnrter Magd«, geb* 1. VII. 1907 Triebt, ledig, XML, GJoriettcgasse 31. — Glaser Bronlsfava geb. Reitzes, geb. 26. IX. 1903 Stanislau, verh., VIII., Pfeilgasse 35. — Horovltz Geza, geb. 3. X. 1902 Nagykanizsa, venh., II., Ferdinandstraße 11. — Rabin Leo, geb. 14. X. 1887 Tamow, verh., Vit, Badhausgasse 10. — Kästner Heinrich, geb. 3. XI. 1905 Wien, Bruck a. d. Leitha. — Fessl Johanna geb. Kohn, geb. 15. XI. 1903, ger. getf., II., Große Sobiffgasse 24. — Fessl Ingebor«, geb. 24. IX. 1923 Wien, ledig, selbe Adresse. — Schimetschek Paul, geb. 19. V. 1901 Wien, Palermo. ~ Schneider Emma geb. Langhammer, geb. 27. IX 1895 Hoflenz, venh., II., Springergasse 3. — Fischer Stephan, geb. 1 XI. 1915 Wien, ledig, Güssing. — Deutsch Egon, geb. 11. VII. 1899 Piesting, ledig, IV., Lambreohtgasse 15. —Bäck Aipfid, geb. 21. M. 1909 Budapest, ledig, IE, Haiitrburgerstraße 52. — Großmann Friedrich, geb 28. V. 1901 Wien, ledig, VI., Stumpergasse 4. — Tyrnauer Josef, geb. 2& MI. 1903 Wien, ledig, IX., Dreihacikengasse 10. — Dr. Schlesinger Georg, geb. 26. V. 1880 Wien, verh., XtX., Ofokircher« gasse 12. > i Ülli I Jüd. Liederabend 1 g Mittwoch, den 26. März 1930, %9 Uhr abend«, Oroßer Feslsaal § (Konzertsaal) im Industriehausv Schwarzenbergplatz 4 1 | i- Segal-Rosenbach (Tenor) | §§ Lieder, Volkslieder (hebr. «. jüd.) Opernarien (ital.) | s Karten: ZionlttUschrÄ Landeskonii'ee, Wl<?n. 1., härntrierstraße28, s m M Rath, II., Tabor8lr. 20a. Parfünierle Schurbe«?, \U, Hafnerg. 3 s T heaier, Kunst und IHIIIIilillllllHIHHIIIIIIIliilHtllllilllillllllllE UteiTAilir Der Dybuk. Gastspiel der * Wilnaer Truppe". Die Aufführung des „Dybuk" durch die Schauspieler der Wilnaer Truppe unter Führung von Alex Stein stellt uns mit einer Strenge sondergleichen vor die Frage nach der Zukunft des jüdischen Theaters — zunächst deswegen, well es um eine Dichtung geht, deren geistiger, religiöser, formaler Gewalt viele Deubuttgen zuläßti Deutungen nach dem Theater hin. Eine Deutung gab die Habima. Bei ihr ward die Tendenz klar, die Faibel, das Wirkliche des Geschehens in die Sphäre des Symiboihaften zu rücken, die Legende, soweit sie ghettovenhaftet ist, ihres' Ursprungs zu entkleiden und sie auf das durch das Theater gegebene sinnliche. Maß zurückzufühjren* >bej .aller, Betonung;des Uebersinirelichen. 'Die Hejfaus^beitunjg der. Mystik fand Unterstüteumg in der hebräischen Sprache, in der dem neuen russischen f heateistif eigentümlichen Technik, die sich aus" Farbe, "Bewegung, "Melod'ie und Musik zusammensetzt. . So 'kam ein einmaliges Kunstwerk zustande, wicht kopienbar, nicht wiederholbar, gebunden ati die Kräfte, diie es schufen. Hinter sich hatte die Habima keinerlei Vergaffigenhei't. ', Der Dybuk der Wifoiaer Schauspieler war an > eine Tradition gebunden, von einer Tradition gehoben. Wenn man ihre Tendenz in eine Formel pressen will, dann muß man sie einen in Romantik getauchten Naturalismus nennen, dem alles unfeertain ist, was sich in der Sphäre des Geschehens "begibt Wir, diie wir im Zuschauerraum sitzen, glauben nicht an einen Dybuk, ebensowenig wie die Akteure der Bühne an ihnvglauben.- Wir glauben auch nicht an das umständliche: Zeremoniell, ja — man kann sagen — sogar als Legende ist der Stoff unserer Seele fremd. (Die Molra der Antike ist juicht auf .die, Gegenwart gekommen, es sei denn als christliches Passionsspi'el.) Was uns im dem Bann zwingen kann, ist einzig und aHein die Illusion, nicht die Illusion der WirkMchJoeit, sondern der Schein als solcher, das Bild, die Bildfolge nach inneren logischen Gesetzen.' Will man sie erfüllen, dann muß man sich dem Naturalismus ergeben. Damit alber wird das ^Kunstwerk zeitlich und örtlich freigrenzt und findet dort sein Ende, wo es beginnen soll: beim Geistig- Seelischen. Die Triebkräfte; die den Dybuk der Wilnaer schufen, klammerten sich an ein reguläres Theater* stück, an' eine Kotwersationskomödie, die. ihren Grumdton von Jenem Element erhielt, das man im Theaterjargon „Stimmung" nennt. Dazu kam noch das Uebel mantgel- •haifter technischer und szenischer Regie, die auch mancher geistige Impuls wicht vergessen machen konnte. Bild rechte sich an Bild, Dialog an Dialog, und was an dramatischer Spannung vorhanden war, kam nicht vom Schauspielerischen, sondern von der Fabel her. Daß die Aufführung Glanzpunkte hatte, kann bei dem hohen Niveau der einzelnen Darsteller nicht wundernehmen. Ais Chanan farblos, zeigte Alex Stein als Zaddik die Höhen theatralischer Kraft, Sicherheit der Technik, Wunder realistischer Details. Adam Dom.b fühlte sich nicht sicher in der Hülle des Meschuiach, ah Sender Branitzer, dem Israel Kamay schöne Herzens« töne lieh, hätte er sich in seiner wuchtigen Art besser ausleben können. Hingegen wirkte Manfla Pikus als dyibukbesessene Lea überaus überzeugend, rührend in ihrer Unschuld und überirdischen Hingabe. Sonja Alt bäum trifft alles; als Amme Frade vollbrachte sie eine erstklassige Leistung. In kleineren Rollen waren Sorokin, Morison, S. Scheitel und die Damen F. Scheitel und J. Witsch von überzeugende* GbarafcterisWk, Sehr wacker hielten sich M. Schneidon und N. Br 1 n<L die in mehreren Rollen ihre Ver Wandlungsfähigkeit zeigten. Ein Separatlob gebührt der neuentdeckten Ester T a u b e, die über Sprech- und Bcwegungstechnik verfügt. Der Sieg der naturalistischen Auffassung ließ einen bitteren Nachgeschmack zurück. Welchen Weg wird dde jüdische Theaterkunst gehen? Wird sie den Spuren der Habima, Granowskys oder den Wikaern folgen? Eine« ist gewiß: der nüchterne Naturalismus, von den Wilnaern bis zur Spitze getrieben, wird neue Tendenzen erhalten müssen, wenn er die Aufgaben wird erfüllen wollen, die die neue jüdische DramenJiteratur ihm stellt. o. r, Hirschbeins „Grüne Felder". Gastspiel der „Wilnaer Trappe". Die letzte Woche des „Wilnaer" Gastspiels bringt die stimmungsvolle Komödie^ in 3 Akten „Grüne Felder" von Perez H i r s c h b e i n in neuer Inszenierung. Die Regie liegt in den Händen des Direktors Alex Stein, dem als Bühneninspektbr Samuel Scheftel zur Seite steht. In den Hauptrollen sind die Damen Sonja A11 b a u m, Manja Pikus, Franja Scheftel und (Jie Herren Alex Stein, Adam Domb, Samuel Scheftel, Israel Kamay beschäftigt. Hirschbeins Komödie steht ab Freitag, den 28. Februar auf dem Repertoire. — Der Vorverkauf für diese Premiere hat bereits begonnen. — Sonntag, den 2. März, geht als Nachmittagsvorstellung (Hi Uhr) „Grüne Felder" in Szene. Jüdische Bühne, IL, Taborstraße 12. In der vergan* genen Woche wurde die „Grüne Kalle", eine der lustigsten jüdischen Komödien aufgeführt. Das Stück behandelt die jüdische Emigration nach. Amerika. Sevilla Pastor in der Hauptrolle hatte wieder Gelegenheit sich auszuzeich« nen. Kommenden Freitag gelangt „Der Jachsen", Ko< mödie in drei Akten von Schorr zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag und Sonntag wiederholt. Sonn* tag, 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten Preisen. Zur Aufführung gelangt „Die grüne Kalle". Am 5. März veranstaltet die Jüdische Bühne zu Ehren der beiden Künstler Waldberg und Horowitz eine große Fest» Vorstellung unter Mitwirkung der bekanntesten jüdischen Künstler Wiens. Tomaschewskis Gastspiel. Seit einer Woche gastiert Boris Tomaschewski, der Verfasser vieler jüdischer Bühnenstücke, gemeinsam mit Ruth Renee (Pavillon« theater London) im Neuen Jüdischen Theater, IL, Praterstraße 60, und erntet reichen Beifall. Das Theater ist fast jeden Abend ausverkauft. Freitag gelangt „Das verlorene Paradies", Lebensbild in 3 Akten mit Gesang zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag und Sonntag wiederholt. Volkstümliche Preise. Veranstaltung der Histadruth iwrith. Sonntag, den 2. März, um 10 Uhr vorm., im Theatersaale der „Jüdischen Künstlerspiel e", IL, Praterstraße 34, ,X>e wa renu-Ma tinee". Festrede Dr. D. Rothblum. Mitwirkende Herr Oberkantor G. Margulies, Schriftsteller Daniel Perski, Frl. Ruth Lebensohn, pellmei Aus Anlaß des 50. Geburtstages Jabotinskys. Im Verlag von Dr. R. Fänber, Mähr.-Ostrau, er-, schienen soeben in einer erstmaligen deutecheh' Üeibefitragung von Aaron Proper und Karl Baum die FeuiMetons Vladimir Jabotinskys,. die er vor dem Kriege unter dem Pseudonym „AltaJena" in führenden russi- Zeitungen über die Probleme der jüdischen Ge#enwaft veröffentlichte und die seinerzeit auf die Geistesen-twick-i lung der jüdisch-russischen Jugend einen entscbedd»ende» Einfluß hatten. Das Vorwort für das Buch, in das auefc eine ausführliche Jabotiimsky-Biagraphäe verarbeitet ist, schrieb der bekannte jüdische Publizist J. Klinoff. Das Buch ejschien aus Anlaß des.50. Ge-t fourfstages von Vladimir Jabotinsky. Palästinaorangen billiger. Einem Gesinnungsfenossen, der eine größere Lieferung von Orangen aus alästiha abgeschlossen hat, ist es gelungen, die Preise derart zu kalkulieren, daß trotz der vorzüglichen Qualität der Palästinaorangen diese den Preisen der Produkte anderer Länder gleichkommen. Wir empfehlen den Gesinnungsgenossen, die Jaffaorangen vorzuziehen und verweisen auf das Inserat S. Halpern an der heutigen Nummer. Wie wir erfahren, ist es der- Hugo Engel-Fdlm- Ges. in. b. H., VII., Neubaugasse, unter größtem Kostenaufwand gelungen, den großen AI Jolson-Tonfilm „Der Jazzsänger" zu erwerben. Dieser Film, der größtenteils im jüdischen Milieu New Yorks spielt, eine ehenswürdigkeit und Sensation am Tonfilmmarkt, wird ab 23. März a. c. im Lustspieltheater-Kino, IL, Prater, Ausstellungsstraße, Flotten-Kino, VI., Mariahilferstraße Nr. 85-87; sowie im Elite-Kino, I., Wollzeile 34, zur Aufführung gelangen.* ' Die echten Palästinaweine stammen ausschließlich aus Richons>Ie»Zion. Die Großkellereien in Richon*le*Zion sind durch den Zusammenschluß aller jüdischen Wein* baukolonien Palästinas im Jahre 1900 unter der Patronanz Baron Edmonde de Rothschilds entstanden. Die anerkannt hervorragende Beschaffenheit der echten Palästinaweine hat natürlich zu Nachahmungen der Etiketten und Mar« kenbezeichnungen geführt. Bei Ihren Einkäufen achten Sie daher genau auf die Etikettierung und den Wortlaut der Herkunftsbezeichnung, Richon<le«Zion, damit Sie die Gewähr haben, echten Palästinawein auf dem Pessach« tisch zu sehen. Ein österreichisches Volksstück im Tonfilm. Demnächst erscheint der neue Sprech-, Gesang- und Musikfiim der Ufa „Der unsterbliche Lump". Dieser Film, der im Rahmen der Joe May-Produktion der Ufa hergestellt wurde, ist der erste große österreichische Film. Oesterreichs Landschaft, Oesterreichs Städte, das österreichische Volk, die eigenartige Schönheit unserer Heimat, ihre in Musik und Kunst -zum Ausdruck gelangende Kultur, werden in diesem Ufa-Sprechfilm in, liebevoller Weise geschildert. Die Geschichte eines jungen Musikers aus der grünen Steiermark bildet d$i Inhalt dieses Tonfilms. Die Aufnahmen für den Film wurden mit riesigem Kostenaufwand in den Alpehländern und in Wien gedreht, wobei zu den Volksszenen Tausende von Statisten verwendet wurden, die. in ihren malerischen Trachten manch herrliche« Bild ergaben. Daß dieser Tonfilm musikalisch ganz besonders reich ausgestattet sein wird, ist bei einem Stück, das in Österreich und Wien spielt, wohl selbstverständlich.