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Die neue Welt · 1930-02-14 · Heft 126 (14.2.1930) · page 1

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Journal
Die neue Welt
Volume
4 (1930)
Issue
Heft 126 (14.2.1930)
Date
1930-02-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Preis? droschen % UEWELt REV U E BEZUGSBEDINGUNGEN: Oesterreich monatlich S 1.50, vierteljährig S 4.20, ganzjährig S 16.—: Polen monatlich Zloty 2.-, vierteljährig Zloty 6.—; Tschechoslowakei monatlich Kc. 6.—, vierteljährig Kc. 15.—; Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.-; w- - - « #s « r* ~ . *-» Rumänien monatlich Lei 40.- vierteljährig Lei 120.-. HERAUSGEB ER: ROBERT STRICKER BEZUGSBEDINGUNGEN Deutschland monatlich Mark 1.—, vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 40.—, vierteljährig Lewa 1.20; Italien monatlich Lire 5.—, vierteljährig Lire 14.—; Schwel» und die übrigen Länder monatlich Schweiler Francs 1.50, vierteljährig Schweizer Francs 4.50. Redaktion und Verwaltung: Wien, IX., Universitätsstraße 6—8 Telephon: A25-2-82 — Erscheint jeden Freitag Jahrgang 4 Freitag, den T4. Februar 1930 Nr. 126 Johann Kremenetzky achtzig Jahre alt x. Als T&eodoPrHeÄ nur jpge Mensch'en und' ait^Tfäur^er. - Die erfahre-, neh Männer, jene;die.'etwa^ueFreicÄt hatten und: etwas igelten, blieben••ihm^fewie^ dAlS» Max-rNordauv der Sehnf tsfclteiv.von - Rang, Ast ,taü{jmte- Mann;; der Feder an Herzlsi .Seite: trat,:-wirkte üdieses Ereignis wie',J Äe'^egitoierung^xd^^fenlsbus-: vor . der geistigenrWs^ti>Als-'iJohann K r)e m^ne tzky, der weit uhdJ breit bekannte Techniker i und Industrielle, der-Re^äöeÄtafjf der qualifizierie'n 'Arbeit, sich Herzl äriscKibß;r,&gännen die Männer der Arbeit, des Wirtschaftslebens, 'welche am Zidnismu« 5-als. einer phan-; tästischeii SpielereigeringschÄhd ^vorbeigegangen waren;zum' Zionismus :Stel-tötf£-1'.;z'u:-*nehm«nv Der Name Kremenetzky hat sie in; {ihrer-- Mehrheit nicht zu' Zidnisteii11 und Zionsfreiindefi - gemacht, aber der auch .ihren Obren vollklingende'. Namen hat ihnen Achtung vor der Bewegung abgenötigt. Als Kremenetzky -kam;'brachte er der zionistischen Bewegung mehr" als einen wertvollen Marin, 'eine'kostbare Kraft.' Er brachte ihr Ansehen und fielen" Zionisten Selbstvertrauen. . \: f Kremenetzky kam ■ als reifer') Mann ,zur Bewegung; und'blie^ treu,.so. treu,, wie nur ein ganz- Reifer ''bleiben' kann. Alle: Rückschläge, alle; Nieder, lagen könnten seinem Glauben nichts: anhaben.^-Wenn es die Durohführung der schwierigsten Aufgaben galt"; 'gelierte:Kremenetzky i .zu-;deno e r s t e.n, an welche?H-e;r/z1:sich; wandte;-:Her^J 'berief ihn«;in.die oberste Leitung. Bei der,-Gründung; der K o 1 on i a 1b ank/^beF 4er . Schaffung des jüjjischjen Nation^ I-: fö n*^s -tat' Kremenetzky in vorderster Reihe mit. In dln Gröben - Zeiten nach Herzls * Tbde gehörte :er Mi;; den Et' h a 11 e r ri < - der -Gr gwÄtion. In :<fa frohen-nnd : bewegten Zeit nacji\der Anerkennung der siöjtfistö^ den Völkerbung. %iti&!t Kremenetzky' allen voran nach Palästina, um 'dp^t/We^e;zn-schaffen," mit:" nie ermüdehder Begeisterung j;un^^^ Alte. : ';' ^emitetzky/'-ist acfytzigtfSJahze alt geworden. AUe'^Ehrungen, "die: ein Führer der Technik und des, Wirtschaftslebens erlangen kann, sind ihm zuteil geworden. VÖdler Erfolg: hat sein Schaffen gekrönt. Aber der wertvollste Posten seiner großen Lebensbilanz.ist: die Ehre, seinem Volke, dem r jüdischen Volke, inder schwersten, in der entscheidenden Zelt treu gedient zu haben, und das Glück, ihm heute in voller..; Kraft weiter dienen zu können. Ein Streitfall zwischen der Jüdischen Kolonialbank und der ICA um 350.000 Pfund für Palästina. Johannisburg, 5. Februar.; (J. T. A.) Das Oberste Gericht der Provinz Natal, das in' Pietermaritzr bürg tagt, -.hat den seit einigen Jahren schwebenden Streitfall zwischen Jewish Colonial Trust (Jüdische Koip^ialtjapk), und Jew^sh Colonisation Association (JCÄ): betreffönd' die Hinterlassenschaft des im> September 19J24 unverheiratet verstorbenen A1 b er t Solomon ,Na th a n soeben zugunsten des ' J e.w i 8 h .Co 1 o- Ä'i a 1 (Trust 'entschieden.-In. seinem,feinen' Monat vor : seinem Tode, aufgesetzten Testament bestimmte* Nathan, naöbd^m er verschiedene philanthropische; InstitutionenijiV Südafrika und in Europa mit jährlich auszuzahlen-* "den Legaten bedacht hat, daß der Rest seines Ver-T! mögens.in -Höhe von 3 5 0.0 0 0 J? f u o drim .5 0. rJ a h r »>. IKOHLE^KOKS ANTHRACIT •MMMter auallHH BÄSCH. IV. Argftntfnlerttrafle 22 U-41*2*7 Alle im. re.4aktiQnellen. Teil befindlichen entge/Itlictoerj Notizen sind durch ein JiejgÄt^ E kezeiobnet, nach seinem Tode samt Zinsen u nd Gewinnen dem Jüdischen' Kolonialverbande übergeben werde, der aus dem Legat einen „Solomon N,athan-Fonds" zur „Landansiedlung von Juden in ihrer alten Heimat Palästina" schaffen soll. Die Summe ist in südafrikanischen Staatspapieren angelegt. Nach einer sorgfältigen Schätzung wird das Vermögen im Jähre 1974, wenn es laut dem Testament seiner Bestimmung zugeführt werden soll, nicht w e n i g e r als 1,2 5 0.0 00 Pf und betragen. Es' entstand ein Zweifel darüber, w ej^h e n jüdischen Köloriialverband Nathan gemeint haben könne: den: Jewish Colonial Trust, der ein Instrument der zionistischen Bewegung ist, oder die Jewish Golonisation Association. Die südafrikanische' z i o n i's t |!s ch eFö d e r ati o n vertrat gegenüber dem.Gericht!die- Inteüessen; des Jewish Colonial Trust und^ war be^üjbt^:ii.9<^tfw'eisen, daß Nathan eine, affdereffirpe^ haben 'könnte, da .es iina doch um die Ansiedlung von Jüd^n in; Pala^tintt.^ vertrat den Standpunkt, daß. sie vor 1924 ebenfalls fedibnisationsarbeit in. Palästina geleistet habe und Nathan sie gemeint haben konnte. Ein Neffe des verstorbenen Nathan bestritt die Ansprüche beider Körperschaften und vertrat den Standpunkt, daß .wegen der falschen B e z ei c hnung das Vermächtnis nichtig sei und die Summe der Familie zufallen müßte. Die Erledigung: des Streitfalles verzögerte sich dadurch,, daß verschiedene Führerder zionistischen Bewegung und der JCA in Europa vernommen werden mußten. Erst im Oktober 1929 war das Oberste.Gericht von Natal im Besitze der erforderlichen Aussagen und anderen Beweismaterials, so daß'es am 5. Dezember, und zwar durch die"Richter F. S. Tatham und F. L. M.ä11hews, an die Bearbeitung' des' Materials und die'*' Aus a r'b e it' u n g ' d e s Urteils schreiten konnte. Die E n ts'cheidung ist nunmehr zugunsten .des :-. J e w i s h C o 1 o n i a 1 T r u s t g e f a 11 e n. Der J. C. T. wird im Jahre . 1974 in den Besitz eines Vermögens von mindestens 1,250.000 Pfund gelangen, das dem-jüdischen Ansiedlungszweck in Palästina zur Verfügung stehen wird.. Der jüdische Polizeimann Hinkis jsum Tode verurteilt. Jerusalem, 5. Februar. (J. T. A.) Am Mittwoch, den;5.-Februar, nachmittags, sprach das Gericht in Jaffa das Urteil in dem Prozeß gegen den Polizeimann, H i nkis aus Tel. Aviv, dem die Anklage zur Last legt, daß er am 25. August in der Gegend zwischen Jaffa und Tel Aviv als der Führer einer erregten jüdischen Gruppe in ein arabisches Haus eindrang, wobei fünf der Insassen des Hauses getötet und zwei verwundet wurden. Das Gericht erkannte Hinkis schuldig und verurteilte ihn zum Tode, Gegen das Todesurteil wurde Revision eingelegt. Der. 25. August 1929 war ein trauriger Tag für die Städte Jaffa und Tel Äviv. Erregt.durch die Vorgänge, in'Jerusalem sammelte« sich arabische Gruppen auf dem arabischen Friedhof in der Nähe von Tel Aviv an. Britische Polizei, die annahm,'daß die Araber in Tel 'Äyiv^eindringen' wollten, schoß auf die Menge, wodurch, einig© Araber getötet und; verletzt wurden. Es kam . .dann zu verschiedentlichen Angriffen von. A r abVrjn auf J u d e n i n J a f f a. Eine Gruppe junger Juden aus Tel Aviv,, unter der Führung von Benjamin G o l d'ber g, dem Sohne 'des Führers der russischen Zionisten Isaac Goldberg, begab sich an einen Punkt zwischen Tel Aviv und Mikweh Israel, um eine dort in eine gefährliche Lage geratene Gruppe jüdischer Arbeiter w retten. Sie, irrten. y_om Fege ab, wurden

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