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Die neue Welt · 1929-11-15 · Heft 113 (15.11.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 113 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „Acht Brüder sind wir gewesen . . Eine Judenlegende aus Nordkarolina. Der vor einigen Wochen in Nordkarolina (Vereinigte Staaten) abgeführte Mordprozeß gegen streikende Textilarbeiter hat wegen seiner internationalen Bedeutung Hunderte von Pressevertretern nach Nordkarolina geführt. Für viele Journalisten war es eine Entdeckungsfahrt. Und sie haben auch die gute Gelegenheit benützt, Land und Leute dieses Staates von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu studieren. Es lag nahe, daß der Berichterstatter des New Yorker jiddischen „Vorwärts" seine Anwesenheit in Nordkarolina dazu benützte, um die Lage der dort ansässigen Juden und ihre sozialen Verhältnisse kennenzulernen. Viel Interessantes und Seltsames hat der jüdische Journalist dort gesehen und erfahren, aber folkloristisch das Interessanteste war die nicht unter den Juden, sondern unter den in diesem Staat die Mehrzahl bildenden Christen der presby terianischen Kirche lebende Judensage, die so sehr an das bekannte russisch-jüdische Volkslied „Zehn Brüder sind wir gewesen und haben gehandelt mit Wein, einer ist gestorben, sind wir geblieben n e u n" anklingt. Nicht, weit von der Stadt Charlotte, wo der sensationelle Prozeß stattgefunden hat, liegt die Stadt Salisbury mit ihren sieben alten Kirchen, die in der Geschichte von Nordkarolina eine große' Rolle spielen, da in diesen Kirchen in den Jahren 1765 bis 1770 Pastor Alexander Craguehead seine berühmten Reden für die Selbständigkeit von Nord- und Südkarolina sowie für die Säuberung der christlichem Kirche von verschiedenen Dogmen gehalten hat. An jede dieser sieben Kirchen schließt sich edn Friedhof an, und in einem dieser Friedhöfe liegt der als Heiliger verehrte Revolutionspastor begraben. Am Kopf- und Fußende dieses Grabes steht je ein mächtiger Baum', von denen die Sage erzählt, daß sie durch ein Gotteswunder aus jenen zwei Holzlatten emporsprossen, auf welchen der Sarg des heiligen Pastors seinerzeit auf dem Friedhof begraben wurde, und die dann plötzlich Wurzel faßten und sich wie lebendige Bäume üppig fortentwickelten. Einige Schritte von diesem Grab befinden sich zwei Grabhügel ohne jede Bezeichnung. Nach der Volkssage nun sollen in diesen zwei Gräbern zw,ei jüdische Brüder begraben liegen, von denen die Legende folgendes zu erzählen weiß: i In jenen unruhigen Zeiten 1765 bis -1770 kamen drei Juden aus England nach Nordkarolina und ließen sich in Charlotte nieder. Kurze Zeit darauf folgten ihnen fünf Brüder, die ihren Unterhalt, wie das bei jüdischen Pionieren in den eritfernten Erdteilen fast immer der Fall'zü sein pflegte, damit/fristeten, daß sie als Peddler die Landbevölkerung mit verschiedenen Waren und Konsumartikeln versorgteil. Die acht Brüder — sie hießen mit dem . Familiennamen. Cardova und waren offenbar Spaniolen — brachtön sidi redit und schlecht durch und begegneten auch bei ihrer christlichen Umgebung im großen und ganzen freundlicher Aufnahme.. Aber die fanatischen Presbyferiancr fanden, da sie keiner Kirche angehörten*/daß die acht Brüder auch keinen Gott haben, weshaiB die kirchlichen Kreise sie mit scheelen Augen ansähen., So. kam es, daß, wenn einer der acht; Brüder in ein Dorf kam, er ohne Nachtquartier blieb, obgleich, das ganze .Dorf seinen Bedarf bei ihm gedeckt hatte und. zu ihm als Geschäftsmann das größte Vertrauen bekundete. Aber er blieb in den Augen dieser Dorfleute iin gottloser Mensch, edn „Mensch ohne Kirche" . . .„Oft waren deshalb die Brüder gezwungen, in Ställen, in Höfen, oft sogar auf freiem Feld zu nächtigen,, weil die fanatischen Presbyteyaner mit einem „Menschen ohne Kirche" die Nacht nicht unter einem Dach verbringen wollten. Das war auch der Grund, weshalb die acht Brüder ihre Geschäfte in den Provinzortschaften nur im "Sommer abwickeln konnten. Sobald die rauhe Jahreszeit sich fühlbar machte, kehrten die flicht Brüder" nach Charlotte heim, wo sie in einem gemeinsamen Haus, welches noch heute steht und unter dem Namen „Hopewell" (gute Hoffnung) bekannt ist, wohnten. Mit der ersten Frühlingssonne zogen sie weder in die Dörfer hinaus. Und nun erzählt dief presbyterianische Judenlegehde weiter: Nicht lange konnten sich diese acht jüdischen Brüder „ohne Kirche" des ungestörten Glücks erfreuen. Bald war, wenn sie zur Winterszeit beisammen waren, der Bruderkrieg zwischen ihnen ausgebrochen,. Und als einmal der. erste der acht Brüder zu Beginn der Winterszeit in das während des Sommers -unbewohnte gemeinsame Wohnhaus nach Charlotte zurückkehrte, fand er am Tor einen Zettel angebracht, in welchem ihm die Mitteilung wurde, daß einer der acht Brüder nicht mehr heimkehren werde, weil er in einen) Dorf in einem Stall, das, während er darin nächtigte, eingeäschert wurde, als1 verkohlte Leiche aufgefunden worden sei. Nicht lange danach wurde ein zweiter Bruder in der Nähe des Katubaflusses tot aufgefunden. Ein. Schlangen* biß hat seinem Leben ein Ende beteit&U Derselbe Fluß Katuba hat, als er im nächsten Frühjahr Uber die Ufer stieg, die ganze Gegend überschwemmte und' viele Menschenopfer forderte, auch einen dritten Bruder der acht Cardova-Brüder verschlungen. So waren denn von den acht Brüdern nur mehr fünf übriggeblieben. Ein Jahr später traf die Meldung _die mm WELT_ ein, daß der vierte der Brüder* in einem Gefecht der Revolutionären unweit von Charlotte einer Kugel zum Opfer gefallen sei. Traurig und gramgebeugt verbrachten die vier Brüder den folgenden Winter in ihrem gemeinsamen Haus. Man sprach nur sehr wenig miteinander, jeder hing seinen Gedanken nach in Angst und Bangen über ihr künftiges Schicksal. Sie waren froh, als der Frühling wieder kam und sie hinaus konnten in die Dörfer, wo sie wieder die alten Erniedrigungen durchmachen mußten. In der letzten Zeit gesellten sich außerdem auch noch die eindringlichen Versuche der Dorfpastoren hinzu, die vier Brüder von ihrer „Hartnäckigkeit, ein Leben ohne Kirche in Unglück zu fristen", zu bekehren. Und als wieder einmal der Winter ins Land zog, kehrten von den übriggebliebenen vier Brüdern nur zwei, von denen die Legende auch die Vornamen bewahrt hat, Eli und Moses, in das gemeinsame Stadthaus zurück. Die anderen zwei Brüder sind während des Sommers den Versuchungen erlegen und haben sich der presbyterianischen Kirche angeschlossen. Eli und Moses lebten einsam als die Ueberreste einer Familie von acht Brüdern und vertrieben sich den Winter mit den Erzählungen über die Zeremonien der Taufe, welche ihre zwei lustig über ihre abgefallenen Brüder. Um diese Zeit begann der Heilige Pastor die zwei Brüder Eli und Moses häüfig zu besuchen und mit ihnen religiöser Disputationen abzuführen, in denen er den zwei hartnäckigen Juden nachzuweisen trachtete, daß der Gott der Presbytenianer der einzige und wahre Gott sei. Aber er fand unüberwindlichen Widerstand. Mit geballten Fäusten schlugen die zwei Juden auf ihr Herz und riefen dem Pastor jedesmal die Worte zu: „Hier, in unserem Herzen, ist unser Gott und hier wird er audi ewig thronen". Der Heilige Pastor ließ nicht locker. Unter dem Vorwand, daß er durch seine Anwesenheit das Haus des Unglücks schützen wolle, um auch die letzten zwei von acht Brüdern vor dem Untergang zu retten, kam er allabendlich während der Winterszeit zu den zwei einsamen Brüdern, und Nachbarn hörten, wie Eli und Moses sich gegen die Behauptung wehrten, daß Gott nur in der Kirche wohne, und mit Ueberzeugung dafür stritten, daß sie in ihrem eigenen Haus, in der weiten Flur, im. Wald und auf der Landstraße, auch wenn sie ihren schweren Warenpack von Dorf zu Dorf schleppen, ihren eigenen Gott mit sich tragen . . . So waren viele Winter gekommen und viele Sommer haben die zwei Brüder Eli und Moses mit ihrer Wanderung durch die Dörfer 5verbracht. Sie waren alt geworden und konnten ihren) ($e§chäft nidit mehr nachgehen. Aber immer noch \ wat1 der ' Heilige Pastor fast ihr täglicher Gast, und je ältep die zwei Juden wurden, desto eindringlicher, wurde er mit seiner Bemühung, die zwei Brüder noch vor ihrem Tode in die presbyterianische Kirche ..hinüberzuretten". Eines Abends — die zwei alten Brüder begannen sich schwach zu fühlen — war der Pastor wieder bei ihnen zu Gast und war nicht wenig überrascht, als sie ihm die Bitte vortrugen, nach ihrem Tod nicht weit von "den4 Grab bestattet zu werden, welches für ihn,' den Heiligen Pastor, im voraus bestimmt war. Ihre Gräber mögen äußerlich keinerlei Bezeichnung tragen, aber in das Grab möge ihnen je eine Steinplatte gelegt '■ werden, welche die Inschrift tragen soll: „Der hier liegt, ist edn Jude, der sich nicht ergeben hat" ... . Die presbyterianische Legende sdiließt wie folgt: Der Heilige Pastor hat Wort gehalten. Die zwei Brüder Eli und Moses sind ihm in den Tod vorangegangen. Die zwei Steinplatten mit der eingravierten Inschrift hat der Pastor persönlich in die Gräber gesenkt. Als er selbst sein Lebensende herannahen fühlte, hielt er in seiner Kirche eine Predigt über die zw,ei Brüder, die sich nicht ergeben, haben. Er prophezeite, daß die Nähe dieser jüdischen Gräber neben seinem Grab es bewirken werde, daß über seinem eigenen Grab zwei Bäume hervorsprießen, die ewig stehen bleiben und für alle Redten .unverwüstlich sein werden. Kein Presbyterianer in der Umgebung von Charlotte läßt sich den Glauben nehmen, daß die zwei mächtigen Bäume am Kopf- und Fußende des Grabes des Heiligen Pastors aus den Seelen der zwei jüdischen Brüder emporgewachsen sind. Noch bis jjur vorigen Generation haben diese zwei Bäume auch die Namen der beiden Brüder, die von acht zurückgeblieben waren und sich nicht ergeben hatten, geführt. Der eine Baum hieß „Moses1', der zweite „Eli" ,, ä Die Einwanderung. Jer us a 1 em, 3. November. (J. T. A.) Auf Ansuchen der Zionistischen Exekutive wegen Bewilligung neuer Einwanderungszertifikate hat die Palästina- Regierung eine offizielle Antwort bisher nipM erteilt, es verlautet aber, daß die Regierung nicht viel weniger als die Hälfte der von der Exekutive angeforderten Zahl der Zertifikate zu bewilligen bereit ist, wobei die Regierung in drei Monaten die Frage nochmals erwägen will. Die Forderung der Zionistischen Exekutive ist in der Wirtschaftslage begründet, für die Regierung scheinen aber momentan politische Erwägunge» maßgeiieiwl zu sein. Im September sind 609 Juden in Palästinn eingewandert, 13>0 Juden sind ausgewandert. Mr. 113 Vom Jüdischen Nationalfonds. Die Eroberung des jüdischen Hauses ~ durch die Keren Kajemeth-Büchse. Der Keren Kajeraeth crsudit alle Freunde, im Laufe des Monats November bei zwei neuen jüdischen Familien die Keren Ka jemeth-Büchso zu placieren. Die Freunde erhalten eine doppelte Karte zugeschickt und werden crsudit, die Familien unverzüglich (mittels der angesdilossenen Karte) bekanntzugeben, bei denen unter Berufung auf sie die Büchsen aufgestellt werden sollen. — Die z ioni stis ch en J ugendgruppen bei der Arbeit. Die zionistisdien Jugendgruppen, die es übernommen haben, bei der Büchsenauf stell u ngsaktion des Keren Kajemeth mitzuhelfen, und zwar die demokratische Jugend, Gdud Zirim, Makkabi Hazair, V. Z. H, Theodor Herzl, Brith Trumpeldor, Verb. zion. Mittelschüler, haben sidi Sonntag, den 10. November, pünktlich um halb 9 Uhr vormittags, eingefunden und ihre Arbeit aufgenommen. — II a b a 11sektion. Die Verrechnung mit den Firmen sowie die Gutschrift zugunsten der Mitglieder ist bereits durchgeführt. Wir ersuchen unsere Rabattsektionsmitglieder, sich in unserem Btireau, 1. Bez., Kärritnerstraße 28, in den gewöhnlichen Amtsstunden, die ihnen gebührenden Rabatte beheben zu wollen. — Garten der Jüdischen Kultusgemeinde in Graz im Chajes- Wald. Die jüdische Gemeinde in Graz hat einen eigenen Garten gestiftet, durch den ihr Name mit dem Aufbauwerk verknüpft werden soll. Er wird im Chajes- Wald gepflanzt werden. Die ersten Baumstiftungeu im Betrage von 381 S sind beim Keren Kajemeth bereits', eingegangen. — Salo Ha u p t man n-Ha in. Freunde und Verehrer des verewigten Direktors der „Phönix"- Lebensversidierungs-Gesellschaft, Herrn Salo Hauptmann s. A., haben beschlössen,'dessen Andenken für alle Zeiten mit dem neuen Erez Israel zu verbinden und zu diesem Zwecke einen Hain von 1000 Baumen zu stiften. 220,50 S sind bereits eingegangen. ^»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦«»»♦♦♦♦»♦♦»♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦<' X o Das berühmte Künstlerpaar . :| ^lljl Vera KaniewskaJ Paul Breitmann 1 ö ab Freitag, den 15. November täglich in den |; Jüdischen Künstlerspielen!! \'< II. Praterstraße 34 ■•:;.' L~„............„.„,.,m..............,,,J Theater und Kunst. Die Europa-Tournee der „IJabiniah". . Zürich, 11. November. (J. T. A.) Das palästinensisohheibräisohe Theater «HaJbi'mab" hat soeben seine Gastspiele in der Schweiz beendet; die Kritik äußert sich in Worten höchster Bewunderung über die Leistungen der Truppe, jjas Ensemble gab in Genf drei, in Lausanne zwei, in Zürich vier — zwischendurch in Straßburg zwei —Vorstellungen und schließlich eine Vorstellung in Basel. — In Italien gestalteten sich die, Gastspiele -des hebräischen Theaters „Habimah" zu einem einzigen groß e n Siegeszf g. In Neapel, Rom, Florenz, Genua, Tu.rin, Mailand usw wurden insgesamt 38 VorsteUuhgen gegeben. „Kreise der Freunde von Habimah" bildeten sich in Rom mit Prof. Dante Lattes und Paulo Milano, in Turin mit dein hervorragenden nichtjüdisehen Maler rjeli'ce. .Casarati und BenedettJ, in Mailand mit dem bekannten' Eiratnaturgen und Redakteur der „Illustra^ione Italiana" Prof./Sabatino Lopez an der Spitze. — Bis 'Ende1 Dezember wird die Hatoimah in Deutschland,, und'' zwar in Stuttgart,. München, Nürnberg,, .■Karlsruhe, Frankfurt a. M., Wiesbaden, -Darmstadt, Erfurt und Berlin Gastspiele geben. Von da..-begibt'.sich das Ensemble" nach Belgien', England und Skandinavien. Anfang April 1930 wird die „Habimah" voraussichtjicn nach Palästina zurückkehren. , ,"' ' .' - -' V Schaloin-Alejchem-Abend. > Mittwoch,, den 20, November, findet im Festsaal des Hotels Post ein;von S. Schwager veranstalteter Rezitatiohsäbend statt, der. ausschließlich Schalom Alejchem gewidmet ist. Im Mittelpunkt des Programines steht „D a s n e u e K, a s s r i 1 i w k e", .dieheitere Dichtung,'in der die köstlichsten Typen der jüdischen Kleinstadt lebendig geworden' sind. S. Schwager, der seit vielen Jahren uneigennützig als Interpret jiddisclier Dichtung wirkt, ist der richtige Künstler, "der die Welt Schalom Alejchenis dein, Ohr .und dem Gemüt des jüdischen Publikums nahebringen kann. Naich dem Sclialqjm- Alejchem-Abend begibt sich Schwager auf eine belgische, und polnische Tournee^ Jüdische Künstlerspiele. Gastspiel Kanie;wska—B reitinanu. Nach Absolvierüng der polnischen Tournee ist das bekannte Künstlerpaar vera K a h i c/wska und Paul Breitmann in Wien: eingetroffen und beginnt das hiesige Gastspiel Freitag, ,c|en 15. November, in den „Jüdischen Künstlerspielen". Als erstes Stück gelangt die Komödie mit Musik „Die Japanerin" von Sigall, Musik von Sekunde, zur Aufführung. Regie: P. Brei t m a n n; Tänze: Vera K au i e w s k a; musikalische Leitung: A. L e i b o w i t z; Bühnenbilder: D. S c \ afrenko. Neben dem gesamten Ensemble wirken als Gäste Max Bryn, Frl. M. Weiland und S. Fostel mit. Innerhalb des Gastspieles Kauiewska-Breitmanu wird eine bisher in Wien noch nicht gespielte Komödie von Schalom Alejchem zur Aufführung gelangen. Im übrigen befinden sich auf dem Repertoire der Gäste durchwegs neue Stücke. S. Strniuer, der berühmte und sehr beliebte Schauspieler, derzeit verpflichtet im Londoner Pavillonthea$er undv auf djer ganzen Welt durch seme einzig schön wiede'rgegebenen jüdischen Lieder bekannt, hat sich besonders durch die Schallplatten populär gemacht. Jeder Besitzer einer Sprechmaschine sollte eine Platte von Stramer seiner Sammluug zulegen. Es wird inter- . essieren, daß in den letzten Tagen einme Neuheiten von Stramer mittels des elektrischen Aufnahmeverfahrens hergestellt wurden, und auf unsere Umfrage haben wir in Erfahrung gebracht, daß, das rührige Musikhaus Excelsior, Aalergasse Nr. 5, dieselben in längstens acht Tagen herausbringt. Die Musterplatten liegen schon auf. Insbesondere die Platte „Sony Boy" aus dem Tonfilm „Per singende-Narr",-jüdisch gesungen, auf der Rückseite „Jiddisch ist gifwird allseitig gut gefallen, r ...,bJ1

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