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Die neue Welt · 1929-10-04 · Heft 107 (4.10.1929) · page 11

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 107 (4.10.1929)
Date
1929-10-04
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. W! ÖIE NEUE WEtT Seite 11 1 Ufa« Sie cufhAn — ■ Fütt DE|* herbst nnm WIMS D TOP IUI RMII mW Wim mmWm #U%II«II ■ Reichste Auswahl In Pullovern», Wollweaten, Strumpfen, Handschuhen, DCDNUROn ff ff" Hl Vlffl 111111 mm m mmm mm m Trikotagen, Damen-, Herren-u. Kinderwäsohe, Pyjama«, Leinenwaren, ULnfinHliU ULI mwm III Oll I ¥ IIhHAH CIA KAI ||Hi! Berufsklela'ereto. En gros - en dötall ™" ." m x fingen tJlc PCI Ulis» infolge Meiner Regien ipottbiHifl! I, Rabensteig 3 (Ecke ScUcnstettengassc) gasse 4, III. Stock) unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Eilischreiter wichtige Bestimmungen. Techniker-Stiftungen. (Bewerbungsausschreibung.) Anzahl der Plätze: 1 im Betrage von S 158 für die Dauer der gesetzlichen Studienzeit und für ein weiteres Jahr nach Beendigung derselben; 3 im Betrage van je § 70 einmalig. Bewerbungsberechtigt sind: mittellose, fleißige, unterstützungswürdige jüdische ordentliche Hörer an der Technischen Hochschule in Wien. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Inskriptionsnachweis. Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist; 29. November 1929. Ein r e i c h s t e.l 1 e: I., Seitenstettengasse 4, III. Stock (Amtsdirektion). Wien, am 1. Oktober 1929. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeihde Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, III. Stock) unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Einschrciter wichtige Bestimmungen. Z. 6491 ex 1929. Wien. 25. September 1929. Kundmachung. Um den Kindern mittelloser Eitern Gelegenheit zu geben, :sioh für die Barmiizwah vorbereiten zu können, hat der Vorstand der Israeli tischen Kul'tusgemeinde Wien einen unentgeltlichen» Barmizwah/-<Kurs eingerichtet. Einschreibungen und Unterrichtsbeginn: Mittwoch, den 2. Oktober 1929 von V*3 bis V*4 Uhr nachmittags im Lehrzimmer der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitens'tettengasse 4, IV. Stock. 'Dauer des Kurses zirka 3 Monate. Der Vorstand. Friedhofsfeier in Leoben. Man schreibt uns aus Leojbenj: Am 29. September fand die feierliche Einweihung der neuerbauten Zeramoniienihalie auf dem jüdischen Friedhof in Leoben statt. Zu dieser hatten sieih eingeifundien die Vertreter der Behörden: Beizirkshauiptaann Dr. Hoffer, Kreisgerichtstpräsident Hofrat Dr. Ulbricht, Vi'zefoürgernieister;;Bichl, Amtsvorstand Dr. Lettnig und der Präsident des Leoibener Handelsgreimiuttis Zmiöling. Nach Uebergabe des Schlüssels durch den Erbauer Ing. R'oßmann 'hielt der Präses deT Obewra^Kadisdba, Herr Moritz Varady,.eine Ansprache. Hierauf sprach der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde in Graz, Herr Dr. Robert Sonnenwald, namens der Grazer Judenschaft. Die Weiherede hielt Herr Landesrabbiner Univ.-Prof. Dr. David Herzog, der darauf hinwies,-daß die Juden in Leoben keine Fremden seien, sondern seit Albrecbt VI. sich hier angesiedelt haben. Hierauf b&glüdkwünschte der Präsident der Grazer Chewra- Kadisefoä, Herr Fürst, die Leoibener zum Getogen ihres Werkes. Hernach tuig Herr Kantor Jakob Koffler Psalim VI vor, worauf die eindrucksvolle Feier beendet war-. Der Gedanke zur Gründung einer Gbewra-Kadischa in Leoben, das 30. jüdische Familien zählt, war schon im Jahre 1913 von Herrn Josef Neumann ausgegangen. Durch den Krieg wutden .die bereits aufbrachten Mattel entwertet, und so ging man im Jahre 1923 neuerlich an die Gründung eines jüdischen Friedhofes in Leoben. Im Jahre 1925 wurde die Chewra-Kadischa gegründet, und durch die überaus tatkräftige Arbeit des seither verstorbenen Herrn Alois Reitmann und der Herren Otto Popper und Moritz Varady war in kurzer Zeit der'jüdische Friedhof geschaffen. Im Jahre 1927 wurde der Beschluß gefaßt, eine ZeremoraenhaMe zu erbauen, und durch die beispiellose Opferwilligkeiit der jüdischen Bevölkerung von Leaben und auch durch Spenden von auswärts war es möglich, daß in so kunzer Zeit der Bau erstand. J Sport« Turnbewegung Der erste Punkt. Hakoah—Nicholson 0 : 0. Hakoah war seit Jahren bei den Fußballspielen rnchiso von Pech verfolgt wie bisher. Aus den drei Spie^ Jen die Hakoah austrug, waren mindestens drei bis vier Punkte herauszuschlagen. Ungeheures Pech und Benach* teiligungen durch den Schiedsrichter ließen die jüdische Mannschaft nicht aufkommen. Im vierten Match gegen Nicholson hatte Hakoah endlich in Schiedsrichter Fuchs einen gerechten Referee, doch blieb die Mannschaft auch diesmal von dem sprichwörtlich gewordenen Schußpech verfolgt. Die HakoahsStürmer vergaben die günstigsten Chancen, die sich in einem Match bieten können. Man konnte aber trotzdem mit der Mannschaft der Blau* Weißen zufrieden sein, da sie-derzeit nicht schlecht spielt und wieder mit der alten Begeisterung bei der Sache ist. Hakoah stellte folgende Mannschaft: Feigl; Scheuer, Feldmann; Fried, Löwinger. Heß; Bader, Posauner, Stern, Mausner, Katz. Der verläßlichste Mannschaftsteil war das Verteidigungstrio. Feldmann, der nach längerer Zeit wieder antrat, war der beste Mann der Blau«Weißen. Er hielt die gefährlichsten Angriffe Nicholsons sicher auf. Auch die Deckung, in der Löwinger hervorragte, arbeitete sehr brav und unterstützte wirksam den Angriff. Der Sturm wollte nicht recht klappen, was darauf zurückzu* führen ist, daß der rechte Flügel Bader*Posauner fast voll« ständig versagte. Mausner hat sich das egoistische Spiel noch immer nicht abgewöhnt, wodurch Katz sehr stark zu leiden hatte. Stern scheint das Torschießen verlernt zu haben. Einer unserer Mitarbeiter hatte Gelegenheit, den neuen Trainer der Hakoah, Jenö Konrad, zu sprechen. Konrads Ansicht ist, daß die Mannschaft weniger an dem mangelnden Können einzelner Spieler zu leiden hat, son* dem durch die wechselnde Führung das Vertrauen zu sich selbst verloren hat. In erster Reihe müßten die Spieler wieder das Selbstvertrauen gewinnen. Das letzte Match gegen Nicholson hat bereits bewiesen, daß die Mann* Schaft besser kämpfte und aufopfernd bei der Sache war Der Hauptunterschied lag darin, daß auch die „Einzel* gänger" der Blau*Weißen im Gegensatz zu früher sich be* fleißigten, das Zusammenspiel zu pflegen, so daß wirklich gute Kombinationszüge zu sehen waren. Hakoah hat bis zum nächsten Meisterschaftspiel drei Wochen Zeit, da am 6. Oktober Spielverbot besteht und am 13. Oktober der jüdische Verein nicht in der Meisterschaft engagiert ist. Da in diese Zeit auch der Termin für Spielerübertritt, der 15. Oktober, fällt, ist es möglich, daß die Mannschaft bis zur Fortsetzung der Meisterschaftskämpfe durch neue Leute aufgefrischt wird. Falls es gelingt, noch im Herbst ein paar Punkte zu sammeln, sind für das Frühjahr keine Befürchtungen zu hegen. Hasmonea siegt weiter. Der Sportklub Hasmonea konnte am lezten Sonntag seine Erfolgseric in der Meisterschaft fortsetzen, indem er den spielstarken Donaustadt A. C. 1 :0 (1 :0) schlug. Das Spiel fand auf dem Ostmark- Platz in Stadlau statt und brachte eine heroische Leistung der Blau-Weißen, die, obwohl sie um die Mitte der ersten Spie'lhälfte Reiß mann infolge einer Verletzung verloren, den einmfii errungenen Vorsprung zähe verteidigten. Nach der Pause hatte der Gegner den heftigen Wind zum Bundesgenossen, aber die Hasmonea-Leu'te konnten ihr Tor rein erhalten. Das einzige Tor des Taffes fiel durch Arm, der auch sonst bravourös kämpfte. Neben ihm sind noch Klarfeld, Josefsberg und der .Tormann Kohn besonders hervorzuheben, aber auch alle .anderen taten ihre Pflicht. — Die Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Kdhn; Klarfeld, Weinwurm; Bäumer, Mondschein, Josefsberg; Arm, Reißmanin, Fisch, Bleiberg, Sternbach. Ein guter Schiedsrichter war Herr Zebetmeier. — Am kommenden.Sonntag findet wegen des hohen Feiertages kein Wettspiel statt. Schwimmklub Hakoah. Einem allgemeinen Wunsche Rechnung tragend, hat der Schwimmldub Hakoah für die Jugendlichen unter 15 Jahren, beginnend mit 7. Oktober 1929, einen neuen Trainingabend im Jörgcrbad eingeführt, der mit Rücksicht auf die jugendlichen Mitglieder ganz früh — von halb 6 bis.7 Uhr — stattfindet..Es werden unter sportlicher Leitung Zsigo Wertheimers und der hervorragenden Trainer Spezialikurse für die Jugend abgehalten, wobei neue Mitglieder und Gäste willkommen sind. Für die übrigen Mitglieder finden nach wie vor die Trainingabende Dienstag und Donnerstag von halb 8 bis 9 Uhr im Dianabad statt. Jüdische Erfolge in der HockeysMeisterschaft. Die Hakoah*Hokeymannschaft scheint sich wieder gefunden zu haben. Die jüdische Elf bot ein prachtvolles Spiel und konnte den verstärkt antretenden Sp. Cl. Allround sicher mit 4:1 abfertigen. Die Tore erzielten Gottlieb (2), Uhl* mann und Dr. Rösenfeld. Durch diesen Erfolg verdrängte Hakoah den AllroundsSportklub vom zweiten Platz in der Tabelle. In der zweiten Klasse endete das Match Blau* Weiß gegen Reichsbund mit einem glatten 2 :0»Sieg des technisch besseren Blau*Weiß. Hakoah gewann bei den Staffelmeisterschaften zwei Meisterschaftstitel. In 4X100 m besetzte Hakoah den ersten Platz und auch die olympische Staffelmeisterscbaft 800X200X200X400 konnte der jüdische Verein für sich entscheiden. Mensa academica judaica. Die Mensa academica judaica, IX., Zimmermannplatz, 8, wird am Montag, den 7. Oktober 1929. 12 Uhr mittags, wiedereröffnet. „Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend." Woohenprogramm: Samstag und Sonntag entfallen sämtliche Veranstaltungen. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß in unserem Heim ein Gottesdienst anläßlich der hohen Feiertage abgehalten wird. Sonntag, halb 8 Uhr abends, gesellige Zusammenkunft.' Montag, halb 8 Uhr abends, Einteilung und Einreihung für die Hebräisch-Kurse. 8 Uhr abends, Sprechchor unter provisorischer Leitung von Chawer Hans Koib. Dienstag, 8 Uhr abends, Sichah der Kwuzah „Dror". Mittwoch; 4 Uhr nachmittags, Zusammenkunft der neugegründeten Zöiglingskwuzah (Knaben); 7 Uhr abends, Sichoth der Mädchen- und Zöglinge (Mädchen); halb 9 Uhr abends Vortrag des Verbandes im Cafe" Silier, Schwedenplatz. Donnerstag, 8 Uhr abends, Siohah der Kwuzah „Dror". N.ach den Feiertagen wird sofort unverzüglich mit den Englisch-Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene begonnen. Die Interessenten (auch Nichtmitglieder) werden aufgefordert, sich ehestens 'beim Kursieiter anzumelden. Mitgliederanmeldungen sowie Anmeldungen für die Kurse werden täglich in der Zeit von 8 bis 9 Uhr abends in unserem Heime, IL, Zirkusgasse 33, entgegengenommen. Zionistische Bezirksorganisation Leopoldstadt (Zir-, kusgase 33). Die hebräische Schule für Kinder, Erwachsene, Anfänger und Fortschrittler ist bereits eröffnet. Es wird; von bewährten Kräften unterrichtet: hebräische Sprache,' Bibel und Liturgik. Einschreibungen werden täglich von 6 bis 9 Uhr abends in unserem Sekretariat entgegenge-; nommen. Zionistische Sektion Marlahüf-Neubau. Montag, den 7. Oktober, 8 Uhr abends, spricht Dr. Karl Jellinek im. Verbandsheim, Cafe" Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89 a»-. über: „Kongreß und Jewisb Agency". Gäste willkommen. Jugeudverein „Erez Israel". Die hebräischen Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene beginnen am 8, Oktober ' 1929. Anmeldungen werden noch täglich im Vereinslokal, IL. Zirkusgasse 33, entgegengenommen. Frau Hilde Dulitzkaja, die bekannte Interpretiii des jüdischen Volksliedes, wurde für eine Tournee nach Polen und Deutschland eingeladen. Als Conferencier nimmt A. Meiseis, der Dramaturg der „Jüdischen Künstlerspiele", an der Tournee teil. Es ist höchste Zeit! Das Warten hat keinen Zweck. Wenn plötzlich, ttbef4 Nacht, herbstliche Nebel und Regenschauer kommen und das Thermometer rapid sinkt, dann müssen Sie sich rasch entschließen, zu rasch, um in aller Ruhe das für Ihre Figur, Ihren Teint, Ihren Geschmack und Ihr Toilettenbudget passende Kleid, den der neuesten Mode und den Wetterbedürfnissen entsprechenden Mantel wählen zu können. Wollen Sie einen guten Rat, der Sie nichts kostet und Ihnen doch viel Zeit, Mühe und Geld, viel verspäteten Aerger und Verdruß erspart? Sehen Sie sich einmal — Anschauen kostet nichts —- unsere neuen Schaufenster an! Eine wirkliche Sehenswürdigkeit. 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Fahrtspesen werden vergütet. Provinzversand per Nachnahme! Besichtigen Sie unsere Schaufenster, die Ihnen wirklich Sehenswertes zeigen! Brüder Schiffmann, E IL, Taborstraße 48. Sie müssen mehr verdienen! Und Sie wollen es sicher auch. Lernen Sie daher fremde Sprachen! Wirkennenzahlreiche junge Leute, die schon mit 20 Jahren durch ihre gut. Sprachkenntnisse zu verantwortl. Posten kamen — Toussaint-Lan Sie lernen durch unsere Methode schon in einem halben Jahr jede fremde Sprache wie Ihre Muttersprache gebrauchen. Der Unterricht kostet monatlich nur 3 Mark; er ist abwechslungsreich und interessant. Ueberzeugen Sie sich selbst davon und verlangen Sie unverbindlich eine Probelektion! Sie kostet wir kennen viele ältere Herren und Damen, die durch ihrSprachwissen neue V.erdienstmöglichkeiten fanden. Schließen Sie sich, ihnen an und werden Sie Schüler der Methode genscheidt Ihnen nichts -—Sie brauchen nur den nebenstehenden Abschnitt ausgefüllt an, uns ein senden! Ich ersuche um Zusendung der In „Die Neue Welt" angebotenen Probe* lektion der Sprache, kostenlos, portolrei und unverbindlich. Langenscheidiscfie Verlagsbudihaodluiio (Prof. G. Langenscheidt) O. m. b. H., 6«Wi!!!'t 857 Name:.., Beruf;__ Ott u, Str.:

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