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Die neue Welt · 1929-09-20 · Heft 105 (20.9.1929) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 105 (20.9.1929)
Date
1929-09-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 105 DIE NEUE WELT Stltt t ) arabischen Kreise in Europa, eln/bez-ienen. Die Juden In Palästina werden tarner mit den Arabern zusamnten zu leiben ha'ben^ daher sollten beide VöMoer etfne gegenseitige Freundschaft begründen. Meer Großtnann (Revisionist) führte aus: Weder dk britische noch die Palästinaregierurtg hat dein Statu« der Jewis'h A.cen;y cl'ic gebührende Aufmerksamkeit gezcyllt. Es besteht jetzt das Bedürfnis nach einer vereinigten zionistischen Front; die Revisionn'sten waren die ersten, die die Initiative «uf Schaffung einer vereinigten Front ergriiftfen haben, Indem sie die Bildung eiines politischen außerordentlichen Komitees vorgeschlagen halben. Die Revisionisten sind auch für diie Einberufung eines außerordentlichen Kongresses. Sie machen ferner den Vorschlag, reguläre jüdische militärische Einheiten In die britische Armee, einzureihen, die unter britischer Kontrolle zu stehen hätten. Ebenso müssen die Juden in der Polizei entsprechend vertreten sein. . . , . ■ Jacob Fish man (Allg. Ziionist), Chefredakteur des New Yorker „Morning Journal" erklärte: Es wäre eine unglückliche Situation, wenn Weidmann und Soikolow als Folge der Unzufn'eden'heit trat der britischen R-egÄerung jetzt zurücktreten müßten. Die Haltung des sozialistischen „Daily Herald" hat sehr enttäuscht. Eimen Lichtpunkt bildet die gegenwärtige Stimmung in Amerika. Dr. Max S o 1 o w e i t s c h 1 k (radikal) sagte, die letzte* Erklärung Dr. Welzmanns, daß er an seiner alten Politik festliält, müsse jetzt einen anderen Sinn bekommen: Liquidierung alter Anschauungen und Einleitung einer neuen Tätigkeit in neuem Geiste. Dr. E d er (Allg. Ziohist, London) führte aus, eine endgültige Lösung der arabischen Frage sei nur in der Weise zu erlangen, daß in Palästina eine jüdische Majorität geschaffen wird Er beifürchte, daß die Ergebnisse der Shaw-Kommission diie gleichen sein werden, 'wie die der Hacraft-Kowiimlssion vom Jahre 1921; er glaulbe nicht, daß diese Komimission Maßnahmen der für die Ausschrefitungen verantwortlichen Beamten kritisieren werde. Für England dst es eine Angeleapniheit des Prestiges, das Mandat zu behalten; man müsse der britischen Regierung klar heraus sagen, daß das jüdische Volk das Vertrauen zu ihr nicht mehr habe und daß es an ihr Wege, dieses Vertrauen duiroh entschlossene Taten wieder zu erringen. Die Jewish Aigency müßte vor jeder Ernennung höherer Beamter uim Rat gefragt werden. Die geplante Gendarmerie werde unter britischem Komma^ zu einem Drittel aus. Engländern, zu eimeim Drittel aus Juden und zu einem. Drittel aus Arabern bestehen. Wir müssen aiber .fordern, daß die Juden die Hälfte der Polizeimaoht bilden sollen,. Die Debatte wurde am 12. September durch eine Trauetikundige'buing für Louis M'arsihall unterbrochen. Nach einer Gedenkrede Moteikins wurde 'diie Sibayng für zehn Minuten ausgesetzt. Nach Wiederaufnahme der Siteung hielt i i Harry Sacher eine Rede. Er sagte unter anderem, daß Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Palästina kein Grund für übertriebene Depression bestehe. Seiner Meinung nach habe die jetzige Regierung alles getan, was in dem gegenwärtigen Entwiicklungstadium eine Regierung tun konnte. Aber was sie tut, ist erst ein Anfang dessen, was man von ihr erwartet, und es sei nun Sache der Regierung, ihre Worte in konkrete Tatsachen umzusetzen. Sacher riet den Kritikern im Aktionskomitee ernstlich, nicht der Verführung zu unterliegen, das jetzige Problem auf das internationale Gebiet hinübergleiten zu lassen. Leider erhält die britische Regierung hinsichtlich des Palästiuamandates nicht die Stüteeder öftfentiiehen Stimmung, wie es;für sie wünschenswert gewesen wäre; hätte :sie diese Stütze, sie würde sich viel sicherer auf diesem Boden bewegen. Die Stimmung der Oeißfentliohkeit in England zeichnet sich, soweit es sich um die Frage Palästinas und der Reichsinteressen im allgemeinen handelt, durch Gleichgültigkeit aus; diese Uninteressiertheit gegenüber weitergreifenden: Fragen der Reichspojltk ist als eine Nachernte des Krieges aufzufassen; will man einer befriedigenden Durchführung des Mandates die Wege ebnen, so müsse man die britisch« öffentliche Meinung systematisch erziehen. Das arabische Problem sollte nicht anders als mit Ernst und Achtsamkeit behandelt werden, jeder palästinensische Jude sollte für sein Teil versuchen, in menschlich-freundschaftliche Beziehungen zu den Arabern zu gelangen; dies wäre die beste Methode zu einer befriedigenden Lösung des Problems, Robert Stricker: We#e der jüdischen Politik IIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIilllllllllllllllllllllllllH feine Sammlung von Aulläi*en «od Reden Soeben erschienen/ Verla« R. Löwit, Wien Da das russische Problem der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft heilte mehr als fe Film und Böhne, Politik und Literatur aller europäischen Lände* beherrscht* haben wir uns entschlossen, die weltberühmten Werke des größten russischen Romanschriftstellers DOSTOJEWSKI herauszubringen. Um unseren Verla* bei allen Deutschen im In- und Auslande bekannt xu machen, wollen wir eine große Anzahl dieser Werke gratis abgeben. 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Afame.••.■••»»».?•*> ..f.»»».»».«»«..".«-»""». i«.vi«»«»M».«"w»wf"**"" Stand.............,.....,".....•«..••»».,......».«■..•••.»"«" Wohnort .*•»«♦•««»*•• Potfitätlon }**,—~-nr»> (Vorläufig weder Geld, noch Marken einsenden I) »9 Redner hege keinen Zweifel,' daß die britische Regierung entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, um die Sicherheit in Palästina zu garantieren, u<ud er hoffe, daß weitere Unruhen sich nicht mehr ereignen werden, Man dürfe aber nicht vergessen, daß man bei einem so heroischen Unternehmen, wie es der: Aufbau des Jüdischen Nat'jonalhejms ist, auch mit möglichen Opfern an Blut und Gut rechnen müsse. Wochen-Kalander September 1929 ü"S"in Pul 20 Freitag 15-1» Sabbatelngang 5.25 21 Samstag 16—?» Sabbatauegang 6.S& mtsön W3n y» ' 22 Sonntag 17-P -1 ..........-'" ' '-' •■ . 1 ui _ jj. a 23 Montag 18-rp ■i "• ■' ■ 24 Dienstag 25 Mittwoch 20-? " ' ' ' ' : ' ' '"• " '. 8$ Donnerstag 2l-«3 Wir müssen der Regierung klar machen, daß wh* bereit seien, einen großen Teil der Verantwortung für die Verteidigung des Landes auf uns z« nehmen. Meiner Meinung nach besteht der wirkliche Schutz dej jU> disenen Natlonalhelms in dem Umfang und In der Qualität dieses Helmes; wir müssen deshalb unser Aeußerstes tun, uiu dje, Entwicklung der r>o|ord»atJorjsarbeit zu beschleunigen. Bs wäre ein Unglück, wenn die praktteofo* AHHba^arbett durch den Klwmawerkpnfiiikt, 4er ia reim religiöser Natur sei, verzögen werden sollte, Der Führer der Misrachi-Organisation und die zionistische Leitung« Abgeordneter Farbstein fordert den Rücktritt Weizmnnns, Was nun? Die Warschauer Tageszeitung „Hajnt" von» 16* §ep» tember, bringt eine Erklärung des Abgeordneten und Prä* sidenten der Warschauer Judengomeindc Färbst ein, welcher als Vertreter der Miaraehi »n de,r londoner, Sitzung des Aktionskomitee^ tfilgeoomroea ba^te, Abgp* prdneter Farbstein führt folgendes aus; Ich bin j$tet noch mehr ala früher der Meinung, daß die Politik der zipntetischen Leitung gegenüber England voUstindjg b a n k? q t % i k vt hat. Diese Politik be§tändjgea Zurückweichens und der Kompromiase( hat das, jiteige

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