Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1929-06-28 · Heft 93 (28.6.1929) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 93 (28.6.1929)
Date
1929-06-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2711613-2711683-2711709--1230-2714431
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

f Seite S DIE NEUE WELT Nr. 93 des Chajes-Realgymnasiums, der zionistischen Wanderbünde, das von Blau-Weiß überdeckte Rostbraun des revisionistischen Brith Trumpeid or, verschiedene Schomrim-Gruppen; nicht nach Sektionen geordnet, nicht gruppiert, nicht organisiert, keinen Gesamtwillen dokumentierend, zionistische Splitter, bis auf die imposante Gruppe der geschlossen marschierenden „DemokratischenZionisten" und ihre Jugend. Dann noch „Misrachi" mit der Fahne „Thora we'awoda* und die zionistisch-akademischen Verbände. Aber auch am Herzl-Grabgang durfte es an einem Kuriosum nicht fehlen« Ins feierliche Herzl- Blau-Weiß mischte sich ein „revolutionäres" Rot, getragen von Jungen und Mädchen, Rot ohne Blau- Weiß. Am Abend die faule Cottage-Bourgeoisie, am Morgen deren „revolutionäre" Kinder! Welch reizendes Idyll, welch erhabene Herzl-Feier, ein Symptom für die weise planvolle Methode, sich, den offiziellen Wiener „Zionismus", wieder einmal der Oeffentlichkeit zu präsentieren und damit zugleich die politische Moral, die nicht bei der zwar geschmack-, aber harmlosen Fahnenfarbenkoppelung stehen blieb, vielmehr ihre charaktervolle Fortsetzung fand in der Koppelung von so wesensgleichen Wahllisten zum XVI. Zionistenkongreß, wie die der Allgemeinen Zionisten (mit Dominierung der sehr bürgerlichen Aufbau-Gruppe) mit der werktätigen revolutionären Poale Zion. So reiht sich ein Kuriosum ans andere. Der offizielle Zionismus, klug genug, um zu wissen, daß er Herzl vergessen hat, rächt sich nun an seinem einstigen Führer, indem er der revolutionären Jugend den Felix Saiten, den amerikanischen Geldsäcken die roten Fahnen flattern läßt. o. r. Die roten Fahnen in Warschau. In Warschau tagte vorgestern eine Konferenz des „Arbeitenden Palästina", an der sämtliche sozialistisch-zionistische Gruppen und die Arbeitergruppe des Misrachi „Hapoel Hamisrachi" teilnahmen. Die Konferenz kam auf j itnmffmtnfrmmnmfmrwmfTmmtttOim^ ifitnmtnmmtnniiimriiTfTfttmnTttmninnrmnnntimnR ' iwuifflitmtimimniimMMifwmiiiiiifittM^ SIEOH. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale IX., Bergga«se 19, Telephon 17-3-99 u. 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für -^«Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kultusgemeinde Wien Autozustellung kostenlos I IX. Berggasse 15 ✓ XVIII., Währlngerstr. 97 | fnmtmimTmmnmtmitimmMmtinmMmmmiinnmmnm «tttntuMumiuiMitrramiiiwfiwinfmimmmitrmm^^ die Initiative der palästinensischen Arbeiterführer BenZwi, Sprinzak und Arlosoroff zustande. Gleich in der ersten Sitzung gab es einen krawallartigen Zwischenfall seitens der polnischen Poale Zion, die gegen die im Konferenzsaale neben der roten Fahne aufgestelltefylau - weiße Fahne protestierte und deren Entfernung forderte. Der Führer der palästinensischen Poale Zion, Ben Zwi, reagierte auf den Protest, indem er erklärte, daß „die palästinensische Arbeiterschaft mit der blau-weißen Fahne verwachsen sei, ihr diene und sie hochhalte, und bezeichnete das Vorgehen seiner polnischen Gesinnungsgenossen als einen Akt der Verantwortung«- und Gesinnungslosigkeit!" Unmittelbar darauf kam es wegen der Eröffnungsrede Sprinzaks in hebräischer Sprache zu Skandalszenen, auf die Sprinzak selbst und die Majorität der Delegierten mit ostentativem Benützen der hebräischen Sprache reagierten. Wie zu ersehen, hält die palästinensische Arbeiterschaft treu zur blau-weißen Fahne. Die von der Poale Zion in Wien geleitete jüdische Jugend, lehnt die blau-weiße Fahne ab, geht ohne blauweiße Fahne, nur mit der roten zum Herzl-Grab, allerdings unter dem Protektorate des österreichischen Landeskomitees der allgemeinen Zionisten und als ihre Wahlgenossen. Ich wandere 4nrch das alte jüdische Prag . . Von Z. Schneuz. Der große jüdische Dichter .gibt hier in seiner Eigenart die Eindrüche vom jüdischen Prag wieder. Eine Stadt. Die Hauptstadt der Tschechoslowakei. Ein Volk — -nicht russisch, nicht..polnisch. Irgend ein Gemisch beider. Polen auf russischem Rost, mit Germanische«!! gewürzt, eingehüllt in mitteleuropäische Gemutseblätter. Reformator Hns hat sie mit einem Ruck aus ihrem rnitte'laherlichen Schlaf geweckt, ans d>em Katholizismus herausgeschleipipt wie aus einem warmen, muffigen, alten Federbett, .ein Fenster aufgerissen und die gotische Finsternis verjagt» die bis auif den heutigen Tag noch in alten Klöstern nistet'. Und seit!Hus verbrannt würde, sind sie allen anderen slawischen Völkern weit vorausgeschritten. Der Held Zjska hat die. Flammen von Hus' Scheiterhaufen weit über die Mauern. Prags leuchten lassen. Von da ah ließen sie alle ihre;slawischen-Nachbarn 'hinter sich, selbst die Polen, dje sieb einst als eines der größten Kulturvölker Europas ansahen; Und es kam der Krieg und die Befreiung, aus Oesterreichs Joch. ■ ■ .. ' Die Altneuschul. Am ersten Abend, ich war kaum nach Prag gekommen, bat ich^mir die alte Schul zu zeigen, die sich dm einstigen Ghetto •'befindet. ' VonV berühmten Prager Ghetto ist jetzt .keine Spur mehr vorhanden, außer' der Altneuschul und ein paar Häusern des einstigen Typus und einem Teil des jüdischen Rathauses, wo die Angelegenheiten des alten Ghetto verhandelt, wurden. Im Gegenteil: die schönsten Boulevards, Gassen" und' Plätze1, die besten und modernsten Einrichtungen wurden auf den Trümmern des alten großen Ghettos aufgebaut. Ejn-e Art Rache der Zeit selbst. Es war schon etwas finster» Wir fuhren bis zum Tor des Ghettos; Von dort ging« zu Fuß, Wie durch eine Legende schritt ich, durch einen Nebel < vergangener Geschichten. "Die Füße berühren mit Ehrfurcht die Steine des Pflasters. Wieviel Blut jüdischer Märtyrer ist hier einst geflossen! . , . £>a gehen Menschen, viele Menschen ... Ich weiß! Das sind Juden. Sie eilen. Bald schlägt die Uhr sechs und die Tore werden geschlossen. So eilen sie rasch «ach Hause . , , Da gehen zwei Geistliche. Ihre dunklen Mäntel bergen Geheimnisse. Nicht weit von ihnen ein Haufen Menschen . . . Da geht etwa« vor, eine neue Blutbeschuldigung wird d»m Präger Ghetto geboren . . . Bald tritt auch der Golem heraus, um die Fensterläden der jüdischen Häuser z« schließen, Unter seiner Zunge liegt das ,,Wort des Seins", Entfernt man es, ist er wieder lebloser Lehm . . . sprichst du zu ihm, sprichst du zur Wand! , .. Und dort hängt eine Kundmachung, gewiß ein neues Bedrüokungsedikt des Prager Machthabers .., neue Steuern. Da gehen unerkannte Qrafen und Fürsten, sie geben insgeheim bei jüdischen Reichen Anleihen machen . . . sie werden mit Pogromen drQhen, wenn man's nicht giht . .. Eine geschlossene Kalesche fährt- Eine jüdische Tochter fährt da zur Taufe. Ein Pwger Graf hat sich hi sie verlieht, die in Ohnmacht gefallene aus dem Vaterhaus entführt. Geschichten gehen um, afte Prager Geschichten, Nicht ohne Grund gehe ich hier herum wie in einer Welt der Wirrnis. War doch das böhmische Prag einst für ganz Mitteleuropa die Brutstätte von allen Arten Unglück für die Juden, von Blulbeschuldiguugen, Erpressungen 'und Erniedrigungen. Wir gehen über die berühmte Steinbrüche, die über die Moldau führt. Es ist die älteste, schönste,, .mächtigste von ganz Prag. Die jüdischen Helden retteten sie einst vor den Schweden mit ihrem Blut, in der Zeit Torstensons, und bewahrten so die ganze Stadt. .Mitten auf der Brücike eine Heiligenfigur.. Jesus am Kr ewz. Einst ganz aus Gold gegossen. Große, goldene, hebräische Buchstaben darüber: „Mausen, Kodauseh, Kodauseh." An diese Figur .knüpft sich:ein. -großes Blatt jüdLscher Leiden in Prag. ,; Einmal, zu Ende des.^16. Jahrhunderts, beschuldigte man: aus blauem Himmel eihen Juden, eines der Heiligenbilder, die aui. der Brücke'aufgestellt sind, im Vorii'bergehen an^espien zu bähen: Der Mob griff ihn sogleich, schlug ihn, wund und wollte ihn in die Moldau werfen. Aber die Polizei befreite ahn, steckte ihn ins Gefängnis und verurteilte ihn durch falsche Zeugen zum Tode. Nur unter Anwendung größter Geldopfer und Fürsprache seitens einzelner Höflinge, die zu den Gästen und „guten Freunden" des" Meiseies igehörten, gelang diesem die Rettung; indem er einegroße'; Summe reinen ■ Goldes für die Verfertigung einer ' GhTistusstatue mit den hebräisch gegossenen Buch--, siabeh „Adonaj hu hä elohim" spendete. Im Widerschein der ersten Nachflaterne hängen die großen jüdischen Buchstabe^ wiegln der Luft, als wollten sie sogleich in' den Himmel hinejjifliegen, und das Ohristusbild. steht unten, ganz für sich. \ \ ..." - Wir gehen eine schöne Weile durch die. Dunkelheit des 'Wtfritka'bends. Auf einmal ertönt die Sthn-me meines Begleiters: '„Hier ist die Schul!" ■> - Wie eine Wolke von Altertütnlichkeit, Heilig^eit' und Geschichte wächst die Altneuschul vor den Augen ~ahf; Sie steht tief unter dem Straßenniveau gemauert da, nur ihr opers^er* zugespitzter Teil ragt über der ganzen Gasse zum Hi'jnmel, Eine Legende erzählt, daß man sie mit Ansteht so gebaut habe, um den Gedanken. ,,Aus"den. ■ Tiefejri ruf ich z\\ dir,' o Herr" auszudrücken. Aber auf historischen Abbildungen des jüdischen Museums sah ich sie auf'einem Hügel stehen, hoch über allen Häusern des Ghettos. , I11LIL11I llllilllllllil [tlLllllllRIllll m STRENG UPS SELCHWAREN-FABRIK Wi*n, XX., Klostarneuburaerstraße 00 unter besonderer Aufsicht des Oberhauptes der polnischen Gemeinde W(ens, Sr. Ehrwürden des Rabbiners M, M^yersohn ■pviaKB-rp ^m^t : rnvo oo-noon pwn w nw niwn nnn TO r.e . rtns mjn Tat* twäbv iüpud tnd Täglich frische und erstklassige Spezial-Erzeugnisse feinster Wurstu. Selchwaren. — Provinzversand WlkHKLM PETYAN» SELCHWAREN-FABRIK Wlpn, »X.> K|pt[tcrneubürs:er9tra6e 60 T^Iior »JJLIJ^Ul»IJ.'IJHJ«UiM»'l<»M,,,','»',,l,,,,,!IMJF rW^ffrfPPBJiT Wie dem auch sein mag, die alte Schul mit ihren düsteren Wänden, die irgend tief eingegraben hegen, mit ibreii gotischen Fenstern, mit dem originell zugespitzten Dach, mit den kleinen Türmen und den steinernen dunklen Pfeileni, die sich an allen Wänden wie tiefe Falten ziehen, steht sie vor meinen Augen wie ein Berg aus versteinerten Jahrhunderten. Es scheint, als hätte ein Vulkan sie mit Asche überschüttet, mit Lava bedeckt. Auf der Asche ist eine neue Stadt errichtet und plötzlich eine Dachspitze gefunden worden, für die Archäologen sich interessierten und sie ausgruben. So steht sie einsam, geheimnisvoll und stolz da zwischen den neuen, fremden Bauten und Gassen, sieht irgendwie verträumt und verwundert drein wie nach tausendjährigem Schlaf. Die Schul ist das älteste erhaltengebliebene Gebäude Böhmens, vielleicht Europas. Karl der Große hat der jüdischen Gemeinde in Prag die Erlaubnis zur Errichtung gegeben. Ihr unterer Teil soll damals, vor fast 1100 Jahren, erbaut worden sein. Vor 700 Jahren wurde der obere gotische Teil aufgesetzt. So entstand die Altneuschul. Das „Nette" an. ihr ist uns alt genug, sie trägt ihr tiefes Alter mit Geduld und Heldenmut auf den verdüsterten Mauern. Sie kann alles ertragen, wie das Volk, das sie erbaut hat. Was hat sie nicht schon alles erlitten und nicht schon alles gesehen, dieses alte, jüdische Großmütterchen! Ihre runden Gitterfenster über der Bundeslade blicken uns wie alte, kluge, tiefliegende Augen an. Sie erlkennt wahrscheinlich seihst im Dunkeln ihre Ururenkel, die ihr „Schalom Alechern" zu entbieten gekommen sind, Seht ihr nicht ihre altmodische Haube der Vorzeit, wie sie zerknittert und verstaubt ist? Ihr verdorrtes, frommes Haupt, das so viel Jammer und Not ertragen hat? Jetzt dunkelt es ringsum und Geheimnis schwebt über ihr und Bitternis liegt in ihren Falten und Güte . . . Wir. steigen über niedrige Stufen hinaib zu ihrem Fundament, zu ihren Türen, und linden sie versperrt. Und werfen einen Blick auf die niedrigen Gitterfenster der Frauenschuh Die Tür ist in Eisen gepanzert. Sie hatte wahrscheinlich vor wem sich zu fürchten. Die dunlden Aufschriften dw alten Wände blicken uns wie Hieroglyphen einer alten Welt" und eines verschwundenen Lebens an. Bei Tag. Am nächsten Frühmorgen kamen wir wieder, um auf ein Großmütterchen einen Blick zu werfen. Im grauen Schein des nebligen Fe'bruartages sah die Schul kleiner aus, freundlicher und nicht so geheimnisvoll wie gestern am Abend, Das Großmiütteröhen hat sich anscheinend während der Nacht vom Regen waschen lassen, ein reingewaschenes Häubchen aufgesetzt, auf sich selber einen Blick in den Spiegel geworfen, als wollte es sagen: „Kinderchen, auf einer Hochzeit werde ich noch tanzen können." Ihre Falten haben sich ein wenig geglättet, der krumme Rücken ist.gerade geworden. :j?1 Wir gehen hinunter zum Eingang. Dort begegnen wir einem alten Schammes mit 'saurem Gesicht, der uns hineinführt. Ein Schreck begibt sich. Das dreizehnhundertjährige Alter läßt sich drin viel mehr spüren als draußen. Der eiserne, uralte' Altar, die dicken Wände und das karge Licht, das von den schmalen, gotischen Fenisterchen auf sie fällt, die sonderbaren Hängeleuchter, die Holzreliefs an den Wänden, die höher gebaute halbdunkle Ostseite -und die niedere, ganz dunkle Westseite hart an der 'Tür, die alten, albgewetzten Bänke, die gewaltige Chanuikkalarmpe, von der graues Alter frommer Ahnen weht, die. große, rote, jüdische Fahne, die die jüdischen Soldaten in der Schlacht während des Dreißigjährigen Krieges trugen, mit ihren alten, vergoldeten, vergilbten Buchstaiben; des Gottesnamens, die die jüdischen Töchter, Bräute und junge Frauen unter Tränen einnähten, das alles vermengt sich und verweht sich mit dem ikühlen. Halibdumikel. Es beginnt im Hals zu würgen. Die Schwere der Zeit, der jüdischen Leiden, der alten Geschichten steigt/von der verrauchten Decke herunter und bedrückt das; Gemüt Wie oft sind hier die Feinde eingedrungen, um hi der Lade am Pessach Ehrt 7XL suchen, während des Gebets! VViie. oft-haben-siich hier zwischen den dicken Wänden jüdische Söhne; und Töchter versteckt, während draußen geraubt und gemordet wurde! Wie oft haben die Juden Generationen lang geweint und wie oft sich gefreut! An den untersten Wandteilen sind Flecken zu sehen. Was sind das f ür Flecken? Vom Wachslicht für die See. leniandacht oder von Tränen? Und der Schammes geht voran und erzählt von jedem Stückchen, von jedem Winkel. Er leiert es ab wie auswendig gelernt Er denkt wohl daran, wie viel Trinkgeld wir ihm nach der „Lektion" gehen werden, und sein Mund spricht Worte. Und plötzlich fällt ein bekannter Gemarahton vom Altar herab. Früher, im Dunkel, hatten wir esnicht bemerkt: Amar rah aschi, amar rab . . . Was ist das? Nichts, Ein anmutiger 'Kinaibe mit echt-, jüdischem Gesicht lernt Gemarah. Das ist das Kind elroe* alten, reichen, frommen' Hauses. Ein Lehrer der Prager jüdischen Gemeinde lernt da mit ihm jeden Tag ein 'Blatt Gemarah und Raschi. Und es ergießt sich die «wige- Melodie in der ewigen Schul, und es rauscht wie eine Quelle über alten, moosbed'eckten Steinen. Wie ein, fehler Alkkord aus einer alten Symphonie von Stein und Eisen fällt diese Melodie vom Altar herab. Die alte, rote Fahne hat sich an den Altar gelehnt und horcht hin. Und da fühlen wftr auf einmal, daß wir Gäste sind, überflüssige Gäste, die stören. Fast wie verschämt schleichen wir aus der Schul und gehen in die Frauenschiii. Hier ist es einfach, nüchtern, niedrig, uninteressant, Noch einmal in den uralten Schatten; getaucht und hinaus auf die Gasse. Die Tramway saust, schöne., neue Häuser blicken uns unlt ihren glänzenden, großen Fensterscheiben au.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.