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Die neue Welt · 1929-05-24 · Heft 88 (24.5.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 88 (24.5.1929)
Date
1929-05-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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IT Seite lö DIE NEUE WELT Nr. 88 Juden im Polizeidienst von New York, Die Schomrim Society. Die Zahl der jüdischen Polizisten verschiedenen Ranges bei der New Yorker Stadtverwaltung ist verhältnismäßig nicht groß. Gegenwärtig sind etwas mehr als 1000 Juden in den verschiedenen Abteilungen des Sicherheitsdienstes tätig. Bis zum Jahre 1914 hat es kaum einige Juden im Polizeidepartement gegeben, und zwar nicht etwa weil den Juden diese Aemter verschlossen waren, sondern weil die Juden selbst, die noch aus ihrer alten Heimat her gegen die Polizei als die ausführenden Organe der Unterdrückung und als Verkörperung des Korruptionssystems eine fast unüberwindliche Abneigung empfanden, diesen Beruf mieden. Erst knapp vor dem Kriege begannen Juden sich um Stellen im Polizeidepartement zu bewerben, wo ihre Dienste besonders auf dem Gebiete der Organisation, der Recherche und im Detektivkorps sehr ge-. sdiätzi werden. Heute gibt es bereits eine ansehnliche Zahl jüdischer Offiziere, Inspektoren und Unteroffiziere. Die Tätigkeit der jüdischen Polizisten wird auch deshalb hoch eingeschätet, weil s*e ihren Dienst mit Hingabe und. Uriersdhroökenlheit versehen, und die Liste dar im Kampfe gegen Verbrecher gefallenen Poiizaibeamten weist eine beträchtliche Zahl jüdischer Polizisten auf. Als im Jahre 1917 Amerika in den Krieg eingriff, haben viele jüdische Polizisten sich der Armee angeschlossen und den Krieg bis zum Ende mitgemacht. Das Verhältnis zwischen den jüdischen Polizisten und ihren Berufskameraden, die sich bis dahin zum überwiegenden Teil aus Irländern rekrutierten, war in der ersten Zeit nicht das beste. Die Irländer betrachteten das Pbfeeidepairteinent als ihre Domäne und den Polizeidianst als ihr Monopol. Als sie sich aber überzeugen mußten, daß auch der jüdische Polizist aus hartem Material geformt ist und sich nicht vom eifersüchtigen Irishman verdrängen läßt, hörten die Stänkereien und unliebsamen Auftritte auf. Der. größte Teil der jüdischen Polizeibeamten an New York stammt aus den Kreisen der aus Osteuropa eingewanderten Juden. Die meisten von ihnen . wurden bereits in Amerika geboren, hatten aber zu Hause ein jüdisches Prdetaäermilieu, und wohl diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß die jüdischen Polizeiangestellten nach verschieden fliehen mißglückten Versalchen vor vier Jahren die' „Schomrim Society", die Gesellschaft jüdischer Polizisten, ins Leben riefen. Sowohl die Tatsache, daß die jüdischen, Polizeiangestellten die ersten unter den verschiedenen Kategorien jüdischer städtischer Angeteilter warin, die sich zu einer Standesorganisation zusammenschlössen, sowie daß sie ihrer Organisation dieselbe Benennung gaben, welche die heldenmütigen Wächter jüdischen Gutes im wiederbelebten Palästina führen, gehört sicherlich zu den -interessantesten Erscheinungen der Geschichte der jüdischen "Organisation. Die Statuten des Verbandes der jüdische, n ^Polizisten bezeichnen als Aufgabeder Gesellschaft, d.as jüdische Gefü'hl unter ihren Mitgliederii^zu stärken und das gesellschaftliche Leben untereinander zu pflegen. Heute gehört bereits der überwiegende Teil der jüdischen Polizisten diesem Klub .in. Die „Schomrim Society" genießt heute eine große Popularität, denn sie begnügt sich nicht 'mit den üblichen geselligen ^Zusammenkünften, sondern veranstaltet auch in der Regel gut besuchte Vorlesungen, deren Thema sich so;wohlfa<uf dem Gebiete ihrer Berufstätigkeit als auch der jüdischen Geschichte bewegen. Ohne besonderen Druck von!außen entwickelt sich die Schomrim Society .zu einer bewußt .jüdischen Organisation, die Gewicht darauf legt, auch iriach außen hin als ein Teil der großen jüdischen Gemeinschaft zu erscheinen, an deren Freuden und Leiden sie teilnehmen will. Besonders imposant kam dies zum Ausdruck, als am 25. Februar 1928 anläßlich . des dreißig-jährigen Jubiläums der zionistischen Ö r <g a n i s a t i o n in Amerika in dem mächtigen Umzug durch die Straßen von New York sämtliche Mitglieder der Schomrim Society in voller Paradeuniform mit ihrer Standarte im Zug als eigene geschlossene Gruppe marschierte. Gegenwärtig ist Sergeant Abraham Braver mann der Präsiden/t der Schomrim Society. Der Verband der jüdischen Polizisten von New York hat wie die meisten größeren jüdischen Organisationen und Landsmannschaften seinen eigenen Friedhof, deren Entstehungsgeschichte fast wie eine Legende klingt. Der . Initiator des Planes war der Sergeant des'Detektivkorps .Ba/kin, der auch Schatzmeister des Verbandes war. Es hat große Mühe und langwierige Verhandlungen gehostet, bis Barkin seine Kameraden für den Plan gewinnenkonnte, und als endlich sein Antrag angenommen und iler Friedhof errichtet wurde, war Barkin, der Initiator .; des Friedhofplanes, der erste, der auf dem neuen Friedhof zur ewigen Ruhe bestattet wurde. Barkin hat auf tragische Weise im "Kampfe gegen Verbrecher sein Leben eingebüßt. Es war im Mai 1927, als Detektiv Barkin mit seinem Kameraden, dem Sergeant Kantor, auf dem Heimweg von einer Versammlung ' der Schomrim spät nachts in e|n Restaurant eintrat, um einen Imbiß zu nehmen. Plötzlich erfolgte ein Banditenüberfall. Vier Räuber mit vorgehaltenen Revolvern und dem wilden Ruf „Hands up!" („Hände hoch!") machten Anstalten, die anwesenden Gäste auszuplündern. Die beiden jüdischen Detektivs nahmen den Kampf auf. Es entstand eine arge Schießerei, drei von den Banditen wurden kampfunfähig gemacht und konnten gefesselt werden, aber Barkin büßte dabei sein Leben ein und auch sein Kamerad ist einige Zeit später sekien Verletzungen erteo. Die Revolution der Haare. Die Hoffnung auf den Judenbart. In der großen Kontroverse über die Frage, ob nicht die «ach dem Krieg überhand genommene Mode der kurzen Haartracht der Frauen und der Bartlosigkeit der Männer alimählich zur völligen Enthaarung der Menschheit führen werde, nimmt jetzt Mr. Ghanles Nessler in New-York, der sich den Erfinder der unverwüstlichen Dauerwellen nennt, in einem von ihm verfaßten Buch „Die Geschichte der Haartracht" zu diesem Problem vom wissenschaftlichen Standpunkt aus Stellung. Er kommt zu dem Schluß, daß die „Revolution der Haare" allmählich dazu führen müsse, daß die ganze sogenannte moderne Menschheit eines schönen Tages mit abscheulichen Glatzen durch die Welt schreiten werde. Nach Mr. Charles Nessler ist der dichte Haarwuchs Zeichen von Mut, Kraft und Widerstandsfähigkeit. Er setzt noch seine ganze Hoffnung auf die Juden und den Judenbart, wie er besonders in Osteuropa und unter den frommen Juden Amerikas noch getragen wird. Der Judenbart werde, wenn die Juden sich nicht von der sinnlosen Revolution der Haare werden hinreißen lassen, noch einst von der kahlköpfigen Menschheit neidvoll geachtet werden. Die Juden werden —* sagt Nessler — selbst von ihren Gegnern als eine alle Schwierigkeiten überwindende Rasse anerkannt und je nachdem dafür verehrt, oder gerade deshalb verfolgt. Der Jude wandert durch die ganze Welt, was nur als Beweis seines Mutes, seiner Waghalsigkeit und Wid'erstands/fähigfoeit gewartet wenden muß. Der Schwächliche sitzt daheim. Der Starke und Mutige wandert, weil er Mut hat, und er hat Mut, weil er einen üppigen Haarwuchs hat, und dieser :Haaf wuchs ist ein großes Vermögen. Nicht umsonst, werden die Juden von den Pogromhelden an den Barten gezupft; es geschieht instinktiv aus Neid wegen dieses vom Rassenstandpunkt wichtigen Haarbesitzes. Mr. Charles Nessler versteigt sich sogar zu der Behauptung, „daß der Jude, den die Geschichte mit so vielen Missionen betraut hat, auch die vom eugenetischen Gesichtspunkt überaus wichtige Mission habe, die Menschheit vor -der'Iiiwidersinniger Weise selbst verschuldeten Kahlhe'it zu bewahren. Das Buch Nesslers .„.Awird von,, deramerikanischen Presse im allgemeinen";ernst behandelt, wenn auch begreiflicherweise nicht verschwiegen wird, daß der Haarfanatiker sich in seinem. Fanatismus zu Sehlußfolgeruug'iii versteigt und eine Gefahr an die* Wand malt, bei, deren Gedanken allein schon einem,. die.. Haar.c,, sof erne man noch welche hat, zu Berge stehen. - .. " ■ ■" :' ■ ,: '•' * , w ■■ u '■' ■ Sturm gegen Rillen jüdischen Film iÖL Polen. .-.Cr ■ Opatoschus „Polnische Spider". — Jüdische Filme. —„Chilul haschem". — Was die Zensur streicht. ' ■ - - Ml ,.■ I . In" der chassidischen Welt Polens hat die Verfilmung des Romans „In polnischen Wäldern" von J. Opatoschu große Erregung Hervorgerufen. Der . Film läuft gegenwärtig in Warschau, Lodz, Wilna, Lemberg, Krakau und vielen anderen Städten Polens. Schon vor dem . Krieg besaß Polen die Filmgesellschaft „Sphinx", die eine ganze Reihe polnischer Filme erzeugt. In der „Sphinx" begann auch das damals unbekannte ' Mädchen seine Karriere, das später den Aufstieg zum Filmstar machte: Pola Negri. Da der Gründer und Leiter dieser Gesellschaft ein Warschauer Jude namens Herz war, ließ er auch einige,^ jüdische Filme drehen, die jgroßen finanziellen Erfolg hatten. Künstlerischen. Wert hatten diese Filme nicht,;Herz war ein. assimilierter Jude, ...der zum Judentum nur geringe; -Bedeutung hatte und daher die jüdischen Filme nur 'als . Geschäftsobjekt betrachtete. In dieser 'Situation trat der Kunstphotograph Leo Vorbert auf den Plan, um künstlerisch wertvolle Filme jüdischen Inhaltes mit literarischem Sujet zu "produzieren. Er widmete sich ganz , dieser Idee und brachte eine Reihe guter jüdischer Filme zustande. Der erste Film war „Tkjas-kaf", (Der Handschlag), dessen .Regie in den Händen des.be-' . kannten. jüdischen Schauspielers Sigmund T u r k o w lag. Die Hauptrollen wurden von Esther Rahel Kaminska und ihrer Tochter Ida Kaminska dargestellt. Der Film hatte in Polen und auch in den anderen Länern großen Erfolg. Der zweite Film hieß „Lamed-Waf-nik", in dem Jonas Turkow, ein Bruder S. Turkows die Hauptrolle innehatte und der vom berühmten polnisch-jüdischen Regisseur Scharo inszeniert wurde. Diese Erfolge bildeten die Grundlage zu dem Entschluß, einen jüdischen Film! großen Stils zu schaffen. Als Opatoschu in> Polen. weifte, kam mit ihm ein Vertrag betreffs der Verfilmung seines1 Romans „In polnischen Wäldern" zustande, der das Leben am alten „Kotzker" Hof schildert, mit dem alten Rabbi Mendele von Kotzk und dem Milieu des Ausklangs der großen chassidischen Tradition, mit dem Aufpeitschen wildester Leidenschaften, im Mittelpunkt. Als man an die Arbeit ging und die chassidischen Kreise vom Thema des Films erfuhren, regnete es Protesten Drohungen, ja man verstieg sich so weit, den Film als' chilul haschem (Frevel an Gottes heiligem Namen) auszurufen. „Nicht genug," lärmten die Chässidim, „daß! die Gottesleugner in ihren Theatern am Schabbes spielen, wollen sie "dort auch den alten Kotzker Zadik einführen, der jetzt schon im Paradies ruht, Werden wir es doch; nach 120 Jahren auf jener Welt nicht verantworten könneju Nein und tausendmal nein! Wenn es auch unser Leben kosten sollte, werden wir es nicht zulassen!" Von den Chässidim drang der Widerstand zu den Höfen der Zadikim, und mehr als alle schlug der „Gerer Rebbe" Lärm, zumal da der Gerer Zadikismus dem' Kotzker entstammt. Direktor Vorbert aber kümmerte sich nicht darum. Er engagierte eine große Zahl jüdischer Schauspieler und für die polnischen Rollen (Szenen' ausi dem polnischen Aufstand) einige berühmte polnische Schauspieler. Vier Monate dauerte die Arbeit an diesem Film. Unterdessen erwartete man in ganz Polen mit Spannung die Premiere der „Polnischen Wälder", iiuer die sich fast alle polnischen chassidischen Rabbis entrüsteten. Da platzte eine neue Bombe. Man erfuhr, daß die Hauptrolle, die des Kotzker Zadik, kein anderer spiele als — der Enkel desselben Kotzker Zadik, ein Bruder des Sochaczower Rabbi, zu dem tausende Chässidim pilgern. Nun setzten die Chässidim gemeinsam mit dem Sochaczower Zadik1 alles daran, um ein Verbot des Films zu erwirken* mit der Motivierung, es stellte eine Profanation dar* wenn der Bruder eines Rabbi und ein Enkel des alten „Kotzker"-' zur Verhöhnung des Großvaters verhalten werde; Unwahr sei die Geschichte von der Enkelin Duschka, die wilde Orgien aufgeführt habe, wie est die Filmszene zeigt, sie sei — im Gegenteil eine fromme1 Frau gewesen. Es half nichts. Der Film als solcher konnte nicht verboten werden, es wurden von der Zensur nur einzelne, für unpassend angesehene Szenen gestrichen. So wurde der Film verstümmelt. Daran nicht genug, verboten die Chässidim ihren Kindern, den Film zu sehen, was allerdings die ungeheure Popularität des Filmes in Polen nicht beeinträchtigen konnte. Der Film nimmt seinen Weg durch1 die Welt, für das Ausland unverkürzt. Vorläufig soll er! nach Palästina und Südamerika verkauft worden1 sein. Tfeeaiör und Kunst« Nationale Musik. Ein Gastspiel des tschechischen Nationaltheaters. Die tschechoslowakische Nation beweist täglich von neuem, daß ihre staatliche Selbständigkeit auch ihren: Kulturwillen konzentriert hat, auf der Basis einer reichen,, in der Musik besonders wertvollen Tradition, die nun gepflegt wird, um zu neuer Zielen emporgehoben zu werden. Das kürzlich stattgefundene Operngastspiel unter der Leitung des ausgezeichneten Oskar Nedbal hat vor uns die nationalen Musikgrößen ausgebreitet und ihre Werke im ureigensten slawischen Stil gezeigt. Die großen älteren Meister Sraetana und Dvorak, daneben der die jüngste Epoche vertretende Leo J a n a c e k bildeten den Grundstock, um den^sichi: eine Reihe nichttschechischer Komponisten wie Tschaikowsky und Rimsky-Korsakoff gruppierte: Musik, Gesang, Tanz (Ballett) bewiesen das eigenartige, technisch und künstlerisch durchgebildete Talent und Temperament des zu neuem Nationalgefühl erwachten Volkes, überzeugten vom Ernst, mit dem auch kleinere Bühnen in der tschechoslowakischen Republik an ihrer nationalen Kultur arbeiten. Wir betonen dies deshalb, um darauf hinzuweisen, wie wichtig derlei Bestrebungen sind — zielend auf die Bemühungen der um jüdische Musik und Kunst besorgten Gruppen in Wien, wie des jüdischen Gesangvereines und des Vereines zur Förderung neuer jüdischer (hebräischer) Musik, deren Wirken bisher noch nicht das Interesse des gesamten jüdischen-Publikums in Wien gefunden hat. Der propagandistische Wert des slovakischen Gastspiels und sein Erziehungswert für die Wiener tschechische Minorität war ein ungeheurer. Wir können an diesem fruchtbaren Beispiel lernen. o. r. Hermann Jadlowker als Kantor. Der berühmte 0>pem- und Konzertsänger Kammer-. Säuger Hermann Jad-Iowiker hat Jetizthin in der R i g a e r großen Ghorsynagoge, wo er als 'Meiner Jiumge im Ghor des berühmten Kantors und Komponisten Rosowslü seine Sängerikarrdere begann., als Kantor fungiert. Die Synagoge war gedrängt voll. Jadlowker hatte als Kamtor 'einen umgeheoiren Erlfolg. In Riga besteht der Wunsch, den berühmten Sänger dauernd an Riga zu fesseln, Indern man ihm den jetzt vakanten Posten eines Hauptkantors der großen Synagoge anbietet. Hermann Jadlowker weilte in der letzten Zeit In Palästina, wo er einige Konzerte zugunsten öffentlicher Wohlfahrtsanstalten gab. * Er 'stellte sich der Sache der jüdischen Musik In Palästina zur Verfügung und trat insbesondere für die Erbauung eines Konzerthaiuses In Jerusalem ein. „Neues Jüdisches Theater" (Praterstraße 60). Von Freitag bis Sonntag: ..Kol N i d r e", Singspiel in vier Akten von M. Scharkansky. Dienstag, den 28. Mai: ..Der b e z u h 11 e r Chojw". Mittwoch, 29. Mai: Ehrenabcnd der Schauspielerinnen Frau Cilly Urich und Frl. Ciliy Bell. Zur Aufführung gölarfgt „Jankele", musikalische Komödie in drei Akten von J. Kaiich, Musik von M. Rumschynsky. Donnajstag, 30. Mai: „Nuchim Gensele". In Vorbereitung „Tag und Nacht'* von Sch. An-sky. Jüdischer Verein „Nord-Ost", Wien, II., TaborstraOo 21a. Am 29. d. findet in den Jüdischen Kammerspielcn, Wien, II., Praterstraüe 34, zugunsten unseres Vereines eine Separatvorstellung statt. Aufgeführt wird „Die Blume von Odessa". Restliche Karten bei den Vorstandsmitgliedern, im Vereinslokale und am Tage der Vorstellung an der Abendkasse. Be« ginn um 8 Uhr 15 Minuten abends. Jüdische Künstlerspiele. Das Zaslavskaja-Fischsohnr Gastspiel, das das realistische Drama „Asch und Gordim^ brachte, ist erfolgreich zu Ende gegangen. Für die Sommerspielzeit wird das leichtere, auf Heiterkeit und Humor eingestellte Genre vorbereitet. Freitag, den 24. Mai beginnt Pepi Litmarin ihr Gastspiel. Zur Aufführung gelangt bis inklusive Sonntag, den 26. Mai das Volksstück mit Gesang und Tanz „Die lustigen Schneider*!, worin der Gast einige lustige Volkslieder im Coupletstil zum Vortrag bringen wird. Im Juni wird das Gastsptel Pepi Litmann, an dem sich auch Esther Perelmann und Isaak Deutsch beteiligen, durchwegs mit Novitäten fortgesetzt. | Esther Perelmann. Die Anerkennung und Sympathie, die sich die jugendliche Soubrette; Esther Perelmajirt

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