Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1929-05-10 · Heft 86 (10.5.1929) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 86 (10.5.1929)
Date
1929-05-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2711613-2711683-2711702--1141-2714335
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

f Seite 10 DIE NEUE WELT Nr. 86 Jüdische Musik. Das vom Verein zur Fordernis jüdischer Musik und vom 'Wiener jüdischen Ge&arrgsivereift veranstaltete Konzert brachte wieder einmal den Kon ff Ii Jet z-wischen zwei Forderungen: der einen, das Wesentiliche der neuen jüdischen Musik zw venmiltelin. ohne prablierrtaitiscth zu werden; der anderen, dem neuen, neuzeitlichen, gegenwärtigen Geist der jüdischen Musiikden Weg zu bereiten, der mit einer kleinen Zahil gDScihuilt&r Ohren uind ikomWnatorischer Hirne cmj'gängilich .ist. Dieses Dätemma Öiat fartmer wieder eine Unausgetglichenheit des Prosrammes zur Folge, unter der se'lbsftverständltoh a,uch die mit reichstem Wohlwollen aaiistgestattete Zubörenscihaift leidet. Die Chöre unter der Leitung A. Dzimitrowskys brachten diie palästinensische Melodie ,JEl jiibne hagalH" Waid „Pessachlied" in hebräischer Sprache, ferner eine Kaezonefcte von Achrom-DiziWitrow^ky in deutscher Sprache, schließlich ein Volksmärchen „In a iklejuem Stibeile" von Dziimiitrowslky ohne vi'el Witz und .Oha«rafkteristiik, wdbei noch die deutseihe Tpamsikriiption des Textes im Programm lUinamgenehim berührte. Ein traiuriiges Kapitel bildeten dneii Lieder von Bira ndan an n, gesungen von Grete Körner, trotz schwülstiger Plhlrasienuintg und sogenannter „moderner" Uutermalunig nichts all« banal, am Schreibtisch geJkooht. Von Prof. Wolf söhn hörte man wieder Gasteilnuovo-Tedescos „Tän/ze des Königs David", die mehr aus pianistisaher als aus >rmisiiikalischer Eingebung geboren sind, trotzdem aber Feinschmeckern Genuß — allerdings durch die blendende Interpretation — bereiten. _ Tiefsten Eindruck machte Joel Engels Suite aus der Musiilk ziur dramatischen Legende „Dybuik" für Kilaränette und Streichquintett. Engels starkes Gefühl für die musdteaJiischen Elemente der ohassidischen Ekstase lebt sich hier Sri reinen uad Maren, nirgends den Raihimen des Zwedks sprengenden Formen aus, besonders ergreifend in der mystischen Schlußfrage „Miipneh ma". die der Halbima Dylbulk wiedererstehen Jieß. Dem Andenken an Engel gewidmet ist Achrons Etegie im Streichquartett, dessen Urau$f)ühnuji'g diesmal nicht die Pnimgeige, sondern Joaohiim S tu t s c h e w s ik y s mächtig singendes Celio mit bravourösem Schwung leitete. Der Erfolg gait nicht diem Wenk, das in seinem Neben- und Härotereitianderfoutfen der Themen ohne innere Verkmiüptfung enttäuschen mußte; es »alt dem großen fh'elbiräisclhen Komponisten Achron, den man faist unbewußt m einem Klassiker der modernen jüidischen Musük. gemacht ihat. Hingegen fand man Entschädigunig in Miiners Psalm Xtfil für Tenorsolo, Chor und KJaviierbegleitung. Br ergriff durch die wundervolle Art, mit der die ewige reLiigiöse Glut des Psalms thematisch ausgebaut und kraftvoli durchgeführt wurde und zugleich den Beweis erbrachte, daß die foirchfliche Musiik auf uraitem heforäii- .sahen Rhythmus auifgebaut ist. Dem jüdischen Gesangverein mit dem Solisten Igor Griinb er g und dem Pianisten Rudolf Beck gebührt uneingeschränktes Lob für ihre Leistung. Den Schluß des Abends bildete das Chorwerk „J o.su a" für gemischten .Chor und Mezzosapransolo von M u s o r g s k y, eine Art Oratorium, das os-tjüdische Motive verwendet, ohne den Beweis für das Eindrangen in den Geist der jüdischen Muisik zu erbringen. Es ia/g albsohlt kein Grund vor, an einem Konzert für jüdische Musik dieses ezderriieh uninteressanter auch .tejctliich ujit. charakteristische Werk eines russischen Komponisten aüfzuifiübren: eine Förderumg jüdischer Musik kann es nicht zur Folge haben. Wall man weite Kreise dar Wiener Juden-, schläft gewinnen, dann muß man in der Wahl'des Progr'ammes rigoroser sein. * er. Jüdische Künstlersplefe. ' ' Schalom Asch und Jakob Gordin. Vor zwanzig Jahren wurde Schalom Ascli' Drama „Der Gott der Rache" in Petersburg russisch aufgeführt. Den Jankel Schapschowitsch spielte damals der große Stanislavski-Schauspieler Katschalow; nach ihm in jiddischer Sprache Liebert, Keßler und Feinmann, in deutscher Sprache Rudolf Schildkraut- (auch jiddisch) und vor einigen Jahren in Wien auch Ben Zwi-Baratoff. Nun hat sich Mischa Fischsohn nach einer Tournee, die ihn durch Amerika, Rußland, Rumänien, Frankreich und England führte, dem Wiener Publikum als Jankel Schapschowitsch gezeigt: er stellt den Vater in den Vordergrund und läßt die Tragödie vom starken Gottesgläuben, der zertrümmert wird, als Begleitakkörd laufen. Während die zwei ersten Akte bei aller Betonung realistischer Details die vom Dichter gezeichnete Linie bewahrten, befremdete der Schlußakt durch seine grausame Veristik, so daß zum Schluß die sogenannte Sefer-Thora-Szene nicht mehr glaubhaft wirkte. Frau Zaslavskaja als Manjka zeichnete sich durch Einfachheit aus. Minna Deutsch erinnerte an ihre besten Zeiten. Nach Schalom Asch kam der „klassische" Vertreter der jiddischen Dramatik, Jako Gordin. Seine geschickt, wenn auch roh gezimmerten Stücke wirken noch immer. Mischa Fischsohn versuchte sie zu beleben, was ihm auch in den meisten Fällen gelang. ,Kreutzersonate\ .Mirele Efros*. ,Ez hadas' ,Gott, Mensch und Teufel' typische Milieudramen mit starken Rollen. Das jüdische Publikum, im Winter mit Operettenkost gefüttert, ließ die krasse Prosa Gordins auf Ohr und Gemüt wirken, allerdings verführt von S. Iris, der wieder einmal Gelegenheit hatte, mit seinem diskreten Humor zu entzücken. or. Wochenspielplan: Von Freitag, den 10. bis einschließlich Montag, den 13. Mai Lebensbild mit Gesang i,E 11 e r n und Kinder" von S. ,R. S i m k o w. Dienstag, den 14. Mai die historische Operette „S u 1 a m i t h" Yon A, Goldfaden mit Vera Zaslavskaja in der Titelrolle. Mittwoch, den 15. Mai „Ez hadaas" von J. Gordin. Donnerstag, den 16. Mai Klara-Meisels- A b e n d. Neue» Jüdisches Theater (II., Praterstraße 60). Von Freitag bis Sonntag Aufführung des vieraktigen Lebensbildes „Dem Tatens Co» liebte" von Leo Kobrin, Musik von M. Kreindler. Montag geschlossen. Dienstag, den 14. d. „Die erste Liebe". Mittwoch, den 15. d. „Zipke Feier". Donnerstag geschlossen. „Don Quichotte", Cervantes* berühmtes Meisterwerk, wird demnächst in Spanisch mit hebräischen Buchstaben erscheinen. Diese Ausgabe soll den Sephardim und dann allen anderen Juden gratis zur Verfügung gestellt werden. Der Hauptzweck dieser Ausgabe ist die Propagierung und Erneuerung der spanischen Sprache unter den Nachkommen der spanischen Juden. Sondervorstellung In den Jüdischen Künstlerspielen. In den Jüdischen Künstlerspfelen findet Donnerstag, den 16. d.. halb 9 Uhr abends, ein Clara Meisels-Abend statt. Die bekannte Künstlerin, deren Talent und Wirksamkeit allgemein geschätzt werden, hat sich nicht nur als Interpretin echten Volkshumors bewahrt, sondern auch in den literarischen Bühnenstücken, wie ..Schwer zu sein ein lüde" nnd „Der Sänger seiner Trauer", charakteristische Typen geschaffen. Frau Clara Meiseis wird an ihrem Abend in einer ihrer Meisterrollen auftreten. Zu Gunsten der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt findet am 15. d. um 8 Uhr abends eine Separatvorstellung „Ez Hadat" in den Jüdischen Künstlerspielen, Theater Reklame, II., Praterstraße 34, unter Mitwirkung von Vera Zaslawskaja, Mischa Fischsohn, Ester Perelmann, Iris statt. Eintrittskarten sind im Sekretariat täglich von 7 bis 10 Uhr abends, ferner bei Prof. Rath, TaborstraBe 20 a, nnd Josef Singer, Taborstraße 25, und bei der Abendkassa zu haben. Das erste gedruckte hebräische Buch. Das jüdische theologische Seminar von New York hat ein Exemplar des zum ersten Male in Druck hergestellten hebräischen Buches „Arbaath Turim" erworben. Das Buch wurde 25 Jahre nach Guterfbcngs Erfindung der Buchdruckierkiinst im Jahre 1452 gedruckt. Das Exemplar enthält die Approbation der Inquisition, der die Zensnirierung aller hebräischen Bücher oblag. „Arbaah Turim" ist bekanntlich von Raibfcii Jaakoib Ben Ascher verfaßt worden und bildete die Grundlage für den „Schiulchan Aruch" von Rabbi Joseif Caro." Vorlesung Jehuda Ehrenkranz. Als Programm seiner dritten Vork'sunig. die Mittwoch, den 15. d.. im Mittleren Koiiziertbaiussaia-1 stattfindet, hat Jehuda Ehre« kränz neuere umd ältere russische Dichtungen gewählt und wird sie diesmal in d e m t s c h e r Sprache zoim Vortrag bringen. An erster Stelle steht hier der russisch-jüdische Dichter J. Babel, der sich durch seine „Ödessaer Geschichten" und „Budionnis Reiterarmee" einen Namen gemacht hat. Fenneir erscheinen aiui dem Pa-oigraimm Maxiim Gorki irmit der kleinen (Erzähtog „Ein jüdischer Knabe" nach der in der „Neuen Welt" erschienenen Uebersefcziung, F. Dostojewski mit „Die Sanfte". Tolstoi mit „Der Verbannte", Tschechow mit „Das Kunstwerk" und Niikit in mit „Der Humd". Karten sind außer bei Gutmiamin in den Buchlbandtaiigen R. Lö-wiit und Lanyi zoi haben. Anski-Archiv. Bis heute wurde das bedeutende Sch. Ainisiki-Arohifv, das Dokiuimente lund ethnographische Sammlat'nigen enthält., an Kowoio auübewalhrt. Dieses Archiv soll jetzt mach Wifoa gebracht und dem Anski-Museiuitn innerhalb der historisch-ethnographischen Abteilung, die seinen Namen führt, einverleibt werden. "BnmHwaHamMMMn* Der Stolz jeder Hausfrau Ist schöne, blendend welBe WSeohe Im Schranke Unsere Feinwäscherei garantiert für sorgfältigste, schonendste und individuelle Behandlung. Lieferzeit binnen 4—5 Tagen. Abholung und Zustellung kostenlos. Ein Versuch wird Sie Uberzeugen und Sie Werden unsere ständige Kunde FEinwästaei jtBr. W ..UnieiWü299.181. R-31-H6 Ein Nejeerstück von Oslp Dymow. Der seit längerer Zeit .in Berlin lieiberide .jiddische, Schriftsteller. Osip Dymow hat soeben ein Ne'gerdranva „Die Schatten von Haarlem" vollendet, das unter der Regie Alexis Granowskys im Berliner Theater am Schäifsbauerdamm (mit Musik •von Bela 'Reinitiz) zur Aoilfif.ühnuing geiiafagen 'ward! Marc Chagall als Illustrator. Demnächst: wenden in New Yorik Gedichte, des jiddischen: Dichters twtd PiubHi- •zisten A. L i e s s i n, des Clhefredalkteurs der jiddischen Monatsschrift „Zukunft" erscheinen:1 Marc Chagall hat sich bereit erikiärtv diesen* Gedichtband zn i'lHiustri&ren. : Die Jugendschriften von J. L. Perez. Die Gesellsohaift der „Freuinde der hebräiischen Universität. Jerusa- Jem" hat von Dr. J.. Eisenberg (Warschau) : die Manuskrdipte der Jugendscihriiften von .1. L.. Pbirez auim Ger, schenk erhalten. Im Miaruusferiptheft.. befinden sich •. bisher noch nicht1-veröffentlichte Gedichte in h e b rä i« ch e-r Sprache, Außerdem hat Br. Eiisenbierg der Uirjiveirsjtätsbibltpihe'k eSne Medaille geschemkt, die ziuim Ari^erilken,-^n .Pefe.z' .hengestellil't wiurde und wovon sich bloß-ei^^aar ' Stück;'im Besitz van nahen Fre/umden desv.enstar^&rj^n. Dichter^ befinden. — Die jüdische Gemeinde iniWia,r'schaiü' ffait b'eis'cM'OSsen, die Pension iüir düe Witwe dps. Dichters auf;^{'oty 2400 iziu erhöhen. t ' . "' Pejii Litmann, die bekannte Soübrefte, jst soeben ans Sowjetrüfiland in Wien eingetroffen und verhandelt wegen eines Gastspieles mit einer hiesigen* jüdischen Bühne,__,_ i Amtliche Verlautbarung $ev israelit. Kultusgemeincje Wien. Zahl 2607 ex 1929. Wien, 30. April )929. Kundmachung. Der Vorsitand der israelitischen Kultusgemeind-c hat in Gemäßheit der §§ 91 und 16 des Kultusgemeindestatuts die; Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde, sowie sämtlicher unter der Verwaltung-,der Kultuisgemeinde., stehenden Fonds und Anstalten 'iür das Verwaltungsjahr 1929 in allen Einnahmen- und Äusgabenposten geprüft und festgestellt. . . ". ' (Gemäß; § 91 des Statuts liegt dieser Voranschlag durcli;,14 jage, vom Tage der Kundmachung gerechnet, zur .Einsichtnahme der Gemeiridemltglieder in der , AmtsdifekMpn, ^.. 'Settenstettengasse 4, III. Stock, auf..',. . - fD|e Gemeiindemitglieder sind berechtigt, inrierljajb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages ^bei dem Kultusvorstande schriftlich zu überreichen,-w;elch'er ^iesejBen in Erwägung zu ziehen hat. * "; Diese Kundmachung wurde unter einem' :im ''/amflicjien Teile der „Wiener Zeitung" yerlautbart. : •:, ..,>: 'y-.\ Der Vorstand < ■ der israelitisohen Knltusgemeinde Wd§h. ff - '■' ■ ) - r .! Großer. Kinderwettbewerb! Kostenlose B^ieUi' gung.: 35 wertvolle Hauptpreisc. 5000 schöne Trpstpreis.e. Alles Nähere in den Del-Ka-Verkaufshäuser^ ^"■.'•;'<■'■''; P«s Ende der Hausirauensorge. „Mutter Sorge" ist .Ihres Amtes sang* uqd klanglos enthoben worden, denn die unter erstkjassfsrer fach» männisclier Leitung stehende und nach den neuesten technischen Errungenschaften eingerichtete .Record', Rodauner Groß-lfxndv/ijs9h,ereI, Franp-Josef^traDe 31, erspart Ihnen den Waschtag mit allen daniit ,ve"rbundenen Sorgen, Aerger und Mühe. Ihre Wäsche wird in Bachwasser geschwemmt und mit reiner Seife gewaschen, erhält Rasenbleiche, wlr'd im Freien getrocknet, bei kostenloser Abholung und Zustellung. . Vorsicht Ist die Mutter der Weisheit! Darum, geehrte Hausfrau, müssen Sie bei Anschaffungen von jeder Art färbigen. Stoffen darauf bedacht sqin. daß die gekauften Waren unbedingt wasch- und lichtecht sein. müssen. Die höchste Farbenechtbeit besitzen nur i o d a n t h r e nf arbige SioUe und Garne. Die erhalten Sie im Wa/enhaus' l P d authren, VI.. MarlahllferstraOe 71. ' " Jüdische Sport- und iii!ii!!i!ii!ii!iiiii!i!iiiiiiiiiTurnbeweöunä Der 22. Sieg Hakoahs. Gegen Vorwärts 06 4:0. Nach dem knappen 2:1-Sicg gegen Bewegung XX, gelang es dem jüdischen Verein, die spielstarke Vorwärts- Mannschaft überlegen abzufertigen. Bei den Siegern bot der Ersatzverteidiger Berson eine hervorragende Leistung. Dieser Spieler dürfte bald ständig in der Kampfmannschaft zu finden sein. Im Angriff gefielen Neufeld und Stern. Erst in der 10. Minute nach Seitenwechsel erzielt Strohs den ersten Treffer. Hakoah bedrängt und in der 20. Minute verwandelt Neufeld einen Elfmeter zum zweiten Treffer. Derselbe Spieler erhöht in der 35. Minute mit unhaltbarem Schuß den Vorsprung. Fünf Minuten vor Schluß stellt Stern mit herrlichem Kopftor das Endresultat her. Aufstellung: Oppenheim; Scheuer, Berson; Poliak, Strohs, Posauner; Neuteld, Heß, Stern, Birnbaum, Katz. Hakoah weist 44 Punkte und ein Torverhältnis von 93 :12 auf. * Kommenden Sonntag spielt Hakoah auf der Hohen Warte gegen Austria. Die St. Veiter waren Samstag und Sonntag in Prag erfolgreich und stellen gegen die Blau- Weißen eine spielstarke Mannschaft ins Feld. Für den 19. Mai ist das Meisterschaftsspiel gegen Liberias angesetzt. Am 23. Mai tritt Hakoah gegen den Meister Admira an. Am 25. d. gastiert Hakoah in Brünn gegen, Zidenitze. Am 26. d. findet das letzte Meisterschaftsspiel gegen Moravia statt. Im Juli dürfte Hakoah eine Reise nach Polen unternehmen. Zehn Jahre Grazer Hakoah. Im Rahmen des zehnjährigen Bestandiubiläums der Hakoah spielt am 11. und 12. d. die Wiener Hertha in Graz gegen den jüdischen Verein. Sonntag, den 12. d. um halb 9 Uhr abends schließt ein Festabend, bei dem Propagandavorfülirungen aller Sektionen veranstaltet werden, die Feierlichkeiten ab. Einige Tage nach den Jubiläumsspieleti reist die Hakoah nach Jugoslawien und Griechenland. Am 19. d. gastieren die Grazer in Bosnisch-Brod und in der Zeit vom 21. bis 26. d. trägt der jüdische Verein vier Spiele in Saloniki aus. Hasmoncas Kampf um die Erstklasslgkett. Der S. C. Hasmonca hat in den letzten Spielen schöne Erfolge errungen. Nach dem überlegenen Sieg gegen Aisergrund gelang es dem Jüdischen Verein, den spielstarken S. C. Alexandria 3:2 zu besiegen. Die Tore erzielten Arm (2) und Bäunier. Hasmonca nimmt nunmehr mit 22 Punkten den dritten Platz ein und hat gute Aussichten, wieder in die erste Klasse aufzusteigen. Haglbor-Makkabi wurde abermals, und zwar von Aisergrund, 2 : 0 geschlagen. Bei diesem Spielermaterial sollte doch der Scktionslcitcr imstande sein, eine Mannschaft aufzustellen, die nicht icdeu SoniUng einen Prügelknaben abgeben muß. Handballscktloii der Hakoah. Bei der Handballscktion der Hakoah ist eine Krise ausgebrochen. Mehrere aufgestellte "Spieler erschienen nicht zu letzten Matches, und im Meisterschaftsspiel gesen Donau, wo ebenfalls einige Spieler gefehlt haben, unterlag der jüdische Verein 0: 14. Die Hakoah hat nun strenge disziplinare Maßnahmen getroffen. Drei Spieler wurden von der Sektion ausgeschlossen und weitere sieben auf längere Zeit disqualifiziert. Die Hockey-Melsterschait. In der ersten Klasse siegte Hakoah gegen den Oe. H. Cl. 1:0 (I : 0). Das Spiel nahm eine» scharfen Verlauf. Den einzigen Treffer brachte (). Diamant zustande. Die Reserve unterlag 0 : 1. Blau-Weiß erlitt in der zweiten Klasse gegen Wühring eine überraschende 1 :2-NicdcrIagc. Für die Jüdische Mannschaft war Engel erfolgreich. Die Hakoah-Damen errangen gegen V. f. B. einen überraschenden 4 : 0-Sieg. Die Tore erzielten Lebenschuß (2), Tabak und Neumann. Erfolge der Jüdischen Leichtathleten. Die erste Meisterschaft des Jahres, die Geländemcisterschaft, endete mit dem Siege des derzeit in Prag domizilierenden Hakoahncrs Frnnkl. Frankl legte die Strecke von 10 Kilometern in .einer Zeit von 34:59,8 zurück. In dei Juniorenmeisterschaft -blieb «Spielmann siegreich vor Fischler (Rcichsbund) und Opper (Hakoah). Frltzl Löwy unterbot beim letzten Schwimmfest der Hakoah den 400 Meter-Freistilrekord um 3 Sekunden. Makkabl M.-Ostrau beteiligte sich am 28. April mit sechs Athleten am Leichtathletik-Meeting des S. S. K. Vitkovicc und erwarb trotz stärkster Konkurrenz drei erste, zwei zweite und einen dritten Preis. Während des ganzen' Wettkampfes herrschte sehr starker Wind und beeinflußte natürlich die Leistungen in höchstem Maße. Makkabi verfügt über keine eigene Laufbahn, so daß einige Athleten vollständig untrainiert zu diesem Wettkampi antraten. Die Ergebnisse lauten: Männer: Hochsprung 1. Zander 160 cm, Weitsprung 1. Rimpel 540 cm, 800-m 1. Honsa 2:19, 100 m 3. Rimpel 12,9. Zöglinge: 100 m 2. Freudenheim 13,0, 800 m 2. Hahn 2 :25,6. . Touristik- und Ski-Klub „Hakoah". Tourenprogramm für den 12. d. Fußtouren: Gieß h übler Heide. 8 Uhr 30 Min. Straßenbahnende Mauer. .Schneeberg, Weichtalklatntn, Kletterkurs Schneeberg. Näheres Freitag von 20 bis 22 Uhr im Klubheim, L, Wipplingerstraße 24 (Cafe Altes Rathaus). Gäste willkommen! — Jugendgruppe: Ra'mberg. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr iin Klubheim, VIII., Bennoplatz 1 (Jüd. Vereinsheim). Gäste willkommen! Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend, IL, Zirkusgasse 33. W o c h e n p ro g r a m m: Samstag: "3 Uhr Sichah der Mädchen-Kwuzah, S Uhr Zusammenkunft der Kindergruppe, 8 Uhr Referat des Herrn Dr. N. Samovsky. Sonntag: Wanderung. Treffpunkt 8 Uhr früh vor dem Heim, IL, Zirkusgasse 33, 8 Uhr abends gesellige Zusammenkunft. Montag: 7 Uhr abends Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr abends Hebräisch für Fortgeschrittene. Dienstag: 8 Uhr abends Sichah der Kwuzah „Dror". Mittwoch: 7 Uhiabends Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr Vortrag im Cafe Produktenbörse, IL, Taborstraße 10. Donnerstag: 7 Uhr abends Englisch für Anfänger, halb 9 Uhr Hebräisch für Fortgeschrittene. Jüdisches Zentrum der Sozialen Hllfsgemelnschaft (IL, Unt. Augartenstraße 35). Am 11. d., halb 6 Uhr nachmittags, findet der letzte Jugendgottesdienst in diesem Schuljahre statt. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Mpntag: 7 Uhr abends Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr. Hebräisch für Fortgeschrittene. Mittwoch: 7 Uhr abends Hebräisch. für Anfänger.-Donnerstag: halb 9 Uhr Hebräisch für Fortgeschrittene. Chajes-Realgymnaslum (IL, Castellezgasse 35). Anmeldungen in die erste bis achte Klasse täglich' zwischen 12 und 1, Uhr in der Direktionskanzlei. Zionistische Frauengruppe Favoriten (X., Humboldtgasse 25). Donnerstag, den 9. d. 8 Uhr abends, V. Vortrag: Dr.. Amalie Kautor aus dem Zyklus „Silhouetten Jüdischer Dichter" (S. Frug). Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl". Am 11. d., 8 Uhr abends, im Helm, IX., Glasergasse 4. Vortrag,Dr. Goldhammer: „Aufgaben Jüdischer Gemeindepolitik". Jüdische Hochschüler als Gäste willkommen. , \ " Zionistische Bezirkssektion Brlglttenau. Am 12. d., halb 8 Uhr abends, im Heime, XX., Jägerstraöe 30, Versammlung.■ Redner: Arqn S c h w e r t f i n g e r: „SdieKel", Dr. N. M. Gelbe r: „Die Lage in der Zionistischen Organisation", und Dr. Josef Löwenherz: „Bericht aus der Kultusgemeinde". Verband zionistischer Hochschülerinnen. Am 13. d. um halb 8 Uhr abends im Röntgeninstitut Dr. Robinsohp. VIII., Alserstraße 24, spricht Prof. Dr. M. Eisler über „Max Liebermann". Gäste willkommen. Zionistische Frauenorganisation XVIII veranstaltet gemeinsam mit dem Makkabi Hazair (Jüdische Turnerjugend) am 12. d. um halb 11 Uhr vormittags Im Votivparkklno, IX„ Währingerstraße, eine Aufführung des Films „Frühling in Palästina". Ansprache: Frau Dr, Martha Hoffmann. , Piadilnderbund „Zlrenu". Am 14. d., halb 8 Uhr, im Vereinsheim, VIII., Bennoplatz la, großes Jugendmeeting. ' Tagesordnung: Max Schrötter: Was wir wollenl Robert Lustig: Unsere Sommerfahrten (mit Lichtbildern). Staatswlssenschaltllche Arbeltsgemelnscbalt des Verbandes der zionistisch-akademischen Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Am 14. d., 8 Uhr abends in der Lese- und Redehalle, IX., Türkenstraße 9, Zusammenkunft der so z i o 1 o g i s c h e n Arbeitsgemeinschaft. Vortrag des Herrn Karl Liebstein cand. rer. pol. Uber „Die innere Krise der zio» nistischen Organisation'* mit anschließender Wechselrede. Jüdischer Angestellten-Verband „Emuuah". Am 13. d. findet im Saale der Volksbibliothek „Zion", IL, Kleine Mobrengasse 3 b, ein Vortrag des Rechtsanwaltes Dr. Israel Wald mann statt. Thema: „Das Recht auf Arbei t". Beginn halb 8 Uhr abends. Gäste willkommen. ' Malinonldes-Iiistltut. Sommersemester 1929. Dozent Dr. A. K am i n k a hält an der Universität im Hörsaal 34 für Studierende aller

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.