Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 3 (1929)
- Issue
- Heft 81 (5.4.1929)
- Date
- 1929-04-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preis 30 eschen V. b. b. Dlt^UEWELT BEZUGSBEDINGUNGEN Oesterreich monatlich S 1.50, vierteljährig S 4.20, ganzjährig S 16.—; Polen monatlich Zloty 2.—. vierteljährig Zloty 6.—; Tschechoslowakei monatlich Kc. 6.—, vierteljährig Kc. 15 —; Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.—; Rumänien monatlich Lei 40.— vierteljährig Lei 120.—. REVUE BEZUGSBEDINGUNGEN Deutschland monatlich Mark 1.— vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 20.—, vierteljährig Lewa 60.—; Italien monatlich Lire 5.—, vierteljährig Lire 14.—; Schweis und die übrigen Lander mo tätlich Schwei/er Francs 1.50. vierteljährig Schweizer Francs 4.50. HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER Redaktion and Verwaltang: Wien, lX,f Universitäisstraße tf—8 Telephon: A25*2-82 — Erscheint jeden Freitag Jahrsang 3 Freitag, den 5. April 1929 Nr. 81 „Graf Zeppelin" über Palästina. Seite S 7ober yPla.t* (SenlcJ-FuBi nlagan fertig und nsoh Olpsaa- ' druck, par Paa» 8 2*40 aufwflits Ihre Fußschmerzen Schlankformer gegen dicke Waden) erfordern fachkundig angepaßte itrttmofe mit oder ahn« Qumml, nur Marke „PARADRUIT" angenehm, haltbar, waschbar, unsichtbar, auch aus Reingummi per Stück S6.—,9.—, 13.—, Fesself ortner Nachher S 3.25. Maßarbeit prompt. — Repaturen aller Strümpfe. Provinzversand Separierte Damenbedienung Preislisten gratis Hur bei Spezialist nikolosch, Wien. Tabors!raBe 22 Arie Im redaktionellen Teil befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Aus dem Inhalt: —y: Telekis heiliger Krieg« Dr. Fritz Löwenstein, Jerusalem: Palästina als Fremdenzentrum. Dr. Oskar Rosen feld; Max Liebermann. Ch. Schieber: Streifzüge durch die provenzalischen Jtidengemeinden. Das Hakenkreuz auf dem Balkan. (Eine Zuschrift der kgl. bulgarischen Gesandtschaft in Wien.) Aus der jüdischen Turn- und Sportbewegung. Austritte aus dem Judentum. Schalom Asch: Die Mutter. Schalom Alechem: Komödianten. Die Wiener Zionisten in Palästina. Empfang im Ratbaus von Tel-Awiw. — Herzliche Begrüßungen im ganzen Land, ~ Besichtigung def jüdischen Kolonien. — Die Rückfahrt nach Europa. kenstraße in Wien war. Besonders lebendig sind mir die Die Teilnehmer an der vom Verband der demokratischen Zionisten veranstalteten Palästinareise sind bereits auf der R ü c k f a h r t. Die Expedition trifft am Dienstag den 9. April um 21 Uhr 45 Min. am Ostbahnhof in Wien «im Alle, Mitglieder der Gesellschaft . sind .bei bestem Wohlsein. Ueber den Aufenthalt in Palästina liegt uns der folgende Bericht vor: Am 23. März verließen wir um 7 Uhr früh Jerusalem und fuhren in bequemen Autobussen zum Toten Meer. Der See machte auf uns einen tiefen Eindruck. Die Temperatur betrug 24 Grad Celsius. Ein Bad war unmöglich, weit und breit keine Einrichtung zur Kleider abläge. Dann ging's über Jericho, das uns enttäuschte, und den aus den Ufern getretenen Jordan nach Jerusalem zurück. Nachmittags waren wir bei der Klagemauer; eine Straße, wie sie zu Dutzenden in Jerusalem sind,, der Tummelplatz aller Völker unter der Bewachung englischer Polizisten.; Am 24. März nahmen wir Abschied von Jerusalem, um die jüdische Stadt Tel-Awiw zu besuchen. Die Kolonne fuhr über Mozah, Kiriath-Anawim, Beth Schemen und das Kinderdorf Kfar Jeladim. Ueberall kurzer Aufenthalt. Der Nachmittag war der Besichtigung der Stadt gewidmet. Der Eindruck war mächtig. Eine jüdische Großstadt mit jüdischen Behörden, Ae ntern und hebräischer Verkehr$5;racher Herzlich wurden wir aufgenommen. Der Verkehr war über alle Erwartungen; ganz Palästina schien anwesend zu sein.. Man feierte fröhlich Purim. Die Straßen waren von Kostümgruppen überfüllt. Abends gab uns die Iriah (die Stadtverwaltung) einen Empfang im jüdischen Rathaus. Zu dem Empfang hatten sich sämtliche Reiseteilnehmer sowie die Verteter der Stadt, der verschiedenen zionistischen Institutionen und viele Wiener, die jetzt in Palästina leben, eingefunden. Die Reiseteilnehmer trugen ein blau-weißes Abzeichen mit einer, hebräischen Inschrift. Der Bürgermeister M. Dizengoff,. richtete an die Reiseteilnehmer eine längere Ansprache, in der er unter anderem sagte:; „Ihre Gruppe kommt zu uns nach Tel-Awiw aus Wien,' unter der Führung des Herrn Ing. Stricker. Dies erinnert mich an die Geburtstage unserer Bewegung, die Zeit, da unser großer Führer Herzl noch lebte. Herzl lebte in Eurer Stadt und sein Einfluß reichte in die ganze Welt. Ich erinnere mich dieser Glanzzeit unserer Bewegung, als das Zentrum der Organisation noch in der Tür- Zeiten der Gründung des Nätionalfpnds geblieben, welcher unter Führung des Herrn Ing. ^remenezky stand. Damals waren wir noch Träumer. W^ kehr nach^Ztoi£ Jetzt,.stelieir w)rYmit ]^.§n.JF^ idem Böden Ziöns Und unsere Handelnd voll beschäftigt, unser Ziel zu verwirklichen. »Das Endziel ist noch weit von uns entfernt: Die jüdische Mehrheit ist noch nicht erreicht, der Weg ist noch weit, aber die Arbeit hat begonnen. Das Programm ist vorhanden. Setzen wir mit Fleiß unse/e Anstrengungen fort und unser Zi e I wj r d er r eicht werden. Es gereicht mir zur besonderen Ehre, das Haupt Euer Gruppe, Herrn Ing. Stricker, hier zu begrüßen. Ein Mann voll Talent, ist er ein erhabener Kämpfer für die ReinheM des zionistischen Ideals. Ich wünsche, er; möge hier im Lande Kraft und Mut für seine weitere wichtige und wertvolle Arbeit finden, •deren Bedeutung wir hier alle zu schätzen wissen. Unseren Brüdern, den Zionisten, sagen Sie, daß wir auf dem richtigen Weg sind und ihrer Unterstützung bedürfen. Mögen wir auch in Einzelheiten auseinandergehen, im wesentlichen wollen wir alle dasselbe. ■ Besuchet uns öfter: Solche Zusammenkünfte verbinden Palästina mit der Gallith und beweisen uns, daÜ wir alle ein Volk sind und für die Verwirklichung eines Ideales leben." „Vom Else befreit sind Strom und Bäche . Ihr Frühjahrs-Aufflug ff ii h r e S ie n a c h dem schönen BADEN! Alle Hotel«! Pensionen und Sanatorien haben lUr die FrllhJahr».Sal«on bereits e r ö 11 n e t! ■WIRHABEN IHN____..... IHREN ANZUGSTOFF Er ist genau so, wie Sie ihn schon lange wünschen, modern in Farbe und Dessin, edel in Material und nicht zu teuer. In England erzeugt, wird er direkt von London' spesenfrei oder ab Musterlager der Woollenfabrics Company geliefert WEINHOLD & CO. Wien I. Stubenbastai 2/1 j^H Telephon R-28-3-70 WKm Oberbaurat Stricker antwortete im Namen aller Reiseteilnehmer mit einer längeren Rede, in der er unter anderem sagte;. 9)Die allergrößte Ehre für uns ist schon die Tatsache, vom Bürgermeister Tel-Awiws empfangen zu werden. Wir erblicken in Tel-Awiw das Symbol des Nationalheims. Tel-Awiw ist die Krone der zionistischen Arbeit. Bei dieser Gelegenheit muß ich betonen, daß die Stadt Tel-Awiw leider nicht die Bewertung findet, die ihr gebührt. Ich kenne die Gründe, nach denen Tel- Awjw gebaut wurde. Mari hat keine Komitees gegründet, man ist nicht in die Welt sammeln gefahren, man hat keine Resolutionen gefaßt, sondern es haben sich Menschen gefunden, die sagten: ver- .. - suchen wir ans eigener Kraft etwas zu schaffen; tel-Aww, machtjetzt schwere finanzielle' und 'politische Zeiten durch. Aber das Schicksal dieser Stadt, ist das Schicksal des ganzen**-'Jüclen tu ms und das Schicksal Palästinas. Setzet Eure Arbeit, die Ihr so prachtvoll begonnen habt fort, denn die Augen der ganzen Welt sind auf Euch gerichtet." Der Rede Strickers folgten weitere Ansprachen, des Herrn Rechtsanwalts Grone mann und der Frau Stadträtin Porsitz. Wir bummelten dann die ganze Nacht durch und gaben uns dem lustigen Treiben des jüdischen Karneval gerne hin. Heut' ist Purim, morgen ist's aus... Am 27. März über Petach Tikwah, Chederah; Sichron Jakob und. Ahlit nach Haifa. Am folgenden Tag Besichtigung des Technikums, dann auf den Karmel. Ueberau herzlicher Gruß, überall Hedad! Hedad! Am 29. März fuhren wir in den Emek. Durch Nahalal, En Charod und Balfourja ging die Reise. Am 30. wurden Tiberias, am 31. Migdäl, Rosch Pinah und Safed besucht. Dann kam der Abschied von Erez Israel. Nur schwer konnten wir uns von dem Land trennen, das uns mit überströmender Gastlichkeit aufgenommen hatte. In Aegypten. Wie uns aus Kairo, 1. April, telegraphiert wird* is^ die Wiener Reisegesellschaft aus Palästina dort eingetroffen. Am Donnerstag den 4. April erfolgt die Weiterfahrt nach Alexandria. Die jüdische Gemeinschaft in Palästina. Fast 90.000 Angehörige. Aus Jerusalem meldet die J. T, A.: Nach den letzten Statistiken haben sich 89.985 Juden der jüdischen Gemeindebrganisation Palästinas angeschlossen. Die Zahl derjenigen, die ihre-" Austritt aus der Einheitsgemeinde erklärt haben, beträgt 4o57. Dei jüdischen Einheitsgemeinde gehören u. a. 29.336 Juden aus Tel-Awiw, 23.945 aus Jerusalem und 10.059 Juden aus Haifa an. Einstein Ehrenmitglied. > Der Waad Leumi als das ausführende Organ der jüdischen Gemeindeorganisation Palästina ernannte Pro* fessor Albert Einstejn"aus Anlaß.seines 50. Geburts* :-tages und in .Anerkennung seiner Verdienste um das Pa5 rlästinawerk zum Ehrenmitglied der Knesseth Israel, > „Schützet Eure Wohnung" 9 DURCH ABSCHLUSS EINER OBDACH-VERSICHERUNG : „Phönix und Wiener" bei Gemeinde Wien, /Vereinigte Versicherungs-Aktien-Gesellschaft Städtische Versicherungsanstalt Wien, IX., Koling. 6 und Dominikanerbastei 19,21 JVien, I., Tu<?Waubea 8___ NEU! i