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Die neue Welt · 1929-01-25 · Heft 71 (25.1.1929) · page 10

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Journal
Die neue Welt
Volume
3 (1929)
Issue
Heft 71 (25.1.1929)
Date
1929-01-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 18 DIE NEUE WELT m die Regionen des hohen lyrischeu Tenors, mit solch bravouröser Sicherehit beherrschen. Josef Rosenblatts Piano, sein FJauto-Falsetto sind einzigartig; und ebenso seine Art, ein Motiv im Falsett cchoartig $u wiederholen, um dann überraschend mit männlich-starkem Stimmenblitz zu blenden. Aus seinem ungemein reichhaltigen „G r am o 1 a"-Programm an liturgischen Gesängen und jüdischen Volksliedern heben wir nachstehend einige „G r a m o 1 a"- Schlager'hervor: Kol Nidrc, Jisgadal wejiskadascli, Ovinu Malkeimi, Rom W'nisso, Zur lisroel, Yhi Rozen Milifne Ovinu, Omar rabbi Elosor, Ei mole rachmin. Umipne Chatuemi, Die Neuer Kol Nidre (mit Orchester), Kevakoras, Wechol Maaminim usw., ferner Pastuchel, Sog zc rebenju, Lomir sich überbeten, My Yiddiselie Mommc. In Oheder usw. .,Grafliola"-SchaHpiatten sind in allen Grammophongeschäften erhältlich. An unsere Leser! Wir bringen Mcmit zur Kenntnis, -daß das bekannte MusikhaiTs Excelsior, Wien, 1. Bez., Adlergasse 5, und 2. Bez., Kleine Pfarrgasse 28, sein reichhaltigen Lager in jüdischen und hebräischen Schallplatten durch die neuesten original amerikanischen Aufnahmen 'kantoraler und jüdischer Gesänge ergänzt hat. Zu Propagandarwecken wird eine große Serie von Schailplatten au diejenigen Leser unseres Blattes, die sich auf •diese Ankündigung berufen,. zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. Reichhaltiges Lager in liturgischen Gesängen und jüdischen Volksliedern des weltberühmten Oberkantors Josef Rosenblatt. E J üdisdie Sport- und Turnbewegung Gute Leistungen der jüdischen , Vereine im Wiener Cup. Hakoah.: siegt gegen B. A. C. 6:1. — Eine unverdiente 0:3-Niederlage der' Hasmonea gegen Slovan« Hakoah und Hasmonea haben im Wiener Cup den jüdischen Sport würdig vertreten. Der F. C. Hakoah siegte mühelos gegen den erstklassigen B. A. C., während der zweitklassige Amateurverein Hasmonea nach gleichwertigem Kampf gegen den Professionalklub Slovan lütterfag. Trotz der vorzüglichen Leistung der Blau-Weißen in den letzten Freunschartsspielen gegen Sportklub, W. A. C. und Wacker hat man im jüdischen Lager nicht mit so einem eindrucksvollen Sieg gerechnet. Der B. A. C., der gegen Hakoah mit einem durch Glotzmann (früher Nicholson), Benesch - (früher Wacker) und Klima II (früher Admira) verstärkten Mannschaft antrat, konnte keinen ebenbürtigen Gegner abgeben. Die „Zweitklassigen" waren technisch imd taktisch stark überlegen. Obwohl Rollak und Mausner fehlten, wies die Männschaft doch keinen, schwachen Punkt auf. Die besten Spieler auf dem Felde waren F el d ma nn, Ne u f e 1 d, Stern, Fried und Strohs. ...... Ne.ufeld war der Träger der meisten Angriffe und Vermittler der ersten drei Treffer, die letzten zwei Tore schoß er selber. In der Läuferreihe bot Fried eine hervorragende Leistung, Oppenheim hatte wenig zu tun. , Die B. A. C.-Mannschaft versagte fast vollständig» Nebst Eacco und Ruhittl konnte nur noch K estler (früher Hakoah) gefallen. Einige-B- A. C.-Spieler kämpften sehr derb, ohne daß der. Schiedsrichter Göbel eingeschritten; .wäre.' Dagegen schloß er in der 16. . Minute nach Seitenwechsel den Hakoahner Stern ungerechterweise aus. Sonderbarerweise konnten die Krieauer mit zehn Maiin ihre Üeberlegenheit noch vergrößern, drei weitere Treffei« erzielen .und in der letzten Phase die „Erstklassigen,*'* geradezu zu einer inferioren Rolle verurteilen. ' Hakoah stellte folgende Mannschaft: Oppenheim; S c heue r, F e 1 d m a n n; L ö w i n g e r, S t r o h s, F r i e d; Neufeld, Heß, Stern, Posaner, Katz.. Die größte Ueberraschung im Wiener Cup war die hervorragende Leistung der Hasmonea gegen Slovan. Die Wiener .'Tschechen, die erst in der Meisterschaft gegen Hertha 5,:2 siegten, und Sturm (Graz) 6:0 abfertigten, trafen in Hasmonea auf einen gleichwertigen Gegner. Die jüdische Mannschaft unterlag 0:3, obwohl ein unentschiedenes Resultat dem Spielverlauf eher entsprochen hätte, \ Sie lieferte das beste Spiel seit ihrem' Bestand. Kohn. im.Tor hielt mehrere scharfe Schüsse. Die Verteidiger BI e i c h f e I d und W e i n w u r m bildeten für die gegnerischen. Stürmer ein schweres Hindernis. Die Deckung .hielt sich sehr brav. Im Angriff ragten Neu« m a n n und Arm hervor. Slovan stellte diestärkste Mannschaft, in der bereits die Neuerwerbungen Kaplan und Gottwald mitwirkten.; Aufstellung: Kohn; Bleichfeld, Wein wurm; Bäumer, Platczek, Welzer; Klarfeld, Arm, Neumann, Eisenmayer, Sternbach; Vereinsnachrichicn. Zionistische Ortsgruppe. St. Pölten. Am 13. v. M. iand die Generalversammlung statt. Die Rechenschaftsberichte über das abgelaufene Vereinsjalir wurden von folgenden Herren des Ausschusses erstattet: Obmann Ins. Holzer, Obmannstellvertretcr Schäch'tcr, Bund, Halm, Gewin g. Hieraut sprach Herr Dr. Ch. Tartakowc.r als Delegierter des Z. L. K. Wien über die aktuellen zionistischen Fragen. Die zionistische Arbeit der Ortsgruppe hat sehr zugenommen. Für den K^ren Hajessod und Nationalfonds wurden erhöhte Betrüge abgeführt. Dem abtretenden Ausschuß wurde der Dank und das Vertrauen aus» gesprochen. Für das Jahr 1929 wurden der Obmann und der Ausschuß wiedergewählt. Vereinigung der zionistischen demokratischen Jugend. Wochen« Programm; Samstag, 3 Uhr nachmittags: Zionistikakurs. 5 Uhr: Zusammenkunft der Kindergruppc.' Der Franzüsischkurs entfällt. Um halb 8 Uhr große Chamischah-Assar-Feier. Gäste willkommen. Entree frei. Sonntag: Wanderung. Treffpunkt: um halb 9 Uhr beim Heim, IL, Zirkusgasse 33. Montag, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene. Dienstag,halb 8 Uhr: Plenarvcrsammlung mit anschließendem Referat. Mittwoch, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr: Vortrag im Cafe Produktenbörse. Donnerstag, 7 Uhr: Englisch für Anfänger, halb 9 Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene. Zionistische Organisation, Bezirkssektion Briglttcnau. 25. Jänner Taimudvortrag des Herrn Isak Schön'fcld. 27. d. Chamischa-Assar- Feier unter Mitwirkung hervorragender Kräfte, unter anderen Herr Oberkantor Leo Funke und Herr. Dr. Wilhelm Bund. 29. d. Vortrag des Herrn Universitätsprofessors Dr. Max Eisler über „Jüdische Kunst". 30. d. Vortrag, der Frau Dr. Anmlia Kantor über „Jüdische Literatur und Geschjchte". ZlookstUcbe Frauengruppe Brlglttenau, XX., Jägersiralte 30. 30. janner, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Amalie Kantor zu ihrem Zyklus „Auserwählie Kapitel der jüdische» Geschichte." Klub Jüdischer Frauen. Vortrag Dr. Ilse Zimmer m a u n über „Aufbau und Ziele der. modernen Jugendfürsorge". Mittwoch, 30. Jänner um halb 5 Uhr im Cafe" C o 1 o n n a d e n," f., Rathausplatz 4. Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten. Am 27. Jänner \fm 10 Uar vormittag« Chamissa-Assur-Feie.r für Kinder, im großen Saale des VoIksbildunKshauses, V., Stöbergasso 11-15. Sehr reichhaltiges Programm, Palästinabildcr, lustiger Kinderfilm usw. Genaues Pi»s!ai?'jn unJ Eintrittskarten ä SO Groschen bei unseren A'issclM'.htniigliedeni und an dor Kassa. Am 31. Jänner Vortrag Frau. Dr Henriotto Rappapnrt um 8 Uhr abends im Terrassencafc, V.. Marsa* rctenpla'z 4, über ..Jüdische E r ■/. i c h u n k". Zionistische Bczirksorsanlsation VIH-iX. Am 2. Februar. S Uhf nhends, im Vereinslvuin, VII!., GcnnoptaU 1, Gcsellschaftsabcnd (Chamischa-Assar-Feicir) fßi reichhaltigem Programm, Karten täglich mittags im Vereinsheiin Zionistische Fraucngriippc IX. Der Gcsellschaftsabcnd. welcher am 26. d. in den Prunksälcvt des Hitndclsniuscums, IX., Bcrggassc 16, stattfinden sollte, wird aus technischen Gründen verschoben. Die Hebräisch- Kursc für Anfänger und Fortgeschrittene haben begonnen. Nciuvr.neltlunü'eu werden noch bei Frau Gisela Blauer. IX., Pfliiggassc v>-8, und Klara Müller, IX., Wasagasse 21-°. Telephon U-2*l-7-05, entgegengenoinmen. Demnächst beginnen Seminare über jüdische Literatur unter der Leitung des Herrn Dr. N. M. Gelber und über Geschichte des Zionismus unter dor Leitung des Herrn Dr. D. F. Finkelstcin. Anmeldungen werden unter den oben nngegebenen Adressen entgegengenommen. Zionistische Bezirkssektinn Lcopoldstadt. Montag, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger, halb 9 Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene. Mittwoch, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger. Donnerstag, halb 9 Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene. Organisation ziontstisciicr Frauen Oesterreichs (Wizo), Klub heim def Hakoah, I., Wipplingcrstraßc 24. Am 28. Jänner, 5 Uhr, Vortrag Dr. Viktor Kellner, Direktor des Chajes-Realgymnasitims, zu seinem Zyklus „Die jüdische Erziehung". Zionistische Frauengruppc Leopoldstadt, Ii., Zirkusgassc 33. Am 28. Jänner, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Amalie Kantor zu ihrem Kurs „Jüdische Geschichte und Literatur". Verein hebräisch .sprechender Akademiker „Achad Hnam". Am 2$. d. im Lokal Cafe Produktenbörse um halb 8 Uhr abends ein Vortrat; des Herrn Professor Gelernter über ,.H a s i f r u t h II a i wr i t h II a c h a d a s c h a t h" Hebriiischsprcchendc herzlich willkommen. Zcire Misrachi-Hcchaluz Hamisrachi. .Samstag, den 26. d. um 7 Uhr abends findet in unserem Vereinslokalc, IL, Pratrstraße 43, eine Chamischah-Assar-Feier mit reichhaltigem Programm statt. Auch werden Paläsfinafrüchtc verteilt werden. Zionistisch-akademische Verbindungen und Vereine Oesterreichs. Am 29. d. um 6 Uhr abends im Lokal VIII., Bcnnopla'z 1, wichtige Plenarversammlung. Lese- und Rcdchallc jüdischer Hochscltiilcr, Wien, IX., Türken- Straße 9. Samstag, den 26. d. um 8 Uhr abends spricht A. H. Dr. S. Hirschhorn Uber „Einiges zürn Sinne der jüdischen Geschichte". Jüdisch-akademischer' Verein „Thcologia", iL, Tcmpclgassc 3. Im Laufe des Wintersemesters 1928-29 werden im Lehrsaale der Israelitischen theologischen Lehranstalt folgende Kurse abgehalten: Cand. phil. H. Frostig: Propheten (Jeremias), Montag 2 bis 3 Uhr. Cand, pliil. J. Glicenstein: Talmud (Traktat Gcrachim). Dienstag und Samstag 6 bis 7 Uhr. Herr Dr. Rappaport: Jüdisch-wissenschaftliche Bibliographie, Mittwoch halb 11 bis halb 12 Uhr. Cand. phil S. Schönhlum: Talmud (Gittin), Sonntag, Dienstag und Freitag 2 bis 3 Uhr. Der Verein „Theologia" vermittelt akademisch gebildete Lehrer für Hebräisch. Talmud, Bibel und alle Mittelschulfächer. Der Verein zionistischer Hochschülcr „Theodor HerzI" veranstaltet in seinem Heim, IX., Glasergassc'4, einen Vortragszyklus „Das zionistische Ziel einst und jetzt. Erfolge und Zukunftsperspektiven der Bewegung." 26. Jänner: „Die Einwirknng des Zionismus auf die Selbstachtung der Juden." Prof. Willi. Stein. 2. Februar: „Die Bewegung zur Renaissance der jüdischen Kultur." A. H. Dr. Ernst Müller. 9. Februar: „Unsere Aufbauarbeit In Palästina." Herr Adolf Böhm. 16. Februar: „Unsere Bestrebungen im Gallith." A. H. Dr. Leo Goldhammer. Sämtliche Vorträge beginnen um S Uhr abends. Jüdische Hochschiller als Gäste willkommen. „Deborah" Mädcheugnippc der Wizo, IL, Kleine Mohreugassc 3, Volksbibliothclc Zion. Am 28. d., halb 9 Uhr abends, Dr. Gelber zu seinem Gcschichtsktirs. Gäste willkommen. Anmeldungen für Hebräischkurse Montag und Donnerstag von halb 8 bis 9 Uhr. Brith Hanoar Hamisrachi, IL, Pratrstraße 43. Am Samstag, den 26. d. um halb 3 Uhr nachmittags spricht in unserem Heime Herr Bin- Nun aus Erez Israel über „Das Leben in Erez Israel". Um 7 Uhr abends Chamischa-Assar-Feier. Verband der zionistischen MittelschulVerbindungen und Vereine. Fortsetzung des Seminars für jüdische Geschichte, geleitet von Herrn Dr. Paul Diamant. Thema: A 11 h e b r ä i s c h e I n s c h r i f t e n und Elephantine-Funde. Samstag, 26: d. Um 5 Uhr auf der Bude der Z. M. V. Massada, IX., ServitengasSe S. Zionistische Jugendorganisation XX. Am 24. d. Vortrag Dr. Leo Gottfried über „Der Einfluß des Zionismus auf die Entwicklung des jüdischen Lebens". 26. d. große Chamischa-Assar-Feier unter Mitwirkung erster Kräfte. Die Mitglieder der ehemaligen Kulturgruppe XX treffen sich jetzt bei den Veranstaltungen der Jugendorganisation regelmäßig. Alle. Veranstaltungen beginnen, um halb 8 Uhr abends. Predigten. Hcuto werden bei dem um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdienst Predigten abgehalten: IL, Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Grunwald; XVIIL, :Schopcnhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Im Gcmein'detempcl, XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) findet Samstag, den 26. Jänner beim Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr. 30 Minuten) ein exegetischer Vortrag statt. Samstag, 3 Uhr nachmittags, Jugendgottesdienst in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Austritte aus dem Judentum. Otto Katz, geb. 7. II. .1871, Proßnitz, verh., IX., Freiheitsplatz 10. — Helene Kefer, geb. 6. VIII. 1905, Olmütz, ledig, IV., Sehönburggasse 25. — Dr. Kurt Grimm, geb. 5. V. 1905, Wien, ledig, L, Woilzeilc Iii — Georg Philipp Liditenbcrg, geb. 12. IL 1891, Budapest, verh., I, Salvatorgasse 10. — Baruch Brum fals. Fischer, geb. 21. IX. 1880, Czcrnowitz, ger. geschieden, Sdineidermeister, I, Woilzeilc 15. — Walter Hahn, geb. 22. X. 1895, Wien, ledig, L, Börsegasse 9. — Paul Weiß, geb. 14. I. 1900, Wien,, verh., Hausierer, XX., Klosterneuburgerstrafic 50; dessen Frau Marie geb. Möslinger, geb. 2. II. 1901,. Wien. — Leopoldine Friscliknedit, geh, 30. X. 1909, Wien, ledig, XX., Winarskygasse 18. — Ferdinand Krausz, geb. 18. V. 1905, Wien, ledig, VII., Burggasse 49. — Lilly Greipl, geb. 2t. I. 1904, Wien, ledig, XVIIL, Hölmegassc 1. — Alice Kohn, geb. 24. X. 1907, Wien, ledig, XVIIL;5 Ladenburggasse 28. — Berthold Jbkl, geb. 15. I. 1900, Wien, ledig, IL, Stuwcrstraße Nr. 1. — Gereon Wittmann, geb. 18. II. 1376; Farad, verw., XIV., Marialiilfeistraßc 178. —• Bernard Marke« wiese geb. 14. X. 1887, Oswcim, ledig, IL, Volkertplatz Nr. 7. — Marceil Goldschcider, gel). 28. V. 1887, Wien, verli., XIX., Hasenauerstraßc 16. — Marie Friedridi, geb. 7. I. 1900, Kloboi-ek, ledig, IX.,Boitzinanngasse 22. — Hedwig Selldorf, geb. 18. VIL 1892, Vösl-au, ledig, IX., Wühringerstr. 15. -— Maximilian Spekeles, geb.. 11. V. 1902, Wien, verh., XX., Vorgartenstraße 69; dessen Sohn Edmund Spekeles, geb. 11. IV. 1924, Wien, selbe Adr. — Rudoll Huppert, geb. 10. IX. 1881, Pahlom, getr., IX., Grüne Torgassc 4. — Anna Krieser, geb. 17. XI. 1905, Wien, lcdig, XX., Strcffleurgasse 14. — Klothilde Berger, geb. 19. I. 1906, Budapest, ledig, XX„ Wallensteinstraße 56.; *♦♦»♦♦+♦♦♦+♦♦♦»♦»+»»♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦ «■ 9% „Alpha", nur Wienl«f Adlergasse Nr- 8 ^♦»♦♦♦♦♦»♦♦^♦♦♦»♦»♦♦♦♦♦♦♦^»♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»»♦»♦♦♦»»♦t DIE MUTTER Roman von Schalom Asch. Copyright by Dr. Präger-Pressedienst, Wden, (38. Fortsetzung) Mosesleben war in der Unigebung (er arbeitete für einen Hausierer und ging die ganze Woche mit Paketen Schnittware in die Dörfer der Umgebung). Jojne Gedalje, das „Lernkind" arbeitete während des Sommers in einem Kurort in den Bergen,*iuni Geld für das Studium zu ersparen. Ansehe! Avar ratlos, er stand verzweifelt vor dem Bett, zog an seinem Bart und fragte Sure Rifte: „Was fehlt dir, Sure Rifke?" „Gar nichts, das kommt alles von der vergrößerten Leber. Meine Mutter, sie ruhe in Frieden, hat das auch gehabt" — antwortete die Nachbarin für Sure Rifke. „Sie wird ein paar Salz-bäder in Coney Isla-nd nehmen und die Schmerzen sind sofort vorüber.'* „Fühlst du dich nicht wohl, Sure Rifke?" fragte Ansehet. „Ich fühle mich schon besser* —. antwortete Sure Rifke. „Gehen Sie essen, Reb Anschel, ich weiß nicht, ob es ihnen schmecken wird; so wie das Essen von Ihrer Frau sicher nicht" — fügte Mistreß Barkin hinzu. Doch Sure Rifke hatte anderes zu tun als 'krarrici zu sein. Als Mosesleben von seinem Dorfgang heimkam und sah, daß die Mutter bettlägerig war, als er von den Nachbarn hörte, sie brauche Meerbäder, drang er darauf, daß die Mutter nach Coney Island fuhr, um Meerbäder z>u nehmen. Und in der Tat, eines Sonntags, als die Kinder zu Hause waren, ließen sie der Mutter keine Ruhe und nahmen sie nach Coney Island mit. Mehr tot als lebendig kehrte Sure Rifke heim. Zwei Tage nach dem Ausflug nach Coney Island ging die Mutter bereits im Hause awnher, ein Tuch, in dem Zitronenscheiben steckten, um den Kopf gebunden. Sure Rifkes Kopf war noch ganz benommen von dem Ausflug nach Coney Island. Kaum hatte ihr Kopf diesen Ausflug überstanden, da geschah etwas anderes, das die Mutter ihre Krankheit versessen ließ; es handelte, sich um ein „Buch". Moseleben, der schon daheim ein rühriger Kaufmann gewesen war, begann vom ersten Tage an, da er den Boden Amerikas betreten hatte, ans Geischäft zu denken^ Er haitte einen scharfen Blick, und als er sich aufmeriksam umsah, merkte er bald, in Amerika könne man nur im Hausierhandel „zu etwas kommen. Man hat jeden Tag einen frischen Groschen und ich bin mein eigener Herr." So verdingte er sich einem Hausierer und dabei blieb er. Er schleppte Pakete und kein Gang war ihm zuviel. Für zwei oder drei Tage geht er in die ländliche Umgebung bei. New York, nach New Jersey und bringt den Farmern alles, was sie brauchen, ins Haus. Er ist kräftig, hat gesunde Füße und gesunde Schultern und arbeitet gern; so schleppt er zwei große Säcke, den einen auf der Schulter, den anderen in der Hand, und geht von Farm zu Farm hausieren. Auf diesen Hausiergängen hatte er auch Gelegenheit, etwas für sich zu arbeiten, den Farmern seine eigene Ware zu verkaufen, bald ein Schmuckstück gegen Ratenzahlung, bald eine Weckeruhr oder Besteck. Er fuhrt sein eigenes „Buch" ohne Wissen seines Chefs. So hatte Mosesleben etwa 120 Dollar erspart. Denn obwohl er stets hilfsbereit für die Mutter war, so wußte er doch zu sparen; er aß nicht, schlief nicht •und gönnte sich nichts, um „zu etwas zu kommen." in der letzten' Zeit nun hatte sich ihm eine seltene '„Gelegenheit" getroffen. Ein alter Hausierer, der schon zu alt war, um in die Dörfer .zu gehen und dessen Söhne andere, bessere Geschäfte trieben, wollte sein, Buch mit den Adressen seiner Kunden samt den Außenständen für 500 Dollar verkaufen. Davon waren 250 Dollar bar zu erlegen, 250 im Laufe eines Jahres'in Monatsraten zu bezahlen. Davon erfuhr Moses und sah darin seine „Chance". Doch er hatte nur 120 Dollar Bargeld. Wenn er das Buch mit den Adressen hatte, so 'konnte er Ware auf der Canal- Street bekommen. Doch dazu mußte er zwei Bürg« haben, die für ihn gurstandeii. Die Hauptsache aber war, wo nimmt man 120 Dollar Bargeld her? Dabei hatte die Sache Eile, denn das Geschäft war gut, die Gegend, bei den Farmern von New Jersey, eine gute, und es fanden sich viele Reflektanten auf das „Buch", zumal es wenig „Bücher" zu kaufen gab. Wie stets, blieb nichts anderes übrig, als sieht; an Salonion, den Aeltesten, zu wenden. Salomon hatte noch nicht geheiratet, er wartete, bis seine Wohnung eingerichtet sein würde. Der „parloor" und das Schlafzimmer waren schon vorhanden, sie waren für das Geld der Braut gekauft worden. Salomon hatte einige hundert Dollar im Schuhgeschäft seines künftigen Schwiegervaters, dessen Kompagnon er werden wollte. Dem Bruder das Geld borgen, hieß es aus dem Schuhgeschäft nehmen und dadurch hätte sich, Gott behüte, die ganze Heirat zerschlagen können, Dei: Schwiegervater, und die Schwiegermutterj

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