Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 63 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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$efte 8 DIE NEUE WELT Nr. to Cafe Reklame Catetter: Jakob Goldlitff Wien, IL, Praiersirafje Nr. 34 anschließend die „Jüdischen Künstlerspiele* / Vorzügliche Getränke und kalte Speisen zu billigen Preisen / Rummy- Spieltische f Treffpunkt der judischen Gesellschaft Dr. Umberto Cassuto, Universität Florenz. Professor Dr. J. D a v i d s o n, Theological Seminary, New Yorfc. Doz. Dr. Z. D ie s c nd ru ck, Universität Jerusalem. Professor Dr. E1 b o g e n, Hochschule Berlin. Prof. Dr. J. N. Epstein, Universität Jerusalem. Prof. Dr. A. Freiin a n n, Stadtbibliothek Frankfurt a. M. Prof. Dr. L. G i n z berg, Thcologiccal Seminary New York. Prof. Dr. M. G u 11 m a n n, Jikl. Seminar, Breslau. Prof. Dr. S. K1 c i n, Novc Zamky. Dr. G. A. Kohut, New York. Prof. Doktor S. Krau.ß, Thcol. Lehranstalt Wien. Prof. Dr. J, Z. L a u t e r b a c h, Hcbrew Union College Cincitinati. Obcrfjausmitglied Oberrabbiner Dr. J. .Low, Szeged. Professor }>r. J. M a n n, Hcbrew Union College Cincitinati. Professor Dr. L. M a r g o 1 i s, Drapsie College Philadelphia. Prof. Dr. J. Marko ii, Berlin. Prof. Dr. A. Marx, Theological Seminary New York. Prof.. Dr. Etilen Mittwoch, Universität Berlin. Dr. B. M u r m c 1 s t c i n, Wien. Rabbiner Prof. Dr. F. Perl es, Universität Königsberg. Doktor C. Roth, London. Doz. Dr. G. Sc ho 1 c tn, Universität Jerusalem. Rektor Prof. Dr. A. Schwarz, Theoi. Lehranstalt Wien. Rabbiner Prof. Dr.- A. Z. Schwarz Thcol. Lehranstalt Wien. A. Schwarzberg, New York. Prof. S. S e c I i g m a n n, Rabbinerseminar Amsterdam. Prof. Dr. D. Simon seil, Kopenhagen. Doz. Dr. H. Tof> c z y n e r, Hochschule Berlin. Dr. B. W a c h s t e < n, Bibliothek der Isr. Knltusgemeintle Wien. Prof. Dr. H. A. Wolfsohn, Harvard, University. Prof. Dr. H. J. Zintime ls, Wien. Prof. Dr. M. Rosen icid, gemeinsam rrrit Herrn Saul Chajes, besorgen die Bibliographie. .'; Die größtenteils hebräisch , geschriebenen" Aufsätze gehören folgenden Gebieten an: Bibel, Halacha, Agada, Patrisiti'k, Ph?!osophie, Geschichte, Poesie, FoIWor, Bibliographie u. a. _ Die Mitglieder des Komitees sind: Hofrat Rektor Prof. Dr. A. Seh warz (Vorsitzender), Prof. Dr. V. A p t ow i t z e r, Prof. Dr. A. F r e i m a n, Dr.'George A. K o h u t, Prof. Dr. S. Kran ß, Oberhausniitglied . Oberrabbiner Dr.• J. L ö.w, Rabbiner Prof. Dr. A;.Z. .Seh wa r z. . . Aus verschiedenen Ursachen, konnte die Gedenkschrift niclht.rechtzeitig zur ersten Wiederkehr des Todestages erscheinen, es ist aber bei derartigen Verspätungen Usus, am bestimmten Tage! wcnigsteos:~ein. Verzeichnis der Mitarbeiter zu, .veröffentlichen. Diesem .Brauche. . folgte ich hier. Prof. Oi\ , V. "Ä p t o w i t z.e r. ^♦»'»♦»♦♦♦«♦♦♦»♦♦■^♦♦»♦♦M Ein Appell der Jüdischen Kinderfreuiidfe. Am 19. Kislew (2. Dezember) jährt sich der Todestag des -Oberrabbiners Professor Dr. H. P. Chajes s. A. Seihe humane wie auch seine kulturelle Tätigkeit galt, wie es jedes Mitglied der jüdischen Gemeinde beobachten konnte hauptsächlich der jüdischen Jugend, insbesondere dem jüdischen Kinde. Eine seiner ersten Leistungen in Wien war die Gründung des Vereines „Jüdische Kinderfreundc", dem bis zu seinem Ableben sein weitestgehendes und tiefstes Interesse gegolten hat. Durch sein leider so frühes Hinscheiden ist der Verein iti cinc sehr.schwierige Situation geraten. Unter Anspannung aller Kräfte gelang es bismm, seine Institutionen zu erhalten und jetzt kämpft er mit der Katastrophe der Sperre seiner Heime. In der letzten unter dem Vorsitz des Verewigten stattgefundenen Kuratoriumssitzung des Vereines sagte er: „Der Verein hat sich durch seine Tätigkeit ein historisches Verdienst um das Wiener jüdische Kind erworben." Dieses Verdienst mit dem Vereine zu teilen, werden alle Juden . Wiens angerufen. Spenden für den Verein „Jüdische Kinderfreunde" (M., Obere Douaustvaße 91, l>oi>tsparkassenkonto 184.19t) ninuat die Administration entgegen. Eines merke Dir nur wohl Zum Rasieren Barbasol ÜBERALL ERHÄLTLICH. 80. Geburtstag. Herr Moses Hcrsch Landau "begeht am 6. Dezember in voller Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, der einer alten Rabbwierfamilie Rußlands entstammt, erfreut sich seiner Qharaktervorzügc und sprichwörtlichen Klugheit wegen in weiten Kreisen großer Beliebtheit. Seine Erinnerungen an die führenden Rabbis des vorigen Jahrhunderts sind eine Fundgrube, der sich schon mancher Forscher bedient hat. Freunde und Verehrer des greisen jubiilars 'haben ein Komitee gebildet, welches m\ seinen Büren, eine Stiftung für das jüdische Waisenhaus in Baden bei Wien Iiis Leben gerufen hat. Der Jubilar und dessen Familie haben diese Stiftung mit bedeutenden •Zuwendungen bedacht.- Das Komitee , . bestehr aus den Herreu Isak Thum im, Präsident des Waisenhauses, Heirat S. Kwa&zewski, Kommerzialrat Julius Gourary, A-ba Rappaport und Naum Magasanik. Vereinigung jüdischer Auslandsberichterstatter in;; Wien. . .. In der. vor kurzem stattgefundenen Generajversamrn- .ung. der Vefeinignug jüdischer Auslaindsberichterstatter (früher Vereinigung der 'hebräischen und jiddischen Pre&sc-' berichterstatter) in Wien wurde folgender Vorstand, gewählt) :!M.*H e nisch (Präsident), S. Haber (Vizepräsident), iDr. S. Wolf (Sekretär), D. We i.n s te i n, ((Kassier), M. A. Ten.n-enbla't t, lirg. D. Sc hee h et. Dr. J;;Ifi;.ri- ♦♦^»♦♦♦♦♦»»»♦»»»^♦♦»♦»»»»»t»»»»»»»» iimtaimmraMmMitMi ........ttniBiiniiiiiiitwiiiiiiaiiwiiwiwiiimi^iwwiiiiii«»»«»»«!!»!— ntfnittii)iuiuiM(ii'iiiiiiiiiiiiiitiRiiiiiMnii01Niiii)>iiiiiiiitiiNmiir ~~ SIEGM. KORNHEHL GROSSFLEISCH H AUE AEI Zentrale IX., Bergg»«se 19, Telephon l7-3>99 u. 16-9 34 L i eferaDt für Heilanstalt Abteiluitgen für -^«Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der isr. Kultusgemeinde Wien Antozustellung kostenlos IX. Bargg. 13 , XVIII., itfährlngerstr. 97 ■nnnnfmwmnmmt ke Ist ein und M. Ungarleid. Büroadresse H., Prater- Straße 9-5, Telephon R-40-9-49. Vereinigung der zionistisch-demokratischen Jugend. W o ch e n p r o g r a m m: Samstag: 3 Öhr Zionistikafctiirs. Montag: 7 bis haflb 9 Uhr Hebräisch für Anfänger, halb 9 bis 10 Uhr Hebräisch für Fortgeschrittene. Dienstag: 8 Öhr Plenarversa:mm!ung mit anschießendem Referat Mittwoch: 7 Öhr Hebräisch für Anfänger. Donnerstag: Haib 9 Uhr Hebräisch für Fortgeschrittene. Kultuswahlen In Hollabrunn. Bei der in der Kultus» gemeinde Hoilahrunn stattgefundenen Neuwahl wurden nachstehende Herren als Vorstands-, respektive Ausschußmitglieder gewählt: Zum Kwltusvorsteber Hauser WH* heim, zum Stellvertreter Kurz Ignaz, zum I. Beirät Lustig Benjamin, zum II. Beirat Wal lisch Leo, zum Kassier Wallisch Max, zu Ausschußmitgliedern Kön.ig Theodor, Retz, Ab eil es Moriz, Kammersdorf, S.chidlo Wilhelm. GöHersdorf, N e u s t i e I Otto. Immendorf. Eine zionistische Vereinigung in Japan. Arnläßiich des Besucilies G. K r i s c h c w s 'k y s, des Delegierten des Koren Hajcssod und Kcren Kajemet/h, im Fernen Osten wurde .in Kobe eine „Palestine Restoratioii Association of Japan" gegründet, die sich die Untpir* Stützung der ziorastischenT'nstitutionen zur Aufgabe setzte. Vorsitzende der neuen Vereinigung sirnd F. Jonas und P. Blum. Ein jüdischer Oberst der polnischen Armee gestorben. In Lemberg starb am 10. November der Oberst M. Misch, ein Jude. Misch brachte es in der alten österreichischen Armee zum HLauptmann. Nach dem Kriege trat er in die polnische Armee ein, in der er zürn Oberst avancierte. «M^O Religiöse und reii^ös-nationäle W &mf^ie »♦^♦»♦«♦♦♦♦^»^»♦♦^»»^»»♦♦^^•♦»^^ Die Kultiisgemeiridewahlen. o Xüiriii der Liste „Misrachi". . , Juden Wiens! Am 2. Dezember wird über das Schicksal ~ der zweitgrößten Judengemeinde Europas entschieden werden. Es geht li-rai alles, was in dieser Juüengemeinde nodi jüdisch ist. Es. geht um die religijjs/en- Institutionen dieser Gemeinde, daß diese unseren heiligen Traditionen entsprechend jedem, auch dem religiösesten Juden brauchbar sein sotten. Ks. geht um die Erhaltung und Rettung des jüdischen Nächwuchses vor Abfall und Treulosigkeit. Es geht um eine wirkliche gedeihliche soziale Hilfstätigkeit und: darum, daß auch diq bisher indolenten Mitglieder dieser. Judengemeinde Beziehungen zu ihrer Gemeinde und Interesse für ihre Institutionen lind für das Judentum Ün allgemeinen bekommen. Die „Religiöse Liste „Misrachi"' ist unter allen vorhandenen Listen die einzige, wirklich religiöse, nicht. hloß dadurch, daß ihr Programm ein religiöses ist, sondern auch dadurch, daß sämtliche Kandidaten dieser Liste vom ersten bis zum letzten sowohl in ihrer Weltanschauung ,alß auch in ihrem 'i praktischen Leben strengst religiöse Männer sind; sie, sind ausnahmslos Volljuden im unverfälschten historischen Sinne dieses Wqrtes. Die Mandatare der „Religiösen Liste ^Misrachi" weideu sich dafür einsetzen, daß in unserer Gemeinde /.wischen Juden und Juden, zwischen' Ost- und Westjuden keinerlei Unterschied gemacht werde und daß alle in Wien lebenden Juden .als Kinder des einheitlichen jüdischen Volkes und Mitglieder dieser einheitlichen Gemeinde in jeder Hinsicht gleichberechtigt und gleichgescliätzt sein sollen Die Kandidaten der.„Religiösen Liste „Misrachi" sind keine Gelegenheitskandidaten, die bloß als Mandatsweiber vor der Wahl auftancJien, die „Religiöse Liste „Misrachi" segelt nicht unter falscher FJögge, ihre Kandidaten, sind von einem heiligen Ideal erfüllt und inspiriert und werden ihr bestes Wissen und Können in den Dienst dieser Gerqeiude stelle«, um derselben jenen Platz im großen Kkl Jisrael zu sichern, der ihr als zweitgrößter Gelneinde Europas gebührt. Die Kandidaten werden in echt .jüdischem Sinne für den Aufbau des jüdischen Nationalheimes in Erez Israel wirken, Jaden Wiens! Wählet die „Religiöse Liste „Misrachi" und Ihr werdet jüdisch wählen! Die Kandidaten der „Religiöse Liste „Misrachi" H}r den Kultusvorstand sind: 1. Viktor Bauminger, Kaufmann, 2. Dr, Mendel Rosenberg, Rechtsanwalt, 3. Norbert Sabaisky, Direktor. 4. Jakob Retter, Kaufmann. 5, Samson Leenmanri, Ansichtskattenhändler. 0. Salomoii VVeiureb, Kaufmann.?. Dr. Mayer Hordwitz, Arzt 8.-Mendel Leib, Schirmerzeuger.' 9. Dr. Siegfried*, Jfi&oJIf». macier,,Arzt.;10. David Ihfeld, Lederhändler. ll..Gers'qn Ei'siier, Kaufmann. 12. Markus Abramowicz, Fruchtsäfte^ erzeuger. : ' '■;'!/ \ "WäWerver^riimlungs-Kalendaritim der ,,R^H|?föse« : ':;;; V\; Liste Mlsrachr. ' '•« Donnerstag, den 29. d. M., um halb 5 Uhr abends, im Bcthauwereih XX., Gaußplatz 4; Donnerstag, den'v29. d, M. um halb 8 M\t' abends im Bcthausverein „Ansehe Emes", X.. pavoritenstraße 106; Donnerstag, den 29. d. MMiü^nMin S. Uhr-'.abeniisim Festsaal des jüdischen Vereines;'XV,; Herilötzga-sse'21; Samstag, den 1. Dezember '«-n^'hälb'va^f abends im großen Saale „Die Scholle", .11.. LiMenbrunug^sse 1;' Samstag, den 1. Dezember, um halb 8 UbT' aben4s inr.ResMnrant „Ehrf,ichhaf". XX« Kiosterneuburgj?rstraßß .1.0;. Agitatlonslökale der „Religiösen Liste Misrachi". : ' ' Gasthaus Pahkl, I., Holier Marict 9 (Ecke Juden'^asse); Gasthaus;,Zinh 'braunen Hirsdhen, M., Leopoldsg^sse- 23a,; Cafe' National,-IL, Taborstraße 18, Tel. 1^0-3-35; -. Ve-rlag „Menorah" H., Heinestraße 16, Tel. R-41 -9-53;, M1sra.c.W-. 2;enträihür'o,.lI., Prater&traße 43, Tel. R-49-8-ll r Gasthaus ,^um ,guten.'Tropfen'*, II., Sterneckplate 21;;- Gäfe" Katschätsky.-'lilil;; Custozzagasse 1: Restaurant Prinz, Ml, Löwengasse:20. Tel. U-15-6-14; Cafe Aisergrund, lX.,'ftQt6nr löwengasse •2;?Tel. A-16V4-26; Caf6 Mitterer, XX., Othmargässe 40 (Hannövergaissc 18), Tel. A-42-2-21. .'. , ( Eine Kandidatenliste ungültig. f V . -Das Präsidium der Kul-tusgemeinde tedlt ^i'tv. Üa'i? die üst^ „Partei der nichtzionistisc'hen wenktätigen Julien" iür u ng üi tig erklärt hat. Die Begründung dieser bedeutsamen Maßnahme ist völlig unzureichend ijHd charakterisiert s|e als einen bedaue-riiehen Willkürakt,. der noch schwere Folgen nach sich ziehen würd. Es ist das ejstei Mal, daJI.in '.Wien gegen .ejnen Teil der Wä1iler^ch|i|^,:Wt?4 sei' ej-' noch so •Meto, in tsöjcber Weise gehandelt •vjmr#ef tiHiiliiiiiiiiiiiiiitiiiiliiiiiniiiiiii^ Nächste Nummer 6. Dezember CHANUKAH-NUHMER RiWW^^ Thealer und Kunst. Jüdische Bühne (Roland-Bühne), II., PratcrstraQe 25. Wochep-' Programm: Freitag bis Sonntag „Dem Reben s W y n d e r" (Parodie auf den Dybuk),-' Komödie in drei Akten von Kipnis. Sonntag, \iA Ulir nachmittags bei enriäBigten Preisen: „Borg* mir d e rn,. Weib", Komödie in vier-Akten von Lilien. Montag geschlossen. Dienstag „Di e rwei'S dhwi e g e r s", Komödie in vier Akten von Richter, Mittwoch „Dem R e b e n s W y n d e r". Beginn täglich 8 Uhr. Volkstümliche Preise von 1 bis 4 Schilling. ' Jüdisches Künstlcrkabarett, II., Prater'straßo 60. Heute Erst« autiührung von Z. Libins „Der übriger Mensch", Lebensbild drei Akten. Die Novität wird Samstag, deji 1. Ddzem.b.er, Sonntag junü Montag wiederholt, Dienstag: „Zurück zu ■ Gott*':. Mittwoch": „Stärker''afr Liebe", Lebensbild von A. Steinberg. Donnerstag: „Der Straßensänger"; Schwer zu sein Jude. („jüdische Ktinstlerspiele/*) < Vera Kanjews'kä, die ausgezeichnete Soubrette und Sängerin, bezaubernd in ihren Operettenfigurcii. hat nun auch in Scholem Alechems unsterblicher Komödjß „Schwer »U sein ein Jude" Gelegenheit, die Delikatesse ihrer Darstelhmgskunst zu zeigen, der sie ..ihre.stürmischen Erfolge zu verdanken hat. Als reizender Junge, Jüngstpx des Hauses'Schapira, zeigt sie, in reizejid ■ wirkenden Hosen, die Spitzbütfigkeiien einer reinen unverdorbenen, vom Hauch eines echt jüdischen Hauses umwobenen Sqeje und in den der Komödie stilgerecht eingebauten Volks*!• Ijcdcrn Pointierungskunst, Grazie, Scliarm, so daß ihr auch im Prösastück der Erfolg treu blieb, - . , . - Im Vordergrund steht der „echte" Schapira des, Simon Nathan, der als Mitglied der Wilnaer und .der Freien Jüdischen Volksbühne ein wertvolles Stück jiddischer Theaterkunst und Tradition zu verwahren . und zu vertreten hat. Wieder einmal konnte man einen Schauspieler großen Formats sehen, innerhalb, eines Bühnenstücks, das . neben seinem menschlichtiefpn Humor auch alle technischen Qualitäten eines Bühnenstücks besitzt: die spannende Fabel, das Ineinanderflechteri der Figuren, mit szenischen und dialogischen Höhepunkten. S. Nathan, der Regisseur der Aufführung, legte die Gestalt des Schapira äußerst diskret an, sparte mit Farben, verstand aber, in den entscheidenden Augenblicken Lidhter aufzusetzen, humoristische und tragische, bis ein Mensch entstand, lebensecht bis in die letzten Winkel seines Gemüts. .. .. '., Seiner glücklichen Regiehand gelang auch, die Her*« Verzauberung der jüdisch-bürgerlich-reHgips-tradltlohsgesättigten Atmosphäre, in die alle die Gestalten, Fratt und Tochter, die Studenten und Gäste und das groteske Kätzele und der ewig schmatzende. Uhrmacher, getauoht waren. Paul und Nathan Breit mann sqhufen schart umgrenzte Chargen, B. Sigel und M. Bryri fanden sich mit ihren Episodenrollen gut ab. Lea Welntraubi Graf fügte ihren zahlreichen, zur Entsagung bestimmten Jungmädchengestalten eine neue hinzu. - Als Frau * Scha-' pira zeigte sich Frau Klara Meiseis, sonst die k(K mischen Alten mit ihrem urwüchsigen Humor parodierend, von einer neuen Seite: als s^lle, ihrer Häuslichkeit lebende, im Schatten wirkende jüdische Mutter Im $tfl von — Schalom Alechem. ~ Dieser. Abend riß das Fui blikum zu enthusiastischem Beifall hin. o. r. Neuester Bücnerelufauf. Ludwig Lewin söhn, per Fall Herbert Crumpi Drei Masken-Verlag, München. — Karl Klüger, Das elfte Gebot. R. Löwit Verlag, Wien. \ je*1'1