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Die neue Welt · 1928-08-03 · Heft 46 (3.8.1928) · page 1

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Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 46 (3.8.1928)
Date
1928-08-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Preis 30 droschen V. b.b. BEZUGSBEDINGUNGEN: Oesterreich monatlich S 1.50, vierteljährig S 4.20, ganzjährig S 16.--; Polen monatlich Zloty 2.—, vierteljährig Zloty 6.—; Tschechoslowakei monatlich Kc 6.—, vierteljährig Kc. 15 —; Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.—; Rumänien monatlich Lei 40.— vierteljährig Lei 120.—. R E V U E HERAUSGEBER: RÖBERT STRICKER BEZUGSBEDINGUNGEN: Deutschland monatlich Mark 1.—, vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 20.—, vierteljährig Lewa 60.—; Italien monatlich Lire 5.—, vierteljährig Lire 14.—; Schweix und die übrigen Länder monatlich Schwöb er Francs 1.50, vierteljährig Schweizer Francs.. 4!5Ö. Redaktion und Verwaltung: Wien, IX., Universitätsstraße 6—8 Telephon: A25-2-82 — Erscheint jeden Freitag MMMHMMMHHmMHHHHHHIMHHBHHH B^s^s^s^s^BMMiiMBMSSasswswHMWMWweeeMee^sesaBMS^^ Jahrgang 2 Freitag, den 3. August 1928 Nr. 46 vmum Alle im redaktionellen Teil befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Aus dem Inhalte: Die , Beratungen des zionistischen Aktionskomitees in Berlin. — Weizmanns Rede über die Jewish Agency. — Die Abstimmung. —-y.: Emundvierzig gegen vier. Dr. Otto A b e 1 e s: Mattersdorfer Bilder. J. R a witsch: Bei den Judenkatholiken Spaniens. Zeppelin und David Schwarz. Die Schätze des Königs Salomo. (Die Ausgrabungen in Mizpah.) Die Bedeutung der jüdischen Einwanderung; für New York. Der erste jüdische Artistenkongreß.; Aus der jüdischen Turn- und Sportbewegung: Hakoah bleibt beim Proiessiönalismus. ~- Die jüdischen Amateurvereine. *— Jüdischer Sport in Polen; Austritte aus dem Judentum. Scholeni Alejchem: Menachem Rendelv. Schaloin Asp f|: DieMutter..;^; v Eine Rücktritts^^ 4er zionistischen jExekutive. JDas Aktionskomitee ersucht sie, zu bleiben. - Aus B e r 1 i n wird uns berichtet: In ,der Sitzung des -Zionistischen Aktionskomitees : von Samstag nachts la& ein Antrag der Opposition vor, dem Mitglied ^der Palästina-Exkutive, Herrn. Harry S a c h e r, das M i ß t r auen auszusprechen. Die Exekutive erklärte sich mit ihm solidarische: Der Kpngreßanwalt Grone mann gab das Gutachten ab, daß der Antrag statutengemäß unzulässig.' sei. Nunmehr verlasen die Antragsteller eine mit Namen unterschriebene Deklaration,' in. welcher Herrn , Sacher das Mißtrauen ausgedrückt wird. Mit" Rücksicht auf die r e c h.tliche n ö.e.d e.nke.n.. verzichteten sie jedoch •darauf, diese Erklärung .z.ur.A'b st im mimg z u br-i n ge n. Harry Sacher erklärte hierauf seinen Rücktritt, worauf Dr. Weizmann im Namen der Exekutive eine Resignationserklärung abgab. ' Nachdem die Unterzeichner. der Deklaration in der ppliti^chöii' Kommission erklärt'hatten, daß sie 3'u r 'I3ild ühg einer Exeku tiveaußer« s t a n d c s e i c u, nahm das A. K. in der Nachtsitzung vom Sonntag folgenden Antrag; arir „Das A. K. ersucht die bisherige. Exekutivev^im Amte zu bleiben.4* Der Antrag wurde mit den Stimmen der Allgemeinen Zionisten, und; des Misrachi bei Enthaltung der Poale Zion,--Hitaehduth. und/ R a d i.kva.l e n . gegen die zwei Stimmen der. .Revisionisten •abgenommen. Das Palästina-Budget, In . der .Sonntagssitzung:' \^rde. das Paläsrinabudget ■ iver^ndelt.'. Fürdie' 5wdgib.tkommission' referierte^ >|err D i.s e ngof f. Die Kommission glaubt, daß das* vorliegende, Budget dieArbeit der Geldaufbringung sehr erschweren'w^rde. Da die Exekutive' Hindenburgs Stellung zur Judenfrage, Der deutsche Reichspräsident lehnt den Antisemitismus ab. — Wilhelms Judeiierlässe. Lob der Palästina-Pioniere. Aus Berlin wird gemeldet: Reichspräsident V. Hindenburg empfing am 26. Juli die amerikanische Journalistin Mirjam?'Sterner und äußerte sich über die j ü d i sehe F r a g e, die er zum ersten Male. öffentlich berührte. Auf den Hinweis, daß in der jüdischen Welt die Meinung verbreitet sei, er sei kein Judenfreund, erklärte Hindenburg: „Es tut mir wirklich leid, dies zu hören. Ich verstehe es nicht recht. In, meiner ganzen Vergangenheit, in meiner militärischen Lauft)ahn und in meinem privaten Leben habe ich, niemals Veranlassung zu einer solchen Meinung über mich gegeben. Für die den Juden ungünstigen Befehje, die während der Herrschaft' Wilhelm II. erteilt wurden, bin ich n i c h t v e r a n twortlich. Ich habe die Befehle nicht erlassen, sie" stammen nicht von mir. Seien Sie versichert, daß ich während meiner ganzem-' ".militärischen Tätigkeit k e i n e einzige V e r o r d nu n g herausgegeben habe, die ir-gend.-: einen/Teil^er;. J§eyölke.rung: unter e:ln„en Ausnahmszu>svtandvgestellt hat. Unter den Juden mag über ,:mici^^^4||ar:.tige- Meinung dadurch entstanden; sein, " ' v ' ■ daß während dejr kaiserlichen Aerd In inilitärU sehen Kreisen überhaupt ein gewisses Vorurteil ge gen die Juden herrschte. Ich bin , daran ganz und gar u n s c h u I d i g. Es ist e 1 n e unbere chtigteM einung und ich „werde mich sehr freuen, wenn es mir gelingt, dieses Mißverständnis zu zerstören. eine Erhöhung des Budgets für unmöglich erklärt, schlägt die Mehrheit der Kommission vor, den Budgetvorschlag nicht zur Kenntnis zu nehmen und ihn an die Exekutive zurückzuverweisen, die für das Budget die Verantwortimg zu tragen habe. Nötig sei eine Erhöhung des Budgets um 10 Prozent, d. h. 40.000 bis 50.000 Pfund. > Die Sitzung wurde nach kurzer Debatte geschlossen und auf nachmittags vertagt. Das Ende der Tagung, Die Tagung wurde in der Nacht auf Dienstag' zu Ende geführt. An Stelle des aus der Exekutive ge-, schiedenen Dr. E d e r wurde Prof. B r o d e t z k y (Leeds) in die Londoner Exekutive gewählt. Ais- Direktoren des Keren Kajemeth wurden die Herren Sc ho c k e n und Berl Katzenelson wiedergewählt und an Stelle des ausscheidenden Dr. Han tke (wegen der Inkompatibilität mit seiner Stelle als Direktor des Aufbaufonds) wurde Herr Suchowit zki berufen. Die Frage des K o n t r o 11 a m t e s wurde nicht erledigt. Betreffs des P aI ä s t in ab u d g e t s - wurde ' mit 18 gegen 8 Stimmen eine Erhöhung um 42.000 Pfund beschlossen* Die Exekutive erklärte hlezu, sie werde diesen- Beschluß ■ nur nach Maßgabe der' Einnahmen durchführen. Um 2 Uhr nachts wurde die Tagung,: die vom 19, j>is 30,5 Juli gewährthatte, geschlossen* Lassen wir alle Stimmungen; aus dem Kriege beiseite., Ich kenne sehr gut die^JBigenschaften-ijj^r Rasse. Erst vor kurzem habe ich Ihren Glaubensgenossen Lord Reading empfangen.. Er ist'-ein großer Geist und verdient die Wertschätzung^ cjie^er in England genießt. Die Juden haben der Menschheit viele große Männer geschenkt. Deutschland"Ist stolz darauf, daß ein so bedeutender Geist; •wie Albert JE i n s t e i n einer unserer Mitbürger j$t; Bs erübrigt sich, Ihnen zu sagen, daß Ihre Brüder:!^ uns einen großen.Ante! 1 a n. d e r En t w. i;c:kr 1 u n g der deutschen Kultur haben." ' Im weiteren Verlaufe der Unterredung kam Ffini- : denburg auf den Pal äs tina- Au f bauj zu-- sprechen. Er war diesbezüglich glänzend orientiert und erklärte, dfäß seiner Meinung nach ä 1 e B eg eisterungsf äh i g k e11 der 'Cp'aX-nr\:- zi jn im Verein mit der deutschen Gründlic|i|^t\; unbedingt von Erfolg begleitet §ejto werdei;■'•; Die letzten Wqrte,des Reicispräsideiiten^ j^a?- gen' ih.folgehdes Bekenntnis aus; nE/s/ g i b t a u ^d-ejr Welt, k.e i n,e n Pla.t z-ni9*. V T^t^. in.einem Zeitpunkt^ dä:-d«e^^jt n^h;^ strebt: Ich habe Ihnen -dieses'. Interview: mit Ä^siGft gewährt, obwohl ich sonst nicht' zur Pires^e spr^ei^He. Ich will1 ein für allemäl der Weif - erWäre», :;da|| demQ({ratische,Deutsch 1 a;n,d kein Vorurteil gegen; irgend eine Rasse oder-Religjön. dul^en^i^y BHMMHHMHMRWMaa^^ I v Marquis Reacling i Leiter der. zionistischen Finanzen. Der „Haarez" in Tel-Awiw schreibt in einer Betrachtung über, den Zionismus in En£l^ könne^rnit besonderer Hoffnung die Nachricht yü^er ■ die neuerliche Aussicht auf eine -Mfiti v^e;'Ö-'e^erifi^-; , g u n g: y o n M a r q u i s R e a d i;n g an. der - ziönisiilschen Arbeit und an der Leitung; der zionlstisi(;iien; Finanzen in Zukunft begrüßen. Marquis , R e a di n g. (Rufus Isaacs) ist der gewesene":'.Vizekö.iiig. ';:y6th•' Indien und gehört dein Oberhaus: an. ,/ ' :; >:-: Eine Palästina-Kowferetiz /der amerikanischen Nichtzipnisteti./ Aus New York wird der J. T. A. gemeldet:; Louis Marsha.Fl erklärte, er hoffe schon-, f^r: den Frfthherjbst eine Konferenz von Nichtzioni$tpn; ein?5Ubeufen, um ihnen die Ergebnisse' der Expertenbericlite; und die! Schlußfolgerung der Joint!Pale$jin^ ' Comjnission vorzulegen. Unter de!h:''Mitgfiederh^ , Komniission herrschte bei der Abfassung und:^Ajiir : nahmp des Berichtes völlige Einigkeit. Sollte;di9S,eii , . Vorschlägen gemäß verfahren werden, so:hbffe!tv!wiif,' idas Problem des jüdischen Aufbaus in Palästina lösert zu können. Der in dem Bericht entworfene Plan schafft eine Basis zur Unterbringung einer in.-.(Jen ' Vefhiitnissen bedingten Zahl weiterer jüdischer)ß\f$r ■ 1er inv »Palästina.'' Hinsichtlich des bevorstehen^," Feldzwges für die-Palästinafonds stellte Herr. Maf§|iaU fest/ da ß-id ie A u f b r i ri g u n g d e.r!G e l;d!e t^u r D e c k ü nig\ d e s' ge ge n wä ri^Qß^zfy-n^^ys^.hen B;ud ge tsvrin ,.d'i.e se'm f Ja h^e" ai^h Sache d e f Zionisten b le i b e ni m ü s ej? /? jeder Küche ist ein üerlansen Sie Prospekt ^« besuchen Sie o^s;1 r:rf , Warchaiowtkif rintterle & C9 Ti^- 6S,,

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