Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 43 (13.7.1928)
- Date
- 1928-07-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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t Preis 187 ^"'«fr«*!* V. b. b. othek ■■ WH j. ■ta m\ BEZUGSBEDINGUNGEN: Oesterreich monatlich S 1.50, vierteljährig S 4.20, ganzjährig S 16.—; Polen monatlich Zloty 2.—, vierteljährig Zloty 6.—; Tschechoslowakei monatlich Kc. 6.—, vierteljährig Kc. 15 —;. Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.—; Rumänien monatlich Lei 40.— vierteljährig Lei 120.—. R E V U E HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER BEZUGSBEDINGUNGEN: Deutschland monatlich Mark 1.—, vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 20.—, vierteljährig Lewa 60.—; Italien monatlich Lire 5.—, vierteljähriig Lire 14.—; Schweiz und die übrigen Länder monatlich Schweizer Francs 1.50, vierteljährig Schweizer Francs 4.50. Redaktion und Verwaltung: Wien, IX., Universitätsstraße 6—8 Telephon: A25-2-82 — Erscheint jeden Freitag onnsaMranBnaHniBBDnBnMnHBH^^ Jahrgang 2 Freitag, den 13. Juli 1928 Nr. 43 mm Alle Im redaktionellen Teil befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Aus dem Inhalte: Rundschau: Internationaler Rechtsschutz für Flüchtlinge. — Die Völkerbundligen und die jüdische Minorität in Rumänien. — Ein Stresemann-Organ empfiehlt eine Ritualmord-Broschüre. — Der verrückte Ludendorff. Robert Stricker: Wann kommt das zionistische KontroWamt? A. Reisen: Nur keinen Skandal! Tulo Nussenblatt: Michael von Newlinskl. Dr. JRritz L ö \v e n s t e i n, Jerusalem: Brief aus «Palästina. —y: Zwischen der magyarischen Irredenta und dem tschechischen Chauvinismus. Hans Klee, Berlin: Judenstaat oder Dominion? Aus der jüdischen Turn- und Sportbewegung. Austritte aus dem Judentum. Scholein A1 e je h e m : Menachem Mendel. Schalom Asch: Die Mutter. Phimers Nachfolger. Sir Robert Chancellor — Oberkommissär von Palästina. Aus London wird gemeldet: Der König hat Sir Robert Chancellor zum Oberkominissär und Oberkomma-ndierendeS in Palästina und Transjordanien als Nachfolger Lord Plumers ernannt. Lt.-Colonel Sir John Robert Chancellor steht jetzt im 58. -Lebensjahr. Seit 1923 ist er Gouverneur und Oberbefehlshaber von S üd-R h odi esi e n. 1896 trat er den Royal Ingeneers bei, machte 1926 die Dongola-Expedition, 1897/98 die Tirah-Expeditio.il mit. Er zeichnete steh in den Kämpfen aus und wurde mit der „Medaille mit drei Spangen" und anderen. Orden ausgezeichnet. Er wurde dann Stabskapitän des Nachrichtenamtes des Kriegsministeriums, dann Assistent Secretary beim Komitee für 'Reichsverteidi.gu.ng, hierauf Sekretär beim Colonial Defence Committee, später Gouverneur und Oberbefehlshaber . von Mauritius, darauf von Trinidad und Tobago. Lord Melchett Präsident der englischen zionistischen Föderation? "Wie die-J. T. A. aus London erfährt, wird Mr. Philip G u e d a 1 l a. nicht mehr für das Amt eines Präsidenten der englischen Zionistischen Föderation kandidieren. Zumeinzigen Kandidaten wurde Lord Melchett (früher Sir Alfred Mond) nominiert, der sich auch zur Annahme der Kandidatur bereit erklärt hat. Die Sitzung des zionistischen Aktionskomitees. Die Tagesordnung. . Die Tagesordnung, für die am 19. Juli in Berlin beginnende Tagung. des Aktionsikomitees . der Zionistischen Weltorganisation wird vom Zentralbureau der Zionistischen Organisation bekanntgegeben. Die Tagesordnung umfaßt Berichte der Exekutive über die politische Lage, die Pa'lästinaarbeit '^olqnisation,.Einwanderung, Arbeit, Unterriclit und " Gesundheitswesen) und über die J o i n t P a 1 es ti n'e: SüTve.y C ommission; ferner Berichte über Der russische Kerker, Die Vernichtung des Judentums durch den Bolschewismus. Die Krimkolonie Mischmar aufgelöst, die Kolonisten verhaftet und nach Sibirien verschickt. Aus Moskau wird gemeldet: Sämtliche Mitglieder der Verwaltung der Chaluzim-Kolonie „Mischmar" im Rayon Dzankoj auf der Krim wurden durch Agenten der G. P. U. verhaftet und in das Gefängnis von Siniferopol eingeliefert. Der Vorsitzende der Kolonie ist unter den Verhafteten. Im Verlauf der letzten Wochen wurden, gruppenweise 30 Mitglieder der Kolonie Mischmar verhaftet und yWMynach Narim im fernen Sibirien deportiert. Dadurch hat sich die Mitgliederzahl der Kolonie von über 100 auf 70 vermindert. Mindestens' e i nmal in der Wocli e wird die Kolonie Mischmar von Agenten -der. G. P.v.Ijj."•. -unistelj^t, die Chaluzim :werden , v. ' ' .,v«;\ auf den Feldern zusammengetrieben, eine Anzahl von ihnen wird für verhaftet erklärt und nach dem Gefängnis von Siniferopol gebracht. Sollten die Verfolgungen in dem bisherigen Maße fortdauern, so wird die Kolonie wahrscheinlich noch in diesem Sommer der Auflösung verfallen sein. Die Sowjetbehörde hat die Leitung der Kolonie angewiesen, neue Mitglieder nur mit der Erlaubnis des lokalen Komzet aufzunehmen. Die Kolonie Mischmar gilt noch heute als die beste in der Krim. Agronomiestudenten werden dorthin zu experimentellen Uebungen' entsandt. Nach Auflösung von Tel-Chai ist Mischmar die letzte der Chaluzimkolonien in Rußland. Der Verkehr zu und von der Kolonie steht unter polizeilicher Bewachung. Jüdische Neusiedler in nichtjüdische Dörfer. Seitens des Landwirtschafskommissariates der ukrainischen Regierung wird mitgeteilt, daß wegen Mangels an größeren Flächen freien Bodens in der Ukraine geschlossene jüdische Kolonien nicht mehr eingerichtet werden können. Man wird von nun an das Augenmerk darauf richten, in den nichtjüdischen ukrainischen Dörfern freien Boden zur Ansiedl'ung einzelner oder kleiner Gruppen jüdischer Familien ausfindig zu machen.; Das Zentralkomitee der linken Poale. Zion aufgelöst. Gemäß einer Verordnung der obersten Sowjetbehörde ist das Zentralkomitee der linksgerichteten Poale Zion in Rußland als aufgelöst erklärt worden. Das Archiv und das Geschäftsbureau des Zentralkomitees, ebenso der den Namen Bo roch ow tragende Poale zionistische Klub wurden behördlich versiegelt. Die linke Partei Poale Zion, die den Kommunisten nahe stand, durfte bisher als legale Partei bestehen. Ein Appell an Maxim Gorki. Dem russischen Dichter Maxim Gor.ki wunie nach seinem Eintreffen in' Moskau ein Memorandum zugestellt, das „Geheime Konferenz der hebräischen Lehrer „Tarbuth" in der Sowjetunion" unterschrieben ist. Gorki wird gebeten, bei der Sowjetregierung dahin zu intervenieren, daß die" hebräische Sprache in Rußland und diejenigen, die sich zu ihr bekennen, nicht weiter verfolgt werden. Für die drei Millionen starke jüdische Bevölkerung in der Sowjetunion existiert kein einziges hebräisches Journal, es erscheint kein einziges hebräisches Buch, die Einführung hebräischer Bücher ans dem Ausland wird unmöglich gemacht, die hebräischen Bücher wurden aus den Bibliotheken eliminiert, es ist verboten, sie Lesern in die Hände zu geben. In keiner einzigen Schule der Sowjetunion darf hebräisch unterrichtet werden. Hebräische Lehrer und Schüler werden verfolgt und, soweit sie überführt werden, deportiert. Allein die Tatsache, daß eine Sprache und eine Literatur in ihrer Gesamtheit verboten sind, müßte einem Volke zur Schande gereichen. die Tätigkeit der Zentralinstitutionen wie Jüdische Kolonialibank, Keren Kajemeth und Keren-Hajessod, ©inen Bericht über die Fragen der P a 1 ä s t i n a a n 1 e i h e n, über Ausbildung von Immigranten, über die Budgets der palästinensischen und der'Londoner Exekutive für da-s Jähr 5689; endlich einen Bericht der Exekutive über Organisation nebst Vorschlägen über Ausbau derselben sowie Vorschläge des Präsidiums des Aktionskomitees, die Fragen des A. C. betreffen. Auf der Tagesordnung steht auch noch die Wahl eines Mitgliedes der Exekutive an Stelle des ausscheidenden Dr. M. B. Eder sowie die ZuwaM eines Mitgliedes des Direktorenausschusses des Keren Kalemefch und die Behandlung des Kongreßbeschlusses über die Einrichtung eines Revisorenamtes, ferner ein Antrag betreffend Uebertragung des Eigentums der Hebräischen ^Universität an das Universitätskuratoriwm sowie schließlich die Behandlung jener Resolutionen des 15. Kongresses, die dem A. C. zwecks-weiterer Aktion zugewiesen worden sind. Kongreß der radikalen Zionisten Am 14. und 15. Juli in Berlin. Am 14. und 15. Juli findet in Berlin eine Sitzung des- Zentralkomitees der Vereinigung radikaler Zionisten statt, zu der auch Delegierte der verschiedenen Landesgruppen erscheinen werden. Es werden Vertreter aus Polen, Galizien, Deutschland, Oesterreich, der Tschechoslowakei, Rumänien und der Bukowina teilnehmen. Die Vereinigung beabsichtigt, im Aktions- : komitee den Antrag auf Einberufung eines ■ z i o n i s t i s ch e -n , Kongresses f ü,r A nj f a n g -W i n t e r zu stellen, der die Entscheidung in der Agency-Frage bringen soll. Das HERZ jede: Küche AXJJX%<kJ em Fabrikat der Genemi Matorf Verlangen Sie Prospekt .der besuchen Sie das Ausstellungslokal der Generalrepräsentanz Warchalow* ki, Fintterle * C9 W T S&'J