Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 2 (1928)
- Issue
- Heft 30 (13.4.1928)
- Date
- 1928-04-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Kr. 30 D!| NEUE WELT SeUo S " Die Juden in Tunis* Dr.. h. c. Freiherr v. S c Ii ö in t c h, Generalmajor a. D., sandte aus der Oase. Töfceno < ' einen „Knotenpunkte in der Weltgeschichte" überschriebenen Aufsatz an die „Vossische Zeitung", dem zu entnehmen ist: Wer die Sehnsucht nach der Stätte des geebeherrschenden Karthago zu stillen .sucht, wird auf Schritt und Tritt m der Erkenntnis kommen, daß das eigentliche Sinnbild des in Jahrtausenden heißumstrittenen Landes nicht Hannibal oder Scipio, nicht die Vandalen und Byzantiner, nicht die arabischen Hamiden und Aylabiden» Sondern die Juden sind. Auf dem mir noch sehr spärlichen Trümmerfeld des alten Karthago hat man bei dem heutigen Dorf Oamart Inschriften auf Grabsteinen gefunden, die zweifelsfrei beweisen« daß schon mit den ersten phönlzlschen Kolonisten viele vornehme Juden in das Land gekommen sind. Dabei ist zu bedenken, daß Phönizier und Juden beide Angehörige der großen (semitischen Völker* familie und nur durch die Religion unterschieden waren. Diese Semiten trafen dann bei Ihren Handelszügen auf die nordafrikanischen Ureinwohner, die Berber. Neben Vermischung durch Ehen scheint die Werbekraft der jüdischen, monotheistischen Religion auf die Berber sehr stark gewirkt zu haben. Viele Berber sind zum Judentum übergetreten. Man hört Von den langjährigen. Kämpfen der Eingeborenen gegen die im siebenten Jahrhundert eindringenden mohammedanischen Araber. Acht Jahre lang haben die Berber unter ihrer Königin R a h e n a — einer jüdischen Jungfrau von Orleans — standgehalten, bis sie unterlagen. Die Ueberreste dieser jüdischen Berber leben, heute noch an ihren damaligen Sitten zähe festhaltend, auf der Insel Dherba bei Gabes. Dieses jüdisch-berberische Volksgemisch erhielt dann im Mittelalter starken Zuzug aus Spanien'. Unter der türkischen Herrschaft entwickelte sich aus diesem phönizischjüdisch-berherischen Blutgemisch allmählich ein einigermaßen einheitlicher Tvpus.-Neuer. Zuzug kam dann m der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die große Welle der Revolution das alte Europa durchflutete, wie Überall, wenn alte Machthaber sich wanken fühlen,. suchte man auch' hier nach Prügelknaben. In Toskana sollen es dfcr' in Livorno dichtgedrängt wohnenden Juden sein. So kam' es, daß viele von ihnen' im nahen Nordafrika Zuflucht suchten. Als sie in bitterer Armut zwar, aber doch von europäischer Kultur schon beeinflußt, in Tunis eintrafeni' bildete sich schnell ein scharfer Gegensatz zwischen ihnen und den, mehr oder minder ärabisierten, alttünesischerf Juden heraus. Die Tuansä betrachteten die Neuankömmlinge als, Halbabtr.ünnige, weil sie mit manchem Altväterbrauch gebrochen hatten. So blieb es, bis die Franzosen ins Land kamen, die mit ihrer Meisterhand in der Behandlung . Frenidstämmiger auch den Streit der T u a n s a und G r a n i in das nützliche Gelätif geschäftlichen Wettkampfes zu leiten verstanden. Aus dem alten Judenviertel sind heutei längst die Tüchtigsten in die schönen neuen Häuser in der Avenue de Paris gezogen.' Tunis hat seit der französischen Okkupation im Jahre 1881' ganz gewaltige wirtschaftliche und kulturelle, Fortschritte gemaclit. An diesem Fortschritt haben, die Juden einen sehr großen Anteil. In allen Bureaus1 und' Comptoiren sind sie heißbegehrt, weil sie nüchtern und fleißig sind, und weil sie Arabisch, Französisch und Italienisch ebenso beherrschen, wie ihr .. arabisiertes Jiddisch. Und neuerdings dringt das moderne Hebräisch ' ein. Die Sehnsucht nach dem Lande der Väter ist in den* . Jahrtausenden in den Tuansa nicht erloschen. Als ich ihnen \ erzählte von meiner vorjährigen Reise nach Palästina,;' vom Wachsen, und Werden in Er.ez Israel, da strahlten die Augen manches Jungen, , der schon ' die Mittel spart - zur Uebersiedlung in ein Kwuzah öder Moschaw. ".. Theater und Kunst. Wiener Premieren. Die vergangene Woche brachte eine ganze Reihe von Erstaufführungen. Im Akademie theater kam Karin Michaelis mit einem Lüstspiel, „Erling auf der Schaukel", zu Worte. Es gab' einen freundlichen Erfolg» der aber vörnehinHch dem Namen der Autorin und der1 guten Darstellung, allen voran Fred Hennings und Luli Hohenberg, galt. Im Deutschen Volkstheater wurde N e s t r o y s „Der Talisman"' neu inszeniert. Der scharfe Witz Nestroys verfehlt nie und nirgends sein« Wirkung. Besonderes Lob verdient Kurt Lessen in der Hauptrolle des Titus Feuerfuchs. Die Wiener Kammerspiele brachten ein Lustspiel von LoulS VerneuH zur Erstaufführung. Leider ist das Stück „Du wirst mich heiraten" eines der dünnflüssigsten und schwächsten dieses- Autors. Die Hauptrolle «war für Frau Orska bestimmt, die krankheitshalber nicht nach Wien kam, und so ist Frau Friedl H a e r l i n bemüht, sie zu kopieren*, Man freut sich, Gelegenheit zu haben, Ciaire Wall entin wiederzusehen. Im Theater a. d. Wien kam mit viel Rummel die neueste Kaiman-Operette „Die Herzogin von Chicago" in größter Aufmachung, bei blendender Ausstattung und glänzender Besetzung heraus. Kaiman, der bewährte Komponist, streute eine Fülle reizendster Melodien in das Werk. Es gab einen rauschenden Erfolg. e. k. Der dramatisierte Blatte. . Vorläufig handelt es sich bloß, um tastende, Ver^ suche, die Lieder Bd aliks, die. so..voll dramatischer Eandhmtg sind, auch wirklich dramatisiert zum Vortrag zu bringen. Der Versuch wurde 4n der letzten Zeit, wie uns aas Warschau berichtet wird, du roh die Leiter, des dramatischen Zirkels der Aakdlahbewegiwg mit. gutem 'Erfolg durchgeführt. Anstatt einfacher Deklaration wurden die Lieder ganz wie ein Drama mit Volk, Chor und Darsteuern zur Aufführung gebfacht. So'wurde die mächtige Vision Flaliks „al' tiaschecWtä", üb.er die blutigen Judenpogrome auch figürlich so dargestellt, wie sie der Dichter gesehen, und geschildert hat: . eine Schüler« gruppe aufgestellt Wie ein lebendiges Denkmal für die Pögromopfer, ein :Khäuel sich windender menschlicher Körper* aus deren Gesichtern Schmerz, Kummer iwid unbändiger Zorn spricht; und über alle, diese erhebt «ich fcc<h aufgerichtet ein Mensch, starr Im Blick* <tyt» wieder bittend und schließlich mit Wucht protestierend. Am Schluß werden die bisher wie zerknüllt auf dem Boden Hegenden Leiber wieder lebendig und schreien in die Welt däs ihnen Äu«efii«te Unrecht hlhäiu«. Aehnlich ist dte Gestaltung der übrigen ernsten und auch heiter-satirischer Lieder töläUk« auf <tiö Bühne gebfacht. Es ist allen diesen Gestaltungen der Einfluß der Habiitiah anzukenuen. Ob steh aus diesen sehr gilt aufgenommenen Versuchen eine wirkliche, auch für größere Bühnenileistungen ausreichende Dramatisierung der Lieder Bit Ii Ks wird herausarbeiten lassen, bleibt der ZutötMift vorbehalten, aber immerhin hat sich diese Art, die hebräische Lyrik der jüdischen Jugend zugänglich zu machen und auch gefühlsmäßig näher zu bringen, al« pädagogfadh sehr wertvoll erwiesen. SOmal «Dybuk" auf der Budapester Bühne. An-skls „Dybuk", der fast In allen Sprachen bisher so erfolgreich aufgeführt wurde, hat vorige Woche Im ÖiU'dapester Neuen Theater seine 50. Aufführung erlebt. Ursprünglich hatten zwei angesehene Theater In Budapest um das Aufführungsrecht gestritten, und sich schließlich auf das Neue Theater geeinigt. Die 50. Aufführung konnte ebenso wie die ersten Darstellungen vor ausverkauften! Hau« und gespannt lauschendem Publikum vor sich gehen. Sowohl die Hauptdarsteller und Darstellerinnen als auch der Regisseur Stefan Barsony wurden bei dier Juibjläumsvorstellun« wiederholt gerufen. Schlojmale-Ho-za-za, - dl« bekannte Komödie von Kolich, Musik von A. Braclawski, wurde von der J ü d 1schen Bühne mit großem Erfolg aufgeführt Lora Glücksmann hatte Gelegenheit, wieder einmal ihre Kunst zu zeigen. Däs Stück Wird am 18. April wiederholt. .Jüdische Btthnc. II., T&borstraßc 12. Wochetibroßramivt: FrcitaB. 13. April: Premlbre „A u f der Schwel vin Gl tick", Lebensbild In drei Akten von Zolotormiskl, Samstag, 14., bis Montag, 16. April: „Auf der Schwel v I n G 1 ü c k." Sonntag, 3 Uhr: (1Clf>ke Feier". Komödie mit Gesang: irr vier Akten von Kaiich. Dienstag, 17. April: ,,Dus C h.I p c k I c,l d", Lebensbild . Mit Gesamt in drei Akten von Rakov. Mittwoch, 18. Aprir: „Schtoimale-Ho-ift-za". Komödie mit Gesang' In vier Akten von Kaiich. Musik von Adolf Brndlaws'kl. Donnerstne, 19. April: „J e k e I e B 1 o f f e f", Komödie mit Gesang In drei- Akten vön JönrtK. BeKinn löslich 8 Uhr. Ende 1J Uhr. Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertafcq freier Eintritt. Jüdische KttnfcUöfsplele, Wien, II.. Pfaterstrnße 34. Wochensplcl-. Pinn: Freltac, den.. J3..1. .,G Ol d e n.e, P,al 3 S t ö". Sanistftg, dfcn 14.: zum erstenmal „B ä r ' K o c Ii b &". Historische Operette von A. Gold* ,,E;W I g o _________ .... „Bar Kbch:bau. Möntag. den 16.; ,. , Dienstag, den tf::. Z\m erstenmal ,(D c r Bai Tschlw e".;indett, Sonn tag,, den 15.: ,'Naf ren". Dienstag, d______________ ______T. .______ /Lebensbild in vier Akten von *M. RiclitSr. (BtTfetiabertd ddS Künstldfpäares iRahel, W e i ß b e r g .und Benälqn, Si g.al l. Mittwoch, den 18.: '„Jl.doles Bar Mlsswah", (verpinsabend.) Donnefütag, den 10<:; „H e r % o 1 e M e |} c h e s", LobbnSbilrf'iii vier Akten von B. Kleiner.; Todesfall;'Herr Ja^Öb^'A^ c<h k:e n a s y in Wien hat einen v seilWtireii-Veritist', .erlitten. Ain 6. April starb in •Kolomea sein Vater Iisraej.. Aschketiasy,. Kaufmann, im;80. Leibensjahrc. "'■ '' * ' Gesellschaft der Freunde des .indischen wissenschaftlichen Instituts. . DieLei tun« der Gesellschaft, die dufcii die Generaivfersamr^lung vom 31. Mür^ gewählt wurde, hat sich, wie fo1«t, könstlüiiert: Otoiminn; Dr. Leo Goldhaniitner; OibimanttÄtelilveHret'ör: Dr.: r, -Glansj; Kassier: David ..Kilinghöifier;, SohrMtführef: -Mi- Groß; Sekretär: ,B?:.. Stalök. „i-/■>•■ (i\ c..:,; , , .v>.;.-, Jugendgottesdienst: a,m iSalnistag den 14. Aipril tun 3 Uhr nachmittaiga 'in 'den Gemeinde-'und Bezirks*Sytiagogen 'und erstmalig für die'-Schu'lJugend des HI. Bezirkes in der Vereiussynö-gpge, UI.>; Üntetrc Viaduktgasse U. . Von Dr. San?! Beer. v Das schlecht /essende Kind. Den- Aerzten werden alitiiglieh.Kinder vorgeführt, von denen Mütter berichten^ daß sie „absolut nichts es*»en". Die Eltern befürchten irgend ein ernstes Leiden, das die Appetitlosigkeit verschuldet.. . Wenn .man sich die*.der Untersuchung zugeführten Kinder näher ansieht, so hat man es bei dem ersten, Eindruck mit zwei Arten fvon Kindern zu tun. Die einen sehen gar nicht sd schlecht aus, wie es die Eltern m schildern gewohnt sind,' im Gegenteil, sie erscheinen gan« gut genährt, aber die Mütter leben In der Vorstellung^ FRÜHJAHR lUIIIIllflllllllllllllllllllllfllll die allerletzten Kreationen der Parisar Haute couturo Ii» «Igonar Schöpfungen •ut «daist. Malerlailen in uneteichter Auswahl zu den bekannt bllllflan K r upnIk-P r•Isen fiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiriitf MMlPVII.Kaiser5tr.115 Wir habe n n irgends Filialen! tuakX&HefSr S6SSQI Un<>TiSChfil Saiongarnlturen und llnielgnttbalitttckG ADtER^Vil.ApOSlQgl.iaK^o^^^ daß die Kinder vie m "wenig essen. Für deh Afzt sind da •meist die Angaben der Mütter nicht maßgebend, die oft ganz falsche Begriffe von den Nahrungsmiantitäten haben, die es ein Kind verzehren soll. Gewiß bedarf ein Kind tot den Jahren'des Wachstums' im Verhältnis 2to Körpefgröße und Gewicht mehr als ein Erwachsener, aber schließlich müssen die Portionen nicht so groß sein whe bei Erwachsenen. Das wird meist übersehen. Wenn der. Arzt bei einem , solchen Kinde gute körperliche und geistige Entwicklung, ein dem Alter entsprechendes Körpergewicht und gute.Hautfarbe findet, dann:kann die Mutter zufrieden sein, denn schließlich ist das Aus»- sehen maßgebend und nicht die von der Mutter fälschlich gewertete, vom Kinde aufgenommene Nahrungsmenge. Manche Eltern wünschen, daß ihre Kinder einen stark entwickelten Fettpolster aufweisen. Das ist aber für das Wohlbefinden nichf Immer notwendig, ja in vielen Fällen abträglich. Es gibt Ja Menschen, die trotz Verbrauches großer Nahrungsmengen nie dick werden. Hiebei spielt zweifellos die ererbte Anlage eine noch nicht aufgeklärte Rolle. Oanz ändert steht es mit der zweiten Art von Kindern, Hier haridelt es sich wirklich um schwächliche, blasse, magere Kinder, die starkes Untergewicht aufweisen. Die Kinder sind appetitlos, sehr launisch, essen sehr wenig und sind außerordentlich wählerisch in den Speisen. Die Eltern haben bisweilen einen sehr schweren Standpunkt, es helfen nicht Güte noch Strenge, nicht Ueberredung noch List. Dabei sind die Kleinen gar nicht hinfällig, wie man glauben sollte; im Gegenteil, sie sind recht' lustig, spielen und tollen den ganzen Tag herum und essen nicht. Sie haben kein Verlangen nach Nahrung. Bisweilen, Wenn diese Kinder sich nicht beobachtet sehen oder in der Abwesenheit der Eltern unter der Betreuung fremder Personen .stehen! essen sie brav. Es bedarf dann nicht der vielen Kunststücke, um sie zum Essen zu bringen. Die Mütter müssen sich zu allen möglichen Dummheiten und Spielen hergeben, um nur das Kindzum Essen zu bewegen. Solche Kinder sind oft ganz verspielt und vergessen ganz das Essen. Immer sind es meist einzige, verwöhnte Kinder aus' besseren Häusern, denen Zu viel Aufmerksamkeit geschenkt Wird: Sie. fühlen sich als Mittelpunkt des Hauses und terrorisieren die ganze Umgebung. Hier helfen oft ein wenig Strenge und Vernachlässigungu Am besten ist die Betreuung durch eine fremde Person und die völlige Ausschaltung der ängstlichen Mütter öder die Versetzung in ein fremdes Milieu.. Besonders gefährdet sind die einzigen, verwöhnten Kinder junger jüdischer Ehepaare, die im Hause der Großeltern wohnen. Diese geben den Kindern stets in allem nach und sind an der schlechten Erziehung-dös Enkelkindes schuldig'. Bisweilen kommt man mit dem Aushungerniassen zum Ziel, denn diese Kinder,1 denen alles in Hülle und Fülle geboten wird, kennen ja das Hungergefühl nicht. Aber das halten meist die. Mütter und Großmüttej; nicht aus, sie haben nicht das Herz, dies durchzuführen. Kinder verweigern auch oft die Nahrung, weil ihnen häufig mit Absichtlichkeit das vorgelegt wird, was sie nicht mögen. Gewiß soll ein Kind alles essen und keine .Extravaganzen haben, aber es gibt Menschen, die gegen gewiss.6 Speisen Widerwillen haben. Warum sollte das Kind gerade diese Speisen essen müssen? Hier tut also auch);Einsicht der Pflegepersoneh not! Sie. dürfen sich nicht kaprizieren* daß das Kfnd gerade die verhaßte Speise sagen wir Karotten oder Milchreis — ißt, die das Kind nicht mag. Wird ein Kind zum Essen gezwungen, dann erbricht es die Nahrung und die MÜt'fer ist dann doppelt verzweifelt^ Weil , sie das Erbrechen "für ein ernstes Krankheit'szeichen hält'. Die Mütter leben . auch beständig, in der Furcht, daß ihre Kinder verhungern. Darüber kann man sie völlig! beruhigen. Ist das Kind,nicht wohl und versagt die Nahrung, dann ist dies eine natürliche Abwehr- und Schutzmaßnahme des Körpers, die man unterstützen soll. Ist das Kind gesund, so macht es nichts, wenn es ein bis 'zwei Tage wehiger ißt. Das Fehlende wird'sebon später eingeholt. Es gehört, viel Verständnis für die Aufzucht d$r Kinder, was den meisten Eltern fehlt, ist Geduld. Auch die Übergröße Liebe/zu den Kindern, die zu Verhätschelung und Verzärtelung führt, übt meist schlechte Wirkung. Es ist klar, daß die Eltern ein schlecht essendes Kind zuerst einmal unter ärztliche Beobachtung stellen werden, Ob nicht doch irgend ein Leiden vorliegt, da« eine Erklärung für den mangelnden Appetit geben könnte. Auch die Art der Lebensweise, des Kindes, Mangel an Aufenthalt im Freien u. dergl., können hiebei eine wichtige Rolle spielen. Jüdische Sp o r i~ und iiiiiiiiiiiiiiiiiiii Die Fußballspiele der Hakoah. Eine unglückliche 2:4-Nlederlage gegen Rapid. Es 'hätte nicht viel ■.•gefehlt' und dem jüdischen Verein wäre die Revanche 4ür die letzte 1 :9-Niederlajg« eelüngem. H a k o a h hat schon 'lange nicht so gut gespielt, wie gegen Rapid. Nach Seitenwechsel war dl« jüdische Mannschaft stark überlegen und binnen drei Minuten gelang es ihr, den Vorsprang Rapid* aufeuiholen. Iii? 12 Minuten vor Schluß stand das. Treffen 2: 2. In dieser Zolt beging der sonst gut amtierende Schiedsrichter M ies« einen' argen Fehler. Bei einem Zusammenstoß Ltuef mit Fetdmänn, diktierte der Schiedsrichter gegen Hftkaon einten Freistoß, obwohl bttei das Foul beging und der Fretetöß eben gegen Rapid hätte gegeben werden müssen. Dadurch* kam Rapid zu einem dritten Treffer/ Die jüdisch* Männsohaft unternahm verzweifelte Versuche'; da« treffen nochmals einzustellen, aber die Bemühungen bMeiben enföliglös. Zwef 'Minuten vor Schluß beging He ß, der vollständig v e rsagt e, ein Foul im Strafraum und Wessely verwandelte den Elfmeterstoß zum vierton Goal. Bei Hakoah boten alle Spieler — mit Ausnahme Heß- — eine vorzügliche Leistung. Das Verteidiiftragstrlo arbeitete sehr sicher. Die Deckung unterstützte wirksam den Angriff. Im Sturm gefielen N e u f e 1 d uod K&U. Dte Tone «stalten Ke$tUr uod Katx. e