Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1928-02-17 · Heft 22 (17.2.1928) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
2 (1928)
Issue
Heft 22 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2711613-2711630-2711637--0291-2713422
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr, 22 DIE NEUE WELT Seite 11 Austritte aus dem Judentum. Tüll Sali Spiegel, 10. Dezember 1906 Novosielitza, led., XX., Wailensteinstraße 55. Aurelia Schnitzel geb. Salter, 13. April 1898 Wien* verh., I., Herren&asse 14. Stefanie Kary geb. Kronengold, 6. Juni 1888 Wien, verw., I., Jakobergasse 4. Heinrich Sruh, 2h März 1899 Wien, led., I., Schwertgassc 4. Maximilian Marduch Kaplan, 19. Oktober 1891 Riga, led., I„ Schulerstraße 10. Jakob Zauderer, 8. November 1884 Sakolowa, dessen Gattin Franziska geb. Franke, 24. Jänner 1893 und Kinder Ernst, 22. März 1921 Wien, Margarete, 21. Oktober 1911 und AdoKinc, 16. Septemiber 1910, XII., Ratschikygasse 44. Alfred Grüner, 12. Oktober 1873 Saldorfj led., XVIII., Anastasius Grüngasse 4. Ostoar Bornett, 2. August 1892 Wien, led., XII., Rosenhügelstraße 30. Boris Vausteln, 18. Juli 1883 Petrograd, ger. gesch., III., Invalidenstraße 1. Ernestine Tbaler geb. Kohn, 12. Juli 1900, Wien, verh., HJ., Hagenmüllergasse 7. Eduard Kohn, 8. November 1906 Wien, led., X., Pernerstonfergasse 75. Edith Locker geb. Staaigl, 31. Juli 1901 Wien, verh., X., Quellenstraße 154. Ignaz Rauchwerger, 28. September 1906 Krakau, led., II, Zirkusgasse 39. Anton Josef Zlamal, 16. April 1899 Weltruß, verh., V., Leitgebgasse 13. Sändor Welsz, 8. September 1900 Neuhäusl, led., XVI., Neulerchenfelderstraße 4. Dr. Moriz Schneider, 2. Jänner 1881 Schönau a. d. Trlesting, led., XVI., Hofferplatz 1. Elsa Sonnenberg geb. Rosentberg, 21. November 1880 Berlin, ger. gesch-, XVIII., Haizingergasse 47. Anna Neumann, 8. Juni 1905 Wien, led., XVI., Haymerlegasse 23. Sophie Lünz, 3. September 1896 Wien, Mauer, Heudörfelgasse 4. Oskar 'Adler, 1. Juli 1885 Wien, Graz. Richard Goldner, 23. Jaini 1908, Krajovec, led., XVII., Andergasse 67. Otto GottHeb, 1. Oktober 1897 Wien, led., II. Kurzbauergass« 1. Anna Steinmetz, 11. Juli 1901 Wöschbach, led., VIII., Strozzigasse 2. Louise Fischer, 15. Jänner 1911 Znaim, led., VIII., Wdekenburggasse 3. Awram Ber Goldner, 27. September 1876 Peatra, verh., XVI!., Andergasse 67. Hanni Jetti Tltermann geb. Markovicz, 11. Februar 1866 Wien, verw., VIII., Laudongasse 46. Bernhard Ignaz Singer, 26. Mai 1892 Wien, led., XVIII., Theresiengasse 51. Hugo Weiß, 10. Februar 1888 Wien, led., II., Bkmauergasse 13. Berta Rosenberg, 2. Mai 1900 Wien, led., II., Vorgartenstraße 195. Dr. Walter Brünner, 2. März 1899 Wien, led., Weimarerstraße 91. Hans Sucharipa, 20. März 1889 Wien, led., VIII., Josefstädterstraße 87. Leopold Löwinger, 13. Oktober 1878 Wr.-Neustadt, verh., VIII., Josefstädterstr^ße 33. Marja Johanna Frankel, gelb. Großmann, 3. April 1898 Wien, verh., VI., Haydngasse 4. Rind Eltrade Frankel, 25. Dezember 1926 Wien, selbe Adresse. Frieda Schwarz, 15. Dezember 1890 Budapest, led.,' IL, Untere Donaustralte ^23. Anna geb. Papemik, 24. Februar 1876 Brody, verh., IX., Liechtensteinstraße 56. illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllliin An euch judische Frauen ergeht der MÄHNRUF! nron np^n .jtömA *—m sowie sonst in der Wirtschaft ausschließlich FRIEDMANN95 MENORAH-K (ERZEN Wien, II., Praterstr. 66, Tel.40-8-17 zu verwenden. Denn ihr helfet damit beim Wiederaufbaq unseres heiligen Landes .Erez Israel* Man verlange Menorah - Kerzen mit Keren Kajemeth- Marken DIE ZAUBERIN VON KASTILIEN (22) Mit diesen Worten stieg der Papst von seinem Thron mit dem Kreuz in der Hand herunter und hielt es vor das Gesicht des blinden Juden. „Vor deine blinden Augen halte ich das Licht der Welt, den Glanzschein Gottes. Laß dein Herz ihn fühlen, beuge deine Knie vor ihm, damit deine sündige Seele, die ihn gelästert hat, die Vergebung erlangt und in das himmlische Reich aufgenommen wird." Allein sobald der Jude das silberne Kreuz an seinem Gesichte und den Geruch des Weihrauchs wahrnahm, schob er aufgebracht das Kreuz mit den Händen beiseite und rief aus: „Vor wem knien? Zu wem soll ich beten? Wem dienen? Einem Stück Silber, das ein Silber Schmie d in seinem Rohr gegossen, mit seinem Hammer ausgeliauen, das man für Geld kaufen, für Geld verkaufen und als Pfand versetzen kann?" „Jude, ich fordere dich noch einmal auf, niederzuknien vor dem Symbol, vor den Leiden, die er deinetwegen und meinetwegen und um unserer Sünden willen erduldet hat", sagte der Papst und führte abermals das Kreuz an das Gesicht des Juden. „Vor einem Menschen, den man gekreuzigt hat? Vor einem Menschen, den man gemartert hat, soll ich knien? Für ahn kann ich nur Mitleid haben, ihn kann ich bedauern, aber ihm dienen?" fügte der Jude lächelnd in kastilischer Sprache hinzu. Der Papst errötete. Die Falten seines Gesichtes bewegten sich wie ein stürmisches Meer. Er verlor seine väterliche Geduld, mit der er das Tribunal vorhin überrascht hatte, und rief nun mit drohender Stimme: „Jude, die Arme der Kirche reichen weit, sie packen fest zu und -brennen wie eine Feuerzange." Mit diesen Worten streckte der Paipst das Kreutz wieder gegen das Gesicht des Juden. „So mußt dn reden, Papst. Das ist deine Sprache! Sag* lieber einfach: sie soll dir dienen, vor dir knien, zu dir beten. Du bist ja doch der Gott aller Gläubigen, hast mehr Macht als er und kannst die bestrafen, die sich dir widersetzen! Du kannst sie in Folterkammern peinigen, auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Du bist mächtig, du, nicht er, bist der Herr aller Gläubigen, du bist stärker als er, Heiliger Vater!4«... Das Kreuz zitterte in der Hand des Papstes. Sein Gesicht errötete. Die Gramfalten seines Gesichtes schwollen an. Der Jude hatte ihm ja gerade das gesagt, was er selbst tief im Herzen empfand -und woran zu denken er fürchtete. Plötzlich machte er durch einen Schlag mit dem Kreuz den Juden stumm. Bin Strom Blutes sprang aus dem Gesicht des alten Mannes hervor und befleckte das silberne Kreuz in der Hand. des Papstes. Bluttropfen rannen' vom Kreuze herunter omd fielen auf den Leib Jesu Ohristi, der an das Kreuz angeschlagen war. Ein Knie des blinden Rabbi Jakob sank ein, und es sah einen .Augenblick lang aus, als gerate er ins Wanken. Aber er blieb dennoch auf seinen Füßen stehen. Und mit blutüberströmtem Gesicht sagte er das Psalmenaitat gleichsam für sioh her: jAllS RUSSLAWD NEU eYwGEFÜHRT! Von Schalom Asch ipyTight by R. Löwit. iflag, Wien—Lelpzi;*- Veflag, ORENBURGERSCHAL hergestellt aus den Flaumfedern der Wlldgänse mit ganz feiner Wolle ] versponnen. Seur dünn und warm. Kann im kleinsten Handtaschchen untergebracht werden. ALBERT MATZNER Wien, I. Bezirk, Kohimessergasse 8. und Filialen. Neue Niederlage: Wien, VII. Bezirk, Mariahilferstraße 64. ..Für dich erlitt ich die Schande, Und Scham bedeckte mein Gesicht." Als dann die Inquisitionsmönohe auf einen Wink des Großinquisitors hin den blinden Rabbi Jakob in das Foltergewölbe fortschleppten, erklang von dort der Gesang:. Der Herr ist mein Licht und mein Heil : Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; Vor wem sollte mir grauen?" Jephtha machte eine Bewegung, als wollte sie dem Alten folgen. Sie streckte die Hände nach ihm aus und ihr BHdk semkte sich in seine Augen. Allein der Papst stellte sich ihr in den Weg. Er streckte ihr das blutbesudelte Kreuz entgegen und rief ihr zw : „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sage mir: wer bist du?" Jephtha bückte Htm gerade ins Gesicht. Aots ihren Augen flössen zwei Tränen gleich runden Perlen und blieben am Rande ihrer Wimpern hängen. Der Papst konnte ihren Blick nicht ertragen. Die Traurigkeit ihres Gesichtes machte sein Herz erbeben. Er führte das blutige Kreuz ihrem Gesichte noch näher zu und rief: „Du bist der Geist unserer gebenedeiten Frau, die Mutter deines Sohnes; so knie vor ihm nieder, beuge dich m seinen Leiden. Tust du es aber nicht, so hast du dir nur durch Zauberei das Gesicht unserer gebenedeiten Frau gestohlen und trägst es mit unreiner Macht, wn 'unsere Herzen zu täuschen." Die beiden Tränen,, flössen an den, Augenwimpern Jephthas herab, zogen sich wie Perlenschnüre über ihre'Wangen und blieben am rosigen Rande ihres kleinen Mundes hängen. Das Kreuz in der Hand deli; Papstes zitterte. Sein Herz wurde schwach und er konnte ihren Anblick nicht ertragen. „Das Feuer soll zeugen, wer du bist! Bist du unsere gebenedeite Frau, so wind das Feuer über deinen heiligen Körper, ebeniso wenig Macht, .liaberi wie über andere Heilige; bist diu es aber , nicht, so hast du dir nur durch Zauberei das Gesicht1 der heiligen Mutter angeeignet", sagte der Papst. Jephthas betende Lippen umspielte ein beredtes Lächeln. Niemand wußte, was es bedeutete. Es war, als weinte sie lächelnd und als lächelte sie weinend... (Fortsetzung folgt.) tymioJTflm ii-n. irtätx. 19S6 (Rotunde: bis 18. März) Sonderveranstaltungen: Sowjetrussiscbe AuHteHun* - Reklame-Ausstellung Wiener PeUmode-Salon - Automobil« und Motorrad-Ausstellung - „Das Elektrofahrxeug" - „Technische Neuheiten und Erfindungen" - Srrassenbaumeise - „Das Wochenende" - Land-, forst-und mUchwlrtschaitUche Musterschau Kartoffelschau - FUchshau AussfeUung - Ifletnrlerzucht-AussteUung - Nahrungs¬ und Genussmlttel-Ausstellung - Bondesweinkost äs. bis ig, m») Erste österreichische Mastvieh-Ausstellung os. bis is. mn) ■•deutend« Fahrpreis^miiMifluiifle« t MestMiuweiM i S 5.- Wte Witaer Mess*A*tleneesell«<h»ft, Wien. V.l., Mtsseplat* 1 / Eintrlt'skuten. (zum «Innungen Besuch o«r Rotunde oder des Messepstasies und der Neuen*Burg) 1 S 2.— bei den Kassenschaltern der Messehäuser. , Englisch wie ein Engländer Spanisch wie ein Spanier, Russisch wie ein Russe usw. müssen Sie sprechen, schreiben und lesen Können, wenn Sie aus Sprachkenntnissen im Geschäft, auf Reisen usw. Nutzen ziehen wollen. Dieses Ziel erreichen Sie unbedingt, wenn Sie auf Grund der weltberühmten Unterrichtsbriefe nach' der Methode Toussaint - Langenscheidt lernen. Der Unterricht nach dieser Methode setzt weder Vorkenntnisse; höhere Schulbildung noch irgendwelche besondere Begabung voraus. Jeder kann danach lernen. Auch zur Auffrischung vorhandener Sprach« kenntnlsse ist die Methode Toussaint- Langensch eldt der geeignetste Weg. n Schreiben Sie uns, für welche Sprache Sie Interesse haben. Wir haben uns erneut entschlossen, jedem Einsender des nebenstehenden Abschnittes (als Drucksache, mit 5 Pfennig frankiert) eine Probe-Lektion portofrei, kostenlos > ich und ohne irgendwelche f ersuche Verbindlichkeit zuzu-1 M um zusenden. — Zögern w . „ , „ Sie daher nicht / bendung der lange. sondern X in der „Neue» schreiben Sie £ WeItM angebote- Ungenteheidttoho Vorlaasbuohhandlung (Prof. G. Langeiisciieldt) G. ni. b. H. Berlin Sahönworg, Baiinslralie 28-30 Osgettmut Im Jaars W

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.