Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 1 (1927)
- Issue
- Heft 15 (30.12.1927)
- Date
- 1927-12-30
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ukraine 2× ep/1001131
- Mohel 1× ep/1006163
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m is DIE NEÜE WELT Seite 9 Inn. Engen Buchbinder Sfadtbaumeister II., Taborstrasse IIb ~, Telephon Nr, 48-1-38 übernimmt alle Arien von Bau» und Adaptier ungsarbeiren Die Saehe klärt sich dadurch, auf, daß in einer viele hunderte Kilometer entfernten Stadt Verwandte des jungen Rablbi im Wochenprogramm des Radio zufällig lasen, daß ihr jünger Verwandter, den sie schon seit vielen Jahren nicht gesellen haben, im Radio sprechen Wierde. Sie warteten mit Ungeduld auf diesen Augenblick und freuten sich; von ihrem lieben Cousin wieder einmal „etwas zu hören"!- Die Stimme des Rabbi irrtheimatlos im. Weftenraurci, bis siie zufällig der Stimme eines christlichen Berufskollegen, eines jungen Geistrichen, begegnet.; „Woher (kommst du?" fragte die Stimme des Rabbi. „Aus christlichen Häusern", antwortete weinerlich die Stimme.. „Ich habe überall angeklopft, wurde a'bcr überall hinausgejagt. Diese gottlosen Jazzbänden haben mich , überall verdrängt." \ „Mir.. w^Hst du sagen?" antwortete bitter die irrende, Stimme., * Aber der Raftbi selbst war, als er sich von seinem Sitz vor dem-Mikrophon erhol), überglücklich. Sein Gesicht stranlte* Und als er nach Hause kam, sprach er freudig .•■bewegt vi seiner jungen Gattin: „Es war .ein erhebendes Gefühl! . . . Das Bewußtsein, daß meine Stimme weit weg in dile Paläste und in die Hütten gedrungen ist . , . Wie sie nur lauschten und meine Worte härten! ... Ich glaube, es war meine schönste Predigt, die ich hier sprach-, ich habe die Gleichgültigen-aufgerüttelte . . Und worauf, ich am meisten stolz bin:-ich hafoe-die Jugend für unsere Religion begeistert!'* Die portugiesischen Marraneii. _Das Londoner Porfcuguese. Marranos Committee, das vor .einigen Jahren zu ,dem Zwecke begründet wurde, die .unter den. portugiesischen. Marianen elementar vor sich h feilende Bewegung, zum Judentum zurückzukehren, zu '.#nters.tützen,- gibt soeben einen Beucht über seine Tätigt kedt heraus, dem zu entnehmen ist: .; w.ft,.,^,,Per.MlfiSMng.von LucienWolL der am Jahre 1925 ■fd^i%al fee^uoht .h^t, fölgend,. .'hat. sich das.! Komitee v, JTnanj^U, de;r .ßegrjündung ««etaeii jüdischen Gemeinde, in ,JÖ »fl r t o. ibeteiHgt. Oporto ist von den /Marranensied'- . jungen in Nordportugal am leichtesten m erreichen. Am Juli d. J, wurde in« Oporto; die Synagoge „Mekor Chaim" ^nwesenheiTdtes Präsidenten der Lissaboner Gemeinde Moses Bensabath A m z a 1 a k eingeweiht,, Kurz danach wurde die Synagoge von dem früheren Oberrabbiner von Jemsalem Naharn Nissim Daman besucht. Die Synagoge wird-nicht altera von den jüdischen Einwohnern von Oporto, sondern auch von sehr, zahlreichen Marranen aus allen Teilen, des Landes besucht, die sich in diesem Gotteshaus über, das Judentum belehren lassen woHen.- In den letzten Monaten hat eine immer steigende Zahl von Marranen den Anschluß an d a s Jud en-t u m y.oJ 1 zogen, . unter ihnen zwei Mediziner* die eine Qualifikation als Mohelim erhalten haben, und als solche fungieren, ©er Präsident der jüdischen Gemeinde Oporto, Kapitän Baruß B a st o, hat verschiedene! Siedlungen der Marranen besucht und wurde mit großen Ehren empfangen. Er 'begründete eine jüdische Gemeinde in- Bra.ga n.z a, wo etwa 800 Marranen leben. In dem Dorfe •BHa-Hnho, das von etwa 300 Marranen bewohnt ist, wurde ein Gottesdienst abgehalteni ■ . Das Londoner Marranen-Komitee,. das auf Anregung der Londoner spanisch-portugiesischen Judeugemednde, der Anglo-Jewish-Assodation und der AHiänce Israelite ent- , standen isU 'hat die •Errichtung der jüdischen Gemeinde in Portugal finanziell unterstützt'und Tihöra^Roll'en gestiftet. '■' Juden im Dienste der Sowjet-Union. Auf Grund amtlicher Angaben anläßlich des zehnjährigen Bestehens der S o w j e t r e p u b Ü k stellt die Sektion für Wirtschaft und Statistik beim Jüdischen wisenschaftlicheh Institut in.Berlin eine' Reihe von Statistiken zusammen,, die verschiedene Gebiet^ des, jüdischen Lebens in Rußland beleuchten. - Wie^ diesen Sta4isti'ken zu entnehmen ist,. beläuft sich der Prozentsatz der Juden im Sowjetäpp.arat der Ukraine auf 2^6 ' Proz^k, (i ißrüQianü auf"30,6 Prozent, der Krim auf 16,3 Prozent •und der Republik. Georgien auf. 1,7 .Prozent. Unter den Be'amteri' Moskaus werden jetzt/ .12 Prozent, unter, den L e.n i^ri s r a d s,. 9 Prozent. Juden., -gezählt.« . In. den Handelskmteni, .s:ind,; die. jüdischen Beamteu in beiden Hauptstädten mit 13 Prozent vertreten,! in den Acnite.rn für"Krpditr und Bankwesen' mit 13,2 iu.Mpskau und 15 Pro-! zent in Leningrad. Unter den Justizbeainten beträgt der Prozentsatz der Juden .7,8. Prozent in. Moskau ..und 8,7 Prozent in,Leni'ngjra'df, .Beka.nntlich bildet.die jüdische Bevöl'kV rung. in beiden, Hauptstädten zirka 5 Prozent der Gesamt-' bevölkerung. Die hier angefülirten Zahlen zerstören demnach die Legende von ,einef .„Venju'-thuig""I clcs Sowjetapp;airaite& "'• •' ' •''•" In der kommunistischen Partei Rußlands werden zirka 48.000 Juden (4 Prozent der gesamten Parteimasse) gezählt. Davon entfallen auf die U k r a i n e zirka 15.000 (13 Prozent sämtlicher Kommunisten in der Ukraine) und auf Weißrußland 3000. Der sozialen Stellung nach setzt sich ungefähr die Hälfte der jüdischen Kommunisten aus AhgesetUten zusammen, 36 Prozent sind Arbeiter, 10 Prozent gehören zur studierenden Jugend. Für die ganze Ukraj.rie werden zirka 200.000 jüdische Mitglieder, der Berufsorganisationen angegeben; unter ihnen sind 40 Prozent industrielle Arbeiter, der Rest verteilt sich auf. Rätebeamte, und freie Berufe. 12 Prozent der organisierten Gewerkschaftler in der Ukraine sind Juden. Unter "den arbeitslosen organisierten Gewerkschaftlern aber steigt der Prozentsatz der Juden auf 25. Die Zahl der jüdischen Studenten an den Hochschulen der Ukraine ist in steter Abnahme begriffen. So zählte man hier , im Jahre 1925 unter den Studenten 10.386 Juden (gleich 38,6 Prozent der Gesamtzahl), 1927 nur 8222 (gleich 28,8 Prozent).,An den medizinischen Fakultäten Jiat die Zahl der jüdischen Hörer um ein Drittel abgenommen: von 3893. (gleich 51,8 Prozent). Im Jahre 1925 auf 2622 (gleich 45 Prozent) im Jahre 1927. Die Abnahme der jüdischen Studenten ist als ein Ergebnis der Verdrängung der ..bourgeoisen" Elemente aus der Hochschule zu betrachten. . In der Ukraine -besuchen 160.000 jüdische Kinder (60 Prozent sämtlicher jüdischen Kinder im Schulalter) die' Volksschule, von diesen zirka 80.000 Kinder Schulen mit jiddischer' Unterrichtssprache. Subventionen für Jüdische Kultuszwecke in Rußland verboten. Moskauer Berichten ist zu entnehmen, daß die schüchternen Versuche einzelner jüdischer Kreise, die trotz des Terrors von Seite der Jewsekzia die Hoffnung nicht aufgeben, durch den amerikanischen Joint die Dul- : dun« religiöser und jüdisch-kultureller Einrichtungen zu erwirken, von den Bolschewiken, in erster' Reihe aber von der Jewsekzia mit" neuen Ve-rfoi'guirgen beantwortet werden. In ihrem Orgarir ,;Ernmes" fordern sie die Führer des Joint in Rußland in energischer Form auf, zu erklären, ob der Joint nicht etwa außer'den Hilfsge'Idern für die Sowjet* regiemng zur Durchführung ihrer Kolonisationszwecke auch noch ' <g e-.li e im e S ü ib v e n t i o n e n für jüdische religiöse und . Kultuszweoke gebe. Gegen eine solche Aktionmüßte, , da «sie ihrem Wesen nach gegen die .Ziele des Bolschewismus.'gerichtet sei» mit allen Mitteln energisch vorgegangen werden, selbst auf die Gefahr hin, daß das -ganze JointeWerk dadurch-leiden« könnte. Solche Ausfälle waren ja von allen (unabhängig. denkenden Mensöhen längst vorausgesehen. Je weiter die' ■Joint-Arbeit'in Sowjet-iRüßland vorwärtsschreiten und je mehr auslähdisches jüdisches ■Kapital für "Kolonisationszwecke in Rußland 'verbraucht werden wird-, desto aggressiver werden sowohl die offenen Wie die geheimen Gegner derjüdischen Kolonisation in der. Krim und i-h der Ükraine und' mit desto Widerlicherer Auf-, driniglichkeit Wird die Jewsekzia jede bewußt jüdische Regung" unter den Kolonisten Wie auch unter den Juden überfiaitpt zu 'Verfölgenbemüht sein. ' per Arierparagraph. in Polen., Die nationalistische Mehrheit der Studentenschaft ander Technischen Hochschule zu Warschau beschloß,- Juden als. Mitglieder nicht aufzunehmen. Der Unterrichts-' minister förderte die Studentenschaft auf, diesen Beschluß, der in Widerspruch zu der- Verfassung steht, zurückzunehmen.-Als aber die Studentenschaft auf ihrem Beschluß, •beharrte, verfügte der Unterrichtsminister die Ä u f-, Lösung der S t u d c n t e u s c h a f t an der Technischen Hochschule. Die Studenten der übrigen Hochschulen be-, schlössen, in einen Proteststreik zu treten. Diesem Beschluß begegnete die Universitätsbeliörde damit, daß alle. Arbeiten an den Hochschulen eingestellt wurden. 3 An' der Warschau er land wir tsch/att-' liehen -Hochschule, -deren Rektor der frühere; Ministerpräsident W. Grabski (der Urheber des wirt-j schaftlichen Veniichtungskampfes gegen die Juden In, Polen) ist, wurden unter 296 Studierenden im ganzen zwei. Juden aufgenommen. Militärische Chauiikah-Feier ui einer Londoner ''■ Synagoge. ■ Für die jüdischen Mitglieder . der britischen Land-,' Seeuiid Luftstrcttkriifte wurde in der Bayswater-Synaigjoge' zu L-o n d o u - P a d d i n'g t o n eine Chanukah-Feicr abge-' lialten, der Vertreter der vereinigten Streitkräfte In offt-: «leller Eigenschaft, sowie der Bürgermeister von PaddWngton und mehrere Ratsherren beiwohnten. An den Gottesdienst schloß sich ln der Drill Hall ein Diner an, beiweichein ein Telegramm der königlichen K a n z 1 e 1' v'erlesbn wurde, in welchem im Auftrage des Königs den" jüdischen Mitgliedern der britischen Streitkräfte aus Anlaß des Ghanukah-Festes der G r u ß entboten wird. Am Nachmittag wurde von einem Trupp jüdischer Veteranen unter Führung von Oberstleutnant J. H. Levey; QUALITÄTS-MUBEL Größte Auswahl! Billigst« Preis« I . X«filuM^sfrle|<ht«rMn9«ii | Mööeilians. J- WUHt?üztä*VVS!^ 3 SPE ZI ALI ST Iflir Klndar- und MAdch«nzlmmar-, KOehen- und Vor-■ Xlmmer-MOBEU Schiafinuteuils, Diwnns und Ottomanen olge- ■ ncr Erzcttgunir. Oeschaftsbesiatid seit 60 Jahren. Mdtto: Oroiter ■ Umsat2 — kleiner Nutzen. OröÖte Auswahl! Billigste Preise! ■ Josef KeblltzASohn, VII., Slebentteritg««| auf dem Ehrengrabe des jüdischen Friedhofs ein Kranz aus rotem Mohn, in der Form eines Magen David, niedergelegt. Anwesend waren: der 96jährige Veteran des Krimkrieges Korporal R. H. Jessel, der 87jährige Sergeant Mosley und etwa .500 Veteranen. Hohe Orden für Jugoslawische Rabbiner. Der König von Jwgasläwien hat einen" Erlaß .unterzeichnet, durch den eine große Anzahl von Oberrabbinern, Rabbinern und anderen jüdischen Kultusfuh'ktiionären mit hohen Orden ausgezeichnet wird. Napoleon und die Frankfurter Juden. Baroncß. Edmond de Roths c h i 1 d hat dem Archiv der jüdischen Gemeinde von Frank f u r t die Originalabschrift der von den Juden Frankfurts an Napoleon I. übersandten Ode überwiesen. Die Ode hat die folgende Uebcrschrift: Frankfurt, 24. Juli 1807. Ode an Seine Majestät Napoleon den Großen, Kaiser von Frankreich und König von Italien,, von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt aus Anlaß, seines Durchzuges durch die Stadt. Der.Text ist hebräisch; eine französische Uebersetzting ist beigefügt.; Rockefeiler für Jüdische Wohlfahrtszwecki Der Milliardär John D. Ropkefeller hat der-Föderation New Yorker jüdischer . Wohlfahrtsanstalten, den Betrag yon 50.000 Dollar, zukommen lassen und in dem Begleitschreiben ausgeführt, obwohl die Föderation sich gar nicht an ihn um eine Spende gewendet habe, habe er aus eigener luitiative 'beschlossen, sein'Scharflein zu dem sehr schätzenswerten Werk .beizutraigen. Rockefeiler hatauch im vorigen Jalirc; der ' Wohlfahrtsföderation 50.000 Dollar .gesandt. Die New Yorker Föderation jüdischer Wpihlfahrtsanstalten führt jetzt eine Kampagne zur Aufbringung Von 5 Millionen Dollar, zu gunsten der von . ihr erhaltenen 91 Wohlfahrtsanstalten durch. Internationale Missionskonierenfc in Jerusalem. Der Internationale Missionsrat trifft Vorbereitungen zu einer Missionskonferenz, die vom. 24. März, bis 9. April 1928 unterdem Vorsitz . des Präsidenten\ des Jnt.eriiationalen Mlssiönsrates J3r. John, Movt t, in J e r.us a lie ni abgehalten werden soll. In mehreren Ländern . WwrdeWv Kömmissiönen . zum;^tudiittn( de^ in ihrer Beziehung zu 'den" nich^chrl^ f welches da^ «efWfal-e• TlVeinader:TaguhgW;|d|en^^irdj';e1-ngesetzt.;'' .' . ' >:.-,];. Die jüdische historische Gesellschaft Amerikas. Düescr Tage.wurde in Newank die 35. J'a'nres«» Versammlung der 'jüdischen his'to'rischen Gesellschaft Amerikas aibgehalten. In drei Sit-zungstagen' wurden 13 Vorträge über verschiedene wissenschaftliche Gelbiete gehalten. G. 'R. G. C o/n w a y' las. über die ersten jüdischci» Siedler in Mexiko. Hernandö Ö l o n z o war der erste Jude, der in der neuen Welt um die Mitte des 16. Jahrhunderi'j ' wegen seiner Treuie' zum Judentum sein Leben lassen müßte. Der Präsident der Gesellschaft Dr. Rosenbach schilderte die Geschichte der Gesellschaft, seitdem sie am 7. Juni 1892 von Dr. Adler "begründet wurde. Ihr ersk-r Präsident war Oskar S. Straus. Bis jetzt hat die Gesellschaft dreißig Werke über jüdische Wissenschaft in Buchform herausgegeben. Zum Präsidenten der Gesellschaft wurde Dr. A. S.. W. Rosen.hach wiedergewählt. Zu Mitgliedern des Rates wurden Richter Julian W. Mäck und Lessing J. Rosen wald'hinzugewählt. Bei der Z. M. V. Mirjam, Gruppe II iniid MpntaE, den 19. d. statt 4*t anKesagteh Clianiikäfeicr eine Trauersitzling zum Andenken an. den verstorbeneu Herrn Oborrabbiner Prof. Dr. Z. P. Chnjes statt. Die Chanükalichter wurden von Herrn Oberkantor Lewin angezündet, wottMi dann eine kurze Rede .über das .Cbanukafest und seine BedeutuiiK fölgte. Herr Dr. Kl aber sprach in inniger und aufrichtiger Trauer lb«r die Persönliclikeiet des Verblichenen und schloß mit den Worten, d»ß wir uns benitihen müssen, in seinem Geiste weiter zu arbeiten und Wserer Kroßen zionistischen Idee zu dienen. Die Ausführungen übten «tue große Wirkung auf die Zuhörer aus, die sich zum Zeichen der TlBuer von ihren Sitzen erhoben. Kegi Lamm. Im Bethaase Schomer Israel findet Sonntag, 1. janner, 6 Uhr «bmds, HI., Hetzgasse 40, eine Traucrandacht für Oberrabbincr Prof. Är. Z. P. Chales statt. Die Traucrtcde wird Herr Rabbiner M. M « r o w 11 z halten. Malraonides-lnstUut, Wien, II., Zirkusgasse 33. Anläßlich der Wiederaufnahme der durch das Ableben des Herrn" Prof. Dr. C h a j e s 8stierten Vorträge im Maimonides-Institut, gedachte Herr Rabbiner r.' K a m i n k a des großen Toten: Kr charakterisierte besonders die' heutzutage leider .seltene Thorakenntnis des Verblichenen und schilderte 4«n Verlust dieser Persönlichkeit für alle' jene, denen die jüdische Wissenschaft das Höchste im Judentum ist. Das Maimonides-Institut verde das Andenken des Oberrabbincr» Dr. Chaies, als einer, feuchte 4*t jildisclicit Wissenschaft-stets' inlilrrca'/halten. . . ' Predigten In den israelitischen Gemeindeteiupeln. Freitag, den m. Dezember 1927v wird bei dem um 4 Uhr 15 ' Minuten beginnenden Abendgottesdienste.im .Gemeindetemppl, IL, Tcmpelgasse 5 (Rabbiner• Dr. II. Grünwalq) dne Predigt abgehalten wcrdeii. Jn-den Gemeinde.tenipeln XVIII., Sbhopenhauetsträßo 39 (Rabb. Ui. D. .Feuchtwang) und .XXL, flolzmcistcrgassc 12 (Rabb. Dr. M. Roseiuuann), finden am Samstag, den 11. d. M. beim Morgengottesdienste (Beginn S Uhr 30 Minuten)] exegefi- «che Vorträge statt. . . . ,....„'; br^ Max Weinrelch In Wleu,' V Der bekannte Jüdische Gelehrte Dr. Max W e i n-r«i'ch,- Gründer and Leiter dos „Jüdisch-Wissenschaftlichen Institutes'* ia Wilna,: weilt Mit einigen Tagen in Wien und hielt Montag, den 26. d. im Sitzungssaal Her Israelitischen Kultusgemeinde einen Vortrag über die Bedeutung und Aufgaben des „Jüdisch-Wissenschaitlicheu Institutes". Dem' Vortrage Wohnten zahlreiche Jüdische Gelehrte-und Schriftsteller, bei. >Djr. Wein- Mlch wird auch einen allgemein zuganglichen Vortrag über jüBischc Kalturiragon halten. ■ Zur Förderung . des Institutes wurde in Wien ein Arbeitskomitee »bildet, dem u. a. folgende Herren angehören: Dr. M. CUmielnicki, A, m. Fuchs, Dr. N. M. Gelber, Dr. Rudolf Glanz, Dr. Leo Goldhammer, n. Groß, Dr. Alfred Landau, Dr. Saul Sokal, Dr. Israel Waldmaun. Jüdisches Künstler-Kabarett, IL, Praterstraßc 60. Freitag; 3Q. De- «MBber: „Der S kl a.y.e.nhä tt dl e r", Lebensbild in 4 Akten von J*lbltrewski. -^v- Samstag, den 31. Dezember: Große Feier mit WC*pelprogramm. Soli und Duette; Streng, Liebgold, öersou, Welßmunn4J