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Die neue Welt · 1927-12-16 · Heft 13 (16.12.1927) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
1 (1927)
Issue
Heft 13 (16.12.1927)
Date
1927-12-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 13 Die.mmWelt Seite 9 Selbstmord eines jüdischen Ingenieurs In Haifa. Der bekannte Haifaer jWische/Inge.nieur Josef F fei d e 1. tat aus 5 unbekannten - Motiven seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht. Er war 55 Jahre alt und lebte seit etwa 30 Jahren in Palästina. Die englische Palästinaanleihe. Im englischen Unterhaus fragte Alberty, ob ausländische Inhaber von Stücken der neuen öprozentlgen Palästinaanleihe Einkommensteuer zu zahlen hätten. Mr.-CJiurchf Ii erwiderte, daß Personen, die flicht In Großbritannien oder Nordirland wohnen, von der Leistung einer britischen Einkommensteuer aus der Verzinsung ihres Anleihekapitals befreit sind. Ein ständiger Palästina-Pavillon auf der Wiener Messe. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die österreichische Orient-Handelskammer hat ein Bureau in «Palästina errichtet, dem u. a. die Errichtung eines ständigen Palästina-Pavillons auf der Wiener Handelsmesse und die Entwicklung der palästinensisch-österreichischen Handelsbeziehungen obliegt. •'. , ' . V Die goldene Staatsmedalüe für Jehtido Epstein. ,'pie kürzlich in Graz abgehaltene Jahresversammlung der Genossenschaft bildender Künstler der Steiermark verlieh dem jüdischen Maler Jehudo Epstein die große goldene Staatsmedaille als Anerkennung für seine künstlerischen Leistungen. Epstein weilte in diesem Jahre mehrere Monate in Palästina und schuf eine Anzahl - Werke nach- Motiven aus Erez IsraeL . .- •> Wmftm^ Wötkfen fie sthon fetttl sie Stiftern »idt sortfiaitttfsie Bediennntf toi gronter Adtftahi. - BeongaMe Waren werden Ms weinnatMcn reserviert. - nmtoas« natfi den reiertrtgen oereitwiiiitftf. Zenitateu.Soßversand: Wien 6., JUarianUfcvfirafie^J l Stldenfiorairampfe . H«rren>Oam«scheit.................V"1!' SchllltJchuhe fflr Anfing«, OtCHta und KunMtlufee, Rod«), . Ski, SKlstOch*. Sldblndiinstn, Rucksieh» u$w. ' Lloyd George Protektor des ^aj(!our-Waldes. .; , L1 o y d G e o r g e hat die Einladungdes Jüdischen Nat'iqaialfoinds, das Protektorat über den ,Fonds für; Anlegung eines Balfour -Waldes in Pa 1 ästina zu Mbernebmen, mit Dank angenommen. , Aus der Berliner jüdischen Gemeinde. ': Der Vorstand der Beiiiner jüdischen Gemeinde hat sich; nach den vor einigen Wochen erfolgten Wahlen neu konstituiert. Zum ersten Vorsitzenden des Vorstandes der jüdischen Gemeinde wurdeder Vertreter der religiösen Mittelpartei, Kommerzie'nrat. Gerson Simon, gewählt, dessen Kandidatur von den vereinigten nichtliberalen Parteien, der jüdischen Völkspartei, , den Konservativen und der ^l|giö^.en Mittelpartei,1 aufgestellt worden war. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden der frühere Vorsitzende des:'Vorstandes, Kammergerichtsrat Leo Wolff (liberal),, und Direktor Georg K a r e ski (Volkspartei), gewählt.!. Von den in der. Repräsentqntenversammlung .behandelten Vorlagen ist, ^besonders bemerkenswert eine'.ßewilligirrjg von 6000 Mark für „die E/dJjebengeschädigten. in Palästina, weiter eines Betrages von 3000 Mark für die Vorarbeiten zur Schaffung einer jüdischen Abteilung auf der Internationalen Presseausstellung in Köln. Äe ^umfangreichey-.IjieSätfe^ schloß sich ah 'den von- Üechianwalt Dr. Klee vertretenen Antrag der jüdischeji Volkspartei auf rechtzeitige Bereitstellung von Mitteln zur Unterstützung der Arbeitslosen im Hinblick auf. die im Winter ^erfahni)i'gsg;emäßansteigende Arbeitslosigkeit. Hiebel wurde Unter "wärmer Befürwortung durch die Herren Ministerialrat Goslar, Dr. Oskar Cohn und Stadtrat Herzberg gefordert, daß die Gemeinde, so schnell als möglich .W firm «hallen und K. I u b r äii m e für die arbeitslose Bevölkerung, insbesondere auch die Jugendlichen, einrichten solle, da die vorhandenen Institutionen .dem-. Andrai^gegenüjjei!^ dpffjbel der kalten■. Witterung; zu er warten'Ist;-nicht' ausreichen. Bei derf Fj-äge der Einrichtung heue r.;S y n a g o g e n b a u t e n Verlangte der Vertreter "der; jüdischen'- Volkspartei,, daß dieneuen Bauten; nach: Art; der-amerikanischen Jewish Gentfei ausgestaltet wüfden. Sie müßten in den einzelnen1 Stadtteilen' zu wirklichen Mittelpunkten, des jüdischen Lebens^ Werden. Die Tote Meer-Konzession. .;: Im englischen Unterhaus teilte Uhterstäaissekretär Ormsby-Gore mit, daß die Konzessionzu f:' Ausbeutung der Kalisalze des .Toten Meeres an*Major Tult b c h und Ingenieur iSho v ö m' e i s k y erteilt Wörden sei. Die Regierung werde keine Aktien kaufen, da.';tiäsrgänze .Geschäft vorläufig, nur ein, Experimentdarstelle;. 'Doch ist die Kohzessiön 'nichf' für ieWigeleiten erteilt. :~r.*\t Einem Kommuniuqee der transjordanisch'eh 'Regierung zufolge, wird ein Teil des bei der Kajiproduktfodi erzielten Reingewinnes dem Lande Transjordanien-zufließen. Die Wiener jüdische Gemeinde beklagt aufs tiefste erschüttert, den Heimgang ihres ehrwürdigen Oberhauptes, des Herrn Oberrabbiners Professor Dr. Hirsch Pere£ Chajes der am 13. Dezember 1927 im 52. Lebensjahre jäh aus dein irdischen Leben abberufen wurde. Eine überragende Persönlichkeit, gleich ausgezeichnet durch hohes Wissen wie durch die edelsten Eigenschaften des Herzens und des Gemütes, rastlos und unermüdlich bis zum letzten Atemzuge bestrebt, dem Judentume und seiner Lehre zu dienen, ist unserer Gemeinschaft entrissen worden. Unlösbar bleibt sein Name mit der Geschichte des jüdischen Volkes und unserer Gemeinde verknüpft. Die irdische Hülle des Verewigten wird Freitag, den 16. Dezember 1927 um halb 12 Uhr vormittags auf dem Zentralfriedhofe (israelitische Abteilung), L Tor, in dem von der israelitischen Kultus" gemeinde Wien gewidmeten Ehrengrabe beigesetzt werden. Wien, 14. Dezember 1927. Der Vorstand der israelitischen Kullusgemeinde Wien.

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