Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 1 (1927)
- Issue
- Heft 10 (25.11.1927)
- Date
- 1927-11-25
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2711613-2711614-2711624--0129-2713249- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 DIE NEUE WELT Kr. If) Vereinsnachrichten. VereitiigrniR jüdischer Pressebörichterstatter. In der kürzlich stattgefundenen dritten ordentlichen Generalversammlung wurde der folgende Vorstand gewählt: , Präsidium: M. H e in s c h („The Day". New-York) Vorsitzender, M. A. Tcnnenblatt UTA") Stellvertreter. Sekretariat: •Dr. Fink e 1 s t e i n („Nasz Przeglad". Warschau) und S. Haber („Die Zeit", Wilna). Vorstandsmitglieder: A. M. Fuchs („Forward". New-York), I. Kuehn („Jewish Times", London). M. U n g e r f c I d („Haaretz", Tel- Awiw) und D. Weinstein („Doar Hajoin", Jerusalem), ßurcauadressc: Wien, IL, Praterstraßc 9-5. Jüdisches Künstlerkabärett, IL, Praterstraßc 60. Freitag, Samstag und Sonntag: „Die Mutter", Lebensbild in drei Akten von L. Kobrin. Montag: „Der Barmirzwa", Operette in vier Akten von Tomaschefski. Dienstag: „Lcbedig in Listig", Operette in vier Akten von Schorr. Mittwoch: „Der Korben", Lebensbild in drei Akten von Lolotarews'ki. Donnerstag den 1. Dezember: „Die Mutter", Lebensbild in drei Akten von L. Kobrin. In Vorbereitung die große jüdische Revue „Og Meilcch Habuschon" iir zwölf Bildern von'***. Kompositionsabend Trudc Kandl — Ivan Shed Langstroth Dienstag, 29. November, halb 8 Uhr. Ausführende: Cesia Kaufler, Marianne Mislap-Kappcr. Elsy Stein, Kurt .Tenner. Musikvereinskasse. Jüdisches Zentrum der Sozialen Hilfsgemeinschaft 'Anitta - Müller,- II., Untere Augartenstraße 35. Mittwoch den 23. d., 7 Uhr abends, beginnt der hebräische Kurs für Ans ifänger, von 7 bis 8 Uhr Klavierunterricht für Anfänger, von 8 bis 9 Uhr Klavierunterricht für Vorgeschrittene. Der Kurs für- Säuglingspflege findet jeden Dienstag von 7 bis 8 Uhr (Dr. Ludwig Fisohl) statt. Von 9 bis 10 Uhr Sprechkurs (Oskar Teller). In der ersten Hälfte des Monats Dezember werden, wie im'Vorjahr, Sonntag nachmittags gemeinsam mit der Z. M. V. Miryam veranstaltet. Näheres wird noch bekanntgegeben. Anmeldungen für" Hebräischkurs für Anfänger und Vorgeschrittene .(Prof. Gelernter), Französisch für.'Anfänger (Prof. Dr. Hirschl), Englisch für Anfänger und Vorgeschrittene, SäuglingspflegekuriS (Dr. Ludwig. Fischl), Spr'echkurs (Oskar Teller), kunstgewerbliche Handarbeiten, Hygiene des Alltags werden täglich im Sekretariat von 5 bis! 8. Uhr abends entgegengenommen. Jüdisches Lehrlingsheim „Zukunft". Sonntag, 11. Dezember, halb 8 Uhr abends, in den. „Kunstspielen", I., Riemergasse 11, Chanuka-h-Akademie mit reichhaltigem Programm. Karten von S 1 bis 4 (für Jugendliche 50 Groschen) im Lehrlingsheim, IX., Grüne Torgasse 26, Tel. 16-3^23. Bte . Zionistische Frauenorganisation Mariahiif- - NeubaujHeierte am 30. Oktober im Hotel Palace, 6. Bez., ihr zweites Gründungsfest. Die zahlreich erschienenen Mitglieder.&Iu'nd Gäste wurden von der Präsidentin Frau R. KötSfir'in herzlihcer Weise begrüßt. Unter allgemeiner Spannung-;hielt Frau Dr. Martha H o f f man n eiueirüberaus wertvollen Vortrag*über ihre Eindrücke in Palästina. Das rege Interesse, der-dichtgefüllte Saal, der bei den Veranstaltungen der Frauengruppe immer wieder bemerkt wird, beweist, daß die jüdische Frau des Bezirkes dank der intensiven Arbeit der Frauengruppe dem zionistischen Gedanken näher gekommen ist. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt.. Bei der am 8. d;. M&rsfattgefundenen konstituierenden Vorstandssitzung wurden7-"die Herren Max Schi ff mann und Sigmund Habe-r^zu Präsidenten, Jacques Singer zum Schriftführer,'Amtsieiter Julius R.osenfeld zum Kassier, Josef S i hg e r zum Keren-Hajessod-<Referenten, Ingenieur Buchbinder zum Schekelreferenten, Frau Paula S t e: r n zur Keren-Kajernnth-Refcrentin gewählt. Die Lesehalle der Zionistischen Sektion Innere Stadt wird im Laufe der nächsten Woche eröffnet. Näheres über Ort und Zeit in der nächsten Nummer der „Neuen Welt". Klub der vereinigten Zionisten-Revisionisten. Donnerstag-den 1. Dezember. Cafe Jägerhof, XX.. Gaußplatz 11, ■ 8 Uhr abends: Vortrag Michael Gourary: „Organisation und' Politik im Zionismus". Gäste willkommen. Zionistische Jugendgruppe Leopoldstadt, II., Zirkusgasse 33. W och en p r og ra m m: Samstag ab 3 Uhr nachmittags: Sichoth; halb 4 Uhr: Sichah der Kwuzah „Achwäh" und „Alef"; halb 7 Uhr: Sichah der Kwuzah „Beth" und „Dror"; 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger. Sonntag, 8 Uhr früh! Wanderung. Treffpunkt halb 8 Uhr Stadtbahnhaltestelle Schottenring. Montag, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger; 8 Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene; halb 9. Uhr: Sichah der Kwuzah „Alef. Dienstag, halb 8 Uhr: Sichah 'der' Kwuzah „Achwah", '„Reuth" und „Beth". Mittwoch, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger 2; halb 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag, halb 8 Uhr: Sichah der Kwuzah „Reuth"; 8 Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene. Freitag, 8 Uhr: „Tauach". Hebräische Schule der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Zirkusgasse 33. Montag, 7 Uhr: Hebräisch für Anfänger; halb 9 Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene. Mittwoch,. 7 Uhr: Hebräisch' für Anfäger 2. Donnerstag 8 Ulir:" Hebräisch für Vorgeschrittene. Freitag, 8 Uhr: „Tanach". Samstag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger. Anmeldungen ' zum hebräischen Kinderkurs täglich im Sekretariat von 7 bis halb 10 Uhr abends. Verein zion. Hochschüler „Theodor Herzl". Samstag im Heime, IX., Glasergasse 4, 8 Uhr abends, Vortrag des Präsidenten . des zionistischen Landeskomitecs Dr. Leo Goldhammer über „Zionismus und Marxismus". Gäste willkommen. Jüdischer Hochschulausschuß. Sonntag, den 27. d. spricht im Festsaal des Hotels „Bayrischer Hof", IL, Taborstraße 39, um 11 Uhr vorm, Dr. Nahum Gold mann, Berlin, zu den jüdischen Studenten. Gäste willkommen. — Donnerstag; den 1. Dezember, liest Felix Saiten um halb 8 Uhr abends im Festsaale des österreichischen Handelsniuseums; IX., Berggasse 16, aus eigenen Werken. Karten im' Hochschulausschuß, IX., Zimmermann- Platz'8, und in der Bücherstube Rath. iL, Taborstraße 20. Jugend verein „Erez Israel", Wien, II., Zirkusgasse 33. W o c h e n p r o g r a m m: Freitag, 8 Uhr abends: Samuel Sohwag'er: Jüdische Literatur. Sa m s t a g, präzise 8 Uhr abends, hebräisches Konzert im Festsaal des Hotel Continental. Montag, 8 Uhr, Hebräiscbkurs für Vorgeschrittene. ' 0 Uhr Hebräischkurs für Anfänger. Dienstag, 8 Uhr, Sifruth, 9 Uhr Tnaeh, 8 Uhr Zionisticakurs. Leitung Gh. Lanczener. Mittwoch, 8 Uhr, hebr. Sichah. Donnerstag, 8 Uhr, Hebräischkurs für Anfänger, 9 Uhr für Vorgeschrittene. Zionistische Sektion für den VI—VIII. Bezirk. Dienstag den 29, November d. J. im Heim, VI1L, Bennoplatz 1 a, «ni 8 Uhr abends Tändabehd mit Jazzband. Gäste will-, kommen. Allgemeine Hechaluorganisation, Wien, 14."* Hcrklotzgasse 21. Die Konstituierung des neuen Vorsta Be,. _________......______o - Vorstandes fand^amlorNovember "statt. In die Leitung wurden gewählt die Herren Samuel Steg, Ing. Gustav Orünberger, Möschen E1 b a u m. Georg Warschawsky, J.Löwensohh und Dr.* lakob Pfefcrman. Zionistische Jugendorganisation Brigittenau. Samstag den 20. cl. M.. halU 8 Uhr abends, Vortrag Hans Kolb über „Zehn Jahre Balfour-Deklaration"; Montag halb 8 bis halb 9 Uhr abends Hebräisch, halb 9 bis halb 10 Uhrr abends jüdische Literatur; Mittwoch, halt* 8 bis halb 9/Uhr abends Hebräisch, halb 9 bis halb 10 Uhr jüdische Ge^ schichte. '_ ■ / Jüdischer Verein Nordost. Dienstag den-6. Dezember veranstaltet der Verein eine- Vorstellung in der „J ü d i(* sehen Bühne" (Hotel Stefanie, 2. Bez., Taborstraße 12), Zur Aufführung gelangt: „Die zwei Schwieg er." Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Mittwoch den 30. d. M. um 9 Uhr abends ,im Cafe Lovrana (3. Bez., Lewengasse) Vortrag Julius Löwy über „Zionismus und Antisemitismus". Misrachi-Minjan. Am Samstag, den 3. Dezember 1. J. beginnt das neugebildete Misrachi-Minjan .im Lokale, IL. Praterstraßc 43, mit den Geb'etstunden:- Sabbateingang 4 Uhr, Sabbatmorgen 9 Uhr und Mincha halb 4 Uhr nachmittags. Mitglieder und Freunde werden zur Teilnahme eingeladen. Beth-Hamidrasch für die westlichen Bezirke Wiens. Die Eröffnung der Beth-iHamidrasch-Abende' findet am Mittwoch den 30. November 1927 um 8 Uhr abends im Vereiiisheim, VIII., Bennoplatz 1 a, mit dem Vortrag des Rabbiners Dr. Moritz Bau e r „Die Simchc im Judentum" statt. HanOar Hamisrachi. Gemara-Schiur. Zunächst Sonntag abends halb S Uhr abends, unter Leitung des Herrn; M. Groß im Misrachi-Lokal: Traktat Berachot. Bücher mitbringen! Jüdische Sport- und Turnbewegung. Ein verdienter Faßtritt Der Oester reich'ische- S k i v e r e i n, der älteste Wintersport betreibende Verein Oesterreichs, hat den Arierparagraphen in seine Statuten aufgenommen. Das wäre ein Ereignis, über das wir, wie über ähnliche Aeußerungen antisemitischer Tendenzen in' Sportvereinen, zur Tagesordnung übergehen würden, wenn nicht die Vergangenheit gerade des Oesterreichischen Skivereins zum schärfsten Protest gegen eine solche Umschwenikung herausforderte. Der Oesterreichische Skiverein hat seinen Aufstieg zur heutigen numerischen Größe seiner zum Größteil jüdischen Mitgliedschaft und'somit .jüdischem Geld zu verdanken. Die Juden im Oesterrcichischen Sikivercki waren es, die deni?'privat vollständig bedeutungslosen Dr. Kl e in¬ Doppler zu einem Namen im Sport verholten haben, und eben dieser Dr. Klein war es, durch dessen persönliche Stellungnahme der Antrag auf " Einführung des Arierparagraphen Annahme fand. Bei dieser Gelegenheit sei auch der zweideutigen Haltung des österreichischen Hauptverbandes für Köpersport gedacht. Entweder' der Hauptverband anerkennt den Arierparagraphen offiziell, öder er lehnt ihn ab. In Wirklichkeit aber hat'er in diesem Streitfall eine schändliche Rolle gespielt. Er hat eine Kompromißtaktik verfolgt und es geduldet, daß zwei den Skisport vertretende Verbände, der eine mit, der andere ohne Arierparagraph, unter der Flagge des Hauptverbandes segeln. Als der bis dahin unpolitische Oesterreiohische; Skiverband im Jahre 1923 in Ischl den Arierparagraphen einführte, hat es der Hauptverband unterlassen,, einzugreifen. Die Herren im Hauptverband für Körperspprt unter Leitung ihres Präsidenten Professor Haudeck haben sich jetzt als Antisemiten deklariert. Merkwürdigerweise war Dr. KleintDoppler bisher .die führende Persönlichkeit des Allgemeinen Skiverbandes, also jener Richtung, die den Arierparagraphen ablehnte. Herr Dr. Klein-Doppler muß eine eigentümliche Auffassung, von Gesinnung haben, wenji er sich auf der einen Seite an die Spitze des Verbandes ohne den'Arierparagraphen stellte, andererseiÄ aber, im Oesterreichischen Skiverein, dessen langjähriger Präsident er ist, den Arierparagraphen durchdrücken half. Angesichts dieser Kennzeichnung des Hauptakteurs in der neuesten Sportkomödie erübrigt sich jede weitere Diskussion. Für die Wintersport betreibende Judenschaft aber ist diese neue Affäre wieder ein Beweis unserer stets gestellten Forderung: Juden, in jüdische Vereine! E m a u ue 1 F i s c us. Eine Karikatur auf den judischen Sport In der Berliner „Jüdischen Rundschau" findet sich ■nachstehender Brief: Sehr geehrte Redaktion! Ueber meinem Schreibtisch befindet sich ein Holzrelief Herzls. Der Träger eiues bekannten Adelsnamens fing unvermutet an, mit mir einige Worte über unseren Führer zu sprechen und •zeigte absolute Kenntnis der Persönlichkeit. Später war bei mir der jüdische Trainer eines zurzeit sehr iin6dernen, zir,ka 800 Mitglieder umfassenden Berliner jüdischen Sportvereins. Er fragte, ebenfalls nicht dazu von mir ani- , miert, wer „der alte Jude da" sei. Ich sagte: „Theodor Herzl." Den Namen hatte der Herr n o c h nie gehört! Ich sagte: Na, wissen Sic, ich glaube, in unserem Klub (er hat männliche Mitglieder jugendlichen und mittleren Alters) werden Sie keine zehn Leute finden, die nicht wissen, wer Theodor Herzl gewesen ist." Pikiert erwiderte Herr M.: „Und ich sage Ihnen, wir werden keine zehn finden, die es wissen." Zu "meiner Ueberraschung mußte ich erleben, daß von 30 jungen Berliner Juden drei wußten, wer Herzl war: zwei Zionismen und . ein „Ili'VMann. Antworten5'wie: „Ich weiß nicht*', „keine' Ahnung" waren die: häufigsten, aber auch folgende kamen vor: „Kenne ich nicht — ich bin hier neu", „ein Sozialist" (man dachte wohl" an den Bezirksbürgermeister Herz obwohl der Name Theodor Herzl genau genannt wurde) „ein Physiker"' (gemeint war natürlich Heinrich Herz),;,ein Schriftsteller" (was für einer!?, keine Ahnung!)., „ein Mann wie Moses Mendelssohn, ich glaube, seine Söhne waren auch getauft . . ." Dazu 30 Jahre Zionismus in Deutschland und zehr Jahre Balfour-iDeklaration. Mit Zionsgruß Berlin, November 1927. Dr. Woititz. Dieser Brief wirft auf die Zustände im jüdischen Sportleben ein grelles Licht. Ist das der Zweck? Hat Nordau darum das Wort vom Muskeljudentum gesprochen? Es ist nicht anzunehmen, daß in den übrigen, zum Beispiel den österreichischen Sport- und Turnvereinen, eine Umfrage das gleiche Resultat zeitigen würde, wie in diesem Berliner Verein. Aber gar-viel besser wird es manchen Ortes nicht ausgehen. Jedenfalls eine Mahnung, nach dem Rechten zu .sehen.^Wer nicht treu zu seinem Volke steht, wer nicht für sein Volkstum leben will, wer kein national empfindender Jude ist, handelt unehrlich, wenn er einem jüdischen Sport- oder Turnverein beitritt. Die Leistungen dieser Verbände wiederum verleugnen eine übernommene Pflicht, wenn sie sich . um die jüdische Ausbildung, die kulturelle und politische, der Mitglieder nicht kümmern und lediglich auf Rekorde -und dicke Mitgliedsverzeichnisse hinarbeiten. Die jüdischen Vereine sind doch nicht allein dazu geschaffen, jedermann, der in anderen Vereinen wegen seiner Nase nicht geduldet wird, bequemen Unterstand zu gewähren. Sie müssen ihre Mitglieder zu stolzen, bewußten und treuen Juden erziehen, eine sich nur Jüdisch" nennende Turherei und Sportlerei hat nicht den geringsten Wert und sollte besser verschwinden. Die Entscheidung um den Cup des Jüdischen Sportverbandes Oesterreichs Die Vereine H a g i b o r und Hcchawer werden am 8. Dezember in der Entscheidung um den Cup des J ü d i s c h e n S p, o r t v e r b a n d e ,s (Földes-Pokal) kämpfen. Für das Finale war der Sportklub Hakoah qualifiziert, der aber wegen Teilnahme eines unberechtigten Spielers ausscheiden mußte. Im vergangenen Jahr konnte H a g i b o r als Cupsieger hervorgehen. Für den 8. Dezember bestellt für alle anderen jüdischen Amateurvereine Spielverbot. Meisterschaft der ersten Professionalliga. Sonntag gelangen einige interessante Matches zur Austragung. . Hakoah spielt in St. Veit gegen .Aus tri a, Der besser Angriff des jüdischen Vereines dürfte den Kampf entscheiden. In den , weiteren Spielen, bezeichnen wir. ..die erstgenannten Vereine als. die voraussichtlichen Sieger: ... A d m i r a gegen V i c n n a, R a p i d gegen Hertha, F. A. C. gegen S d m meri h g, W. A. C. gegen W.a c k e r, Sportklub gegen Slovan. Der Wiener Cup. Am Wiener Cup nehmen nebst der Hakoah nur zwei jüdische Amateurvereine, und" zwar H a s m o n e a (1, Klasse) und-Ha gl bor (2. Klasse) teil. Die erste Runde gelängt bereits Sonntag den 27. d. zur Austragung, flasmonea spielt gegen Ostmark (2. Klasse) und dürfte sicher .gewinnen,; Dagegen wird Hagibor gegen den erstklassigen Ottakringer S. C. kaum mit Erfolg abschneiden. Die Meisterschaft der jüdischen Amateürvereine. In der ersten Klasse unterlag Hasimonea gegen Vesra 1:3. Der jüdische Verein nimmt den letzten Platz in der Tabelle ein und läuft Gefahr, in die zweite Klasse abzusteigen. •. . . ,; .. - Nach mehreren Erfolgen .erlitt Hagibor in. ..der zweiten Klasse Ost eine unverdiente 0:3-<Niederlage gegen A1 s c r g r u n d. Das Jubiläum eines Pioniers des jüdischen Sportes. Dieser Tage hat Herr Erwin L a n d e s ni a n n das fünfzehnjährige Jubiläum seiner Tätigkeit als aktiver Sportsmann gefeiert. Seit dem Jahre 1912 ist er be-i der Hakoah tätig und kann mit Recht als Hauptbegründer ' der Schwimm- und Hockeysektion bezeichnet . werden. Was ihn noch besonders auszeichnet,'ist der Uinstand, daß er sich stets In uneigennützigster Weise und mit größter Hingabe in den Dienst der jüdischen Sache gestellt hat. Zion—Vienna 2 Jugendmannschaft .1:1. Zion > trat mit mehreren Ersatzleuten an und lieferte. - ein gleichwertiges Spiel. Die Vienna-Leute spielten sehr derb nnd es würden t von ihnen" auch 2 Mann ausgeschlossen. Bei Zion zeichnete sich ganz besonders die Verteidigung Fincsus und .Günsberg aus, die fast jejlen Angriff: . des . Gegners abwehrten.; Sonst gefielen noch .Schindler,. Schwadron und Wagenberg, der auch mit Prachtschuß einsenden konnte. Zion—Admira Jugendraannschaft 1:1, Die Zionelf konnte einen bemerkenswerten Erfolg > erringen. Die. Mannschaft befand.sich bis knapp vor Schluß«mit 1 :"0 in der. Führung, doch gelang es dem Gegner, in der letzten Minute gleichzuziehen. Bei Zion bot Gruber dm Tore eine Glanz-: Ieistung. Er wehrte einige Bälle in prachtvoller Manier ab,: Das Innentrio Vogel, Wagenberg, Schwadron kombinierte sehr schön zusammen, vergab aber durch v-ieles Dribbeln sehr viele Chancen. Sonst gefielen npch Schindler, Breuer, und Altschüler. Für Zion skorte Breuer. » ■ .: - Der Touristik, und Skiklub Hsfcoaji veranstaltet außer seinen anderen Kursen vom 24. Dezember bis 1. Jänn ner 1928 einen Tourenikurs in Kitzbühel, der von Herrn Fritz Pprges geleitet wird. Anmeldungen (je4en Freitag ,-von 9 bis 10 Uhr abends im Klubheim, Wien,-!,, WUpplirigerstraße 24/26,