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Die neue Welt · 1927-11-18 · Heft 9 (18.11.1927) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
1 (1927)
Issue
Heft 9 (18.11.1927)
Date
1927-11-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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$tfc*a DIE Mm WELT " tir; 9. An unsere Leser In der Bukowina! Wir > ersuchen, die fälligen Bezugsgebiihren an die Banca d'Est Cernauti oder deren Filialen zu überweisen, damit in der 1 Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. An unsere Leser in Bukarest! Unsere Zahl« stelle für Bukarest ist die Marmarosch-Blanc-Bank. Unseren Abonnenten in Bulgarien geben wir hiemit bekannt, daß unsere Vertretung die Buchhandlung „I v r 1 a" in Sofia übernommen hat. Bestellungen und Zahlungen sind dorthin zu richten._ Klub radikaler Zionistcn Mittwoch, den 23. November 1927 um halb 9 Uhr abends findet im Klublokale Cafe Atlashof, Wien, I.( Aspernplatz, eine Klubversammlung Gegenstand: .UiPraprtraöttDlii« Referent: Dr. Leopold Plaschkcs i IÜiii Im österreichischen Landesverbände organisierte Zionistcn als Gäste willkommen. Zu dieser Versammlung ergehen keine besonderen Einladungen mir Die Rache des toten Richters. Die palästinensische Stadt Hebron und die ganze Umgebung besitzt eine ganze Menge alter Gräber, an die sich unzählige Legenden knüpfen. Diese Gräber werden in - der Regel von Juden und Arabern gleich verehrt, bilden jedoch seit Jahrhunderten die Ursache des Streites, welcher Gemeinschaft diese Grabstätten rechtlich zu eigen seien; Uriweit, von Hebron befindet sich eine Grabhöhle, in "welcher laut einer uralten Tradition die Gebeine des ersten jüdischen Richters, der in den Büchern Josua und „Richter" genannt wird, 01 h n i e 1 b c n K n a s beherbergen soll. J3is vor etwa 100 Jahren wurde diese Grabsätte von den Juden betreut .und bildete das Ziel frommer Juden, die am •Grabe des ersten Richters ihr Herz ausschütteten und ihn baten, ihnen tmd der ganzen Welt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ein jüdischer Wächter sorgte dafür, daß das Seeleniicht am Grabe niemals verlpsche ünd täglich wurden faier Gebete verrichtet und Psalmen gelcsen.'.Eines schönen Tages erschien der Schelk jener Gegend, besetzte die Grabstätte und erklärte sie als sein Eigentum. Die Juden von Hebron protestierten wohl gegen diese gewalttätige Enteignung., wandten sich auch mit ihrer Klage an dje'- türkischen : Gerichtsbehörden,; 'ohne jedoch zu r^.ssierenv Di.e Höhle mit dem Richtergrab blieb im Besitze a^s aräoischen Schelks und den Juden blieb schließlich nichts übrig, als siefe in das Unabänderliche zu fügen. Doch ließen, sie den Schpck durch den. Rabbiner von Hebron Rainen, die Heiligkeit des Grabes uirht *u schäiden, denn der darinnem/bestattete „Nabi" werde eine solche Schändung furchtbar'bestrafen. Der Scheik versprach, die Warnung, zu beherzigen und sie als ein Vermächtnis auch an seine Erben weiterzugeben. So blieb das Grab des ersten jüdischen Richters bis in die letzten Tage unberührt und als heilig verehrt. Vor zwei Wochen etwa beschloß . ein Nachkomme jenes arabischen Scheik, in dessen Besitz die Höhle übergegangenVist,j sich eip Haus aus Steinen zu bauen und das Material hiezu aus' der Grabeshöhle des Richters Athrael ben Krias zu gewinnen. Er erschien mit arabischen Arbeitern und begann mit Dynamit die Grabstätte zu sprengen. Da geschah ein furchtbares Unglück. Gleich nach der Explosion des Sprengstoffes flogen große Felsblöcke aus der Höhle aui den Araber und steine Arbeiter und alle vier, die an den Sprengungsarbeiten beteiligt waren, wurden förmlich zu T o d c g e s t e i n i g t. Der Vorfall hat in der ganzen Gegend sowohl auf die Juden als auch auf die Araber einen mächtigen Emdruclc geübt. Die breite Masse ist im Innersten überzeugt, daß der erste jüdische Richter die Schänder seines Grq/bes gesteinigt habe. Seat jenem Tag brennt in der zum Teile demolierten Höhle wieder das von den Juden entzündete Seelenlicht und werden Gebete vernichtet und der erste Richter in Israel wird um Verzeihung gebeten, daß er in seiner Ruhe gestört worden sc). Auch Araber wallen jetzt in großer Zahl zum Grabe des ,,tyabi'Vttm ihn zu bitten, es mit der verdienten Strafe genug'sein £u lassen und zu versprechen, daß sie eine Schändung des, Grabes nie mehr dulden würden. Und Palästina hat um eine fegende mehr. tcnipelbau jm HI. Bezirk. Wie uns mitgeteilt wird, ist der Gedanke eines Tempelbaues im II. Wiener Gemeindebezirk, der vor dem Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 schon in sichtbare Nähe gerückt war, wieder aufgegrjjfen worden. Es haben sich sowohl alle Tempelvereine aj$.. auch alle anderen jüdischen Körperschaften des Bezirkes zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die die, Tewpelibaufrage der endlichen Lösung durch Verwirklichung/ des Baugedankens zuführen will. ple drei begehrten Seidenstoffe: Crepe Satin, Crepe Georgette,.Crepe de Chine, in den apartesten Modefarben staunend, bjihg, bei der Resten^Vcrkaufsgesellschaft, 6. Bezirk, Mariahilferstraße 3. Ausstellung Kaufmann in der Neuen Galerie. In der Neuen Galerie (Wien, I., Grünangergassc I) ist gegenwärtig eine interessante Schau von Werken des jungen Malers Philipp Friedrich Kaufmann zu sehen, die er im Laufe der letzten Zeit geschaffen hat. Der Künstler hat diesmal zum größten Teil den europäischen Norden zum Vorwurf genommen, Holland, ein Stück Belgien, dazwischen hochinteressante Motive aus Galizien, ferner das Bild einer Jüdi n„Am Sabbat" betitelt — Porträts und Genre, es sind rund 40 Stück ~~, die eine reizvolle Abwechslung gewähren. Kaufmann ist der Sohn des berühmten Ghettomalers Isidor K a u f m a n n. Der Sohn trat in eine ganz andere Gedankenwelt, der junge Kaufmann betrat eigene Wege der Malerei auch in der Technik, wie wir es in der Neuen Galerie feststellen können. Nichtsdestoweniger aber sind seine Architekturen und Städteveduten Beweise großen künstlerischen Könnens und einer tiefen Versenkung in eine Welt, die immer Schönes hervorbringt. Was uns in der Kollektion am besten gefiel, ist (Katalog Nr. 1) „Am Sabbat", eine junge Jüdin in rotem Seidenkleid auf blauem Grunde mit einem Antlitz, aus dem Leid, Ruhe und eine innere Geschlossenheit spricht. Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden. Angebote und Nachfragen. Liste XIII. 1371 Firma in Deutschland offeriert künstliche Därme. 1372 Firma in Sofia sucht Holzwolle (50 Waggons). 1373 Firma in Innsbruck sucht Vertretung in Lebensmittel. 1374 Firma in Alszyn sucht schwedische Birke. 1375 Firma in Sofia sucht Vertretung in Blechen. 1376 Firma in Sofia sucht Maschinen für Möbelerzeugung. 1376 a Firma in Wien, Strickwarenerzeugung, sucht Kompagnon. 1377 Firma in Konstantinopel sucht Vertretung in Galanteriewaren. 1378 Firma in Wien sucht für Afrika Zigarettendosen und Zigarettenpapier. 1379 Firma in Hamburg sucht Vertretung in Bijouterie. 1380 Firma in Wien sucht Vertretung in photographiischen Artikeln.- 1381 Firma in Kalisz sucht Vertretung in Nähmaschinen. 1382 Firma in Bugos sucht geschmiedete Kurbelwellen. 1383 Firma in Berlin sucht eiserne Holzschrauben. 1384. Firma in Barcelona sucht Füllfederhalter. 1385 Firma in Berlin sucht. Federringe für Uhrketten, 1386 Firma in Rotterdam sucht besäumtes Schnithnaterial. 1387 Firma in Budapest offeriert landwirtschaftliche Samen. 1388 Firma in Paris vergibt Vertretung für Taxameter. 1389 Firma in Pribram sucht Vertretung für Bisenprodukte. 1390 Finna in Paris vergibt Vertretung in Musikinstrumenten. 1391 Firma in Mailand sucht Phantasiekleider. 1392 Firma in Paris sucht Vertretung in, Spielwaren. 1393 Firma, in Lindenberg, sucht Hutinacherwerkzeuge. 1394 Firma in Wien sucht gestickte Babykleider. 1395 Firma in Württemberg sucht Feuerwerkskörper. 1396 Firma in Frankfurt sucht gasgefüllte Glühbirnen. 1397 Firma in Ems sucht die Vertretung einer Wasserpumpe. 1398 , Firma in S. H. S. sucht Papiergefäße für Honig, 1399 Firma „in Pau sucht Vertretung aller Art. 1400 ■ 'Finnain Tunis vergibt Vertretung in Datteln. Die Adressen sind zu erfragen im Sekretariat des Verbandes der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden, I,; Elisäbethstraße 9, I. Stock, Tür 10 (Kredit- und Handelskassa „Metropole"), täglich mit Ausnahme von Samstag und Sonntag von 9 bis 11 Uhr vormittags. Chiffreangabe erforderlich. . . ' H a n d e 1 s v e r t r e t e r s t c 11 er Der Verband stellt einwandfreie, gewerbeberechtigte, sprachen- und branchenkundige Vertreter kostenlos' zur Verfügung. R e c h t s s c h u t z s e k t i o n: Die Sprechstunden des Verbandsanwalts sind Montag und Freitag von 11 bis 12 Uhr vormittags. Auskünfte aller Art wie auch Mitgliederäufnahmeu im Verbandssekretariat während der ober wähnten Kanzleistundeiu Mitgliedsbeitrag S 3 vierteljährlich. Jeden Donnerstag, 8 Uhr abends, findet eine Versammlung im Wiener Bürgercafe", II., Praterstraße 11, statt. Aktuelle Wirtschaftsvorträge und Diskussion. San Rem© PENSION KOKISCH Streng "VCJ2 \ VILLA EUGENIA . Aller Komfort, mäßige Preise Ein Quit aus alter Zeit. Vor uns steht ein altes, verwittertes Faß, in dem ein gesegneter Mann vor nun 218 Jahren edlen Duft erzeugte durch die alkoholische Behandlung von verschiedenen ätherischen Oelen. Er hieß Johann Maria Farina, hatte sich im Jahre 1709, aus Italien kommend, fti Köln am Rhein niedergelassen. Dieses^Fäß ist jetzt in Wien zu sehen! Die Wiener Niederlassung des genannten Hauses hat unter größten Vorsichtsmaßregeln das gebrechliche Ding hiehergebracht und im Schaufenster der Progerie M. Wallace, Wien, 1. Bez., jKärntneiv straße 30, zur Ausstellung gebracht. Es werden da alte Dokumente gezeigt, aus welchen zu entnehmen ist, daß schon am „22, Febris 1788 Herr Philipp Obsthälder auf dem Stock am weißen Platz im Gewölb beym goltenen Böger in Wien. 24 Flasche/i von dem Erzeuger am Rhein zugesendet erhielt" und daß des weiteren auf Rechnung von „Herrn Laurentius Paumgarten beym Grafen Max Desfoüre in Prag auf dem etwas umständlichen Wege über Nürnberg und Passau an Madame Paumgarten bey Ihro Excellenz der Frau Gräfin Wratislaw Obersthofmeisterin bey lhro Majestät der Kaiserin in Wien" eine Kiste mit 12 Putzend Fläschchen Kölnischwasser übersendet wurden. Auch der Taufschein des Begründers dieses Hauses wird gezeigt. Was die Bücherschwemme u. das moderne Antiquariat der Buchhandlung R. Löwit Wien, l.v Rofenturmslraße 22 Telephon 71-4-25 an Fest- und Gelegenheits- Geschenken bietet: Schilling Anzengruber Ludwig. Werke. 17 Bde. in Bappbd. geb. 70.— — Ausgewählte Werke. 5 Bände gebunden . . . 12.— Arnims" Werke. 3 Bände gebunden ...... 9.— Bang Herrn. Gesammelte Werke. 4 Bände gebunden 24.— Björnson Bj. Gesammelte Werke, 5 Bände gebunden 30.— Boccaccio. Dekamerone. Illustriert, 5 Bände, gebunden 40.— Brentano, Clemens. Gesammelte Werke. Illustriert, 4 Bände. Halbleinen......, , 30.— Halbleder......, . * „ ,40.— — Werke. 3 Bände, Leinen gebunden ...» * 15.— Byrons Werke. 4 Bände, Halbleinen gebunden . . . 12.— Casanovas Erinnerungen. 6 Bände, in Halbleder geb. 50.— David J. J. Gesammelte Werke. 7 Bände, Leinen geb. 42.— Diderot. Gesammelte Romane und Erzählungen. 5 Bände, in Halbleder gebunden......50.— Ebers Georg. Ausgewählte Werke. 10 Bände, in Halbleinen gebunden..........15.— Eichendorff. Gesammelte Werke, 6 Bände gebunden 10.— Fontane Th. Gesammelte Werke, 5 . Bände gebunden 30.— Francois Louise. Gesammelte Werke, 5 Bände geb. 15.— Goethe Joh. W. Naturwiss. Schriften. 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Werke. 10 Bände, in "Halbleinen geb. 60.— Kerr Alfred. Gesammelte Schriften. 5 Bände, in Halbleinen gebunden . . . ....... . 30,— Kleist H. Sämtl. Werke. 5 Bände in Halbleinen geb. 35.—; Lassalle Ferd. Gesammelte Schriften und Reden. 12 Bände, gebunden . . . ... . . . 60.— Lesung. Werke. 6 Bände, in Ha,ll?leinen< gebunden. (Tempelausgabe) . . « . . 30.— Lilieiicron u. uosamm. Werke. 8 Bände, in Halbleder gebunden . . . . . . 40.— Mauthner Fritz. Ausgewählte Schriften. 6 Bde., geb. 18.— Möricke. Sämtliche Werke. 3 Bände in Halbleinen geb. 18.— Nansen Peter. Ausgewählte Werke. 3 Bände, geb. 12.— Nestroy Joh. Sämtliche Werke: Zaubersniele. 2 Bde., in Halbleder.......... .30.—. in Leinen......* . . . . 20.— Novalis. Werke. Von Bölsche. 1 Band gebunden .*■ . 4.— — Schriften. 4 Bände, in Leinen gebunden . . .24.— — Schriften. 4 Bände, in Halbleder gebunden . * . 36y— Paul Jean. Werke. 8 Bände, gebunden . . . « „72.— Platens Werke. 2 Bände, in Leinen gebunden . . . 10.— — 4 Bände, in Leinen gebunden . ... . . 20.— Raabe Wilh. Sämtliche Werke. 3. Serie. 6 Bände, in . Leinen gebunden . . . ... . . 30.— Reuters Werke. 7 Bände, in Leinen gebunden . - . 35.— — 7 Bände, in Halbleinen gebunden . 21.— — 5 Bände, in Leinen gebunden . „ « . . .25.— — 4 Bände, in Leinen gebunden ... ... . : 8;— — Ausgew. Werke. 2 Bände, in Leinen gebunden . 6.— Rückert. Werke. 3 Bände, in Leinen gebunden . . 9.-^ — 3 Bände, in Halbleder gebunden . < . . .. 15.— Saar Ferd. Sämtliche Werke. 4 Bände, in Leinen geb. 20.— — Sämtliche Werke. 4 Bände, in Halbleder gebunden ,24.— Schelfel V. Sämtl. Werke. 3 Bände, in Halbleder geb. 24.— Schiller. Sämtliche Werke. 16 Bände, in Leinen geb..SQ.— — Gesammelte Werke. 5 Bände, in Halbleder geb. 30.— Shakespeare W. Sämtliche Werke. 9 .Bände, in Halbleinen gebunden.....• ♦ .'30.4-; Der unbekannte. 1 Band, geb. f , .... 10.— Suttner Berta. Gesammelte Schriften. 9 B^nde, in Leinen gebunden....., '.' * •,. Swift. Prosaschriften. 4 Bände, in Halbleder gebunden 30.— Tieck. Werke. 3 Bände, in Ganzleinen gebunden . . 15.— — 4 Bände, in Ganzleinen gebunden , , . . . 12— Wagner Rieh. Gesammelte Schriften. 5 Bände, in Halbleder gebunden' 50.— Buchhandlung R. Löwit \ Modernes Antiquariat Wien, l, Rotenturmstraße Nr. 22 Telephon 71-4-25

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