Der neue Anfang
- Journal
- Der neue Anfang
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 3 (1.2.1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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euch! Schließt <die Reihen! Dann werden wir auf dem offenen Wege fortschreiten zu unser alier Ziel: dem Recht der Jugend! Anschließend an die Bewegung in ganz Deutschland hat sich in Dresden eine Gruppe der Jugend gebildet, die für Jugendrecht und jugendliche Gesellschaft unbedingt und solidarisch eintritt. Sie besteht ausschließlich aus Jugend. Tretet ihr bei! Stellt ihr eure Mitarbeit zur Verfügung! Meldet euch (besonders die Mitglieder aller Arten von Schülerorganisationen) bei ihr an. Schriftliche^ mündliche und telefonische Anmeldungen und Mitteilungen nehmen entgegen: Wiek, Mülier-Bersett-Straße 15 — Telefon: 18 6 86 und Joachim Po elzig, Kaitzerstraße 9 — Telefon: 19 8 53. Ihr werdet dann von den Versammlungen der Gruppe benachrichtigt, wo Ihr Näheres über ihre Ziele erfahren könnt. Glogau. Die Schülerb^wegung, die auf den Ministerialerlaß an die Jugend hin einsetzte, hatte bald mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Philistertum und unfruchtbare Bedenken von seiten der Lehrer nicht bloß, sondern auch von seiten der Schüler, insbesondere von seiten gewisser Sireber und von Leuten, die um ihre Versetzung und Prüfung besorgt sind, haben das Ihre getan und es besteht die Gefahr», daß nicht nur die Bewegung unter der Schülerschaft wieder absterbe, sondern daß man auch an den leitenden Stellen zu dem Glauben komme, die» Schülerschaft sei nicht reif dazu, sie selbst hätte die Gelegenheit, eine neue Schule zu erringen, von sich gewiesen. Werden doch diese leitenden Stellen hauptsächlich von der Lehrerschaft über die Aufnahme der neuen Gedanken unterrichtet werden, die sich zu dem Glauben an eine. Besserung der Schule durch die neuen Gedanken nicht aufraffen kann oder will. Das zeigte so recht die Versammlung des schlesischen Philologenvereins in Breslau im Dezember 1918, bei der Protest gegen den ministeriellen Erlaß über Schulgemeinde und Schülerrat erhoben wurde. Man fürchtete bei dieser Versammlung vor allem für;das bisherige kollegiale Verhältnis der Lehrer untereinander und es wurde der betrübliche Rat gegeben, d e n S c h ülern allerhand Schwierigkeiten zu machen, bis sie der neuen Gedanken überdrüssig und von ihrer Un durchführt) arkeit überzeugt würden. Es ist leider an manchen Anstalten so, daß wohl die Schüler in voller Begeisterung und mit dem besten Wollen die Lehrer zu unterstützen trachten in der Beseitigung der Schäden der alten Schule, daß aber die Lehrer vor lauter Bedenken keine Änderung wagen und zum Teil sich streng dagegen wehren, anstatt den Schülern, die zu ihnen kommen, beide Hände zu reichen zu gemeinsamer Arbeit. Jena. Am 22. Nov. überreichten einige Schüler der städt. Oberrealschule dem Direktor ein von 145 Schülern unterschriebenes Schriftstück, in welchem die Einrichtung von Schulgemeinden und Schülerausschüssen gefordert wurde. Am Tag darauf erteilte der Direktor den beiden Primen ungefähr folgenden Bescheid: Schon die Form, in der das Schriftstück abgefaßt 50