Der neue Anfang
- Journal
- Der neue Anfang
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 3 (1.2.1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Im Staatshaushaltplan für 1918 sind von den Ständen im Juli 1918 30 000 Mk. für die Jugendpflege verabschiedet worden. Dieser Betrag ist entsprechend den Beschlüssen der Stände unter die Jugendpflegevereinigungen verteilt worden. Außer dem württembergischen Jungdeutschlandbund sind den durch den Landesverband für Jugendfürsorge vertretenen Jugendpflege Vereinigungen, dem Turnkreis Schwaben und dem württembergischen Arbeiterturnerbund für ihre Zöglingsabteilungen, ferner einer Anzahl kleinerer Vereinigungen Beiträge ausbezahlt worden. Es handelt sich demnach nicht um die Neuverwilligung von Beiträgen, sondern lediglich um die Ausführung einer schon beschlossenen Verwilligung. Regierungsrat Bauer Ein Beweis, daß sich ein „sozialistischer" Kultusminister als Testamentsvollstrecker des! alten Regimes berufen fühlt. Ein sozialistischer Kultusminister bewilligt Beiträge für den Jungdeutschlandbund. Auch ein Revolutionsdokument, der einzige Witz, den sich der Redakteur des „Wahren!" Jakob" und jetzige württembergische Kultusminister Heymann bisher geleistet hat. Wir werden auch die ernste Seite dieser Angelegenheit noch näher behandeln. (Aus der „Jugend-Jnternationale" Nr. 5) Professor Unrat (Unter dieser Überschrift werden auch fernerhin Beiträge zur Charakteristik jenes Typus veröffentlicht, den Heinrich Mann in seinem Roman „Professor Unrat" unsterblich gemacht hat. — Um weitere Beiträge wird gebeten) Wiesbaden. An der dortigen Ober realschule versuchte ein Schüler der Oberstufe die Gründung von Schulgemeinden ins Werk zu setzen. Er trat zunächst mit einem der beliebtesten Lehrer der Schule in Verbindung und wurde von diesem in freundlicher Weise seiner Mitarbeit versichert. Da Ferien waren, suchte der Schüler darauf seinen Direktor in der Wohnung auf; Er hatte diesem kaum in ruhiger und» sachlicher Weise den Grund seines Kommens klargelegt, als er mit den Worten: „Hat das mit mir als Privatmann etwas zu tun? Den Direktor finden Sie in der Schule! Da ist die Türe!" hinausgeworfen wurde. H. Erb München. (Aus einer Lehrerversammlung.) Ein Konrektor: „Gymnasiallehrerverein und Realmännerverein werden sich dafür einsetzen, daß der pflichtmäßige Religionsunterricht bleibt. Womit, mit welchen Jdealen sollen wir denn sonst unsere Schüler füttern?" „Gegen die Schülerzeitschrift „Der Anfang", die wieder erscheinen soll, wird von Lehrerkreisen die Herausgabe eines Gegenblattes geplant." ..... i Ein evangelischer Pfarrer kritisiert die modernen Erziehungsbestrebungen. „Wir brauchen Mütter mlit ausgeruhten Gehirnen." . .... Ein Lehrer: Über die Schülerausschüsse wird schon eine nahe Zukunft lächeln. 46