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Der neue Anfang · 1919-01-01 · Heft 1 (1.1.1919) · page 16

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Journal
Der neue Anfang
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 1 (1.1.1919)
Date
1919-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Zettel ihm übergeben. Unter diesem Zettel standen folgende Bemerkungen die die Klasse dazugeschrieben hatte: „Wir haben keine Wünsche", „Das ist Blech", „Unsinn", „Es soll alles beim Alten bleiben", ,JEs ist doch jetzt sehr schön in der Schule", „Wir wollen keinen Umsturz". Zweierlei Jugend, i. Aus der Roten Fahne vom i7. 12. 18.: Die Oberprimaner des staatlichen Prinz Heinrich-Gymnasiums in Schöneberg richten an ihre Mitschüler einen Aufruf, in dem es heißt: „Mitschüler! Durch den Erlaß des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, sind den Schülern Selbstverwaltungsrechte gegeben. Wir können diese Neuerung nicht gutheißen, weil wir alle, auch die älteren unter uns, noch mehr oder weniger der Erziehung bedürfen. Auch glauben wir nicht, daß „der Ungeist der toten Unterordnung, des Mißtrauens und der Rüge" in dem Maße herrsche, wie Herr Konrad Haenisch es annimmt. Wenn doch einmal das Verhältnis von Lehrer und Schüler nicht gut ist, so liegt das. sicher zum großen Teile an den Schülern selbst, die die Person nicht immler von der Sache zu trennen vermögen. Hieran kann auch Schülerrat und Schulgemeinde nichts ändern. Und sollte beiden Einrichtungen gar eine „umordnende oder gesetzgebende Befugnis", die sie nach dem Erlaß „zunächst noch nicht haben, zugestanden werden", so würde das zu einer Willkürherrschaft der Schüler über die Männer führen, die nach Wissen und Lebenserfahrung berufen sind, sie zu leiten und zu erziehen.. Daher fordern wir euch auf: Lehnt Schülerrat und Schulgemeinde ab!" n. „Die junge Garde", das Zentralorgan der sozialistischen Jugend Deutschlands (Verlag und Redaktion Berlin, Wilhelmstr. 114) bringt in Nr.* 2 vom 4. Dezember 1918 folgenden Aufruf: Aufruf an die sozialistische Jugend der höheren Lehranstalten. Das Verbot der politischen Betätigung der Jugend in den Schulen ist durch die Revolution gefallen. Der schmachvolle Zustand gewaltsamer Unterdrückung jeder politisch selbständigen Meinungsäußerung ist beseitigt. Damit erwächst der Jugend eine neue Aufgabe, die umso schwerer ist, als bisher nicht die geringste Vorarbeit dafür geleistet werden konnte: die Jugend muß ihr politisches Recht ausnutzen. Doch sind wir, die wir uns zum Sozialismus bekennen, an den höheren Schulen in einer verschwindenden Minderzahl. Umsomehr ist es nötig, daß wir uns fest zusammenschließen: denn wenn auch das Gesetz geschwunden 14

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