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Der neue Anfang · 1919-01-15 · Heft 2 (15.1.1919) · page 13

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Journal
Der neue Anfang
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 2 (15.1.1919)
Date
1919-01-15
Page
– (sequence 13)
Language
German
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ihrer Interessen erachten sie es für genügend, wenn, wie bisher, Vertrauensleute in den einzelnen Klassen gewählt werden, die berechtigt und verpflichtet sind, ihre Klasse bei Direktor und Lehrerköllegiuni zu vertreten. (Hannov. Kurier 20. XII. 18.) Nienburg, 20. Dez. Im staatlichen Realgymnasium lehnte heute die vom Ministerium angeordnete Versammlung der Lehrer der Anstalt und der Schüler aus den Klassen bis Obertertia die Einführung der sog. Schulgemeinde und des Schülerrats mit fast völliger Stimmeneinheit ab. (Hannov. Kurier 21. XII. 18.) Gegen den Schülerrat. Die Oberklassen des Wöhler-Realgymnasiums haben in einer Versammlung der Vertrauensmänner einstimmig erklärt, daß sie die Bildung eines Schülerrates für verfehlt halten und nur einen eventuellen Ausbau und eine Reform des alten Systems der Vertrauensmänner beabsichtigen. (Frankf. Gen.-Anz. Nr. 300 23. XII. 18.) Protest einer Obersekunda. Die Klasse Obersekunda des Kaiser Friedrich-Gymnasiums hat folgende Entschließung gefaßt: „Zu dem Aufrufe des Herrn Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, worin zur Wahl von Schülerparlamenten aufgefordert wird, Stellung zu nehmen, ist unser dringendstes Bedürfnis. Wir sind überzeugt, daß die bestehenden Verhältnisse im höheren Schulwesen eine Änderung im Sinne des Aufrufs nicht benötigen, sondern daß vielmehr in den weitaus meisten Fällen ein völliges Einvernehmen zwischen Lehrern und Schülern besteht. Nach unserer Meinung ist das Schülerparlament nicht der geeignete Weg, etwaige Wünsche der Schüler dem Lehrerkollegium mitzuteilen. Eine derartige Einrichtung würde nur bewirken, daß das gute Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern getrübt wird. Wir erinnern daran, daß die Schule eine Lehrstätte der Zucht und Ordnung sein soll und nur als solche eine bessere Zukunft unseres Volkes gewährleistet. So versprechen wir durch gewissenhafteste Pflichterfüllung an dem Wiederaufbau unseres geliebten Vaterlandes mitzuwirken und stets dafür eintreten zu wollen, /daß nicht durch anarchistische Zersetzung r— denn diese halten wir für die natürliche Folge einer soÜqhen Umwälzung im Erziehungswesen — unserer Nation der Boden für eine glückliche Weiterentwicklung entzogen wird." (Frlankf. Zeitg. Nr. 354. 22. XII. 18.) An die Frankfurter Schuljugend! Liebe, junge Kameraden! Dieser Tage erging an Euch ein Erlaß, worin Ihr zur Bildung von Schulgemeinden aufgefordert wurdet. Ohne irgendwie dagegen Stellung nehmen zu (wollen, müssen wir doch einige, Euch darin vorgetragene Behauptungen zurückweisen. Denn sie vertragen sich schlechterdings nicht mit dem Bilde, das wir von unsrer Schule mit ins Leben genommen haben, und treffen zum mindesten für unsere Frankfurter Schulen in keiner Weise zu. Es heißt darin, daß 27

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