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Der Anfang · 1911-01-01 · III. Heft (1911) · p. Seite 69

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Journal
Der Anfang
Volume
Jahrgang 1911
Issue
III. Heft (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 69 (sequence 21)
Language
German
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— 69 — Der Riegel der Deutschen Tageszeitung.*) r\er Anfang hat den Kampf um die jugendlichen Seelen aufgenommen und es ist zu wünschen, daß sein Weckruf in allen Familien gehört werde, auch bei Lauen und Bequemen .... aber das wollte ich ja gar nicht schreiben! Pardon! Ich wollte ja nur unsern Lesern erzählen, daß die Deutsche Taftszeitung ihrem Groll gegen den Anfang in einem drei Spalten langen Artikel Luft gemacht hat. Also sie schreibt in diesem Artikel» welcher „Jugendverderber*' betitelt ist: „Der deutsche Jugend-Verband hat den Kampf um die fugendlichen Seelen aufgenommen und es ist zu wünschen, dafi sein Weckruf in allen Familien gehört werde, auch bei Lauen und Bequemen eine Vorstellung von der Gefahr hervorrufe, die in unserer kulturgesättigten, vielfach überfeinerten (manchmal auch noch recht barbarischen, Anm. d. U.) Zeit dem heranwachsenden Geschlecht droht. Wir führen sie hinaus in Wald und Feld, wir lassen jugendliche Lungen sich weiten auf der staubfreien Bahn unserer Ströme und Seen» wir suchen den ▼erträumten Stubenhocker herauszulocken, damit seine Muskeln nicht verkümmern, und doch ist alle Arbeit unnütz, wenn nicht Vaterhand und Mutterauge uns dabei hilft und das Unkraut ausjätet, das der Teufel unter den Weizen sät. Untersucht den Schulranzen, untersucht Schrank und Schublade: Diese Mahnung sei an alle Eltern gerichtet, namentlich an die, deren Kinder eine hervorragende Begabung verraten.4* Der Teufel, das sind also wir, der Anfang! Das wäre ja eigentlich eine ganz schmeichelhafte Auffassung, nur sehe ich mich leider gezwungen zu constatieren: der Mann versucht sich über den Anfang ein eigenes Urteil zu bilden und haut daneben. Er schreibt herzhaften Unsinn. Denn nachdem dieser Veteran der Feder am Anfang des Artikels bemerkt, daß die hervorragend begabten „Kinder" einer Gefahr am meisten ausgesetzt sind, meint er am Schlüsse: „Sie (wir!) spekulieren nicht auf die gesunden Jungen, sondern auf die Schlummerköpfe, die Unentschiedenen, die Halben . . . Es gehört wohl die „Reife der Jahre" dazu, um die Ueber* einstimmung dieser Worte verstehen zu können. Aber da ich nun einmal ein solch „blutiger Nichtswisser und Nichtskönner" bin, „eben erst hinter den Ohren trocken wurde" und in einer „papierenen Welt lebe", so sind mir auch noch andre Stellen des Artikels unklar geblieben. Der Verfasse» schreibt: „Wenn es wenigstens herzhafter Unsinn wäre, dann würde man sagen dürfen: der Junge versucht sich ein eigenes Urteil zu bilden und haut daneben! Nichts von dem! Glatte *) Siebe Nr. 31 der Deutschen Tageszeitung.

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