Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- Jahrgang 1911
- Issue
- II. Heft (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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und am zweckmäßigsten sind, da sie ja von den angesehensten Vereinen zu Gunsten der Jugend herausgegeben werden, kann ich mir doch nicht das Erfüllen ihres Zweckes vorstellen: nämlich, das Vertreiben der Schundliteratur, indem sie deren Platz einnehmen. — Haben diese bunten Hefte irgend etwas, was die hypnotisierende Anziehungskraft ersetzt: des Verbotenen, des Verderbenden, des rein Häßlichen; das, was den Teufel bei jedem Menschen aus seinem Häuschen und die Geldstücke aus seiner Tasche lockt Ich glaube nicht. — Ich habe allerdings vor Kurzem ungefähr folgende Beurteilung eines Pädagogen gelesen- „Diese bunten Bücher müssen einigermaßen, wenn man sich so ausdrücken kann, die Vorzüge der Schundliteratur besitzen. Ihre Titelblätter müssen gleichfalls anreißerisch sein, (nur geschmackvoll) sie müssen dieselbe zwingende Erscheinungsweise haben und ihr Inhalt muß eben so spannend und fesselnd sein, wie derjenige der Schundliteratur. Die Kinder müssen von diesen guten Büchern einigermaßen „düpiert" werden, indem ihnen das Uebergehen zu besserer Lektüre garnicht bewußt wird. Ich kann es mir aber nicht anders denken, als daß solche Kinder, welche wirklich an dem, meiner Meinung nach nicht zu ersetzenden Nervenkitzel der Schundliteratur Gefallen finden, sich in ihrem „Leselaster" betrügen lassen. Jedenfalls dürfte das bei den „Begabteren" nicht zutreffen, deren Begabung vielleicht äußerer Umstände wegen in Schlauheit entartet ist. Solche ursprünglich begabt angelegten Menschen machen bekannterweise der Gesellschaft die meiste Mühe, sie als positive Kraft zu leiten, wenn sie einmal in eine verderbliche Richtung geraten sind. Angenommen aber, daß diese bunten Hefte einen teilweisen Erfolg erzielen, so bleiben sie trotzdem eine zu äußerliche Waffe; ihre Wirkung wird hur eine oberflächliche sein. Ein anderes, sehr radikal erscheinendes Mittel wäre der kalte Paragraph, welcher den Vertrieb der Schundliteratur verbieten würde. Er wäre aber, ganz abgesehen davon, Jdaß