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Der Anfang · 1911-01-01 · I. Heft (1911) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
Jahrgang 1911
Issue
I. Heft (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 20 (sequence 17)
Language
German
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- 20 - wirklich Geistlicher zu werden. Dagegen lag er in Cambridge leidenschaftlich der Jagd ob und dem Studium der freien Natur. Weit und breit zog er in der Umgebung von Cambridge umher, sammelte mit Vorliebe Vögel, die er selbst auszustopfen gelernt hatte, und Käfer. Er trieb alles Andere emsiger wie sein Studium — alle naturwissenschaftlichen Fächer betrieb er, aber gründlich kein einziges* So ausgebildet, erhielt Darwin eine Aufforderung zur Teilnahme an einer Weltumseglung auf dem englischen Kriegsschiffe „Beagle" als Naturforscher. Mit Freuden nahm der 22jährige Geistliche die Einladung des Kapitäns Fritz-Roy an. Wie Darwin selbst später schreibt, hat er bei Antritt seiner Reise nie vorher ein systematisches zoologisches Werk gelesen gehabt, kein zusammengesetztes Mikroskop berührt^ — nur als Sammler konnte er gelten. Doch rüstete er sich mit einer umfangreichen naturwissenschaftlichen Büchersammlung aus und ging mit Bienenfleiss während der Reise an seine Ausbildung. Und trotz der mangelhaften Vorbereitung — oder gerade deswegen — war diese Reise sicher mit eine der ergebnisreichsten aller Forschungsreisen. Wahrscheinlich ist Darwins grosse Unbefangenheit der Grund dazu gewesen, dass er die Erscheinungen in der Natur so beobachtet hat, wie sie sich jedem Naturkinde darstellen, ohne all den Wust systematischer und dogmatischer Erklärungen/ Die Fahrt ging zum südamerikanischen Kontinente^ wo weite Reisen in das Innere des schönen Erdteils unternommen wurden. Hier lernte Darwin zuerst an der Tropenflora die vielen Erscheinungen kennen, die seinen Blick auf die mannigfache Veränderlichkeit des Naturgeschehens lenkte. Es würde hier zu weit führen, die ganze Reise zu schildern (s. Darwins Werk: „Reise eines Naturforschers um die Welt/* Stuttgart, 1,— Mk.); es ist jedoch sicher, dass er auf seiner Fahrt schon den Grund zu seinem später erschienenen Werke über die Enstehung der Arten legte. Von grossem Reize: sind seine in dem oben erwähnten Werke niedergelegten Berichte, in wissenschaftlicher (und rein menschlicher Hinsicht), denn sie schildern das langsame Erwachen der grossen Erkenntnis in Darwin. Ein Geheimnis nach dem andern entrollt sich vor seinen erstaunten Augen, eine Welt stellt sich ihm

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