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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1929-12-01 · 6 (Dezember 1929) · page 32

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
3 (1929)
Issue
6 (Dezember 1929)
Date
1929-12-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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1924: 630.107 gesamter Reinzuwachs 4.294 ges. Ausweisung 0,68% 1924 : 49.729 jüdischer Reinzuwachs 113 ausgewiesene Juden . . . . 0,2 % 1924—1928 : 920.689 gesamter Reinzuwachs 43.686 gesamte Ausweisung 4,7% 1924—1928 : 45.572 jüdischer Reinzuwachs 822 ausgewiesene Juden . . 1,9% Andrerseits ist der Prozentsatz der zurückgewiesenen Juden seit dem Inkraftreten des Einwanderungsgesetzes größer gewesen als der der Oesamtzahl. Das Studium der Verteilung der jüdischen Einwanderer in den letzten Tier Jahren nach Geschlecht und Alter ergibt die Tatsache, daß das Einwanderungsgesetz anscheinend den Anteil der Frauen und in geringerem Maße den der Kinder unter den Einwanderern vermehrt, hat. Der Unterschied in der Einteilung der Juden und der Gesamtheit nach dem Geschlecht und besonders nach dem Alter ist beträchtlich, da in der jüdischen Gruppe 46 Protz, männlich und 54 Proz. weiblich sind, verglichen mit 56 Prozent männlich und 44 Prozent weiblich in der Gesamtgruppe. Der Unterschied zeigt, daß die jüdische Einwanderung in stärkerem Maße «ine Familieneinwanderung ist, als dies bei den anderen Gruppen der Einwanderer der Fall ist. Das ist auch der Grund dafür, daß die jüdische Einwanderung eine starke Einwanderung von Frauen, von Kindern unter 16 Jahren und von Personen über 45 Jahren aufweist. Es ^waren 23 Prozent unter 16 Jahren, 55 Prozent zwischen 16 und 44 Jahren und 22 Prozent 45 Jahre oder älter. Für die gesamte Einwanderung war der Prozentsatz 16 Prozent unter 16, 75 Prozent zwischen 16 und 44 und 9 Prozent 45 Jahre und älter. Der Familiencharakter der jüdischen Einwanderung wird auch ärtis der Tätsache offensichtlich, daß während der vergangenen vier Jahre fast U5 Prozent der jüdischen Einwanderer tod Verwandten kamen gegenüber 74 Prozent der -Gesamtzahl'-der Einwanderer, die das Land betrafen. Der Charakter der jüdischen Einwanderung zeigt seine Wirkung ferner bei der Summe des Geldes, die von den jüdischen Einwanderern bei ihrer Ankunft vorgewiesen wird. Der große Anteil der Kinder, der alten Leute und der Frauen unter der Zahl der jüdischen Einwanderer vermindert beträchtlich die durchschnittliche Summe, die von den jüdischen Einwanderern bei ihrer Ankunft vorgewiesen wird. So war in den beobachteten Jahren der Durchschnitt für die Gesamtheit 73 Dollar gegenüber 57 Dollar für die jüdischen Einwanderer — Männer, Frauen und Kinder. Während der letzten vier Jahre kamen wie in den früheren Jahren die jüdischen Einwanderer von den verschiedensten Ländern der östlichen und westlichen Halbkugel. Wie zu erwarten war, stellt der europäische Kontinent fast 79 Prozent der Gesamtzahl der jüdischen Einwanderung und die Länder der westlichen Halbkugel etwas über 17 Prozent der gesamten jüdischen Einwanderung gegenüber 51 Prozent und 48 Prozent in Bezug «auf die Gesamtheit. Der restliche Prozentsatz der jüdischen Einwanderung kommt von Ländern in Asien, Afrika und Australien, von denen Asien fast 3^ Prozent, Afrika 0,5 Prozent und Australien 0,05 Prozent der Gesamtzahl der Einwanderer zusteuert. Was den Kontinent Europa anbetrifft, so kamen, wie erwartet, fast 65 Prozent der jüdischen Einwanderer aus einer Gruppe von Ländern, die man als Jüdisch-Zentral- Europa bezeichnen kann, nämlich Oesterreich, Tschechoslowakei, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Rußland. Bei ihrer Ankunft bezeichnen die jüdischen Einwanderer wie andere Einwanderer die verschiedenen Staaten und Gebiete der Vereinigten Staaten, nach denen sie »gehen sollen oder wollen. Die Erhebungen zeigen, daß während des beobachteten Zeitraumes etwas weniger als 95 Prozent der Gesamtzahl der jüdischen Einwanderer die Nordstaaten als ihren Bestimmungsort angaben gegenüber 75 Proz. der Gesamtzahl der Einwanderer; 2 Proz. und 3,5 Proz. bezeichneten die Südstaaten bezw. die Weststaaten als ihren Bestimimmgsort. Andrerseits empfingen die Süd- und Weststaäten beide 12,5 Prozent der Ge- 160

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