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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1929-03-01 · 9 (März 1929) · page 24

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
2 (1928-1929)
Issue
9 (März 1929)
Date
1929-03-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Vorarbeit für den Akt der Beratung geleistet werden, durch die den Kindern der Eintritt in das Berufsleben erleichtert werden soll. In ähnlicher Weise ist die gemeinsame Arbeit mit den Jugendbünden intensiviert worden. Mehrfach haben Zusammenkünfte mit der Führerschaft stattgefunden, um die Jugendbewegung für unsere Arbeit zu interessieren. Hier handelt es sich nicht nur um die Hilfe aus diesen Kreisen, sondern es kommt in weit höherem Maße darauf an, eine lebendige Verbindung mit den Gruppen organisierter und bewußter Jugend zu haben, immer wieder Forderungen und Wünsche, Kritik und Zustimmung der Jugend der verschiedensten Richtungen zu hören, um die Arbeit lebendig und ständig neu zu gestalten. Diese Arbeit in den Bünden hat sich in den letzten Monaten in einigen Gruppen in Arbeitskreisen realisiert, es wird eine wesentliche Aufgabe der nächsten Jahre sein, gerade diesen Zweig unserer Arbeit zu erweitern. Während die genannten Organisationen imstande sind, entscheidende Hilfe bei der Berufsberatung zu leisten, handelt es sich bei der Mitarbeit des Wohlfahrtsamtes um eine Unterstützung bei der Lehrstellenvermittlung. Immer wieder, und im letzten Jahre vielleicht in erhöhtem Maße stellen wir fest, daß die sich bei uns meldenden Kinder noch nicht berufsfähig sind. Wo durch Erholungsreisen die Herstellung der Berufsfähigkeit zu erwarten ist, nehmen wir, in den meisten Fällen erfolgreich, die Erholungszentrale der jüdischen Gemeinde in Anspruch. Dort, wo ohne besondere Mittel ein weiterer Schulbesuch bis zur Berufsreife nicht möglich erscheint, oder, wo die Erlernung eines Berufes infolge der schlechten sozialen Lage der Familie in Frage gestellt ist, tritt das Wohlfahrtsamt mit einer Hilfeleistung ein. Wo es sich um die Lehr- oder Heimunterbringungen besonders schwieriger Kinder handelte, hatten wir die freundliche Unterstützung nichtjüdischer Stellen, und zwar insbesondere der Nervenkliriik der Charit^, der Beratungsstelle für erwerbsbehinderte Jugendliche beim Landesberufsamt und der Beratungsstelle für Heilerziehung. Gerade bei der Beratung und Unterbringung erwerbsbeschränkter Jugendlicher wird es besonders deutlich, einen wie großen Rauta neben der intensiven Arbeit die extensive Tätigkeit der Beschaffung von Hilfsmöglichkeiten außerhalb unseres Arbeitskreises einzunehmen hat, und wie wichtig gerade für unsere Arbeit die Beziehung zu jüdischen und nichtjüdischen Stellen ist. Durch diese Art der Arbeit ist es uns gelungen, im Berichtsjahre mehr Jugendliche in einen Beruf einzureihen als im Vor- 176

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