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Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge · 1928-12-01 · 6-7 (Dezember 1928) · page 24

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Journal
Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge
Volume
2 (1928-1929)
Issue
6-7 (Dezember 1928)
Date
1928-12-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Am 30. Juni 1928 waren dem Verbände der jüdischen Genossenschaften in Polen 411 Krediibkassen und 47 genossenschaftliche Mittelstandsbanken angeschlossen. Die Kreditkassen zählten am 30. Juni d. J. 159.090, die Mittelstandsbanken 15.100 Mitglieder. Die Familie zu 5 Personen gerechnet, ergibt das eine Zahl von 875.000 Seelen. Dies besagt, daß etwa 30 Prozent der jüdischen Bevölkerung in Polen ihre Kreditbedürfnisse in den Kooperativen dekken, die dem Verbände der jüdischen Kooperativen angeschlossen sind. Die Eigenmittel der Kreditkassen betrugen am 30. Juni ZI. 6,899.823,74 oder Dollar 777.007,18. Die Depositen beliefen sich am 30. Juni auf ZI. 19,912.534,07 oder Doli. 2,242.402,49. Die aufgenommenen Kredite bezifferten sich am 30. Juni auf ZI. 11,482.770,37 oder Dollar 1,293.104,77. Die gesamten fremden Mittel stellten sich demnach auf Doli. 3,535.507,26; die Summe aller Betriebsmittel betrug am 30. Juni Doli. 4,312.514,44. Die ausstehenden Kredite betrugen am 30. Juni Doli. 3,949.553,58. Während des ersten Halbjahres 1928 haben die Kreditkassen Kredite in Höhe von ZI. 86,201.892,71 oder Dollar 9,707.420.35 gewährt. Die 47 Mittelsandsbanken verfügten am 30. Juni 1928 über Eigenmittel in Höhe von ZI. 3,584.626,61 oder Doli. 403.674,17. Die Depositen beliefen sich am 30.Juni auf ZI. 10,414.971,93 oder Dollar 172.858,10. Die aufgenommenen Kredite betrugen ZI. 5,244.387.92 oder Doli. 590.584,23. Die gesamten fremden Mittel betrugen am 30. Juni Dollar 1,763.44^33 und die Summe aller Betriebsmittel helief sich auf Dollar 2,167.116,50. Die ausstehenden Kredite stellten sich am 30. Juni auf Dollar 2,247.322,20. Im ersten Halbjahr 1928 gewährten die Mittelstandsbanken Kredite im Gesainthetfrage von Dollar 9,208.330,-. Die Foundation hat für die Kreditkassen und Mittelstandsbanken bisher zirka Dollar 950.000— zur Verfügung gestellt. Da diese Kooperativen einen der stärksten Stützpunkte der jüdischen Bevölkerung in ihrem ökonomischen Existenzkampf darstellen, haben die Managing Directors nach eingehender Beratung der Sachlage beschlossen, unabhängig davon, wie sich die Lage der Bank dla Spoldzielni gestaltein wird, dem Council der Foundation vorzuschlagen, den vor etwa zwei Jahren festgestellten Plan zur Stärkung der Kassen auch weiterhin durchzuführen, sofern die Verhältnisse es irgendwie zulassen. Arbeitszeit and Nachtruhe der Hausgehilfinnen Der Reichsarbeitsminister hat für die Vorarbeiten zu dem Gesetz betreffend die Beschäftigung! in der Hauswirtschaft (Hausgehilfengesetz) in Verbindung mit den Verbänden der Hausfrauen und der Hausgehilfinnen eine Erhebung über die Arbeitsverhältnisse der Hausgehilfinnen veranstalten lassen. Das Hauptinteresse an der Untersuchung dürfte sich auf die Angaben über die Arbeitszeit richten, besonders bei den Gewerkschaften, denen vor allem daran gelegen ist, Unterlagen für eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit zu gewinnen. Die Erhebung, deren Ergebnisse jetzt vorliegen, bringt in dieser Hinsicht eine Enttäuschung, denn die Angaben sind zu ungenau, als daß daraus Normen für die Dauer der Arbeitszeit in den Haushaltungen aufgestellt werden könnten. Es sind im ganzen 10.000 Fragebogen ausgesandt worden. Von diesen kamen insgesamt nur 4105 Firagebogen ausgefüllt zurück. Davon waren 3764 mit Angaben über Beginn und Ende der Arbeitszeit versehen. Vielfach finden sich in Bezug auf das Ende Bemerkungen, wie „wie ich es mir einrichte", „verschieden", „unbestimmt". Dazu kommt, daß die Angaben über die während der Arbeit gewährten Ruhepausen ebenfalls derart unbestimmt waren, daß sie statistisch nicht gewertet werden konnten. Die Frage nach dem Arbeitsbeginn ist insgesamt vom 3970 Hausgehilfinnen beantwortet worden. Danach haben mit der Arbeit begonnen vor (> Uhr morgens 1234 31.1 v. H., zwischen 6—8 Uhr 2710 68.3 v. H., nach 8 Uhr 26 0.6 v. H. Das Ende der Arbeitszeit haben nur insgesamt 3775 Hausgehilfinnen angegeben. Von ihnen haben die Arbeit beendet vor 20 Uhr 1925 51.1 v. H. zwischen 20—22 Uhr 1788 47.3 v. H. und nach 22 Uhr 62 1,6 v. H. Die Dauer der Nachtrühe ließ sich bei insgesamt 3746 Hausgehilfinnen feststellen. Es hatten eine Nachtruhe von 7 Stunden 56 — 1.5 v. H., 8 Stunden 204 5.5 v. H., 9 Stunden 835 => 22.3 v. H., 10 Stunden 1638 43.7 v. H., 11 Stunden 753 20 v. IT. und 12 120

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