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Blau-Weiss-Blätter · 1921-08-01 · 11-12 (8.1921) · p. Seite 214

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1920-1921)
Issue
11-12 (8.1921)
Date
1921-08-01
Page
Seite 214 (sequence 28)
Language
German
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Daher soll auch von der besonderen Praxis des Wölflingssystems nichts mitgeteilt werden, was über die Notiz des-Märzaufsatzes hinausgeht. Die Einstellung Baden-Powells wird aber erst deutlich, wenn wir ihn selbst hören (The Wolf Cub's Handbook): Unsere Absicht, an die Erziehung der Wolf Cubs zu gehen, ist nicht nur, einen netten Zeitvertreib für die Cub-masters oder für die Jungens auszuhecken, sondern die Leistungsfähigkeit der zukünftigen „Bürger" unseres Reiches zu erhöhen. Ihre bisherige Erziehung hat sich nicht als den Erfordernissen des Tages entsprechend erwiesen. Wenn die Erziehung nicht gut genug fü# den heutigen Tag ist, um wieviel weniger ist sie es für den morgigen, und doch ist es das Morgen, um das wir uns jetzt kümmern müssen. Der Charakterfest anerkanntermaßen für die Leistungsfähigkeit eines Staatsbürgers von größerer Wichtigkeit, als bloßes Buchwissen. Und doch gibt es keinen praktischen Vorschlag, ihn in die Erziehung, selbst in gleichem Maße wie dieses, einzuschließen. Sittliche und körperliche Kraft, beide sind von höchstem Werte für die vollkommene Leistungsfähigkeit eines Mannes als Staatsbürger. Daher ist unsere Cuberziehung auf diese beiden hauptsächlichsten Punkte gerichtet. Die Jungens erfahren sie in der wichtigsten Zeit ihres Lebens, wenn sie an Körper und Seele am bildsamsten sind, um die rechten Anregungen zu empfangen. Auf einer so gelegten Grundlage können wir füglich hoffen, daß das Wesen des Jungen befriedigend entfaltet wird, besonders seitdem die Cuberziehung ein Glied, in einem fortgehenden Systeme darstellt, fortgesetztnämlich und aufrechterhalten während der Periode seines Boy-Scout Lebens, so daß» wenn er mündig sein wird, Gesundheit, körperliche Durchbildung und „Charakter* schon eher die Haltung einer Mehrheit sein wird, als die Entwicklung weniger. Die Wolf Cub Horde ist als jüngerer Zweig der Scout Bewegung ersonnen worden, um das Verlangen einer großen Anzahl kleiner Jungens zu befriedigen, die Scouts werden wollen und die dazu noch zu jung sind. (Scout kann man erst mit dem 11. Jahre werden.) Es geht nicht an, sie vor die gleichen Aufgaben und Prüfungen wie die älteren zu stellen, besonders nicht in der Gesellschaft der älteren Jungens, da sie sich nur allzuleicht in den Anstrengungen übernehmen, mit ihnen gleichen Schritt zu halten. Die älteren Jungens ihrerseits haben gar keinen Wunsch, sich in ihrem * Trachten und Treiben mit „Kindern" einzulassen. Aus jedem Grunde ist es daher besser, beide getrennt zu halten.. Cub-Erziehung, Cub-Versprechen und -Gesetz sind mehr als nur Stufen in Richtimg des Scout-Lebens. Es ist kaum richtig, von den Jüngeren zu verlangen, Pflichten und Versprechungen zu erfüllen, die sie weder begreifen noch in die Tat umsetzen können. Cub-masters sollten natürlich ihre Jungens in einer einfachen und praktischen Weise erziehen. Die Methode unseres Trainings ist eher von innen zu erziehen als von außen zu instruieren; dem kleinen Jungen Spiele und was zu tun zu geben, solange er -empfänglich ist» werden ihn sicherlich sittlich, geistig und körperlich erziehen. Unser Ziel ist nicht so sehr der Erwerb von Wissen als vielmehr die Erweckung des 214

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