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Blau-Weiss-Blätter · 1921-08-01 · 11-12 (8.1921) · p. Seite 192

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1920-1921)
Issue
11-12 (8.1921)
Date
1921-08-01
Page
Seite 192 (sequence 6)
Language
German
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Ergreifen kann aber letzten Endes nichts als das Bild des GeschadfekeB^c wenn es vor aller Augen steht. In keinem Bunde aber gibt es mehr -^8^ tastende Versuche in der Richtung der Boy Scout Erziehung, und die literarische Art der Einführung konnte der Sache nur wenige Freunde gewinnen. Dieses Heft, das weniger von der Organisation und Theorie enthält, als der Aufsatz des Märzheftes, das mehr als dieses einen Umriß des Lebens entwirft, erscheint nicht ganz zufällig zu Beginn des Winters. Wir haben alte Zeit, zu überlegen, ob nicht der eine oder andere Bund im nächsten Frühling die Versuche, im Sinne der Boy Scouts zu erziehen, ernsthafter und planmäßiger aufnehmen sollte. Besonders dort, wo in einem großen Zug sick Jüngeren-Gruppen gebildet haben oder doch leicht entstehen könnten, wird die Beschäftigung mit Dingen aus dem gesamten Bereich der Boy Scout Welt Aussichten einer schönen Entwicklung liefern, auf deren Grundlage vielleicht weitergehende Folgen für die Form unseres ganzen Lebens sich ergeben können. Das Vorbild. Aus dem Wolf-Cub's Handbook Baden-Powells, den Wigwam-Papers John Hargraves und dem Hauptwerk Scouting for Boys folgt die Uebersetzung von drei Stellen, die äußerlich nichts miteinander zu tun haben, durch die Gemeinsamkeit eines typischen Bildes von jungenhafter Lebens-, Handlungs- und Erziehungsweise aber deutlich im Zusammenhang miteinander stehen. 1. Ein Scout ist, wie Du weißt, ein tapfrer und starker Mann, der sein Leben willig aufs Spiel setzt, um seine Pflicht zu erfüllen, der weiß, wie man seinen Weg in fremdem Lande bei Tag oder Nacht findet, der sich selber umsieht, sein Feuer macht und sein Essen kocht; er versteht, den Spuren von Tier und Mensch zu folgen, kann sehen, ohne gesehen zu werden; zugleich ist er hilfreich und freundlich, Frauen und Kindern gegenüber; vor allem aber gehorcht er den Befehlen seines Häuptlings bis zum Tode. In Südafrika waren die feinsten Stämme die Zulu und Massai. Die waren, und zwar jedermann von ihnen, gute Krieger und Scouts, weil sie das Scouting lernten, als sie noch Jungen waren. Damals kämpften sie noch nicht selbst; sie schauten den Schlachten nur in einer Entfernung zu und lernten, wie sie sich anstellen müßten, wenn die Reihe an sie kommen .sollte. Die strammsten und besten Jungen waren die „Wölflinge", die künftigen Wolf-Scouts des Stammes. Aber bevor sie Scouts und Krieger werden durften, mußten sie eine recht zähe Prüfung durchmachen. Folgendes hatten sie zu tun: Wenn ein Junge alt genug wurde, um Krieger zu werden, wurde er beiseite genommen, entkleidet und über den ganzen Körper weiß angemalt. Man gab ihm einen Schild, um sich zu schützen und einen kleinen Speer, um Tiere oder Feinde zu erlegen. Und dann wurde er in den „Busch" ge- 192

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