Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- 6-7 (3.1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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in Palästina ebenso gebraucht werden wie Landwirte. Es ist höchste Zeit, an die Organisierung des technischen Chaluz heranzugehen. Seine Aufgaben* sind folgendermaßen zu umschreiben* 1. Zusammenfassung aller Chaluzim, soweit sie technische Arbeiter (Bauarbeiter etc.), technische Handwerker, (Schlosser, Installateure etc.) sowie Techniker (Ingenieure, Vorarbeiter etc.) sind, zwecks Förderung der gemeinsamen Interessen und des Zusammenhangs. 2. Einrichtung einer sachgemäßen Berufsberatung auf Grund der Verhältnisse Palästinas. 3. Beschaffung von Stellen und Lehrstellen (was sich als viel schwerer als bei den Praktikanten herausstellen dürfte, weil es sich vielfach um Ostjuden handelt). 4. Einrichtung von Lehrwerkstätten für technische Handwerker jeder Art, sowie Aufstellung von Fach-Kwuzoth. Um dieses Ziel, das ganz ähnlich gestellt ist wie das des Praktikantenbundes, zu erreichen, bedarf es der Zusammenfassung aller interessierten Kräfte. Der Bund muß in engster Weise z. B. mit dem Verband judischer Ingenieure zusammenarbeiten. Sehr förderlich wäre nach dem Vorbilde des Praktikantenbundes eine baldige Tagung, in der die wesentlichen Fragen der Einrichtung der technischen Berufsberatung, mit Rücksicht auf Palästina, zu besprechen wären. Vorher wird durch Anfragen und Besprechungen in kleineren Kreisen eine möglichste Klärung der ganzen Frage zu erstreben sein. Um überhaupt arbeiten zu können, ist es nötig, das zur Verfügung stehende Chaluzim-Material möglichst vollständig zu erfassen. Etwa 250 Chaluzim, die sich technisch (als Bauarbeiter, Schmiede, Schlosser, Vorarbeiter Ingenieure usf.) auf Palästina in Deutschland vorbereiten, sind bereits registriert, sodaß eine gewisse Uebersicht und Auswahl schon heute möglich ist und zu einer sachgemäßen Umstellung der Chaluzim auf für Erez-Israel wichtige Berufe geschritten werden kann, falls sich Kräf £e gewinnen ließen, die dieses Material durchprüften und auf Grund dieser Prüfung Kwuzoth zusammenstellten und Leute für die einzurichtenden Werkstätten als Vorarbeiter usf. auswählten. Die Schaffung derartiger Werkstätten wird in Berlin jetzt versucht. In Betracht kommen; Schlosserei, Tischlerei, Stellmacherei und Schmiede, evtl. Töpferei. Ueber die Möglichkeit, derartige Lehrstätten einzurichten und doch eine gewisse Rentabilität wirklich herauszuwirtschatten, soll in diesem Stadium, wo sich alles noch in Vorbereitung befindet, noch nicht gesprochen werden. Jedenfalls liegt in dieser Verbindung die eigentliche Schwierigkeit. In Betracht kommt außerdem z. B. die Einrichtung von Reparaturwerkstätten (zugleich Lehrstellen) auf den bestehenden jüdischen Gütern, käme auch die Bildung von Hoch- und Tiefbaugenossenschaften, sowie Genossenschaften zur Urbarmachung von Boden usf »nachdem die vom jüdischen Arbeitsamt bestehenden Genossenschaften die Existenzmöglichkeit derartiger Organisationen bewiesen haben. Eine wesentliche Aufgabe des neuen Bundes läge weiterhin in der Beschaffung von Stellen und Lehrstellen jeden Faches, soweit es sich um Techniker und Handwerker handelt Diese Aufgabe kann nur gelingen bei engstem Zusammenschluß des ganzen Bundes. Den Kern können nur die sich technisch vorbereitenden Blau-Weißen bilden» weil sie das einzige wirklich zuverlässige und seßhafte Element sin(L 126