Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- 6-7 (3.1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 114 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Danach wissen wir endlich, welche Leute wir vornehmlich auszubildend haben: Facharbeiter für alle Fächer zumindest, die unter 1—4 genannt sind. (5. braucht nur Ingenieure und Zeichner als Fachleute.) Ich will versuchen, sie möglichst restlos namhaft zu machen: (Genaueres hierüber muß in speziellen Rundschreiben usw. gesagt werden, nachdem auch von Palästina bessere, systematische Aufklärung vorliegt.) Erdarbeiter, Baggerführer- und Maschinisten, Rammeister, Bohrmeister, Zimmerleute, speziell für Betonverschalungen, Beton-, Eisenbeton- und Zementarbeiter, Maurer, Maschinenbauer, Schlosser, Monteure; desgl. für Elektrotechnik (Stark- und Schwachstrom), Schmiede; Arbeiter und Vorarbeiter, die in Spezialaufgaben des Wasser- und Kultürbaues bewandert sind, z. B. in Uferschutzbauten (Faschinen herstellen und verlegen), Dünenkultur, Bau von Drainagen, Wasserleitungen, Installation derselben, Fischereisachverständige und mit der Anlage von Fischteichen Vertraute*). Wie die Ausbildung im allgemeinen zu handhaben ist, wurde bereits gesagt Als Oertlicbkeiten hierfür kommen die Länder mit guter Handwerkstradition in Betiacht: Deutschland. Litauen, Rumänien, Nordamerikanische Union. Für Kulturbau und größere Straßen- und Wasserarbeiten hier speziell Mittel- und Süddeutschland (Baden, Bayern!); für Dünenkultur Ostpreußen. Ich schlage nun erst vor, daß diejenigen Chaluzim, die dem gleichen Fach angehören, sich zu Berufsorganisationen zusammen tun; iede dieser Organisationen umfassen alle Facharbeiter, Vorarbeiter, Ingenieure, sowohl fertig ausgebildete als auch in der Ausbildung Begriffene. Die Faehverbänie bilden in ihrer Gesamtheit den Technischen Chaluz Sein Aufgabenkreis: f. Berufsberatung. 2. Fachliche Fortbildung der in Beruf und Ausbildung stehenden. 3. Zusammenfassung fertig ausgebildeter zu Fachgenossenschaften, die „Feldkompagnien*, die als solche vielleicht hier noch versuchen, Arbeiten zu übernehmen, dann hinübergehen, dort als Bauunternehmer des jüdischen Volkes auftreten Sie umfassen einen, höchstens 2 Ingenieure, einige Vorarbeiter, eine größere Anzahl Facharbeiter — drüben sind sie die Cadres der Arbeitsarmee. Eine andere Möglichkeit der Uebersiedlurg für uns Techniker sehe ich, zumal nach einem Schreiben Ruppins, nicht. Der Genossenschaft gehören nur gut und lange ausgebildete Leute an, die möglichst auch ein Handwerk des täglichen Bedarfs können; auch Gartenbau ist erwünscht als Nebenfach; feiner .braucht die Genossenschaft wohl einen wirtschaftlichen Geschulten. Das wird wohl ein Kaufmann sein müssen. 4. Stammrollenartige Registrierung eines jeden; man soll aus derselben möglichst viel über sein Können ersehen können. Daß diese Registrie» rung nur ein Hilfsmittelchen sein kann, ist ohne weiteres klar. Zur Organisierung dieses Chaluz bitte ich, daß zuerst einmal jeder, der hierfür in Betracht kommt, dem Zionistischen Arbeiter- und Handwerkerbund, Berlin, Auguststraße 17 mitteilt: seine Adresse, Fach, Ausbildungsart- und i . *) Ueber Maschinenbau usw. äussere ich mich deshalb so kurz und durchr aus lückenhaft, weil das doch einem Maschinenbauer für einen eigenen Aufsatt vorbehalten bleiben muss. Der schreibe auch über bodenständige Gewerbe.. 114